Viele Betriebe suchen dringend einen Werksarzt. Die Industrie zahlt gut, sucht in der Regel aber nur Bewerber unter 40 Jahren. Junge Mediziner schätzen zwar die guten Verdienstmöglichkeiten, vermissen aber die Gelegenheit zur fachärztlichen Weiterbildung. Unter diesen Umständen wird meist die Eröffnung einer eigenen Praxis erschwert. Künftig sollen alle größeren Betriebe durch Gesetz verpflichtet werden, einen eigenen Arzt einzustellen.

Im kommenden Sommer können Studenten als Praktikanten in Australien und Jugoslawien arbeiten. Jugoslawische Betriebe wollen rund 50 deutsche Studenten für zwei Monate aufnehmen. Die Vergütung deckt etwa die Kosten des Aufenthalts. Für das Praktikum in Australien, das verschiedenen Studienrichtungen offensteht, müssen die Teilnehmer etwa 2000 Mark aufbringen. Umgehende Anmeldungen nimmt die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung entgegen (6 Frankfurt/Main, Feuerbachstraße 42).

Im vergangenen Jahr wurden in der Bundesrepublik 82000 landwirtschaftliche Betriebe aufgegeben, weit mehr als in den Jahren zuvor. Die Zahl der kleinen Betriebe bis zu zehn Hektar ging am stärksten zurück, die Betriebe mit über 50 Hektar Land nahmen dagegen zu. Für Landwirte im Nebenberuf entstanden 1971 etwa 45 000 gewerbliche Arbeitsplätze. Viele ehemalige Bauern betreiben ihre Landwirtschaft weiter, um sich beim Übergang zu anderen Berufen gegen die damit verbundenen Risiken abzusichern.

Im letzten Sommersemester waren 15 Prozent aller Studenten in der Bundesrepublik verheiratet. Dieser Anteil hat sich bei den Männern in den letzten 20 Jahren verdoppelt, bei den Frauen sogar verfünffacht. Drei Viertel der Studenten-Paare verfügen über ein monatliches Nettoeinkommen zwischen 900 und 1500 Mark. Etwa die Hälfte der verheirateten Studenten hat Kinder. Unzureichende Wohnverhältnisse und zu hohe Mieten sind meist die Hauptprobleme in Studentenehen.

Einen „Firmenspiegel für Bewerber“ hat der Königsteiner Personalberater Peter Schulz herausgegeben. Über 100 Unternehmen werden nach einem einheitlichen Schema vorgestellt, Eigenlob ist weitgehend aus der Selbstdarstellung verbannt. Dafür werden Auskünfte über Mitarbeiterförderung, Firmenstil und Standort gegeben. Ein ausführliches Bewerbungs-Abc zeigt zudem, was bei der schriftlichen Bewerbung alles zu berücksichtigen ist (Königsteiner Verlag, 272 Seiten, 6 Mark).