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Ausgabe 04/1973

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Wachwechsel in Canberra
Aufbruchsstimmung in Australien
Wir haben Wolle, Nickel, Kupfer, Eisenerz und sogar Gold – aber keine politische Führung“, klagte eine australische Zeitung noch letzten November.
Von Erhard Haubold
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Protest – laut oder leise?
Es gilt doch gewiß als vorausgesetzt, daß nicht jeder der 150 Unterzeichner des Appells an Willy Brandt mit jeder einzelnen Formulierung einverstanden ist.
Von Heinrich Böll
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Zum Tode von Ernst Friedlaender
Zuspruch in einer Zeit ohne Hoffnung
Nur wenige erinnern sich heute noch daran, welch einzigartige Rolle Ernst Friedlaender – der 77jährig in diesen Tagen in Köln gestorben ist – in jenen Jahren spielte, in denen die Deutschen ohne Hoffnung auf die Trümmer ihrer Großstädte starrten und Flüchtlinge und Heimkehrer ziellos über die Landstraßen wanderten.
Von Marion Gräfin Dönhoff
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Nochmals: Fall Weiß
Familie und Amt
Der Hamburger Senator Weiß bleibt im Amt, obwohl zwei seiner Söhne in einen Betrugsfall verwickelt sind. Bürgermeister Schulz hat ein Rücktrittsangebot nicht angenommen, und Theodor Eschenburg hat in der ZEIT argumentiert, wer den Amtsverzicht des Senators fordere, bei dem wirke die verblichene Moralauffassung der vergangenen Zeit nach.
Von Gerd Bucerius
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Wolfgang Ebert
McDuffle-Problem
Strobels haben ein Problem. Es hängt mit ihrer Party am nächsten Samstag zusammen und mit ihren amerikanischen Freunden, den McDuffels.
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Beginn der Regierungsarbeit
Komfort-Karosserie, hart gefedert
Die zweite Regierungserklärung Willy Brandts verheißt einen mühsamen Fortschritt
Von Eduard Neumaier
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Bundestagsmandat
Augstein gibt auf
Der FDP-Bundestagsabgeordnete und bisher beurlaubte Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein ist mit der Parteiführung übereingekommen, sein Mandat niederzulegen.
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Paris nimmt an MBFR teil
Die Diskussion der europäischen Sicherheit ist wieder in Bewegung geraten. Frankreich zeigt sich in der Frage der gegenseitigen ausgewogenen Truppenreduzierung (MBFR) flexibler als bisher.
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Sozialisten-Tagung
Pompidous Ärger
Die Tagung der Sozialistischen Internationale am Wochenende in Paris erregte Aufsehen mehr durch die Begleitumstände als durch den Inhalt der Diskussionen – die Konferenz faßte keinerlei Beschlüsse, auch nicht zu Vietnam.
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Chile
Jetzt Rationierung
Zwei Monate vor der entscheidenden Kongreßwahl ist der chilenische Präsident Allende erneut in Schwierigkeiten geraten. Um die „Engpässe bei der Versorgung der Bevölkerung“ und den „blühenden schwarzen Markt“ zu bekämpfen, rationierte die Regierung 30 Grundnahrungsmittel, die künftig unter staatlicher Aufsicht verkauft werden sollen.
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„Nur eine Feder am Wahlkampfhut“
Wer immer in Bonn diese Woche den Namen Rudolf Augstein nennt, begegnet Achselzucken. Dies ist kein Fall, der die Gemüter beschäftigt.
Von Carl-Christian Kaiser
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Worte der Woche
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Zeitspiegel
Den Vertriebenen in der Bundesrepublik droht Ungemach. In den Etat-Vorplanungen für 1973 stehen die Finanzmittel zur Diskussion, die ihnen bisher alljährlich aus einem Geheimfonds des Ministeriums für innerdeutsche Beziehungen zugeflossen sind.
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Rudolf Augsteins Rückfall in die Chef-Etage
Die Ankündigung des FDP-Abgeordneten Rudolf Augstein, er werde sein Mandat niederlegen und wieder in den Sessel des Herausgebers zurückkehren und obendrein die Position eines Chefredakteurs des Spiegel einnehmen, hat Überraschung und Verwirrung gestiftet.
