J.M.-M.: Protokoll aus Amberg

Wie falsch es war, Paris mit Amberg und den „Crazy Horse Saloon" mit der „Silberbar" zu vergleichen, wie mir dies in der ZEIT vom 12. Mai unterlaufen ist, kam mir erst jetzt zum Bewußtsein, als man mir freundlicherweise Gelegenheit gab, Einblick in ein Protokoll zu nehmen. Und zwar saß ich gemütlich in dem verrufenen Paris, da überbrachte mir die Post die näheren Einzelheiten:

„Überprüfung der Silberbar in Amberg, Roseggerstr. 2".

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Armer Rosegger! In meiner Jugend habe ich ihn viel gelesen, den heiteren, frommen Geschichtenerzähler.

Hätten die „Stripperinnen der Silberbär" sich diese , Lektüre ebenfalls gegönnt, so hätten sie sich wohl nicht so verhalten, wie sie es taten, jedenfalls nicht in einer ihm zu Ehren benannten Straße.

Es fehlte nicht viel, und ich wäre bei der Lektüre der Silberbar Sitten vom Stuhl gefallen. Ehe man so etwas, in den berüchtigten Stacken.

Paris und Hamburg- finden kann, muß man iange su- , chen.

, Die, Stripperinnen der Silberbar begnügten sich nicht damit, sich auszuziehen, sondern trieben auch allerlei erotisch, „gemeinten Firlefanz- mit Gegenständen und drangen auf die Gäste ein, vollführten auch verschiedene Kunststücke, die sie höchstens in HippieRomanen jüngster pornographischer Provenienz gelesen haben können. Lest Rosegger, Kinder, und ihr bleibt gesund!

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