• Ausgabe 09/1972

    Ausgabe 09/1972

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Nixons Rivalen rüsten sich

    Die amerikanische Präsidentschaftswahl erstreckt sich über viele Monate. Schon am Dienstag nächster Woche wird eine erste Vorentscheidung über den künftigen Mann im Weißen Haus getroffen, der traditionsgemäß erst am Dienstag nach dem ersten Montag im November des Wahljahres – diesmal also am 7.

    Von Dieter Buhl

  • „Friede, Freude, Eierkuchen“

    Die Ratifizierungsdebatte im Bundestag ist von außerordentlich vielen DDR-Bürgern am Fernsehschirm verfolgt worden, die sonst in aller Regel eher Unterhaltungssendungen als politische Ereignisse im Westfernsehen betrachten; die Diskussion mit Karl-Eduard von Schnitzler im holländischen Fernsehen, die viermal auf westdeutschen Kanälen übertragen wurde, haben zum Beispiel nur relativ wenige Ost-Berliner miterlebt.

    Von Joachim Nawrocki

  • Der General auf dem Pulverfaß

    Zuweilen wiederholt sich Geschichte doch, in groben Zügen zumindest: Es war 1967, bald nach dem Krieg der sechs Tage, als der gerade gekürte israelische Generalstabschef Chaim Bar-Lev Order zu einer Strafaktion gegen palästinensische Partisanen in der jordanischen Stadt Karame erteilte.

    Von Dietrich Strothmann

  • Nicht mehr auf Kriegsfuß

    Wer in der Erwartung gekommen war, abermals einen Eklat zu erleben, sah sich enttäuscht. So schiedlich-friedlich wie bei dem Oberhausener Bundeskongreß der Jungsozialisten am letzten Wochenende ist es zwischen der SPD und ihrem Nachwuchs lange nicht mehr zugegangen.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Wahl-Qualen

    Durch die Parteitaktiker schon von Geburt an zum schnellen Gnadentod bestimmt, hat sich nun auch Italiens christdemokratische Minderheitsregierung Andreotti – das sechste Kabinett in den vier Jahren dieser Legislaturperiode – ihr Mißtrauensvotum im Parlament geholt.

    Von Hansiakob Stehle

  • Pro und contra

    Die Regierung geht davon aus, daß die kommunistischen Regierungen, insbesondere die der Sowjetunion, ungeachtet ihrer ideologischen und machtpolitischen Ziele an vertraglichen, friedenssichernden Regelungen und einer Zusammenarbeit mit dem Westen interessiert ist.

    Von R. Z.

  • Piratenstück

    Sechzehn Millionen Mark hat die Bundesregierung für Leben und Freiheit von fünfzehn Menschen bezahlt, für die Besatzung des nach Aden entführten Jumbo-Jets der Lufthansa.

  • ZEITSPIEGEL

    Die Bundestagsdebatte über die Ostverträge ergibt eine Redner-Statistik mit politischem Aussagewert: 34 Redner nahmen 43mal das Wort, davon einer (Manfred Wörner) eine Minute lang und einer (Rainer Barzel) anderthalb Stunden lang.

  • „Eine Woche, die die Welt veränderte“

    Einige kamen mit Regenschirmen. Sie wollten suggerieren, daß sich der Heimkehrer nicht anders als jener britische Hitler-Gast habe über den Löffel halbieren lassen.

    Von Klaus Bölling

  • Von der Hardt-Höhe ins Hohe Haus?

    Bundesverteidigungsminister Helmut Schmidt über Pläne und Ideen von heute und morgen

    Von Werner Höfei

  • Neuer Anlauf

    Europa hat Anlauf zu einem neuen Gipfel genommen. Er wird schwieriger sein als der letzte in Den Haag. Damals, im Dezember 1969, ging es darum, den europäischen Karren wieder flottzumachen, politische Grundsatzfragen mit Hilfe des guten Willens zu klären.

  • Feindbilder aus der Requisitenkammer

    Jedermann unterwerfe sich den obrigkeitlichen Gewalten, denn es gibt keine Gewalt außer von Gott, und die bestehende ist von Gott gesetzt.

    Von Eduard Neumaier

  • Wolfgang Ebert:

    Panne in Bonn

    „Ja, man hat sie aber leider nicht ernst genommen. Schon vorher hatte er sich bei zwei Reden von Parteifreunden der Fraktionsbeifallsdisziplin entzogen und sich erst den mahnenden Blicken seines Fraktionschefs gebeugt.

  • War es eine große Debatte?

    Noch nie hat der Bundestag ein Thema, das so viel emotionalen Sprengstoff birgt, wie die Ostverträge, so sachbezogen diskutiert.

  • Lübeck – eine schwierige Vaterstadt

    Franziska Gräfin Reventlow, die in Holstein geborene Schriftstellerin, hat es gehört und weitererzählt. Auf einer Lübecker Abendgesellschaft kam das Gespräch auf die berühmt gewordenen Kinder der Stadt: auf Heinrich Mann, der das „lübsche“ Anstandsgefühl durch „Professor Unrath“ verletzt hatte; auf Fritz Behn, den Senatorensohn, der sein Leben als brotloser Bildhauer fristete; auf Erich Mühsam, den von der Polizei observierten Anarchisten; auf Thomas Mann, der mit den „Buddenbrooks“ am schauerlichsten an seiner Vaterstadt gefrevelt hatte.

