• Ausgabe 18/1972

    Ausgabe 18/1972

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Als dos Unternehmen Kanzlersturz scheiterte, landete Bonn im parlamentarischen Patt. Dann stellten sich die Parteien die ernste Frage: Gemeinsamkeiten – aber wie weit sollen sie gehen?

    Zehn Tage, die Bonn erschütterten

    Kein Dramatiker hätte die Rollen für das Bonner Krisenschauspiel besser schreiben, kein Regisseur sie besser besetzen können.

    Von Rolf Zundel

  • Überlaufen bringt kein Glück

    Noch nie in der Geschichte des Bundestages haben politische Fahnenflüchtige so herbe Schläge einstecken müssen wie die drei FDP-Abgeordneten, die am vergangenen Donnerstag um ein Haar die sozial-liberale Regierung auf die Oppositionsbänke geschickt hätten.

  • CDU: Im Zugzwang

    Viele Abgeordnete der Union befinden sich in der Gemütsverfassung jenes Indianers, der zum ersten Male in seinem Leben ein Automobil benutzte, nach wenigen Kilometern anhalten ließ und sich mit der Bemerkung auf die Straße legte, er müsse warten, weil seine Seele hinter dem Tempo zurückgeblieben sei.

  • Wem gehört das Mandat?

    In der sozial-liberalen Koalition spricht man von „Fraktionsüberläufern“ und „Verrätern“. Der CDU-Abgeordnete Dichgans meinte dagegen: „Ein Fraktionswechsel ist legitim und ehrenwert.

    Von Theodor Eschenburg

  • Schwankend zwischen den Fronten

    Gradlinige Politik, ehrenhaftes Verhalten – das waren die unbestrittenen Charakteristika des Freiherrn von Kühlmann-Stumm, die bis vor wenigen Wochen niemand bezweifelte.

  • Bittsteller im Osten

    Ägyptens Präsident hatte es eilig. Kaum war bekanntgeworden, daß Rumäniens Staatschef Ceausescu die israelische Ministerpräsidentin Golda Meir zum 5.

    Von Dietrich Strothmann

  • Das Tribunal der Armen

    Verhärtete Fronten bei der UNCTAD in Santiago de Chile – Eine lange Geschichte der Versäumnisse

    Von Rudolf Herlt

  • Reisen nach Westen

    Der Verkehrsvertrag, auf den die Staatssekretäre Bahr und Kohl sich in der vorigen Woche geeinigt haben, und die damit eröffneten Aussichten auf weitere menschliche Erleichterungen in Deutschland sind im Trubel der Bonner Ereignisse bisher noch nicht genügend gewürdigt worden.

    Von Joachim Nawrocki

  • ZEITSPIEGEL

    Der Vorsitzende der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Wilfried Hasselmann, trimmt sich jetzt mit einem Mehrzweck-Sportgerät.

  • Wolfgang Ebert

    Horror-Trio

    Nixon: Unser privater Haushalt. Pat lernt in kirgisischer Tracht ukrainische Volkstänze und liest nur noch „Krieg und Frieden“, ich lese die „Dämonen“ und lerne russische Sprichwörter, kennen Sie das: Wenn ein Bauer aufs dünne Eis geht.

  • Vietnam: Eine Schlappe für Nixon

    Präludium zum Frieden?

    Träte in dieser Woche in Südvietnam ein Waffenstillstand in Kraft, so hätten die Nordvietnamesen und die Vietcong allen Grund zu triumphieren.

  • FDP: nie so fest

    Wir sind durch“, so beschrieb ein FDP-Abgeordneter zu Beginn der Woche die Stimmung in seiner Fraktion. Tatsächlich ist die Fraktion der Liberalen wohl noch nie so gefestigt gewesen wie jetzt.

  • Suche nach dem Frieden

    Die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi und der pakistanische Staatspräsident Ali Bhutto treffen sich Ende Mai oder Anfang Juni zu einem Friedensgespräch Neu Delhi.

  • Hilft Wursteln weiter?

    Ende Februar schien die Regierungskoalition der „Linken Mitte“ nach acht krisenreichen Jahren endgültig zerbrochen. Eine vorzeitige Neuwahl bot sich als letztes Mittel an.

    Von Hansjakob Stehle

  • Staatsmann bei Stahlwerkern

    Willy Brandt wollte den Wind des Vertrauens, die lindernde Brise der Solidarität spüren, und er erntete einen Sturm der Zuneigung.

    Von Dieter Buhl

  • SPD: Tiefstand überwunden

    Erhard Eppler bemüht die österreichische Mentalität, wenn er das Stimmungsbild der SPD beschreiben soll. Einem Soldaten aus dem Reich, der 1916 die Stimmung zu Hause als „ernst, aber optimistisch“ beschrieb, erwiderte ein Wiener: „Ja schaun’s, bei uns ist des umkehrt.

