Bummelpaß mit Familienanschluß: Eine ungewöhnliche Vergünstigung schließt der neue Bummelpaß der Stadt Tel Aviv ein, der bis zum 31. März an alle Touristen ausgegeben wird, die auf dem Luftwege in Israel eintreffen. Der Besuch in einer israelischen Familie soll das übliche Besichtigungsprogramm bereichern, das im übrigen durch eine kostenlose Stadtrundfahrt, eine Führung durch das Rathaus, Besuch im städtischen Zoo, freien Eintritt in sämtlichen Museen, einen Tagesaufenthalt im Country Club am Stadtrand (Baden, Sauna, Sport) und einen Besuch im Planetarium attraktiv gemacht wird. Im Glas-Museum erhält der Besucher die Nachbildung eines antiken Öllämpchens. Informationen: Staatliches Israelisches Fremdenverkehrsbüro, 6 Frankfurt, Bethmannstr. 50–54. Telephon 0611/28 33 41

Blick nach Italien: Ski fahren und den Frühling schon vor Augen haben – das ist möglich im Tessin, wo die Stadt Locarno bis zum 31. März günstige Wintersportpauschalen anbietet. Das Skigebiet Cardada-Cimetta (1400 bis 1700 Meter) befindet sich in unmittelbarer Nähe der Stadt und ist mit einer Seilbahn, Sessel- und Schleppliften erschlossen. Während unten am Lago Maggiore schon die wärmere Jahreszeit einsetzt, kann man oben noch abfahren, langlaufen oder Spazierengehen. Sieben Tage Hotelaufenthalt mit Vollpension kosten ab 130 Mark, der Skipaß zusätzlich pro Woche rund 63 Mark (für Kinder zirka 42 Mark). Anmeldung beim Verkehrsbüro CH-6600 Locarno, Telephon 004193/7 86 33.

Austauschprogramm mit Japan: Asien als Reisekontinent ist bisher für den Jugendtourismus im allgemeinen noch zu teuer. Allein auf der Basis internationaler Begegnungsprogramme ist es jungen Leuten möglich, nach Fernost zu fahren, ohne sich dabei finanziell zu ruinieren. Für 1875 Mark können sich jetzt 50 Interessenten im Alter von 18 bis 25 Jahren um die Teilnahme an einem Programm bewerben, das von der japanischen Abteilung des „Youth Exchange Service International“ erstmals in Deutschland angeboten wird. Das Programm sieht im August eine vierwöchige Rundfahrt mit einem jeweils fünf- bis siebentägigen Aufenthalt in den Gebieten Tokio, Fuij, Nägoya, Kyoto/Osaka vor. Meist wohnen die Teilnehmer in japanischen Familien; an allen Orten sind Begegnungen mit Partnerstellen, Besichtigungen und kulturelle Veranstaltungen vorgesehen. 50 junge Leute aus Japan werden dafür in diesem Sommer nach Deutschland kommen. Die Teilnehmer an dem Japanprogramm müssen über ausreichende Englischkenntnisse verfügen. Bewerbungsunterlagen beim Evangelische Reise- und Feriendienst e. V., 6 Frankfurt 70, Johanna-Melber-Weg 23, Tel. 0611//61 90 06.

Sport in zwei Sprachen: Mit Attraktionen, die einen Wintersportplatz auch in einem schneearmen Jahr interessant machen, wirbt Inzell/Oberbayern für die deutsch-französische Jugendbegegnung. In einem von Sportlehrern geleiteten Ferienprogramm bietet die Stadt für Franzosen und Deutsche Lehrgänge, in Skiwandern, Eisstockschießen, Eislauf und Schwimmen an (Sportanlagen am Haus). Geheizte Logenplätze für die verschiedenen internationalen Eisschnellauf-Wettkämpfe gibt es gratis: die 400 Meter lange Bahn liegt direkt vor den Zimmerfenstern. Kulturelle Veranstaltungen mit Ausflügen und Theaterbesuchen runden das Programm ab. Der Preis für einen 14tägigen Aufenthalt (Vollpension) beträgt 438 Mark mit Bahnfahrt ab Köln (Termine zwischen dem 5. Februar und 9. April). Anmeldung beim Jugendferienwerk Saarbrücken e. V., Bahnhofstraße 105, Telephon 0681/3 50 91.

Familienurlaub: Eine Reise mit Kindern stellt für viele Eltern noch immer ein Problem dar, weil die meisten Hotels weder willens noch geeignet sind, Kindern eine angemessene Ferienumgebung zu bieten. Der Vermittlung preisgünstiger Familienferien hat sich der „soziale dienst familie e. V.“ in Bad Honnef verschrieben: In einem 26seitigen Prospekt bietet er in deutschen Erholungsgebieten auch Urlaub für Senioren, Kur-Urlaub, Winterferien und Mütterbildungswochen an. Die Preise für Vollpension reichen von 13 Mark pro Tag (Kinder 5,50 Mark) in der Nähe von Fulda bis zu 19,90 Mark (Kinder bis zu acht Jahren 30 Prozent Ermäßigung) am Königssee bei Berchtesgaden. Näheres bei: sozialer dienst familie e. V., 534 Bad Honnef, Rhöndorfer Straße 89, Telephon 02224/43 50,

Experiment: Mit Koffern, Kisten und Kartons im Gesamtgewicht von rund einer Tonne bestieg kürzlich ein amerikanischer Gast ein Kreuzfahrtschiff in Venedig. Hinter Bari entledigte er sich des „Reisegepäcks“, indem er den Inhalt – nichts als rote Backsteine – kurzerhand über Bord werfen ließ. Kommentar des Kreuzfahrers: Er habe sich so oft über falsche Reiseausschreibungen geärgert, daß er die Angabe in den Reisebedingungen der Reederei „Reisegepäck wird unbegrenzt befördert“ einmal habe nachprüfen wollen.