    Von Nina Gmnenberg

  • Wirtschaft
  • Vereinsbank

    Wieder zwei gute Monate

    Der Kurs der Aktie der Vereinsbank in Hamburg ist seit Jahresbeginn von 275 auf etwa 343 Mark, also um etwas mehr als 21 Prozent, gestiegen.

    Von K. W.

  • Rosa Zeiten für Studenten

    Auf der Suche nach neuen Märkten haben Deutschlands Taschenbuch Verleger treue Kunden entdeckt: die Studenten.

  • Rudolf Herlt:

    Greift Schiller nach dem Oberbefehl?

    Wanderer, kommst du nach Frankfurt, sprich nicht vom Ärger mit Bonn. Die Währungshüter in der Taunus-Anlage lieben es nicht, wenn die natürliche Spannung im Verhältnis zur Bundesregierung zu einem Gegensatz hochstilisiert wird.

  • Riechs richtiger Riecher

    Drei Jahre später, im April 1948, machte er sich selbständig. Sein erstes eigenes Kino entstand in einem Gasthaussaal in Wolbek bei Münster.

  • Stabilität

    Der liberale Weg

    Alfred Müller-Armack, Rolf Hasse, Volker Merx, Joachim Starbatty: Stabilität in Europa. Strategien und Institutionen für eine Europäische Stabilitätsgemeinschaft.

  • Löwen brau

    Respektable Ausschüttung

    Seit Bayerns Hypothekenund Wechselbank, München, bei Bayerns größter Brauerei „Löwenbräu", München,

    Von 71 (30. 9

  • Kavaliere

    Fast unmittelbar am Äquator wurde am vergangenen Wochenende das jüngste Haus in der weltweiten Kette der Intercontinental-Hotels eröffnet.

  • Babcock & Wilcox

    Expansion kostet Geld

    Obwohl der Maschinenbau weiter im Zentrum der negativen Konjunkturtendenzen steht, ist der Vorstand der Deutschen Babcock & Wilcox AG, Oberhausen, zuversichtlich, auch für 1972 wieder 15 Prozent Dividende auf die Stammaktien und 16 Prozent auf die Vorzugsaktien zahlen zu können.

  • DAB

    Oetker schont Kleinaktionäre

    Die Dortmunder Actien-Brauerei, an der die Oetker-Gruppe mit rund 40 Prozent, die Familien Mauritz und Stade mit etwa 35 Prozent und die Firma Delius mit rund zehn Prozent beteiligt sind, hat an der Übernahme von etwa 90 Prozent des Aktienkapitals der Dortmunder Hansa Brauerei AG schwer zu tragen.

  • Tito kämpft gegen Preissteigerungen

    Inflation auf sozialistisch

    Lasset uns beten", so schrieb die kommunistische Zeitung „Politika" in Belgrad jüngst, „daß der Dina

    Von Christian Schmidt-Häuer

  • BONNER KULISSE

    Im Wirtschafts- und Finanzministerium verfolgt man offensichtlich eine härtere Linie gegenüber der Ruhrkohlen AG als bisher.

  • Wann dürfen Seeleute streiken?

    Der Geltungsbereich des Streikrechts erstreckt sich zunächst auf deutsche Schiffe, die sich in deutschen Häfen oder auf hoher See befinden.

  • Wettbewerbs-Wächter an der Kette

    Die Kartellbeamten am Platz der Luftbrücke in Berlin sind verärgert. Ihre Kontroverse mit dem Berliner Kammergericht ist auf einem neuen Höhepunkt.

    Von Joachim Nawrocki

  • Warum Westdeutsche noch Berlin gehen und bleiben

    Dynamik und Gemütlichkeit

    Die Statistik lehrt, daß einmal fortgezogene Berliner nur selten zurückkehren, es sei denn als Reisende oder Rentner“, schrieb Ende vorigen Jahres „Capital“.

    Von Joachim Nawrocki

  • Immobilienfonds waren nicht zu schlagen

    Die Grundbesitzer machten das Rennen

    Jetzt naht das Ende aller Immobilienfonds: Diese pessimistische These vertraten führende Immobilienfachleute nach dem Zusammenbruch der exotischen Immobilienfonds Usif (Gramco) und Parfund.

    Von Jens Friedemann

  • Droht in Bonn eine Finanzkrise?

    Union der schlechten Rechner

    Den CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Leicht, der dem Haushaltsausschuß des deutschen Bundestages vorsitzt, plagen Erinnerungen an die Weimarer Republik.

    Von Dieter Piel

  • Börsen-Report

    Der Autofrühling hat begonnen

    Die VW-Aktien sind von 123 Mark (im November erreichter Tief stand) auf annähernd 160 Mark gestiegen. Großanleger und Fonds, die sich im vergangenen Jahr, als sich die Ertragsmisere beim Volkswagenwerk abzeichnete, von den VW-Aktien getrennt hatten, sind inzwischen wieder „eingestiegen“.

    Von Ihr Securius

  • Rezession – was ist das eigentlich?

    Pessimismus scheint nicht mehr gefragt. An den deutschen Börsen herrscht Haussestimmung – die Aktienkurse sind seit Jahresbeginn.