    Von Eduard Neumaier

  • Wirtschaft
  • Porträts europäischer Privatbanken (II)

    Clever wie zu Napoleons Zeiten

    Möchten Sie gern zu Gast bei den französischen Rothschilds sein, bei den milliardenschweren Bilderbuch-Bankiers, den geheimnisumwitterten Repräsentanten des europäischen Finanzadels? Kein Problem! Sie brauchen sich nur im nagelneuen Pariser Hotel Saint Jacques einzuquartieren.

    Von Klaus-Peter Schmid

  • Börsen -Report

    Keine politische Spekulation

    Die Vorgänge im Bundestag ließen, die Börsianer sicherlich nicht kalt, aber sie bewahrten einen kühlen Kopf. Ob die Aufwärtsbewegung der Aktienkurse aus politischer Vorsicht gestoppt worden ist oder ob nicht ohnehin eine Konsolidierungsphase für notwendig gehalten wurde, ist schwer zu ergründen.

    Von K. W.

  • Bayerns neue Bier-Bastion

    Nach der Eroberung der Dortmunder Union ist die „Hypo“ Nummer eins im Braugeschäft

    Von Hans Otto Eglau

  • Concorde

    Ein Flop

    Über die Notwendigkeit des Überschall-Flugverkehrs sind sich die Experten noch immer nicht einig. Andrew Wilson, Luftfahrtspezialist der englischen Tageszeitung „Observer“, überschrieb seinen jüngsten Bericht über das englischfranzösische Gemeinschaftsprojekt Concorde mit einem provozierenden Titel: „Der schnellste Flop auf Erden“.

  • ZEIT SPART GELD

    Nach vier Rückkaufaktionen von fünfprozentigen Pfandbriefen und Kommunalobligationen startet die Frankfurter Hypothekenbank, die größte der privaten Hypothekenbanken, jetzt ein fünftes Rückkaufangebot für 5 1/2prozentige Papiere.

  • BONNER KULISSE

    Karl Schillers parlamentarischer Staatssekretär Hans Hermsdorf hatte sich vergangene Woche zu früh gefreut, als er vor der Abstimmung über das konstruktive Mißtrauensvotum durch das Bundeshausrestaurant spazierte und mit Galgenhumor den Schlager sang: „Kinder, ist das Leben schön, nicht mehr ins Büro zu gehen.

  • Wolfgang Müller-Haeseler

    Wie das Gesetz es befiehlt

    Theorie und Praxis des Wettbewerbs stimmen nicht mehr überein. Ein neues Kartellgesetz muß die Veränderung der Märkte berücksichtigen

  • Wie Arbeitnehmer am Gewinn beteiligt werden (VII)

    „Nicht in Schönheit sterben“

    Seit 65 Jahren produziert die Firma Wilkhahn Stühle. Doch auf dem Gewinn, der dabei erwirtschaftet wird, wollen die Firmeninhaber nicht mehr länger allein sitzen bleiben.

    Von Michaeljungblut

  • Zehnerklub

    Der elfte Mann

    An den Bankschaltern in der Züricher Bahnhofstraße geben sich von jeher Kunden aus aller Welt ein Stelldichein. Neben der Verschwiegenheit der Schweizer Bankiers bescherte auch das Vertrauen in den Schweizer Franken der eidgenössischen Währung den Ruf einer absolut sicheren Anlage.

  • Gerangel um Milliarden

    Das Budget 1972 ist politisch besonders heftig umstritten. Doch seit der ersten Lesung des Bundeshaushalts wird auch seine wirtschaftliche Bedeutung unterschiedlich beurteilt.

  • Westbank

    Die Glanzjahre sind vorüber

    Früher sagte man einmal: „Die Westbank-Aktie vererbt man, man verkauft sie nicht!“ Die Westbank, eine der größten Regionalbanken Norddeutschlands, konnte seit jeher mit einer überdurchschnittlichen Ertragskraft aufwarten, gestützt auf ein dichtes Zweigstellennetz, besonders in ländlichen Gebieten.

    Von K. W.

  • Tankstellen

    Super-Sprit und Dauerwurst

    Der „Tante-Emma-Laden“ bekommt neue Konkurrenz: „Nach dem Vorbild der freiwilligen Kettenorganisationen im Lebensmitteleinzelhandel“, organisierte der Mineralölkonzern BP zu Beginn dieses Jahres eine Vertriebsorganisation, der sich alle BP-Tankstellen anschließen können.

  • AUS UNTERNEHMUNGEN

    Im Geschäftsjahr 1971, dem siebenten nach dem Neubeginn, hat bei der Norddeutschen Hypotheken- und Wechselbank (vormals Mecklenburgische Hypotheken- und Wechselbank), Hamburg, die Bilanzsumme die 800-Millionen-Grenze überschritten.

  • Wird Italiens Lira im Herbst abgewertet?

