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Ausgabe 05/1973

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Stoppt die CDU Barzel?
Suche nach dem Sündenbock
Wenn am Wochenende der CDU-Bundesvorstand in Bonn zu seiner zweitägigen Klausurtagung zusammentritt, läuft die Schonfrist ab, die diese Partei sich und ihrem Vorsitzenden Rainer Barzel seit der Wahlniederlage am 19.
Von Eduard Neumaier
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Schwerpunkt Innenpolitik
Als Ziel der Außenpolitik nannte der Kanzler an erster Stelle die Europäische Union, nachdem die großen Vertragswerke der Ost- und Deutschlandpolitik bis auf die – gesicherte – Ratifizierung des Grundvertrages abgeschlossen sind.
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Wolf gang Ebert
Brandts Werke
Das zweite Werk eines Autors, der mit seinem Erstling Beachtung fand, beansprucht immer das Interesse der literarischen Öffentlichkeit.
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Pompidou am Roten Meer
Einen überwältigenden Empfang bereitete die Bevölkerung von Djibouti Mitte voriger Woche dem französischen Staatspräsidenten Pompidou.
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Jubiläumstreffen in Paris
Zum zehnten Jahrestag des deutschfranzösischen Vertrages hat Staatspräsident Pompidou gegenüber Bundeskanzler Brandt am Montag in Paris betont, daß der Vertrag seine Bewährungsprobe bestanden habe.
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Bonner Regierungssprecher
Eine Troika fürs Presseamt
Mangelnden Mut bei der Besetzung des Bundespresse- und Informationsamtes kann man dem Kanzler nicht nachsagen: einen Freien Demokraten, Rüdiger Freiherr von Wechmar, stellte er an die Spitze, einen Parteilosen, Armin Grünewald, machte er zum stellvertretenden Sprecher, und einen bis dahin unbekannten Genossen aus Köln, Norbert Burger, ernannte er zum stellvertretenden Amtsleiter und faktischen Verwaltungschef des 800 Mitarbeiter beschäftigenden Informationsapparates.
Von Eduard Neumaier
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Waffenstillstand in Vietnam ab Sonntag
Der amerikanische Präsident Nixon und der südvietnamesische Präsident Nguyen Van Thieu haben in der Nacht zum Mittwoch den Abschluß eines Waffenstillstandsabkommens für Vietnam verkündet.
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Worte der Woche
Von Soziologie-Professor über das Zölibat
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Ost-West-Gespräche
Grünes Licht aus Moskau
Die Geschichte der Sicherheitskonferenz für Europa (KSZE) ist die Geschichte eines permanenten Tauschgeschäfts: Der Westen gibt institutionelle Zugeständnisse, wenn der Osten substantielle Konzessionen macht.
Von Peter Bender
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Guinea
Cabral ermordet
Amilcar Cabral, Gründer und Führer der afrikanischen Befreiungsbewegung für Guinea-Bissao und die Kapverdischen Inseln (PAIGC), wurde vor seinem Haus in der guineischen Hauptstadt Conakry ermordet.
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Kriegsdienstverweigerung – Sieben Fragen an Hans Iven
Der „Stellenmarkt“ im Ersatzdienst
Ende November gab der Bundesbeauftragte für den Zivilen Ersatzdienst der ZEIT ein Interview, das bei den Organisationen der Kriegsdienstverweigerer, bei den sie betreuenden außerstaatlichen Stellen und bei den Ersatzdienstleistenden selber viel Kritik hervorgerufen hat.
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Mosksau und die EG
Zaghaft in den sauren Apfel
Am 16. März 1957 ließ das sowjetische Außenministerium den NATO-Botschaftern eine Note überreichen, in der vor der unmittelbar bevorstehenden Unterzeichnung der Römer Verträge und der Schaffung einer westeuropäischen Wirtschaftsgemeinschaft gewarnt wurde.
Von Andreas Kohlschütter
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Einlenken in Helsinki
Die Sowjetunion hat in der vergangenen Woche ihre Stellung zu den beiden großen Verhandlungskomplexen – Vorgespräche über eine Sicherheitskonferenz (KSZE) in Helsinki und über einen abgewogenen Truppenabbau (MBFR) – präzisiert.