    Von Diether Stolze

  • Tanz auf dem Vulkan

    Werden die Abschreibungsobjekte in Spanien zum größten Finanzskandal seit der lOS-Pleite?

    Von Jens Friedemann

  • Wer vertritt die Interessen der Seeleute?

    Streit um Streik

    In Hamburg wurde aus einem Tarifstreit ein Streit der beteiligten Gewerkschaften – sehr zur Freude der Arbeitgeber-Kontrahenten.

  • Ab nach Zürich

    Karl Schillers Superministerium für Wirtschaft und Finanzen ist wieder um einen Staatssekretär ärmer – nach Neef, von Dohnanyi, Arndt und Rosenthal den fünften.

    Von Gerda Strack

  • AUS UNTERNEHMUNGEN

    Die von der CDU-Opposition in der Hamburger Bürgerschaft geforderte Teilprivatisierung der Hamburgische Landesbank – Girozentrale – durch Spaltung des Instituts in einen lang- und kurzfristigen Bereich, wobei die Stadt 49 Prozent des kurzfristigen Teils abgeben soll, hält das Direktorium der Hamburger Landesbank zwar für „machbar“, aber nicht im Interesse der Bank selbst liegend.

  • Unfug

    Die CDU-Fraktion der Hamburger Bürgerschaft, dem Parlament der Hansestadt, hat eine Lösung zur Milderung der Finanzmisere parat.

    Von K. W.

  • Wie Arbeitnehmer am Gewinn beteiligt werden (III)

    Ein Kapitalist dankt ab

    Als Hannsheinz Porst im November vergangenen Jahres in der Nürnberger Meistersingerhalle vor den Mitarbeitern seiner Unternehmensgruppe erklärte, daß er in Zukunft auf alle Privilegien als Kapitalist und Eigentümer verzichten wolle, erregte er damit bei Außenstehenden nur Mißtrauen.

    Von Michael Jungblut

  • Bonn stoppte Export-Bürgschaften für Chile

    Hermes sieht rot

    Der Bremer Krupp-Niederlassung Fried. Krupp Spinnbau drohen karge Zeiten. Neben Kurzarbeit stehen dem Unternehmen Massenentlassungen bevor.

  • Sozialordnung

    Dokumentation statt Polemik

    Das Buch beginnt „statt einer Einleitung“ mit einem Urteil des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 1967: „Wenn Artikel 20 Absatz 1 des Grundgesetzes ausspricht, daß die Bundesrepublik ein sozialer Rechtsstaat ist, so folgt daraus, daß der Staat die Pflicht hat, für einen Ausgleich der sozialen Gegensätze und damit für eine gerechte Sozialordnung zu sorgen.

  • Schlägt Leonard Rosen wieder zu?

    In „einschlägigen“ Kreisen, meine verehrten Leser, wird geflüstert, daß der Amerikaner Leonard Rosen, in der Bundesrepublik durch den internationalen Immobilienfonds Parfund zu trauriger Berühmtheit gelangt, aufs neue den deutschen Markt „bearbeiten“ will.

  • Wissen
  • Neptunium auf dem Mond

    Als gesicherter Besitzstand der Physiker galt bislang die Erkenntnis, daß Uran mit der Ordnungszahl 92 das schwerste in der Natur vorkommende chemische Element sei.

    Von A. F.

  • Recht auf Irrtum

    Wenige neue Argumente, dafür aber viele alte Zitate brachte die Bundestagsdebatte über die Ostverträge. Die Fülle der einen sollte den Mangel am anderen überdecken, die Meinung von gestern und vorgestern die Meinung von heute entkräften.

  • Hupkas Frontwechsel

    Herbert Hupka, seit 1969 Bundestagsabgeordneter der SPD, hat seine Partei verlassen und wird Mitglied der CDU/CSU-Fraktion. Er ist nach dem Berliner Abgeordneten Klaus-Peter Schulz der zweite Bonner SPD-Abgeordnete, der aus Protest gegen die Ostpolitik die parlamentarischen Fronten gewechselt hat.

  • Strom aus der Wüste

    Die Gratisenergie der Sonne anzuzapfen und für irdische kommerzielle Zwecke in die Nacht hinüberzuretten, das ist der Wunschtraum so mancher, Techniker, die einer billigen und zugleich umweltschonenden Stromerzeugung nachspüren.

    Von Jens Urst

  • „Symbol einer tatkräftigen Zivilisation“

    Als erstes von Menschen geschaffenes Objekt wird Pioneer F das Sonnensystem verlassen

  • Freie Welle

    Radio Freies Europa“ (RFE) lag schon oft unter dem wütenden Beschuß der Ostländer. Doch nie war der Fortbestand dieser Institution, die sich nach dem Ungarn-Aufstand vom Korsett polemischer Propaganda befreit und zu einem sachlichen, tatsachengetreuen Informationsmedium entwickelt hat, so gefährdet wie jetzt.

    Von D. Z.

  • Gnadenfrist

    Der Bayerische Rundfunk hat noch eine Gnadenfrist gewonnen, bevor die CSU die Macht über den Sender und sein Personal ergreift.

  • Allergen TBS

    Die kosmetische Industrie, die seit einiger Zeit in den USA und in Europa wegen der in manchen Fällen gesundheitsschädigenden Beimengungen von (bakterientötendem) Hexachlorophen in Seife und Intimspray heftig unter Beschuß steht, wird gegenwärtig von einer neuen Front angegriffen.