    Viele Köche suchen ein Rezept

    Nach der Neufestsetzung der Währungsparitäten war es ein paar Monate lang ruhig um die italienische Lira. Wenn auch die italienische Währung gegenüber dem Dollar um ein paar Prozent aufgewertet wurde, gewann doch die einheimische Industrie gleichzeitig einen Wettbewerbsvorsprung von fünf bis sieben Prozent im Vergleich zu einigen europäischen Hauptkonkurrenten wie Deutschland, Frankreich und England.

    Von Friedhelm Gröteke

  • Spanisches Roulett

    Auf Ibiza sprengten spanische Militärs vor einigen Monaten das voll erstellte, zehnstöckige Luxushotel „Insula Augusta“ in die Luft, weil es angeblich den Flugbetrieb des benachbarten Flughafens gefährdete.

  • Jacobs greift den Marktführer Nescafé an

    Pulver unter Dampf

    Genau ein Jahr nach dem Start im Raum Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen (Testmarkt Nielsen I) startet die Bremer Kaffeerösterei Joh.

  • Schweiz: Jedes siebente Auto kömmt aus Japan

    Mit Vollgas bergauf

    Mitte Januar platzte am Schweizer Automobilmarkt eine Bombe: Hans Stanek, Generaldirektor der Amag (schweizerischer VW-Importeur), verläßt nach über zwanzigjähriger Tätigkeit seinen Posten – fristlos.

  • Wochen der Ungewißheit

    Es ist verständlich, daß während der dramatischen Tage in Bonn die Sache, um die es eigentlich ging – die Entscheidungen über den Haushalt für 1972 –, weitgehend in den Hintergrund getreten ist.

  • Runter

    Die Preissenkung war freiwillig, die Einsicht in die Vorteilhaftigkeit der freiwilligen Preissenkung aber war erzwungen. Denn Amerikas Behörden machen nach Lohn- und Preisstopp nun auch mit der Gewinnkontrolle ernst: Die rund 3000 Unternehmen, die mehr als 50 Millionen Dollar im Jahr umsetzen, müssen mit Bestrafung rechnen, wenn ihre Gewinnmarge ein bestimmtes Niveau überschreitet.

  • Der Pfandbrief bekommt ein neues Gesicht

    Opas Pfandbrief ist tot. Nur wenige Sparer sind heute noch bereit, Wertpapiere zu erwerben, die erst in 30 oder 50 Jahren zurückgezahlt werden.

    Von Ihr Securius

  • Primadonna aus Gummersbach

    Bis zum Donnerstag letzter Woche um 13.13 Uhr galt Gerhard Kienbaum noch als höchst ehrenwerter Mann. Bis zu diesem Zeitpunkt glaubten die Freidemokraten in Bonn noch an das Wort ihres Gummersbacher Parteifreundes, das er erst kürzlich laut verkündet hatte: „Gemeinsame Sache mit Strauß und Barzel zu machen – das ist totaler Unsinn.

    Von Wolfgang Hoffmann

  • Wankelmotor

    Erfolg für den Kleinsten

    Die Japaner waren in der vorigen Woche allen westlichen Konkurrenten wieder einmal ein Stück voraus: In Washington versicherten die Autokonstrukteure von Toyo Kogyo (Automarke: Mazda), daß sie die Forderung der US-Behörden nach reinen Abgasen von 1975 an erfüllen werden – mit Hilfe des Wankelmotors.

  • Fragen an Ute Heid zur Verbrauchererziehung

    Auf die Schulbank

    Die Bundesregierung mißt einer ausreißenden Unterrichtung der Lehrkräfte in verbraucherpolitischen Fragen „große Bedeutung zu“, so stand es im „Bericht der Bundesregierung zur Verbraucherpolitik“, der Ende 1971 veröffentlicht wurde.

  • Veba-Raffinerie

    Auf Eis

    Die Umweltschützer haben einen Sieg errungen: Die Veba-Raffinerie im Orsoyer Rheinbogen bei Rheinberg wird vorläufig nicht gebaut.

  • Chancen im Osthandel

    Im Prinzip ja...

    Nomen est omen. Hermes, der Götterbote, wurde von den Römern als Gott der Kaufleute verehrt. Peter Hermes, Sonderbotschafter aus dem Auswärtigen Amt in Bonn, hat in Moskau die Verhandlungen über einen deutsch-sowjetischen Handelsvertrag zu Ende geführt und am 8.

  • Bayer

    Nicht so schlimm wie befürchtet

    Noch nach drei Quartalen des Geschäftsjahres 1971 mußten die Aktionäre der Farbenfabriken Bayer AG, die von der nächsten Hauptversammlung an nur noch „Bayer AG“ heißen soll, Schlimmes für die Dividende fürchten.

  • Warmer Regen im April

    Im April erreichten zahlreiche deutsche Aktien neue Höchstkurse. Die Aufwärtsbewegung an der deutschen Börse dauert länger als im vergangenen Jahr.

  • Das geplünderte Reformpaket

    Vom Bundeshaushalt für 1972 war kaum noch die Rede während der „Haushaltsdebatte“ des Bundestages in der vergangenen Woche, in der Regierungskoalition und Opposition ihre Kräfte maßen – um schließlich das Patt zu erkennen.