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Mittwoch, 4.00 Uhr morgens: Nixon kündigt den Waffenstillstand für Vietnam an. Abzug der Amerikaner, Freilassung der Gefangenen. Thieu will mit dem Vietcong verhandeln.
Amerikas Irrweg in Vietnam
Nirgendwo fand die Sinnlosigkeit des vietnamesischen Krieges beredteren Ausdruck als in dem Ausruf eines amerikanischen Kommandeurs beim Anblick einer von alliierten Granaten völlig zerstörten Ortschaft: „Wir mußten diese Stadt zerstören, um.
Von Joachim Schwellen
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Washington
Nixon vereidigt
In seiner Einführungsrede sprach Nixon von einer neuen Ära des Weltfriedens, wobei er die globale Rolle der Vereinigten Staaten zurückhaltender umschrieb als alle seine Amtsvorgänger seit dem Zweiten Weltkrieg.
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Zeitspiegel
In ihrer Atheismus-Propaganda scheuen die Sowjets vor keiner Geschmacklosigkeit zurück. Als abschreckende Beispiele amerikanischer „Religion“ werden im Leningrader „Museum zur Geschichte von Religion und Atheismus“ in der ehemaligen Kazan-Kathedrale Bilder von Kardinal Spellman und Charles Manson gezeigt – von zwei Männern, die nichts miteinander gemein haben.
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Innerdeutscher Handel
Bonn gibt nicht nach
Der Argwohn gegen die Sonderregelungen des innerdeutschen Handels, der hin und wieder in einigen EWG-Ländern geschürt wird, ist nur wenig begründet.
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Hamburger „Glocke“-Skandal
Tod in der Beruhigungszelle
„Am 27. Juni fordert H., unverzüglich entlassen zu werden. Als ihm das Abendessen gebracht wird, wirft er es gegen die Zellentür und verschmiert die Fensterscheiben.
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Wer bombardierte Guernica?
Niemals wird soviel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd“, sagte Bismarck, der sich in allen drei Metiers auskannte.
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Pariser Doppelspiel
Man weiß nicht, wie der innerdeutsche Handel auf einmal ins deutsch-französische Gerede kam, und zwar „völlig überflüssigerweise“, wie offizielle französische Stellen jetzt versichern.
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Aktuelle Krisenherde
Eine schwere Hungersnot bedroht Indien. Landwirtschaftsminister Ali Ahmed hat Mitte vergangener Woche in New Delhi ein alarmierendes Bild von der Ernährungslage gezeichnet.
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Dokumente der ZEIT: Pompidou – Kein Sonderstatus für die Bundesrepublik
„Wir halten daran fest, und wir haben gesagt, und ich habe mit größtem Nachdruck gesagt, daß Frankreich in seinen militärischen Anstrengungen fortfahren wird und daß es damit selbstverständlich nicht den Krieg sucht.
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Kraftmensch mit gebrochenem Herzen
Ostern 1964 auf der L.B.J.-Ranch in Texas: Der Präsident ist in überschäumend guter Laune und lädt einige Korrespondenten aus dem Pressekorps des Weißen Hauses zu einer Spazierfahrt in seinem Privatwagen ein.
Von Joachim Schweüen
- Wirtschaft
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Getränke
Viele mögen’s weich
Die Deutschen, so freut sich der Whisky-Importeur, die Mainzer Sektkellerei Kupferberg, sind richtige Whiskyliebhaber geworden.
Von Gunhild Freese
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Volkswagen
Plagiat in Wolfsburg
Ein Gefühl, das schon im vorigen Jahr die VW-Werker beschlich, suchte in der vergangenen Woche auch VW-Händler heim. „Die Belegschaft“, so der Wolfsburger IG-Metall-Funktionär Walter Kaufmann Mitte 1972, „fühlt sich von der VW-Leitung verschaukelt.
Von Rolf Diekhof
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Opel kontra Ford
Der Aufwärts-Trend bei Ford wurde im vergangenen Jahr jäh gestoppt: Mit insgesamt 669 000 produzierten Personenwagen liegt das Ergebnis nicht nur unter den Zahlen von 1972, sondern erreichte nicht einmal die Produktion von 1971 (681 000).