Von Haug von Kuenheim
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Dokumente der ZEIT: DDR – Das zweckmäßig Normale
Aus einem Kommentar des DDR-Rundfunks: „Die Welle von DDR-Anerkennungen hat schon in den letzten Wochen des vergangenen Jahres vielfältig Schlagzeilen gemacht.
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Bald Frieden in Vietnam?
Der Friede in Vietnam scheint unmittelbar bevorzustehen. Am Montag verfügte der amerikanische Präsident Nixon unter dem Beifall fast aller westlichen Regierungen, die Kampfhandlungen gegen Nordvietnam – Bombenangriffe, Beschießung der Küste und Verminung der Häfen – einzustellen.
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Grenzsperrung in Rhodesien
Im Kampf der schwarzafrikanischen Freiheitsbewegungen gegen die weißen Minderheitsregierungen in Rhodesien, Südafrika und den portugiesischen Kolonien ist Mitte vergangener Woche eine folgenreiche Wende eingetreten.
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Kirche als Ärgernis
Die Jungdemokraten haben mit ihrer Forderung, Kirche und Staat in der Bundesrepublik konsequent zu trennen, Zeitgemäßes zur Unzeit ausgesprochen.
Von H. Seh.
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Pragmatische Partner für Europa
Die Pariser Zeitung Le Monde überschrieb ihren Kommentar zum positiven Ausgang des dänischen EWG Referendums am 2. Oktober des vergangenen Jahres: Un manage fendes, wenn auch nicht völlig befriedigendes Urteil.
Von Niels Jergen Haagerup
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Aktuelle Krisenherde
Die israelischen Angriffe auf Syrien zu Beginn der vorigen Woche haben zu Spannungen in der syrisch-libysch-ägyptischen Föderation geführt.
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Barzel attackiert „Heckenschützen“
Die letzte Woche vor Wiederbeginn der Parlaments- und Regierungsarbeit in Bonn war von parteiinternen Spannungen besonders bei der CDU gekennzeichnet.
- Wirtschaft
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Psychiatrie
Der Mann. der nicht nein sagen konnte
Ohne das Wort „Nein“ wird ein Mensch krank. Er altert sehr schnell und entwickelt sich unter Umständen zum Krüppel. Das vermutet das Münchner Psychologen-Ehepaar Rüdiger Ullrich, 32, und Rita Ullrich de Muynck, 28, das eine um sich greifende psychische Hemmung, Anforderungen der Umwelt zurückzuweisen, analysierte.
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Europäische Gemeinschaft
Anschlag auf den Torso
Europas phantasie- und mutlose Politiker setzen die bisherigen Integrationserfolge aufs Spiel
Von Rudolf Herlt
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Was die Staatsdiener kosten
Mit Spannung warten die Finanzminister von Bund und Ländern, sowie die Stadtkämmerer der Gemeinden auf den Ausgang der Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ÖTV und den Vertretern der öffentlichen Arbeitgeber.
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Börsen-Report
Zinsgipfel erreicht?
Gefahr erkannt – Gefahr gebannt. Diese Devise hat die Börse in der vergangenen Woche wieder einmal bewahrheitet. Trotz erheblicher negativer Tendenzen fuhr der Kurszug – abgesehen von wenigen Ausnahmen – weiter bergauf.
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Zeit spart Geld
Wohl die größte Prominentenliste für Anleger hat der Herausgeber des monatlich erscheinenden Kölner „Geld-Magazins“, Herbert Lemke, als Autoren für das erste in der Bundesrepublik erscheinende Jahrbuch der deutschen Anlageberatung aktiviert.
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Mitbestimmung in Norwegen
Demokratie von oben und unten
Die Bauern verhalfen den Arbeitern zur wirtschaftlichen Mitbestimmung: Als im letzten Frühjahr die norwegische Zentrumspartei – früher Bauernpartei – einer Änderung des Aktienrechts zustimmte, hatte die damalige Minderheitsregierung der Arbeiterpartei gewonnenes Spiel.
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Kursbarometer
Auf Kosten der Gewinne
Bei unseren Drei-, Fünf- und Zehnjahresvergleichen ist erstmals das Jahr 1972 berücksichtigt worden. Obwohl dieses Jahr fast allen Börsenplätzen Kursgewinne gebracht hat, sind die Langzeit-Vergleiche für die Anlagemanager nicht gerade schmeichelhaft.