  • Wissen
  • Trickreicher Rekord

    Am Laboratorium für Kernphysik der Universität Oxford konnte ein Wissenschaftlerteam beobachten, wie sich Atomkerne des Sauerstoffs unter dem Einfluß eines extrem starken Magnetfeldes verändern.

  • Weiter zum Gipfel

    Gipfelbegegnungen von US-Präsidenten mit den Kremlführern stehen unter keinem guten Stern. Schon zweimal haben internationale Krisen die Planung des Weißen Hauses überrollt: Nach dem Abschuß eines US-Spionageflugzeuges über Sibirien platzte im Mai 1960 die Pariser Viermächtekonferenz; damals zerschlugen sich Eisenhowers Hoffnungen auf eine Kremlvisite.

    Von Andreas Kohlschütter

  • Paläontologen revidieren Urgeschichte

    Ziemlich unvermittelt beginnt mit der Wende zum Kambrium, vor etwa 600 Millionen Jahren, ein neues Kapitel in der Entwicklung des irdischen Lebens: In ungemein kurzer Zeit entsteht, scheinbar fast aus dem Nichts, eine arten- und formenreiche Fauna, nachdem bis dahin, soweit wir wissen, nur Blaualgen und andere Algen, Bakterien und Pilze das Wasser des Urmeeres bevölkert hatten.

  • Mondflug Apollo 16

    Krisen-Reise

    Die Astrologin Sybil Lee, die „Hexe von Kap Kennedy“, hatte mit geschultem Weitblick „trouble“ prophezeit, und es schien fast, als sollte sie recht behalten: Die Pannenliste beim Mondflug von Apollo 16 wurde länger als bei den meisten früheren Unternehmen dieser Art.

  • Bonn ist doch nicht Weimar

    Viel, hätte nicht gefehlt – nur zwei Stimmen –, dann wäre der 1. Mai mit seinen vielfältigen Kundgebungen zu einem Tag bürgerkriegsähnlicher Zustände geworden; dann nämlich, wenn das konstruktive Mißtrauensvotum durchgekommen wäre.

    Von Märion Gräfin Dönhoff

  • Zug um Zug Gefahr

    Das Zigarettenrauchen erweist sich immer mehr als eine der selbstmörderischsten menschlichen Tätigkeiten. Darauf wurde zuletzt beim Internistenkongreß in Wiesbaden hingewiesen.

  • Verlogene Attacken

    An Günter Nollau, dem neuernannten Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, haben zuerst die Rechten den braunen Fleck entdeckt: Er war spätes Mitglied (1942) der NSDAP, in Hitlers Partei eingetreten, weil er anders nicht als Rechtsanwalt zugelassen worden wäre.

  • Geschlechtskrankheiten

    Reiz-Husten

    Die 18jährige Mona P. aus Stockholm klagte bei ihrem Hausarzt über eine Verkühlung, die „einfach nicht vergehen will“. Sie habe Halsweh und leide schon seit Wochen an Husten und Heiserkeit, sagte sie dem Arzt.

  • Analyse der Entscheidungen

    Eine Wochenzeitung hat es schwer in Krisenzeiten, wenn sich die Ereignisse überschlagen. Von Stunde zu Stunde wechseln die Stimmungen, von Tag zu Tag die Aussichten.

  • My Lai 4

    An einem Tag im März 1968, während der Tet-Offensive in Vietnam, umzingelten Soldaten einer amerikanischen Kompanie das Dorf My Lai 4, metzelten mehrere hundert Bewohner nieder und steckten ihre Häuser in Brand.

  • Reisen
  • Reisenachrichten

    Sydney-Flüge: Noch herrscht Ungewißheit über den Ausgang des jüngsten Streits im internationalen Luftverkehr: Seit dem 15. April bietet die australische Luftverkehrsgesellschaft Qantas dreimal wöchentlich für 1625 Mark den einfachen Flug nach Sydney (offizieller Tarif: 2673 Mark) an.

  • Wechselspiele

    Wechselkurse zu beobachten ist nicht nur etwas für Börsenspekulanten, es kann sich auch für Urlauber auszahlen. Wer nach Italien fährt, kann dort – seit der letzten Mark-Aufwertung – sein Geld günstiger wechseln, als wenn er in Deutschland Lire kauft; freilich nur dann, wenn er darauf achtet, wo der wirkliche Börsenkurs auf reelle Art auch für den fremden Touristen gilt.

    Von Hj. St.

  • Amerikas Transkontinentalzüge haben bald ausgedient

    Westwärts im „Zephyr“

    Wer mit der Eisenbahn verreisen will, wird für total verrückt erklärt, für „absolutely crazy“. Man reist mit dem eigenen Auto (90 Prozent), mit dem Flugzeug und, wenn man nur wenig Geld hat, mit dem Greyhound-Bus, aber niemals mit der Bahn.