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Konjunktur
Rekorde nur bei den Preisen
Geringeres Wachstum zwingt die Bundesregierung zur Drosselung des privaten Verbrauchs
Von Rudolf Herlt
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Wie der Staat heim Bauen hilft (IV)
Sparen bei Steuern und Gebühren
Im Kampf mit den rapide steigenden Baupreisen hat schon mancher seinen Traum vom eigenen Heim ausgeträumt. Um Objekte von hunderttausend Mark und mehr überhaupt finanzieren zu können, müssen die meisten Bauherren mit spitzem Stift rechnen.
Von Jens Friedemam
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Europas neuer Vogel
Mit einem neuen Jet wird die Vorherrschaft Amerikas im Flugzeugbau angegriffen
Von Rolf Diekhof
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Kartellnovelle
Der Bremser ist weg
Die Koalitionsfraktionen des Bundestags reagierten geschwind. Wenige Tage, nachdem Bundeskanzler Willy Brandt in seiner Regierungserklärung die „Sicherung eines funktionsfähigen Wettbewerbs“ zu den „dringenden Aufgaben dieser Legislaturperiode“ erklärt hatte, brachten sie die in der sechsten Legislaturperiode liegengebliebene Kartellnovelle wieder in den Bundestag ein.
Von Dieter Fiel
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Zeit spart Geld
Die Unternehmensgruppe Neue Heimat bietet Geldanlegern einen neuen Hausbesitzbrief an. Zusammen mit der Deutschen Pfandbriefanstalt sollen 33 Millionen Mark durch den Verkauf der Briefe aufgebracht werden, um ein geschlossenes Projekt „Hannover-Laatzen“ mit 210 Wohnungen und einem Einkaufszentrum im Wert von 70 Millionen Mark zu finanzieren.
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Betriebsverfassung
Streit um Tendenzen
Der Sitzungssaal im dritten Stock des Frankfurter Arbeitsgerichts wurde zweckentfremdet. Wo sich sonst Prozeßgegner um Form und Maß sozialer Gerechtigkeit streiten, tagte am Freitag vergangener Woche – vollzählig und gleich zweimal hintereinander – der Betriebsrat der drei zum Holtzbrink-Konzern gehörenden Verlage S.
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Todesstoß?
Amerikaner, die sich nationalbewußt nur in Flugzeuge amerikanischer Fluglinien setzen, werden künftig hinter Sowjetmenschen und Chinesen zurückstehen müssen.
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Touristik
Ausländer reisen mit
Der deutsche Reisemarkt, so heißt es bei den Veranstaltern für Pauschalreisen, habe einen gewissen Sättigungsgrad erreicht. Heute setzt man daher eher auf Konsolidierung des Angebots, denn auf Expansion.
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BONNER KULISSE
Im Bundeskabinett und in den Bonner Koalitionsfraktionen raunt man sich Zahlen zu, die zwar nicht unmittelbar etwas mit der Wirtschaftspolitik zu tun haben, sie aber doch beeinflussen könnten: Es handelt sich um die Ergebnisse einer jüngst erstellten Umfrage.
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Noch hat Brandt nichts gesagt
Die Börse zeigte Euphorie: Am Tag nach der Regierungserklärung schossen die Kurse deutscher Aktien in die Höhe. Aber auch sonst reagierte „die Wirtschaft“, nach dem Erdrutsch vom 19.
Von Diether Stolze
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Antitrust
Draufgezahlt
Die Konkurrenten wollten an ein Wunder glauben: International Bureau Machines (IBM) verkaufte für 16 Millionen Dollar ein Unternehmen, das ihrer Meinung nach 50 Millionen wert war.
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Kein Konzept
Der Streit der sozialen Gruppen um ihren Anteil am Volkseinkommen führe dazu, daß die „Geldentwertung im Trend anhält oder.sich gar beschleunigt“, mahnten die Sachverständigen in ihrem jüngsten Jahresgutachten.
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Großbritannien
Gemüse ausgenommen
Die ganze Nation erkennt, „daß es in ihrem Interesse notwendig ist, mit den Problemen der Inflation fertig zu werden“, behauptete Englands, Premier Edward Heath, als er in der vergangenen Woche die seit langem erwartete „Phase 2“ seiner Anti-Inflationspolitik startete.
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Aufgeschoben
Premierminister- Edward Heath hätte sicher eine freiwillige Einkommenspolitik vorgezogen. Doch die wenigen Jahre seit seinem Amtsantritt im Juni 1970 haben bei ihm die Erkenntnis reifen lassen, daß die britische Wirtschaft mit marktwirtschaftlichen Methoden allein nicht in Ordnung zu halten ist.