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Fragen an Eugen Loderer zur Urabstimmung
Streik hätte nicht gelohnt
In der Metallindustrie einigten sich die Arbeitgeber und IG Metall auf Lohnerhöhungen von durchschnittlich 8,5 Prozent. Bei der anschließenden Urabstimmung in der nordrhein-westfälischen Stahlindustrie sprachen sich über die Hälfte (52,2 Prozent) der abstimmungsberechtigten Arbeitnehmer gegen den Tarifabschluß aus.
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BONNER KULISSE
Ein heißes Eisen packte der SPD-Bundestagsabgeordnete Alfons Pawelczyk im Pressedienst „Sozialdemokratische Sicherheitspolitik“ an – und brachte sich damit selbst ins Gespräch.
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Großbritannien
Viel Wind ums Rind
Den Engländern will der Sonntagsbraten nicht mehr schmecken. Seit November 1972, dem Beginn des staatlich verordneten Lohn- und Preisstopps, sind die Preise für Steaks und Rinderbraten um 50 Prozent gestiegen.
Von Aufnahme: Vollmer
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Wie der Staat beim Bauen hilft (III)
Jagd nach billigem Geld
Über eine halbe Million Bundesbürger stürzt sich jährlich in Schulden, um ein Haus oder eine Wohnung zu erwerben. Aber viele Bauherren verschenken dabei Geld.
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Propheten
In Europa ist es üblich geworden, vor Auf- oder Abwertungen eine Periode des Floatens einzulegen. Die Bundesregierung hat es vor den beiden letzten Aufwertungen der Mark vorexerziert.
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Asiatische Börsen
Orientalischer Kurstanz
Am fernöstlichen Börsenhimmel strahlen seit Monaten neben Tokio zwei neue Sterne: Singapore und Hongkong. Von westlichen Anlegern völlig unbemerkt schlug der Aktienindex an der Börse von Singapore mit einem astronomisch erscheinenden Gewinn von plus 208 Prozent für 1972 vor Hongkong mit plus 164 Prozent sogar den japanischen Dow Jones, der lediglich 92 Prozent vorweisen kann.
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Tanker
Warten auf die Subventionen aus Bonn
Ob sich alle Neubaupläne, die zur Zeit in deutschen Reedereikontoren durchgerechnet werden, jemals realisieren lassen, hängt von Bonn ab.
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Börsen-Affäre
Image kaputt
Für die Aktienverkäufer der Frankfurter Asta GmbH begann das Jahr 1973 mit einer Hiobsnachricht: Ihrem Geschäftsführer, dem kanadischen Börsenmakler Alfred J.
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Feierabend in Finkenwerder
Salzgitter-Chef Hans Birnbaum mußte sich belehren lassen. Als Aufsichtsratsvorsitzender der größten deutschen Werft, der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW), hatte er im Herbst letzten Jahres den Aufsichtsratskollegen und Hamburger Wirtschaftsminister Helmut Kern zum Dementi Belegschaft Der vom HDW-Vorstandsvorsitzenden Manfred Lennings sei Alleingang seiner Belegschaft mitgeteilte Stilllegungsbeschluß über das Werk Finkenwerder sei „weder gefaßt noch beabsichtigt“.
Von Horst-Wolfgang Bremke
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Mitbestimmung
Die Liberalen auf dem Glatteis
Von Dieter Piel Die FDP sollte ihre Position noch einmal gründlich überdenken. Sonst könnte sie auch ihre neuen Wähler verprellen
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Die Scheiche kommen
Die Manager der internationalen Währungsordnung beliebten zu scherzen. Bei der jüngsten Konferenz des Weltwährungsfonds in Washington machte das Bonmot die Runde, statt der amerikanischen und europäischen Delegationen könnten demnächst die Scheiche aus dem Nahen Osten mit ihrem Gefolge das internationale Geldparkett beherrschen.
Von Klaus-Peter Schmid
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Heißer Herbst?
Für die Tarifverhandlungen dieses Jahres ist mit 8,5 Prozent eine Art magisches Zeichen gesetzt. Mit einigen Zehntelpunkten mehr oder weniger hat die IG Metall für die Stahl- und Metallarbeiter entsprechende Tarifverträge abgeschlossen.
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Neckermann
Voreilig
Anhänger des Farbfernsehens konnten sich freuen. Der Frankfurter Versandhändler Josef Neckermann kündigte einen Preisknüller an: Anfang dieser Woche wollte das Versandhaus mit einem tragbaren Farbfernsehgerät zum Preis von 1148 Mark aufwarten – „rund 24 Prozent unter den derzeit am deutschen Markt üblichen Preisen“.