    Von Marianne Pich

  • Zwei Tage in Straßburg:

    Frankreichs Lieblingsschülerin

    Ich bin gern in Straßburg. Die Stadt ist so wunderschön, wie’s in dem alten, traurigen Lied heißt. Sie gleicht einer Liebe, die sich nie erschöpft, weil sie immer neue Züge offenbart.

    Von Wolfgang Boiler

  • Jugendreisen (Teil II)

    Die neueste Statistik beweist: Von den rund acht Millionen junger Leute zwischen 16 und 28 Jahren buchten 1971 noch nicht einmal fünf Prozent eine Pauschalreise.

  • Piktogrammiert

    Laßt Blumen sprechen: In Frankfurt weist eine Tulpe auf den Blumenladen. In München schmückt eine nicht näher definierbare Blüte einen Maßkrug, aber dieses Schild führt den Ortsunkundigen nicht etwa schnurstracks zum Hofbräuhaus, sondern in einen Biergarten auf dem Olympiagelände.

  • Viator-Reisen Dr. Heinrich Hegener

    Fröhliche Pilgerfahrten

    Das Reisebüro hat den Pilger und die Pilgermuschel im Wappen, den Pilger mit Pilgerstab und Pelerine als Sinnbild alles menschlichen Seins.

  • Diplom für fünf PS

    Während in Jugoslawien schon die entsprechenden Ausführungsbestimmungen zum neuen Seefahrtgesetz erlassen wurden, fehlen diese freilich für Italien.

  • Für Lehrlinge zur See

    So schnell beginnt nirgendwo anders der Urlaub (vorausgesetzt, Sie wohnen in Hamburg): Man steigt zu Hause ins Auto, fährt fünfzehn oder zwanzig Minuten – und schon ist man da.

    Von Ferdinand Ranft

  • Gesellschaft
  • Theater: Ibsen in Berlin

    Wildente à la Bergman

    So war Gregor Werle, der Gerechtigkeitsapostel und Fanatiker im Kampf gegen die Lebenslüge, wohl noch nie zu sehen wie in Ingmar Bergmans Inszenierungen der „Wildente“, die jetzt als viel umjubeltes, vorgezogenes Gastspiel der Berliner Festspiele in der Volksbühne gezeigt wurde.

  • US-Vorwahlen

    Muskie verzichtet

    „Mir fehlt das Geld, um weiterzumachen.“ Mit diesen Worten erklärte Senator Edmund Muskie seinen Entschluß, nicht mehr an den primaries (Vorwahlen) zur Nominierung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten teilzunehmen.

  • Krisenherde der Woche

    Einen Tag früher als geplant ist der ägyptische Präsident Sadat am Samstag aus Moskau zurückgekehrt. Nach den zweitägigen Besprechungen mit Parteichef Breschnjew und Ministerpräsident Kossygin erhielt Sadat die Zusicherung, daß Moskau die „militärische Zusammenarbeit vertiefen“ werde.

  • Blauer Dunst

    Wie die berühmte blaue Blume nun wirklich aussieht, das hätte man schon immer gern gewußt. Hier tauchte sie, in Gestalt einer Iris, auch leibhaftig, auf zwischen Bachgemurmel und kühlem Waldesschatten.

    Von Petra Kipphoff

  • Film: „Claires Knie“

    Die Moral der Bilder

    Eine erste Begegnung mit einem Film von Rohmer kann kaum mehr als einen peripheren Eindruck hinterlassen. Rohmers Filme leben vom Dialog.

    Von Peter W. Jansen

  • Im Frieden auf Kriegsfuß

    Zum 65. Geburtstag Graf Baudissins: Die Lehren des Wehrreformers sind immer noch zukunftsträchtig

    Von Peter von Schubert

  • Pinter in Hamburg

    Was ist, was war

    Das fängt so harmlos, so beiläufig an: ein Ehepaar, Deeley und Kate, erwartet die Freundin der Frau zu Besuch. Der Mann bohrt ein bißchen gelangweilt neugierig in der Vergangenheit; aber schon, während die beiden noch harmlos plaudern, ob wohl Ragout das richtige Essen sei, weil die Freundin vielleicht Vegetarierin geworden, redet man sich jäh und unmerklich in ein Spinnennetz der Vergangenheit hinein.

  • Algier und Tunis verstärken Kontakte

    Der sechstägige offizielle Staatsbesuch des algerischen Staatspräsidenten Boumedienne in Tunesien endete am Freitag voriger Woche mit einer Erklärung, die Zusammenarbeit beider Länder zu verstärken.

  • Schwere Niederlage für Südvietnam

    Quang Tri ist gefallen – Geheimverhandlungen in Paris wurden wieder auf genömmen

  • Fernsehen:

    Shakespeare im Bundestag

    Am Bildschirm sah es so aus, am Morgen, da das konstruktive Mißtrauensvotum eingebracht wurde, als sei das Rennen gelaufen, das Spiel schon vor dem Anpfiff entschieden.