  • Eine Sternstunde der Weltpolitik

    In allen Kanzleien und Außenministerien von Tokyo bis Paris sitzen die Experten jetzt überdas Kommuniqué von Peking gebeugt und versuchen, Bedeutungen und Folgen des Nixon-Besuches zu entschlüsseln.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Bilderrätsel für außerirdische Intellektuelle

    Vielleicht, so spekulieren die Konstrukteure der Jupitersonde Pioneer F, wird das Flugobjekt, das – falls alles gut geht – nach seinem Vorbeiflug am Riesenplaneten unser Sonnensystem verläßt, irgendwann einmal von intelligenzbegabten Wesen einer anderen, fernen Welt eingefangen.

  • Reisen
  • Die gründliche Ausrüstung

    Eine alte Sepplhose ist verpönt

    Der deutsche Urlauber weiß, was er seinem Ansehen in der Welt schuldig ist. Er wandert nicht mit einer alten Lederhose und Nagelschuhen im Gebirge herum.

  • Gemüsebrühe am Cocktail-Tisch

    Herr Direktor Huber lobt: „Filet! So zart wie noch nie!“ Frau Dr. Granzke (die mit dem Porsche 911 S) ergänzt: „Sauce Bootreise – einmalig!“ Und Herr Rechtsanwalt Anselm sinniert: „Ja, kochen kann der Otto .

    Von Heinz D. Stuckmann

  • REISENACHRICHTEN

    Wandern, hochalpin: Für Alpenkletterer, die besonders harte Bedingungen suchen, hat die Alpinschule Dachstein in der Zeit vom 11.

  • Auf Flüssen wandern

    Zum Isarufer!“ Mißtrauisch verstaut der Taxifahrer das Gepäck des jungen Paares, das soeben mit dem Zug aus München eingetroffen ist.

  • Ehestreit - Hobbystreit

    Ich liege am liebsten am Strand, blicke auf den Horizont, an dem sich nichts tut, sage in regelmäßigen Abständen „Verzeih, ich hab’ nicht zugehört“ und verlasse mich auf den Inhalt der Kühltasche.

  • Die Gefahren des Faulenzer-Urlaubs; Erlebnis-Ferien im Berchtesgadener Land; Paddeln; Aktiv-Urlaub im Club; Die richtige Ausrüstung; Ehestreit – Hobbystreit; Anschriften, Informationen; Bäder werden moderner; Jagen; Nachrichten; Fastenkur in Bad Pyrmont; Bädertabelle.

    Urlaub mit Hauptrollen

    Der Direktor weiß die Zeichen der Zeit zu deuten: Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen. Das hat heute auch im Fremdenverkehr Gültigkeit.

    Von Wolf gang Boiler

  • Vom Kaiserwalzer zu Irma la Douce

    Die Kurbäder werden moderner: Bewegungstherapie an der Sprossenwand und unter Wasser

    Von Barbara von Jhering

  • Sport im Club – ein Leben im Überfluß

    Ich weigere mich anzuerkennen, daß die Unterschiede der Menschen größer sind als ihre Ähnlichkeiten“, hatte Gilbert Trigano, Gründer und bis heute Motor des französischen Club Méditerranée, am Ende eines Interviews mit dem ZEITmagazin (Nummer 6) gesagt.

    Von Barbara von Jhering

  • Obstschnäpse und Schüsse auf Schwarzwild

    Im Norden Ungarns, zwischen der Industriestadt Miskolc und der Grenze zur Tschechoslowakei, liegt das 55 000 Hektar große Staatsrevier von Zempléni, Bükk und Szin.

    Von Rolf-Peter Rocke

  • Dolce far niente? – nicht in der Freizeit

    Drei Wochen lang richtig faul sein; lange schlafen, gut und ausgiebig essen, im übrigen sich am Strand in der Sonne aalen und gelegentlich ein erfrischendes Bad im Meer.

  • Auto
  • Neu auf den Straßen: Ford „Consul“ und „Granada“

    Mit klingenden Namen

    Der „General“ wartete mit imponierenden Zahlen auf: 500 Millionen Mark hat die Entwicklung der neuen Modellreihe gekostet; 1500 Menschen haben über vier Jahre lang daran gearbeitet, in der letzten Phase sogar 3000 Arbeitskräfte.

  • Programm für den Kirchentag 1973

    Godspell anders

    Ein Kirchgang von Christen (oder auch von Nichtchristen) für Christen: so soll es Anfang Juli 1973 sein, beim 15. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Düsseldorf.

    Von Dietrich Strothmann

  • Komfortabel und robust

    Frankreichs Autos erfreuen sich bei deutschen Käufern wachsender Beliebtheit. Zu den Marken aus unserem westlichen Nachbarland, die sich in der Bundesrepublik eines rapide steigenden Absatzes erfreuen, zählt Peugeot: eine der ältesten Automobilfabriken Europas.

    Von Olaf von Fersen

  • In den letzten Jahren hat die Zahl der Ladendiebstähle rapide zugenommen

    Lange Finger im Regal

    Manchen mag es noch überraschen, wenn er liest, daß ein katholischer Geistlicher in einem Münchener Warenhaus mit Diebesgut im Wert von 393 Mark ertappt wurde, daß ein Rastatter Kriminaloberkommissar Sachen für 200 Mark unbezahlt in der Tasche hatte, daß ein Bonner Ministerialrat Zugriff, als er sich unbeobachtet glaubte, daß auch Lehrer und Nonnen unter denen sind, bei denen die Verführung zum Verbrauch moralische Sicherungen durchbrennen ließ.