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Umweltschutz
Benzin auf Bezugschein
Amerikas Autofahrer werden sich auf ein neues Zeitalter einrichten müssen. Die Ära, da das Auto als Instrument persönlicher Freiheit, von Bequemlichkeit und Romantik galt, so konstatiert das US-Nachrichtenmagazin Time, scheint zu Ende.
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Euratom
Angst vor den Habenichtsen
Nur drei Tage nach den feierlichen Sonntagsreden, die die Außenminister der EWG auf ihrer ersten Ratstagung zu neunt hielten, erlebt die erweiterte Europäische Gemeinschaft eine schwere politische Schlappe.
Von Hans-Hagen Bremer
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Fragen an Helmut Schlesinger zur Geldentwertung
Mark bleibt Mark
Schlesinger: Der Bundesfinanzhof hat im Zusammenhang mit dem erwähnten Grundsatzurteil die Bundesbank nicht nach dem Prinzip Mark gleich Mark gefragt, vielmehr bat der Bundesfinanzhof die Bundesbank lediglich, „nähere Angaben über das Ausmaß der Geldentwertung in den Jahren 1950 und über die wahrscheinliche weitere Entwicklung zu machen“.
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Tips für Bauherren
Bauinteressenten, die gerade ihr Examen abgelegt oder ihre Berufsausbildung beendet haben oder aus anderen Gründen sehr wenig verdient haben und jetzt ihre reguläre Tätigkeit aufnehmen, bietet sich eine einzigartige Möglichkeit, billiges Baugeld aus der Staatskasse zu erhalten.
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Kursbarometer
Feuerwerk an der Wall Street
Das neue Jahr begann für die Wall Street mit einem Kursfeuerwerk. Innerhalb der ersten vier Börsentage kletterte der Dow-Jones-Industrie-Index um 28,15 Punkte auf 1047,49 und erreichte damit den höchsten Stand in seiner Geschichte.
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Italienische Währung
Drei Märkte
Da der Druck auf die Lira in den letzten Monaten nicht nachließ und die römische Zentralnotenbank immer stärker zu den Währungsreserven greifen mußte, war die am vergangenen Wochenende beschlossene Einführung des doppelten Lira-Marktes die praktischste Lösung.
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Inflation
Zinsen steuerfrei?
Wer ein Sparguthaben oder festverzinsliche Wertpapiere besitzt, muß Jahr für Jahr einen realen Wertverlust seines Kapitals hinnehmen.
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Ein Phantom führt Regie
Ich bin kein Mann, der sich so leicht in die Hose macht“, frohlockte Hans Imhoff – Großaktionär und Aufsichtsrats-Vorsitzender der Kölner Schokoladenfirma Gebr.
Von Aufnahme: W. Prange
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Computer-Allianz
Besiegelt
Der europäische Computer-Verbund zwischen dem deutschen Elektrokonzern Siemens, der französischen Compagnie Internationale pour l’Informatique (CII) und der holländischen Philips nimmt Konturen an.
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Börsen-Report
Hausse nach der Brandt-Rede
Des Kanzlers Worte wiesen der Börse am Freitag vergangener Woche den Weg. Leistungsappelle honoriert der Börsianer von jeher.
- Wissen
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Ein Sieg der Vernunft
Ganz so schlimm ist es doch nicht um „unseren tiefen Süden“, das Land Bayern, bestellt. Die Bürger zumindest haben dort immer noch ein gewichtiges Wort in eigener, demokratischer Sache mitzureden.
Von D. St.
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Kein Sonderbund
Verträge, sagte der General de Gaulle vor zehn Jahren, sind wie junge Mädchen und Rosen: Sie halten nur eine bestimmte Zeit.
Von Theo Sommer
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Fischwanderungen
Geruch der Heimat
Wissenschaftlern an der Madison-Universität in Wisconsin (USA) ist es erstmals gelungen, Wanderfische wie Lachse und Forellen durch Dressur auf synthetische Gerüche in bestimmten Gewässern heimisch werden zu lassen.
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Opposition im Abseits?
Der Bundeskanzler hat in seiner Regierungserklärung die sozial-liberale Koalition als „neue Mitte“ im politischen Spektrum der Bundesrepublik dargestellt.