  • Bundestag lehnt Mißtrauensantrag ab

    Nur 247 Stimmen für Barzel – Ostdebatte verschoben – Suche nach gemeinsamer Basis

  • Dokumente der ZEIT

    „Es geht um den Versuch,-eine Veränderung parlamentarischer Mehrheitsverhältnisse ohne Wählerentscheid herbeizuführen. Das trifft unabhängig von der formalen Legitimität den Nerv dieser Demokratie.

  • Kultur
  • ZEITMOSAIK

    Er hat ausdrücklich genossen, „das Schaffen (als Architekt) immer wieder mit dem Betrachten (als Hochschullehrer) vertauschen“ zu müssen, und wer seinen elegant geschriebenen Aufsatz im „Handbuch moderner Architektur“ über Bauten der Wirtschaft und Verwaltung – seine Domäne übrigens – nachliest, erkennt gleich wieder den pädagogischen Menschen: Fast die Hälfte handelt von Problemen der Architektur allgemein, von Zweck und Konstruktion und, vor allem, vom „Geheimnis der Form“ und von der „höheren Realität der ästhetischen Erscheinung“ von Bauwerken.

    Von Hermann Hesse

  • Notwendiger Nachtrag

    Von seiner Hessenreise hat Rudolf Walter Leonhardt das Fazit mitgebracht, das neue hessische Universitätsgesetz sei „im großen und ganzen recht brauchbar“, ein „im Grunde gutes und richtiges Gesetz“.

    Von Helge Pross

  • Keine Dämme gegen die Volksverhetzer

    Herausgeber und Mitarbeiter (sind sich) des fragmentarischen Charakters des vorliegenden Sammelbandes durchaus bewußt. Manches für die deutsch-jüdische Situation der Zeit bezeichnende mußte unberücksichtigt bleiben.

  • Zuflucht bei den Linken

    Leo Baeck, der als Präsident der Reichsvertretung der deutschen Juden zum letzten großenRepräsentanten seiner Gemeinschaft wurde, hat nach der deutschen Katastrophe gesagt, daß es gerade die sozialistischen Arbeiter Berlins gewesen seien, deren menschliche Haltung das Schicksal der jüdischen Bevölkerung erleichtert habe.

  • Cannes hat überlebt

    Natürlich fahre er nach Cannes, sagte Louis Malle vor ein paar Wochen in München. Vor vier Jahren noch, im revolutionären Mai 1968, hatte der französische Regisseur zu jenen gehört, die dem bürgerlich kapitalistischen Festival an der Côte d’Azur spontan den Garaus machen wollten.

    Von Hans C. Blumenberg

  • Hochschulgesetze gibt es viele, aber...

    Es hat sich eingespielt, von reformierten und unreformierten Universitäten zu sprechen. So gelten in Hessen etwa – Rudolf Walter Leonhardt berichtete in der letzten Nummer darüber, Helge Pross widerspricht ihm auf der nächsten Seite – alle Universitäten als reformiert, weil es das viel zitierte hessische Hochschulgesetz gibt.

  • Kunstkalender

    Das Thema „Kunst und Politik“, das von Kunstvereinsdirektor Busmann vor zwei Jahren (damals noch in Karlsruhe), im Bereich der aktuellen Kunstszene untersucht wurde, soll jetzt durch das große Beispiel der Kunstproduktion in der Sowjetunion 1917 bis 1932 historische Dimenstion gewinnen.

  • Einst hießen sie Gruppe 47

    Er rief, und alle, fast alle kamen. Die Gruppe zog ins Fischerhaus, Berlin-Grunewald. Welche Gruppe? Hier begegnet eine Schwierigkeit.

    Von Peter Wapnewski

  • Versuch, ein Meisterwerk zu beschreiben

    In dem in der „edition suhrkamp“ erschienenen Band „Über. Max Frisch“ findet sich kein Aufsatz und keine Rezension über das vor mehr als zwei Jahrzehnten publizierte „Tagebuch 1946–1949“.

  • Das Unbedingte und die Dinge

    Man nennt sie gern zusammen, Novalis und Hölderlin. Aber diese Doppelung ist so widersprüchlich wie die von Goethe und Schiller und so zufällig wie die von Blohm & Voss.

  • für und gegen

    Schriftsteller in der Politik

    Bundeskanzler Brandt wies stolz darauf hin: Als erste politische Partei der Bundesrepublik Deutschland hat die SPD einen direkten Kontakt zu Schriftstellern gefunden.

    Von Rudolf Walter Leonhardt

  • Der Dadamax wird Ehrendoktor

    Ein wenig befremdlich liest sie sich schon, die Einladungskarte der Rheinischen Friedrich Wilhelms Universität Bonn zum Festakt am 8.

    Von Wieland Schmied

  • Vom Umgang mit der Vergangenheit

    Die Glyptothek, das Münchener Schatzhaus antiker Kunst, errichtet in den Jahren 1816 bis 1830, 1944 durch Bomben schwer beschädigt, ist wieder „dem Volke eröffnet“.