    Von Jürgen Holm

  • PS UND PARAGRAPHEN

    Das geschah: Der Angeklagte ging um 20.30 Uhr in eine Gaststätte hinein und kam um 22.30 Uhr wieder heraus. In der Zwischenzeit tat er nichts nach unseren Gesetzen Kriminelles.

  • DIE ZEIT
  • Jungsozialisten

    Eigener Beitrag

    Die Jungsozialisten wollen im Bundestagswahlkampf 1973 für einen Erfolg der SPD arbeiten, aber dabei einen „eigenständigen Beitrag“ leisten, „der auch über die Aussagen der Partei hinausgehen kann“.

  • Gesellschaft
  • Fragen an Georg Leber zu den Paketgebühren

    Monopol wäre vertretbar

    Angesichts der bevorstehenden Gebührenerhöhungen haben die Versandhändler in der Bundesrepublik der Bundespost angedroht, ihren Paketversand künftig auf eigene Faust zu organisieren.

  • Rentenreform

    Arbeitgeber mögen Mini

    Nach der Bundesregierung und der Opposition haben nun auch die Arbeitgeber einen Plan für eine Rentenreform vorgelegt. Es ist eine Mini-Reform, die bis 1986 nicht mehr als 75 Milliarden Mark kosten soll.

  • „Die Welt hat sich verändert“

    In Schanghai, der letzten Station seiner China-Reise, faßte Präsident Nixon am Sonntag das Ergebnis seiner sechstägigen Besprechungen mit der Pekinger Führung in dem Satz zusammen: „In dieser Woche hat sich die Welt verändert.

  • Krisenherde der Woche

    Nach einer dreitägigen Strafexpedition gegen Schlupfwinkel der Palästinenser haben sich israelische Truppen am Montag wieder aus dem Südlibanon zurückgezogen.

  • FU-Streit um Mandel

    Sturmbeginn

    Niemals zuvor, empörte sich der Berliner Wissenschaftssenator Werner Stein, sei er von einer Universität bei einem Berufungsvorgang „so eindeutig herausgefordert worden“.

  • Unsere besten Kunden

    Im Außenhandel der Bundesrepublik haben sich die Gewichte von 1970 auf 1971 nur wenig verschoben. Nach wie vor ist Frankreich mit Abstand der beste Kunde der westdeutschen Wirtschaft.

    Von Quelle: Statistisches Bundesamt

  • Fernsehen

    Selbstbildnis

    Die Versuche der deutschen Fernsehanstalten, die rund siebzehn Millionen jugendlichen Zuschauer mit eigenen Programmen und Magazinen für den Bildschirm zu gewinnen, sind eine Kette von Mißverständnissen, verunglückten Ansätzen und immer neuen Versuchen, Initiativen ungeschminkter Selbstdarstellung von Jugendlichen abzublocken.

    Von Wolf Donner,

  • Schiffbau

    Werft-Manager verpaßten den Anschluß

    Die wichtigste Erkenntnis des jetzt in weiten Teilen bekanntgewordenen Werftengutachtens der drei Beratungsfirmen Deutsche Revisions- und Treuhand AG, Kienbaum Unternehmensberatung und Knight Wegenstein: Die deutschen Werften haben den Anschluß an den internationalen Großschiffbau verpaßt.

  • Marokko

    Neue Verfassung

    Zum drittenmal seit 1962 stimmten am Mittwoch die Marokkaner in einem Referendum über eine neue Verfassung ab. Sie bringt zwar erweiterte Kompetenzen des Parlaments (das jetzt selbst Gesetzesvorlagen formulieren kann) und definiert die Aufgaben der Regierung, behält aber dem König das Recht vor, das Kabinett zu ernennen, das Parlament aufzulösen und in „Krisensituationen“ allein zu regieren.

  • Privatfernsehen

    Bayern soll nicht „schwarz“ sehen

    Die Verfechter eines kommerziellen Rundfunks und Fernsehens in Bayern wollen jetzt mit Elan auf ihr Ziel zugehen. Bei einer Tagung der Katholischen Akademie in Bayern meinte CSU-Landtagsabgeordneter Erich Schosser, daß die erste Lesung des vorliegenden Gesetzentwurfs bereits im Frühjahr stattfinden könne.

  • EWG-Gipfel im Oktober

    Die Staats- und Regierungschefs der EWG und ihrer vier künftigen Mitgliedstaaten werden vom 19. bis 21. Oktober eine Gipfelkonferenz in Paris abhalten.

  • Ostdebatte im Bundestag

    Für eine späte Pointe der dreitägigen Bundestagsdebatte über die Ostverträge in der vorigen Woche sorgte am Dienstag Herbert Hupka, Vorsitzender der Landsmannschaft der Schlesien Aus Protest gegen die Ostpolitik verließ er die SPD-Fraktion und trat zur CDU über.