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Chrysler/Simca
Nach fünf Jahren Vollgas an der Spitze
Nach langen Jahren stetiger Mißerfolge haben amerikanische Automanager nun auch in Frankreich großen Erfolg: Chrysler, der kleinste der drei Giganten von Detroit, hat die französische Marke Simca zum Erfolg geführt.
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Von Genscher wird ein Meisterstück verlangt: Im öffentlichen Dienst muß die Lohnsteigerung bescheiden bleiben
Sind 8,5 Prozent doch zuviel?
Die erste Euphorie ist verflogen. Zunächst war die Erleichterung allgemein, daß sich Arbeitgeber und IG Metall auf 8,5 Prozent Lohnerhöhungen geeinigt haben und damit ein Streik vermieden werden konnte.
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Bestätigt
Als im vergangenen Jahr die BP der deutschen Deminex das Angebot unterbreitete, sich an Ölfeldern in Abu Dhabi zu beteiligen, schien das vielen Energiepolitikern der Weisheit letzter Schluß.
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England
Zahlt Lloyd’s?
Der Thalidomid-Fall, der in der letzten Woche den britischen Zeitungen Schlagzeilen geliefert hat, ist trotz des Entschädigungsangebotes durch Distillers noch nicht endgültig bereinigt.
- Wissen
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Der Draht nach Washington
Es ist gewiß richtig: In Bonn schlägt nach drei Jahren fast ausschließlicher Konzentration auf auswärtige Angelegenheiten jetzt die Stunde der Innenpolitik.
Von Theo Sommer
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Gewehr bei Fuß
Eine bittere Sorge wurde am Beginn der Woche von der Menschheit genommen, als die Vereinigten Staaten alle Kriegshandlungen gegen Nordvietnam einstellten.
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Bonner Gipfelei
Nach monatelangen Sondierungen, nach einem komplizierten Ritual von Drohgesten und Entspannungssignalen und nach einer gefährlichen Krise in letzter Stunde haben sich Bundeskanzler Brandt und Oppositionsführer Barzel – ja was eigentlich? Sie haben sich tatsächlich getroffen.
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Neue Zahnpasta
Schutz vor Karies
Die amerikanische Firma Gillette, weltweit bekannt als Produzent von Rasierklingen, möchte mit einer „Superpaste“ auf dem Zahnpasta-Markt Fuß fassen.
Von U. S.
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Nichttötende Waffen
Schuß mit Säckchen
Trotz der steigenden Anzahl krimineller Handlungen in den USA besteht für die Polizei kein Grund, bei ihren Einsätzen weiterhin Schußwaffen mit herkömmlicher Munition zu verwenden.
Von U. S,
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Chemischer Zusatz
Krebsgefahr im deutschen Wein
Wieder einmal ist zu fragen, ob denn deutsche Bundesbürger eine soviel widerstandsfähigere Natur besitzen als amerikanische.
Von Thomas von Randow
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Pariser Nuancen
Die Sowjetunion wird Ende Januar in Genf bei den Vorgesprächen über die Reduzierung von Truppen und Rüstungen in Europa (MBFR) mit von der Partie sein.
Von A. K.
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Kalte Schulter
Fast so mußte es freilich gewesen sein, wenn man die – in der Geschichte neuerer Vatikandiplomatie einzigartige – Erklärung liest, mit der die Kurie den ersten Papstbesuch eines israelischen Regierungschefs kommentierte: Keine „Vorzugs- oder Exklusivgeste“, unverändert „herzliche Beziehungen“ zu den arabischen Staaten, „nicht die geringste Änderung“ der päpstlichen Nahostpolitik (die eine Internationalisierung der heiligen Stätten Jerusalems anstrebt), Papstaudienz für Frau Meïr nur im Interesse des Friedens, der Humanität, der Religion und der „Hilfe für die Schwachen und Wehrlosen, in erster Linie der palästinensischen Flüchtlinge“.
Von Hj. St.
- Auto
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Comeback des Motorradsports
Wallfahrt der Elefanten
Alte Kämpen stehen in ihre grotesk langen Ledermäntel gehüllt inmitten einer zahlenmäßig weit überlegenen Menge junger Männer und Mädchen.
