Automobilindustrie Fristenlösung in Detroit

Wir sehen keinen anderen Weg als den Verkauf zu unterbinden", erklärte A. J. Haagen Smit, Vorsitzender der Umweltschutzbehörde des US Staates Kalifornien. Betroffen von dieser Drohung ist die Volkswagen oj America Inc. Der Grund für die Meldung: Bei Abgastests fielen 66 von 88 getesteten VW Personenwagen durch, ihre Motoren entwickelten mehr Gift als die strengen Normen zulassen ; In Wolfsburg will man sich zu dem dürftigen Ergebnis noch nicht äußern.

Man hat dort offenbar die Hoffnung nicht aufgegeben, daß weitere Tests positiv ausfallen werden. Zu Beginn dieses Jahres gab es bei 7248 überprüften Volkswagen nur 947 Reklamationen der Umweltschützer. Wie die Autos aus Deutschland jetzt so schlecht abschneiden konnten bleibt vorläufig ein Rätsel.

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Aber nicht nur die VW Importeure haben Schwierigkeiten mit der amerikanischen Umweltschutzbehörde, Environmental Protection Agency (EPA). So erfuhr Amerikas zweitgrößter Automobilproduzent in der vergangenen Woche, daß die Motoren der 73 Modellserie nicht den Anforderungen des „Clean Air Act" entsprechen.

Nach diesem Gesetz, das 1970 in Kraft gesetzt wurde, sind die Automobilkonstrukteure verpflichtet, neue Motoren strengen Tests zu unterziehen. Man will damit erreichen, daß die Motoren auch nach 80 000 Kilometer Laufzeit nicht mehr giftige Abgase entwickeln als gesetzlich zugelassen sind. Die EPA ist seither für die Zulassungen neuer Motoren zuständig.

Für Ford bedeutet die Ablehnung durch die EPA eine Verzögerung von mehreren Monaten für den Serienbau der neuen Modelle. Optimisten schätzen, daß sich die Premiere der neuen Fords um zwei Monate verzögert, während Pessimisten auf vier Monate tippen.

„Wir stecken in einet Hölle mit einer Menge Probleme", kotr mentierte Henry Ford II das EPA Urteil, und er schloß nicht aus, daß Ford für die Zeit der neuen Tests einige Werksteile stillegen muß. Doch so weit will es die EPA nicht kommen lassen: „Wir wollen nicht, daß Ford für vier Monate schließen muß", tröstete Jack Conmy, Sekretär des EPAChefs William Ruckelshaus.

Unangenehme Überraschungen kann es auch für die anderen amerikanischen Autoproduzenten noch geben: Weder General Motors, noch Chrysler und American Motors haben bisläng die 73 Motoren von der EPA prüfen lassen.

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