  • Oper: Henze in Frankfurt

    Comeback

    Bei den Salzburger Festspielen 1966 wurde der bürgerliche Opernkomponist Hans Werner Henze zu Grabe getragen: Die Uraufführung der „Bassariden“ schien der letzte Tribut an eine in normalen kulturbetrieblichen Bahnen verlaufende Künstlerkarriere.

  • Sowjetische Stummfilme

    Latente Komik

    Die große Entdeckung beim letztjährigen „Internationalen Forum des Jungen Films“ in Berlin war paradoxerweise ein alter sowjetischer Stummfilm: „Stschastje“ (Das Glück, 1935) von Alexander Medwedkin, eine Satire über den Weg eines Bäuerleins aus der Unterdrückung des zaristischen Landwirtschäftswesens in die Freiheit der sozialistischen Kolchosenarbeit.

  • Reifenindustrie

    Ohne fünftes Rad

    Nach drei Jahren intensiver Entwicklungsarbeit und Jahre vor der Vollendung stellte der englische Reifenhersteller Dunlop in der vorigen Woche ein neues Produkt vor: Einen Gürtelreifen, der sich luftleer so problemlos verhält wie aufgeblasen.

  • Die Geschichtslehrer sind auf dem Rückzug, ihr Fach hat an Prestige verloren, Soziologen und Politologen laufen ihnen den Rang ab. Ein junger Wissenschaftler versucht sich dennoch an einer Verteidigung der Geschichte

    Wozu noch Geschichte?

    Die Geschichtswissenschaft befindet sich hierzulande in der Defensive. Ihre bürgerlich-ideologische und nationalpolitische Bedeutung, der sie im letzten Jahrhundert ihr hohes soziales Prestige, aber auch ihre größten Schwächen verdankte, hat sie in der Bundesrepublik weitgehend verloren – glücklicherweise.

    Von Jürgen Kocka

  • Sudan

    Einigung erreicht

    Im Sudan ist ein Ende des seit 1955 andauernden blutigen Kleinkrieges zwischen der arabisch-mohammedanischen Zentralregierung in Chartum und der zum großen Teil christlichen Negerbevölkerung der drei Südprovinzen in Sicht.

  • Forderungen an den Geschichtsunterricht

    1. Der Geschichtsunterricht darf nicht auf die Behandlung der modernen Geschichte im Sinne einer Vorgeschichte unserer Gegenwart eingeengt werden; er muß prinzipiell das Ganze der Geschichte in der Fülle ihrer Zeiten und Räume, umfassen.

  • Dokumente der ZEIT

    „Die Vereinigten Staaten unterstreichen, daß es den Völkern Indochinas gestattet werden sollte, ohne Intervention von außen über ihr Schicksal zu bestimmen; ihr ständiges Hauptziel ist eine Lösung auf dem Verhandlungswege gewesen .

  • Karriere
  • AUFSTIEG - JOB - VERDIENST

    Ein neuer Studiengang wurde an einigen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen der Bundesrepublik eingerichtet: Erziehungswissenschaften mit dem Abschluß als Diplom-Pädagoge.

  • Bildstörung beim Telekolleg

    Englands Bildungsplaner proben den Fortschritt. Im letzten Jahr haben sie ein Unternehmen gestartet, das nach dem Urteil britischer Experten „das größte Experiment in der Geschichte der akademischen Bildung“ ist.

    Von Horst-Wolfgang Bremke

  • Kultur
  • ZEITMOSAIK

    Die beste Tendenz ist falsch, wenn sie die Haltung nicht vormacht, in der man ihr nachzukommen hat. Und diese Haltung kann der Schriftsteller nur da vormachen, wo er überhaupt etwas macht: nämlich schreibend.

    Von Walter Benjamin

  • Für und Wider des Zionismus

    Der Antisemitismus ist heute keine Doktrin mehr... Die rechten Parteien, die früher den systematischen Antisemitismus betrieben haben, wurden ersetzt durch Gruppierungen, die sich nicht zu den Rechten zählen, die es selbst nicht wagen, ihren Namen zu sagen.

    Von Joseph Wulf

  • Ausgeklügelte Gratwanderung

    Piet Mondrian, am 7. März 1872 in Amersfort geboren, war bis zur Jahrhundertwende ein Maler im traditionellen holländischen Stil, geriet dann über Divisionismus und Kubismus zur ersten Abstraktion (um 1914), entwickelte ab 1918 den für ihn typischen horizontal-vertikalen Bildaufbau.

    Von Max Bill

  • Ein Passepartout vom Bund

    Die Denkpause zwischen der ersten und zweiten Lesung des Hochschulrahmengesetzes im Bundestag hat genau ein Jahr gedauert. Demnächst sollen die Ausschußberatungen abgeschlossen werden.

    Von Nina Grunenberg

  • Wort vom obersten Voltairologen

    Wer Voltaire kennenlernen will, kommt seit Jahrzehnten nicht vorbei an Theodore Besterman, dem Engländer, der aus Voltaires Genfer Residenz „Les Délices“ den Mittelpunkt der Voltaire-Forschung gemacht hat (zwischen ihm, der nunmehr in England lebt, und dem Kanton Genf besteht kein ganz spannungsfreies Verhältnis) und dessen Ausgabe der Voltaire-Korrespondenz in achtzig Bänden zwar sein Hauptbeitrag zur Erschließung der Grundlagen einer Biographie, einer Geschichte des Werkes und der Wirkung ist, aber bei weitem nicht der einzige.