Von Grit Porsch
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Neu auf den Straßen: Datsun „Cherry"
Kirsche aus Japan
Als letzten Markt in Europa versuchen Nippons Autohersteller jetzt den bundesrepublikanischen aufzurollen — nach schönen Erfolgen vor allem in Finnland, in Belgien, in England und auch in der anspruchsvollen Schweiz.
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Hilferufe eines Fußgängers
Jemand fragte mich: „Haben Sie auch was abgekriegt?“ Ich konnte noch gar nichts sagen; das lag an dem Gefühl im Magen. Ich hielt meine Hände aber nicht mehr vor meinen Magen.
Von Ben Witter
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Autofahrernotizen
Rotes Licht für grüne Autoscheiben. Für so manchen Autofan sind sie bereits ein liebgewordenes Requisit, die grünen Windschutzscheiben; für Experten der physiologischen Optik dagegen sind sie ein Ärgernis.
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Autobahn gebühr
Wegelagerei
Mit diesem Beitrag unseres Korrespondenten in Washington setzen wir die Diskussion über die Autobahngebühr fort. In der nächsten Auto-Beilage schreibt Josef Müller-Marein über Erfahrungen in Frankreich.
Von Joachim Schwellen
- DIE ZEIT
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Die Schonzeit ist abgelaufen
Es gibt in der inneren Politik der Bundesrepublik derzeit kein ungelösteres Problem als den Kompetenzwirrwarr und die Planungs- und Reformunfähigkeit im Bildungswesen.
Von Hildegard Hamm-Brücher
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In der Bildungspolitik ausgebrochen:
Die große Nüchternheit
Man trägt wieder Schwarz in der Bildungspolitik. Sich nüchtern und konservativ zu geben, ist „with it“. Den Ton hat der bayerische Kultusminister Hans Maier angeschlagen, der schon seit einiger Zeit nach einer neuen Erziehungsethik sucht.
Von Nina Grunenberg
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Hotels
Invasion der Außenseiter
Nachdem sich amerikanische Hotelkonzerne mit Erfolg auf dem deutschen Markt etabliert haben, droht dem einheimischen Gastgewerbe nun auch Konkurrenz aus England: Zum Jahreswechsel wurde die Branche von der Meldung überrascht, daß Europas größter Bierbrauer, Bass Charington, jetzt auch auf dem Festland als Hotelier tätig wird.
Von Aufnahme: R. Dietrich
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Drei neue Filme aus Warhols Factory
Sie blasen zum Marsch auf Hollywood
Fragt man heute in New York nach Warhols Factory, so bekommt man ein Schulterzucken oder höchstens die vage Antwort: Machen die jetzt nicht kommerzielle Filme für so einen großen Verleih in West-Germany? Auf die drei neuen „Andy-Warhol-presents“-Filme, die in der Tat die Constantin angekauft hat, ist bis auf ein paar Bemerkungen nicht einmal mehr die progressive „Village Voice“ eingegangen: Sie laufen irgendwo an der Peripherie, und man registriert den deutschen Zirkus um Warhols Mannschaft, wie diese selbst, amüsiert.
Von Wolf Donner
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USA
Der Stock im Schrank
Präsident Nixon blieb seiner Vorliebe für überraschende Entscheidungen treu: In der letzten Woche hat er den größten Teil der gesetzlichen Preis- und Lohnkontrollen aufgehoben und die amerikanische Wirtschaft freiwilligen Richtlinien unterstellt.
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Maschinenbau
Overbecks heimliche Käufe
Bisher regierten bei Demag die Reuters. Vater Hans Reuter, 77, lenkte bis 1962 die Geschicke des Duisburger Maschinenbaukonzerns und zog sich anschließend auf den Posten des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden zurück.
Von Carlos Stauffer
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In Europa gehen die Lichter an
Seit dem 1. Januar ist das Europa der Neun Realität. Zum Abschluß der ZEIT-Serie über die Neuen in der EWG untersucht der dänische Journalist Niels Jørgen Haagerup die Sorgen und Wünsche, die sein Land mit der Mitgliedschaft verbindet.
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Das Dach von Hamburg
Um ein Haar hätte sie in die internationale Galerie aufsehenerregender zeitgenössischer Architektur gehört: die in Hamburg soeben vollendete „Alsterschwimmhalle“.