    Von Helmut Schneider

  • Gift auf der Leinwand

    Für ihre Untersuchung hat die Autorin achtzehn Spielfilme zwischen 1933 und 1945 analysiert und noch einige andere Filme mit herangezogen, die ihre Frage beantworten helfen, nach welchen Vorstellungen und mit welchen Mitteln die nationalsozialistische Propaganda ihren Kernkomplex durch das damals wichtigste Massenmedium darzustellen gesucht hat.

  • Abroad • Del extranjero • De l’étranger

    Auf der Suche nach japanischer Musik

    Da hat man seine Musikwissenschaft studiert, hat in der Theorie etwas erfahren von den zahlreichen Epochen und Stationen, den dauernden stilistischen Veränderungen der Kaiserlichen Hofmusik, von Gagaku und Bugaku, hat in der Praxis auch einmal von Schallplatten die Klänge des mittelalterlichen Koto oder der zu einer Art Nationalinstrument emporgestiegenen Langhalsgitarren, der Shamisen, gehört, hat schließlich bei westlichen Festivals gebührend die exotischen Importe No und Kabuki und Kyogen bestaunt (und letztlich nichts von deren für unsere Theaterpraxis ungeheuer langatmigen Vorgängen begriffen).

    Von Heinz Josef Herbort

  • KRITIK IN KÜRZE

    „Die Süßholzraspler“, Roman von Margaret Millar. Die Kriminal-Autorin Margaret Miliar hat ein Spezialverfahren entwickelt, das Bewußtsein ihrer Zeitgenossen anzugreifen, indem sie aus den gängigen Vorurteilen abstoßende Taten sprießen läßt.

  • DIE NEUE SCHALLPLATTE

    Sechs Stücke zwischen drei und zwölf Minuten lange Inventionen, Toccaten, Fugen, Variationen, stilistisch zwischen Max Reger, Marcel Dupré und Nepomuk David, also spätromantisch mit leichten harmonischen Extravaganzen.

    Von Heinz Josef Herbort

  • Tag, Vati...

    Es handelt sich um die Gemeinschaftsarbeit von zwei Amerikanerinnen. Anita Stevens ist eine erfahrene Ärztin und Psychiaterin, die unter anderem als fachärztliche Beraterin für Jugendpsychiatrie am Gracie Square Hospital in New York arbeitet.

    Von Monika Sperr

  • FILMTIPS

    Im Fernsehen: „Familienfeiern“ (Japan 1971), von Nagisa Oshima (ARD 10. Mai). Mit der Geschichte einer Familie schildert Oshima zugleich die Nachkriegsgeschichte Japans und das japanische Thema schlechthin: den vergeblichen Kampf zeitgemäßer Forderungen und Ansprüche gegen die Tyrannei erstarrter Formen, Sitten und Strukturen.

    Von Japan 1971

  • Zu empfehlen

    In der ebbelosen Flut von revolutionären und antirevolutionären, gutbürgerlichen und antibürgerlichen Veröffentlichungen zum Thema Rauschmittel wirkt dieses sehr lesbar geschriebene Buch des jungen Berliner Soziologen wohltuend wissenschaftlich und nüchtern.

    Von Rudolf. Walter Leonhzrdt

  • Der Klassiker der Skizze

    In jenem Jahrzehnt, da Böll ein Praeceptor Germaniae wurde und doch nicht aufhörte, ein rheinischer Schelm zu sein, da der grimmige Poet Grass sich in einen politischen Kämpfer verwandelte, da Koeppen schwieg und Celan zusammenbrach, da Peter Weiß um die Synthese von Kunst und Propaganda sich vergeblich mühte und Siegfried Lenz eine Deutschstunde erteilte, der die Nation begeistert applaudierte – da blieb Max Frisch, was er schon zu sein schien, als er noch gar nicht berühmt war: ein Klassiker inmitten unserer Gegenwart.

    Von Marcel Reich-Ranicki

  • Ein Guru und ein neuer Sound

    Nein, sagt Jerry Garcia, damals sei alles ganz anders gewesen, als man es dann in den Medien aufgekocht habe. Tom Wolfes Report über die heute berühmten „Acid Tests“ der Jahre 1964 bis 1966 gebe in keinem Fall das wieder, was damals tatsächlich passiert sei.

    Von Franz Sehöler

  • 200 Jahre

    Eine Zeitung wird immer wieder von interessierten Lesern aufgefordert, irgendwelcher Tage zu gedenken, die mit einer magischen Zahl des Dezimalsystems belegt werden können: 50.

    Von Rudolf Walter Leonhardt

  • Länderspiegel
  • Aus dem Takt

    Was als wenig spektakuläre Bürgeraktion begann, hat sich zur Affäre ausgeweitet: In der Kemptener Heinrichgasse inmitten der Altstadt fühlte sich eine Gruppe von zumeist älteren Bürgern lärmgeschädigt durch die Jugend-Diskothek „Flash Light“.