  • Kunstkalender

    Das Bauhaus-Archiv ist von Darmstadt, von der Mathildenhöhe, wo es seit 1960 im unpassenden Jugendstilambiente ein Schattendasein führte, nach Berlin gezogen.

  • Brückenschläge allgemein und wörtlich

    Die Brücke: ein Gegenstand, ein Symbol, eine Metapher – selbst Ingenieure, deren Beruf gern mit dem Adjektiv „nüchtern“ assoziiert wird, holen sich, auch wenn sie sich mit Sachverstand nur der Sache zuwenden, Ausdruckshilfen aus den Sprachen der Poeten und der Philosophen.

  • Zeit der Napfkuchen

    Eigentlich wollte ich ja nicht mehr, schon seit Jahren, aber dann? Dann ist man doch plötzlich wieder drüben und stellt nicht ganz ohne Verwundern fest, wie sich die Republik und wie man selber sich gewandelt hat in diesen paar Jahren.

    Von Horst Krüger

  • Fernunterricht in Deutschland ( V und Schluß)

    Müssen Erwachsene lernen?

    Es trifft doch einfach nicht zu, wenn im Fernunterricht argumentiert wird: „Es ist objektiv unmöglich, irgendwelche auch nur annähernd aussagefähigen ‚Erfolgszahlen‘ zu nennen.

    Von Hayo Mattbiesen

  • Das ZDF und sein Auftrag oder

    Ein Sonntagsidyll

    Das Sonntagabendmenü im Zweiten Deutschen Fernsehen: Als Vorspeise schmalzte Helmut Zacharias’ zärtliche Geige musikalische Liebesgeschichten, und die Showlieblinge der Nation sangen Sentimentales in Zuschauerherzen.

  • Heimatbedingungen

    Wie heimatlos ist die Linke heute? Diese Frage stellt sich eine Sendereihe des Hessischen Rundfunks, in der seit Anfang Januar jeden Sonntag einige Intellektuelle ihre Stellung zum Staat be- und durchleuchten: bisher Gerhard Szczesny, Peter Härtling, Dieter Lattmann, Gerhard Zwerenz, Carl Amery, Helmut Heißenbüttel, Martin Walser und Manfred Bieler, in den kommenden Wochen Dorothee Sölle, Horst Krüger, Fritz J.

  • Abroad - Del extranjero - De l’étranger

    Ein Star ist wieder ein Star

    London ist immer noch Umschlagplatz des europäischen Popmusik-Geschäfts. Zwar werden in der Bundesrepublik mehr Rock-Platten verkauft als in England, und manche britische Gruppe ist hierzulande bekannter als in der Stadt, in der sie sich formierte.

    Von Franz Schöler

  • KRITIK IN KÜRZE

    „Stücke“, von Albrecht Fabri. Der Autor genießt einen stillen Ruhm unter jenen, die sich mit Literatur und bildender Kunst befassen.

  • DIE NEUE SCHALLPLATTE

    „Laßt uns aber beim Lachen nicht die Gegenwart vergessen sagt Georg Kreisler zu seinen viermal fünf klassischen „Everblacks“, darunter das „Taubenvergiften“ und „Gelsenkirchen“, die „Zwei alten Tanten“ und „Das Mädchen mit den drei blauen Augen“, „Die Wanderniere“ und „Als der Zirkus in Flammen stand“.

  • Notizen zu einem Berufsbild

    Man muß es einmal sagen: der freie Schriftsteller ist kaum drei Generationen alt und doch keine Kreation der Wirtschaftswunderphasen des deutschen Kaiserreiches, wenn es auch manchmal so scheint, weil Familienvermögen Freiheiten gaben, die dann nach der Inflation in den zwanziger Jahren verlorengingen – der Verlust wurde als Einbuße der Freiheit notiert.

    Von Ingeborg Drewitz

  • Opfer des Kapitalismus?

    Lange Zeit waren die scharfsinnigen Reflexionen Abraham Léons über die Stellung des Judentums in der Weltgeschichte nur einem kleinen Kreis bekannt.

    Von Imanuel Geiss

  • FILMTIPS

    Im Fernsehen: „Seven Chances“ (USA 1925), von Buster Keaton (Nord III 4. März). „Der Junge“ (Japan 1969), von Nagisa Oshima (West III 4.

  • Länderspiegel
  • Sorge um saubere Luft

    Als die Mineralölgesellschaften Esso und DEA-Scholven vor mehr als zehn Jahren beschlossen, Raffinerien in Karlsruhe zu bauen, feierte der damalige Oberbürgermeister Günther Klotz diesen Beschluß nicht ohne Berechtigung als historisches Ereignis für die Entwicklung der Stadt.

    Von Claus Donath

  • Lüdenscheid und sein neues „Immitsch“

    Wer außerhalb der saarländischen Waldberge zu erkennen gibt, daß er aus Lüdenscheid stammt, wird in neunzig von hundert Fällen erleben, daß sein Gegenüber mit dem augenzwinkernden Lächeln des Wissenden erwidert: „Aha, Lüden-skeid“.

  • Bests geliebte Scholle

    Gerüchte über Best gab es schon seit langem. Der CDU-Abgeordnete Richard Bayha war der Sache nachgegangen, wobei er sogar Schützenhilfe aus SPD-Kreisen erhielt.