Von Manfred Sack
- Gesellschaft
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Ingolstadt in uns
Es gibt eine Möglichkeit, wurde gezeigt, eine Theaterinszenierung adäquat auf den Bildschirm zu transponieren. Der es gezeigt hat, heißt Ettore Cella; die Inszenierung stammt von Jürgen Flimm, das Stück, Fegefeuer in Ingolstadt, von Marieluise Fleißer, Ort der Handlung ist die Bühne des Zürcher Theaters am Neumarkt.
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Vor Optimismus wird gewarnt
Die ersten Folgen der größten Vorschulsendung aller Zeiten sind gelaufen. Insgesamt haben sie die hohen Erwartungen, die der Serie entgegengebracht wurden, nicht erfüllt, vielmehr scheint Skepsis durchaus angebracht zu sein.
Von Ndr, Sfb, Rb, Hr, Wdr
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Theater: „Der Kaufmann von Venedig“ in Bochum
Zadeks einsamer Antonio
Um Shylock, den Juden, in den Brennpunkt der Komödie zu bekommen, haben Aufführungen des „Kaufmanns von Venedig“ eigentlich immer die Titelfigur böse vernachlässigt.
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Fernsehen
Chabrol am Ende?
Bei Chabrol weiß man nie, ob ein Effekt aus intellektuellem Kalkül, artistischer Perfektion, reiner Lust am Spiel oder purer Schlamperei zustande gekommen ist.
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Beobachter oder Überwacher?
Der Verfassungsschutz darf keine Geheimpolizei sein – Ein Amt ohne Vorgänger
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Shaffers „Revanche“ in Hamburgs Jungem Theater
Zwei Stars spielen Mörder
Gibt es einen Mörder, wo es keinen Ermordeten gibt? Und: gibt es einen Ermordeten, wo kein Mörder ist? Schließlich: kann man denselben Mord an derselben Person gleich mehrmals begehen? Fragen dieser Art, die mit der Realität ungefähr so viel zu tun haben wie die Lebensratschläge der Regenbogenpresse mit den Problemen ihrer Leser, stellt Anthony Shaffer in seinem Kriminalstück „Sleuth“, das unter dem deutschen Titel „Revanche“ in der Inszenierung August Everdings mit Wolfgang Reichmann und Martin Benrath auf Tournee geht und gegenwärtig im Hamburger Jungen Theater die Zuschauer zu genasführten Rätselfreunden macht.
Von Hellmuth Karasek
- Karriere
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Recht im Beruf
Beamte haben’s besser
Ein Beamter ist auch beim Essen im Dienst. Von dieser Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts in Berlin profitierte eine Staatsbedienstete, die zum Mittagessen in die Kantine gegangen war.
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Gehaltspiegel: Sozialarbeiter
Ausbildung: Nach der Fachhochschulreife oder dem Abitur muß ein sechssemestriges Studium an einer Fachhochschule im Fachbereich Sozialwesen absolviert werden.
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Diplomaten-Nachwuchs
Die Exzellenzen der Nation
Offiziell hören sie es gar nicht gerne, wenn man sie als exklusiven Kreis bezeichnet; innerlich aber sind sie doch mehr oder weniger davon überzeugt: die Diplomaten, Vertreter der Bonner Interessen gegenüber dem Ausland.
Von Dietmar Merten
- Kultur
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Schallplatten
„Something To Say“ ist Joe Cockers erste neue LP seit seiner spektakulären Tournee mit den „Mad Dogs & Englishmen“ vor zwei Jahren und gewiß eine angenehme Überraschung für diejenigen, die ihn in enttäuschender Form bei einem seiner Deutschland-Gastspiele erlebten.
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Abroad • Del extranjero • De l’étranger
Junge Garde unter allen Birken
Auffallend pünktlich zum fünfzigsten Gründungstag der Sowjetunion hatte sich die „Literaturnaja Gaseta“ veranlaßt gefühlt, einer bemerkenswerten Tendenz entgegenzutreten.
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Argumente für und gegen
Latein und Griechisch
Humanistische Gymnasien stehen zur Zeit in diesem Lande nicht sehr hoch im Kurs. Und selbst an einem solchen Gymnasium ist zwar noch Latein, nicht jedoch auch Griechisch Pflichtfach.
Von Rudolf Walter Leonbardt
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Zeitmosaik
Richtig erscheint unserem Sprachgefühl die Antwort 24 – nämlich: 11 Athleten + 11 auch im Massieren erfahrene Ärzte + 2 Techniker.