Von Rolf Zundel
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Physiologie
Zum Fliegen wenig tauglich
Der Mensch ist keine Dohle, doch entbehrt er deshalb nicht der Fähigkeit, unter ganz ähnlichen Bedingungen wie ein Vogel fliegen zu können: nämlich mit seiner eigenen Muskelkraft, vom ebenen Erdboden aus und ohne jegliche Unterstützung durch die Atmosphäre, also bei Windstille.
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Alchimie mit hohem Druck
In ein Metall wollen russische Physiker gasförmigen Wasserstoff verwandelt haben. Wie aus einer kurzen Mitteilung von F. V. Grigorew und seinen Mitarbeitern an die sowjetische Fachzeitschrift JETP (Journal of Experimental and Theoretical Physics) hervorgeht, gelang diese Umwandlung bei extrem hohen Drücken.
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Energiequellen
Ein Kraftwerk im Ozean
Auf der Suche nach ausreichenden, preiswerten und insbesondere umweltschonenden Energiequellen für den unermeßlichen Bedarf der Zukunft sollte sich die Forschung schleunigst zum Marsch ins Meer aufmachen – und dies, um die schier unerschöpfliche Sonnenenergie einzufangen.
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Streit um Etiketten
Berliner CDU-Abgeordnete befürchten Schlimmes: einen „Wandel durch die Hintertür“ und „Schaden für Berlin“. Anlaß für diese Ängste ist die Absicht der Bundesregierung, in Gesetzen und Verordnungen der Bundesrepublik die bisherige Formel „Land Berlin“ durch den im Vier-Mächte-Abkommen benutzten Begriff „Berlin (West)“ zu ersetzen.
- Reisen
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Auf Jenny Wren in Klein Venedig
Daß die Engländer eine Seefahrernation sind, ist hinlänglich bekannt. Das muß schließlich so sein bei einem Inselvolk. Daß London eine Art Venedig des Nordens ist, dürfte dagegen selbst England-Kenner überraschen.
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Reisenachrichten
Ski in Italien: Für jene Wintersportler, die sich wegen des schneearmen Winters noch nicht entschieden haben (oder bald neu entscheiden werden), kommt eine ermunternde Nachricht aus dem Aosta-Tal: die Schneeverhältnisse sind zufriedenstellend (in Breuil–Cervinia liegen 60 bis 120 Zentimeter, in Courmayeur 60 Zentimeter Schnee).
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Nordbaden
Madonna im badischen Sibirien
Sie stehen, kamerabewaffnet, am Philosophenweg und nehmen das Schloß aufs Korn, sie probieren Wein am Großen Faß und entziffern mühsam die Kritzeleien im alten Studentenkarzer: Tourismus in Heidelberg ist immer noch das, was er einmal war.
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Ostsee-Fähren
„Vorsichtig, gleich fleutet es“
Man erkannte sie schon Stunden vor ihrer Ankunft. Zuerst tauchte am Horizont ein harmloses Wölkchen auf, später der charakteristische lange schwarze Schornstein und endlich konnte man ganz sicher sein, es ist die „Oihonna“.
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Barbara von Jherings Reisevorschlag für Nordbaden
Lesen am Limes
Weil ich im Urlaub nicht planen mag, brauche ich die Freiheit, das zu tun, wonach mir gerade der Sinn steht. Das heißt, auf Nordbaden angewandt: ein Standquartier möglichst im Zentrum des Gebiets suchen.
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Bars und Bassins
Was den Touristenmanagern an Land recht ist, ist den Urlaubsplanern zur See schon lange billig. Trimm-dich-Urlaub, die aktiven sportlichen Ferien, Schlagwort des letzten Jahres, sollen nun auch auf Kreuzfahrten praktiziert werden.
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Bei Kempinskis läßt man sich was einfallen: „Kulinarische Reisen“
Fünfzig Stunden Luxus für 329 Mark
Die Stammgäste sind entzückt, die Fachleute interessiert; wer sich weder zu den einen noch zu den anderen zählt, darf neugierig werden: Seitdem dreieinhalb jener vorzüglichen deutschen Hotels, die im Jargon „Nobelherbergen“ heißen, zusammengeschlossen sind zur Gruppe der „Kempinski-Hotels“, tut sich dort was.
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Kreuzfahrtentrend ’73
Verzicht auf Luxus?