    Von Bernd Jasper

  • Das Ende einer Affäre

    Der Vorsitzende der CDU-Opposition in der Bürgerschaft, Jürgen Echternach, wird das ihm von der Hamburgischen Wohnungsbaukasse gewährte Darlehen nicht annehmen.

  • Urteil im Widerspruch

    Die Frage, was mit Tätern wie Franz Josef Ludy geschehen soll, bereitet derzeit nur Verlegenheit. Die Gesellschaft vor dem Sexualtäter zu schützen und diesen zugleich angemessen zu behandeln, das läßt sich – vorerst wenigstens – nicht auf einen Nenner bringen.

  • Ein hausgemachter Schwabenstreich

    Was den Bayern einst ihre Bayernpartei war, möchte die neue baden-württembergische Landespartei für die Schwaben und Alemannen erst werden.

  • Olympia für Leute mit Tick

    Nicht Gold oder Geld, sondern eine Reise ins Land, wo die Queen residiert, winkt allen Bundesrepublikanern, die bei der Dortmunder Spleen-Olympiade die ersten sechs Plätze belegen.

    Von Rosemary Callmann

  • Lebensart
  • Feiertage

    Sie wollen morgen schon wieder frei haben?“ wundert sich der Chef. „Ist Ihnen eigentlich klar, daß Sie häufiger frei haben als Sie arbeiten? Vor kurzem erst mußten Sie Ihre Frau in den Urlaub fahren, dann wurde Ihr Sohn getauft, gleich darauf hatte Ihre Tochter Masern und anschließend wurde Ihre Schwiegermutter beerdigt.

  • Begraben in Baracken

    Obdachlosigkeit ist nach einer Definition des Oberverwaltungsgerichts Münster „der Zustand, kein Dach über dem Kopf zu haben und Tag und Nacht auf der Straße zubringen zu müssen“.

    Von Hans-Joachim Noack

  • Gummiertes Kulturgut

    Wenn der Kunstbeirat der Post fragt, wer soll auf die Briefmarke: Coppernicus oder Brandt?

    Von Kai Krüger

  • Fernseh-Gerüchte

    Da die Fernsehanstalten sich an der Zunahme der Gewaltverbrechen mitschuldig fühlen, wollen sie besonders brutale Szenen aus ihren Filmen und Serien herausschneiden.

  • J. M-M: Maos Spucknapf

    Das Fernsehen hat in der Tat alles sehr schön übertragen: den Präsidenten Mao und ein rundes Ding am Boden, den Ministerpräsident ten Tschu-En-Lai und an der Erde diesen Topf, den Präsidenten Nixon und den Napf zu seinen Füßen.

  • Bayern, zwei Wintermärchen

    Es war einmal im schönen Bayernland eine Partei, die hatte eine Macht, die hieß die absolute Mehrheit. Diese war über die Maßen schön, und weil sie so schön und so absolut war, wurde sie zur Regierung gekrönt.

  • Kinderzirkus

    Nicht Großes, Gewaltiges, nicht Kriege und Revolutionen allein haben zu entscheidenden Veränderungen in der Welt geführt, sondern gerade das Schwache, das Zarte hat sich – über größere Zeiträume hinweg – als ein viel stärkeres Element der Veränderung offenbart.

  • Sexismus hält die Frauen unten

    Wenn Kate Millet wie schon zuvor Simone de Beauvoir männliche Literaten attackiert oder Betty Friedan den „Weiblichkeitswahn“, der von Reklame und Massenmedien verbreitet wird, dann wenden sie sich gegen kulturelle Leitbilder.

    Von Imogen Seger

  • Als Deutscher im Ausland

    In der ZEIT Nr. 2 berichtete Dorothea Krause über ihren Schulbesuch in Paris. Zuerst wollte ich ihr einen Antwortbrief schreiben, einen kritischen, zynischen Brief, aber das war wohl eine rein gefühlsmäßige Reaktion auf soviel Weltoffenheit und Lehrer – Schülerfamilie, Verständnis und Vorurteilslosigkeit.

  • Sport
  • Jackie Stewart: In Fangios Spuren?

    Früher als in den vergangenen Jahren traf sich dieses Mal die Garde der Grand-Prix-Piloten, um im südamerikanischen Buenos Aires den Kampf um die Weltmeisterschaftspunkte aufzunehmen.

  • unzugeordnet
  • Ameropa

    Vom Bergdorf zur Weltstadt

    Mit dem Stolz des erfolgreichen Geschäftsmannes stellte Ameropa-Chef Karl Seifried fest, seinem vorwiegend auf Bahnreisen spezialisierten Unternehmen sei es 1971 besser gegangen als zahlreichen Wettbewerbern.

  • Aus den Sommerprogrammen der Reiseveranstalter ADAC

    Autotour durch Afrika

    Das neue ADAC-Sommerprogramm ist das wohl umfangreichste Angebot für diejenigen, die im Urlaub mobil sein wollen: Man kann mit dem eigenen Wagen an einen Ort fahren und ihn zum „Standquartier“ für weitere Touren erheben (Auswahl zwischen 566 Pensionen und rund 4000 Ferienwohnungen und Bungalows), eine Package-Tour buchen, bei der alle Hotels bereits reserviert sind oder, bei einer Flugreise, ein Auto am Urlaubsort mieten.