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Innere Rundfunkfreiheit
Der Intendant bleibt mächtig
Der Rundfunk ist, dank seiner öffentlichrechtlichen Außenstruktur, privatwirtschaftlichen Zwängen entzogen. Doch gerade die öffentlich-rechtliche Organisationsform mit der ihr eigenen Aufsicht durch Parteien und gesellschaftliche Gruppen hat dazu geführt, daß sich die Mitarbeiter des Rundfunks immer häufiger personal- und programmpolitischen Entscheidungen gegenübersehen, die von ihnen als Einflußnahme oder gar als Disziplinierung von außen empfunden werden.
Von Dieter Roß
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Angelika Mechtels wenig entschlußreicher Schlüsselroman
Fernsehkarriere
– anderer stilistischer Mittel als bisher, um ihr entschiedenes gesellschaftskritisches Programm zu realisieren. Das ist ihr, läßt man literarische Wertfragen außer acht, anscheinend so gut gelungen, daß bereits „Spiegel“ und „stern“ sich anschickten, den Realitätshintergrund dieses Buches aufzuhellen und den Roman dadurch vollends zu dem zu machen, was er nicht sein will: zu einem Schlüsselroman.
Von Heinz Ludwig Arnold
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Die Autoren vor ihrer „Jahrhundertentscheidung“
Fünf Ratschläge an Schriftsteller
Wenn sich an diesem Wochenende in Hamburg die reisebereite Mitgliederschaft des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) zu ihrem zweiten Kongreß versammelt, steht sie vor dem, was eine „Jahrhundertentscheidung“ genannt wurde: ob nämlich der VS den seit Jahren vorbereiteten Anschluß an eine Gewerkschaft vollziehen will.
Von Dieter E. Zimmer
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Kunstkalender
Harald Szeemann hatte diesen Außenseiter der New Yorker Kunstszene nach Kassel geholt und in die von ihm so genannte Abteilung „Individuelle Mythologien“ eingereiht, wo er von zu vielen Auch- und Möchtegern-Mythologen an die Wand gespielt wurde.
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Innere Pressefreiheit
Lohnschreiber oder Verschwörer?
Der Publizist Victor Aimé Huber forderte im Jahre 1845 seine Zeitgenossen dazu auf, dem „alten verzogenen Kalbe, der öffentlichen Meinung, so viel als möglich ins Maul zu schlagen“.
Von Volker Mauersberger
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Ballett
Puschkin mit Parfüm gekillt
Bachtschissaraj ist eine kleine Stadt auf der Krim, nicht weit vom Schwarzen Meer entfernt. Alexander Puschkin, „Rußlands Goethe“, hat mit 24 Jahren eine Haremserzählung in Versen, teils mit faszinierender Melancholie, geschrieben, ein Werk, das sich „Die Fontäne von Bachtschissaraj“ nennt.
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Am Ende des Zeitalters der Literatur
Über die Grenzen
Nichts ist lebendiger in diesem Augenblick als die Literatur über den Tod der Literatur; selbst in Dublin oder in einem Tiroler Dorfwirtshaus geht’s nicht so hoch und kräftig her nach einer „schönen Leich’“.
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Kritik in Kürze
„Von Werwölfen und anderen Tiermenschen“, Dichtungen und Dokumente, herausgegeben von Klaus Völker. Die Anthologien, die innerhalb der Bibliotheca Dracula des Hanser Verlages erschienen sind (dies ist schon die vierte; vorangegangen waren Bände über Vampire, Künstliche Menschen und Schwarze Messen), haben eine doppelte Aufgabe: Sie sollen dem Kenner eine repräsentative, durch Nachwort und Bibliographie wissenschaftlich gesicherte Sammlung von Texten zu einem Thema in die Hand geben, sie sollen aber auch dem Leser, der einfach nur sein Vergnügen sucht, dieses Vergnügen bereiten.
Von Wilhelm Roth
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Filmtips
„Das Mädchen mit den weißen Haaren“, „Das rote Frauenbataillon“, „Die strategische Eroberung des Tigerberges“, „Die rote Laterne“, „Der Minenkrieg“.
Von Ludwig Zehetgruber.
- Länderspiegel
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Lokalzeit
Wackelnde Justiz
Die hannoversche Justiz ist von akuter Einsturzgefahr bedroht. Im Landgericht, gebaut 1953, zeigen sich tiefe Risse an den Wänden, Fliesen platzen, und Aktenwagen rollen von allein, weil sich der Fußboden um sieben Zentimeter gesenkt hat.