  • Wie ein Hund

    Wöchentlich erscheinen in der BRD Anzeigenblätter, die Interessierten wie Nichtinteressierten kostenlos in die Briefkästen gestopft werden.

  • Bier-Ruhe

    Andere Städte werben mit ihrem Grün, ihrer Größe, ihrer Geschichte. Dortmund hat das alles auch. 49 Prozent der Stadt sind Grünflächen.

  • „Rot glüht die Hölle“

    Wieder einmal, jetzt nur umfassender und nicht ganz so eng in die poetische Kandare gepaßt, reicht Hans Habe seine Tupfer für die Wunden Berlins.

    Von Rolf Mahnke

  • Lebensart
  • Und außerdem...

    Ein Amerikaner besichtigt ein englisches Schloß. Der alte Butler der Familie begleitet ihn. In der Gemäldegalerie machen sie halt und der Butler sagt mit feierlicher Stimme: „Dort sehen Sie Sir Henry, er ist der Begründer des Geschlechts.

  • Kein Job für harte Männer

    Heinz Lehmann-Lamari ist siebenundsechzig Jahre alt. Er ist klein und dürr; man könnte ihn leicht übersehen. Lehmann-Lamari ist Privatdetektiv.

  • Experiment im Museum

    Blinde erleben Barlach

    Was Museumsbesucher sonst heimlich tun, wenn der Aufseher außer Sichtweite ist, war hier Programm: Das Berühren der Figuren.

  • Das verstaatlichte Wartezimmer

    Jeder Staat hat heute das Recht, seine Bürger in den Krieg und damit in den Tod zu schicken. Deshalb sollte er wenigstens die Pflicht haben, ihnen im Frieden das Leben zu verlängern und Schmerzen zu ersparen.

  • Wie Städte für sich werben

    An Zigaretten- und Waschmittelwerbung haben wir uns längst gewöhnt, an die Public-Relations- und Marketing-Aktivitäten großer Industrieunternehmen ebenfalls – daß aber Städte werben, Stadtverwaltungen Öffentlichkeitsarbeit treiben, scheint vielen noch neu zu sein.

  • Nachrichten aus der Unterwelt

    Jetzt macht er Gedichte

    Ob es bald wieder solchen Krawalleinbruch geben wird? Rannten doch ein paar Männer in Hamburg während der Abwesenheit aller Hausbewohner und ohne Rücksicht auf den Lärm gegen eine Wohnungstür und brachen sie aus dem Rahmen.

  • Mona Louvre

    Es war ein schöner Aprilmorgen in Paris. Der blaue Himmel und der Straßenlärm vor dem Hotel verlockten zu einem kleinen Spaziergang vor dem Frühstück.

  • Montags sterben viele Kinder

    Nervosität nach dem Wochenende wirkt sich im Straßenverkehr verhängnisvoll aus

  • J.M-M: Blumensprache

    Wie der griechische Professor Mangakis, Jurist und Gegner des Regimes von Athen, in einem Flugzeug der deutschen Bundeswehr aus Griechenland herausgeholt werden konnte, wo er zu achtzehn Jahren Gefängnis verurteilt worden war, das hat sich nach und nach geklärt.

  • Wer nicht töten will

    Die wachsende Zahl der Kriegsdienstverweigerer hat in letzter Zeit dazu geführt, daß sich immer mehr Politiker darum bemühen, diese Entwicklung aufzuhalten; Zeichen setzten Äußerungen von Brandt und Schmidt, außerdem ein vom Baden-Württembergischen Kultusministerium herausgegebener Erlaß, der es Vertretern der Bundeswehr erlaubt, in Schulen Propaganda zu treiben.

  • Recht in unserer Zeit

    Die falschen Evas

    Schon bei der Aufforderung, sich wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes vor der 10. Großen Strafkammer des Landgerichts Berlin zu verantworten, kündigte sich an, daß das Verfahren gegen „Inge“ und „Erika“ nicht in normalen Bahnen verlaufen würde.

  • Anarchäologie

    Wurde nicht erst in Rom, sondern bereits im alten Monopolis die Moral untergraben? Jüngste Ausgrabungen scheinen diese Annahme zu bestätigen.

  • Zeit der Reife?

    Man nennt sie Zeit der Reife, die Jahre zwischen zwölf und achtzehn. Und sehr viele Leute meinen, es sei die schönste Zeit in ihrem Leben.

  • Sport
  • Fäuste flogen in Eppelheim

    Über dem badischen Eppelheim und seinen 13 000 Einwohnern lag eine Woche lang der Schatten der Anderthalb-Millionen-Stadt München.

    Von Bernd Dassel.

  • Billardstöße mit dem Fuß

    You never walk alone“ – 90 000 Engländer sangen mit Inbrunst dieses Lied, das wie ein Choral im Wembley-Stadion zur Pressetribüne heraufdrang.

    Von Jürgen Werner