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Hessische Richter
Krach mit Kollegen
Deutlicher ließ sich der Wandel vom reformerischen Eifer zur konservativen Beharrung in der hessischen Richterschaft kaum beschreiben: Als vor sechs Jahren Justizminister Strelitz Justizkritiker Rudolf Wassermann als Landgerichtspräsidenten nach Frankfurt holte, geschah dies auf ausdrücklichem Wunsch des hessischen Richterbundes.
Von Karl-Heinz Krumm
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Bergungsaktion auf dem Rhein
Nur ein harmloses Gift?
Obwohl das nordrhein-westfälische Paragraphennetz nach den Giftskandalen der Vergangenheit engmaschiger geworden ist, suchen noch zahllose Profithaie das Geschäft mit dem Gift.
Von Rosemary Callmann
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Entführungsprozeß in Essen
Geld vom ehrbaren Mann
Von Thomas Jefferson stammt der Rat, man solle sein Geld nie ausgeben, bevor man es hat. Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Heinz-Joachim Ollenburg, 48 Jahre alt, hat es umgekehrt gemacht, und als er welches hatte, da war es nicht sein Geld.
Von Werner Birkenmaier
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Münchner Universitätsaffäre
Ärger mit den Geldern
Der Assistentenrat der Universität München ist der Meinung, daß „die Angelegenheit Hörhammer/Wagner mittlerweile eine Entwicklung genommen hat, der man nicht mehr abwartend oder gar gleichgültig gegenüberstehen kann“.
Von Cornelia Jacobsen
- Lebensart
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Randspalten-Lyrik
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Der Zeitgenosse
Von Dieter Höss
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J.M-M: Damenschuhe vor den höchsten Richtern
Welch ein altehrwürdiges Gebäude ist doch das Justiz-Palais in Paris! Freitreppen und vergoldete Gitter. Aber im nobelsten Teil des Palastes, wo die Cour de Cassation, das höchste Gericht Frankreichs, in mehreren Etagen tagt, gibt es sogar einen Fahrstuhl.
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Schritt für Schritt in eine gesunde Umwelt
Es begann nicht gerade verheißungsvoll.
Von Eckard Rehbinder
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Ausrufungszeichen
In einem feinen Restaurant bemüht sich ein Gast, eine Olive auf die Gabel zu bekommen, aber sie rollt immer wieder weg. Schließlich erbarmt sich der Kellner und sticht sie für den Gast mit der Gabel auf.
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Nebbich
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Selbstmord mit Topf und Pfanne
Kadmium gehört in rote Farbe wie die Trüffel ins Huhn. Gäbe es kein Kadmium, ein Gang durch die Uffizien wäre ungefähr so attraktiv wie eine U-Bahnfahrt durch den Londoner Untergrund.
Von Wolfram Siebeck
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Die Kongresse laden zum Tanz
Der Hamburger Senat hat tief in die Tasche gegriffen: Er spendierte 144 Millionen Mark für ein Kongreßzentrum mit siebzehn Sälen und einem Hotel.
Von Manfred Sack
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Sechstagerennen in Bremen – für viele das große Geschäft: 70 000 Liter Bier, 35 Ochsen am Spieß, 600 000 Mark Einnahmen
Solange der Hintern hält
Kneipenwirt Johnny McKenzie hörte hinter seinem Tresen die Klage der beiden Radsportveranstalter Powers und Kennedy, daß die Geschäfte schlecht liefen.
Von Gerhard Krug
- Sport
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Die zweiten Part-Afrikanischen Spiele in Lagos
Ein Kontinent probte für Olympia
Mit einer fast achtstündigen orgienhaften Zeremonie präsentierten der Oberste Afrikanische Sportrat und die nigerianischen Ausrichter in Lagos den Beginn der zweiten Pan-Afrikanischen Spiele 1973, die nach dem Willen der politischen und sportlichen Führer ein unwiderrufliches Zeichen für die Einheit des schwarzen Kontinents setzen sollten.
Von Ernst-Dieter Sehmiekler
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Rumänien wurde im Handball Weltmeister der Studenten
Resignation im Westen
Die Studentenweltmeisterschaften im Hallenhandball sind längst kein internes Vergnügen mehr für die handballspielenden Kommilitonen aus aller Herren Länder.
Von Hans-Dieter Trosse