Ein Programm bleibt Wortklauberei – Die Reedereien schippern deutsche Wohlstandsbürger und amerikanische Rentner über die Meere
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Aus den Angeboten der Seereisenveranstalter
Beliebt: Besonderes
Es ist eine altbekannte Tatsache, daß sich junge Leute nur schwer für Kreuzfahrten begeistern können (siehe Seite 39). Laut Angaben des Geschäftsführenden Gesellschafters von Seetours Hapag-Lloyd, Alf Pollak, ist aber trotzdem der Anteil der Touristen unter 25 Jahren auf 26 Prozent gestiegen.
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Bordfest vor Bali
Als Kreuzfahrers Traumziel Nummer eins soll die bisher noch kaum erschlossene indonesische Inselwelt die Karibische See ablösen.
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In unserer ersten Kreuzfahrtenbeilage 73 bringen wir unter anderem Beiträge zu den Themen: Billigreisen auf Linienschiffen. Die neuen Angebote der Veranstalter in Tabellenform. Trendbericht ’73: Verzicht auf Luxus? Wie fährt man auf Fähren? Kreuzfahrt durch London. Außerdem: Deutschland-Reiseprüfung: Nordbaden
Kreuzfahrt auf alten Pötten
Man sollte gar nicht erst anfangen, in den Prospekten der Kreuzfahrt-Veranstalter zu blättern. Diesen Stoßseufzer kann man oft von Leuten hören, die von Seereisen träumen.
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Die kleinen Veranstalter (XXXV): Reisedienst Martinek
Im Zeichen des Seeadlers
Der alte Mann war vom Meer so entzückt, daß er sich Wiederholungen gelobte. Er war durch eine unkonventionelle, sehr ausgelassene Seefahrt auf der jugoslawischen Adria auf den Geschmack gekommen und hätte die Schiffsreise zwischen Buchten und Inseln am liebsten bis in den Spätherbst verlängert.
- DIE ZEIT
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Möbelindustrie
Die gestifteten Millionen
Er sei da „so hineingeschlittert“, meint Karl Kübel heute. Hineingeschlittert war der gelernte Eisenhändler vor 40 Jahren in den Möbelhandel, weil er damals in der wirtschaftlichen Flaute für seine Metallbeschläge Möbel in Zahlung nehmen und dann verkaufen mußte.
Von Heinz Michaels
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USA
Das große Zittern
Richard M. Nixon drehte den Nothahn auf. Um frierenden Bürgern im amerikanischen Mittelwesten wieder wohlige Wärme spenden zu können, verfügte der Präsident, was in den letzten 14 Jahren keine Regierung der USA wagte: Die Einfuhr von Rohöl wurde wesentlich erleichtert, um den Amerikanern zum derzeit heißbegehrten Heizöl zu verhelfen.
Von Aufnahme: L Freed
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Schweiz
Erfolg mit Humor
Auch ich werde nun meinen Whisky-Konsum einschränken und so die Überkonjunktur dämpfen helfen“, verkündete Nello Celio, Finanzminister im Berner Bundesrat und somit verantwortlich für Steuererhöhungen, eine Frankenaufwertung und eine jährliche Teuerungsrate von 7,3 Prozent.
Von Franz C. Widmer
- Gesellschaft
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Film: Melvilles „Der Chef“
Räuber gleich Gendarm
Nach den ersten zehn Minuten erwartet man ein Meisterwerk wie „Der zweite Atem“ oder „Vier im roten Kreis“. Doch die Dreizehn, scheint es, ist nicht die Glückszahl von Jean-Pierre Grumbach, der sich aus Bewunderung für den Autor von „Moby Dick“ Melville nennt.
Von Hans C. Blumenberg
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Daumen ungedrückt
Auf einmal war Hans Joachim Kulenkampff da, nicht aufgeregt, unverkrampft, redete deshalb nicht das dumme Geschwätz vom vorigen Mal; es schien, als habe er Vorwort und Einleitung weggelassen und einfach angefangen.
Von Manfred Sack
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Fernsehen
Morituri te salutant
Eigentlich, hieß es, sollte in der Reihe „Grenzstationen“ (die mit Ertel, Richard Wagner und dem Matterhorn so glanzvoll begann) ein anderer Film zur Darbietung kommen, Einzelhaft in Fuhlsbüttel, ein Report von Rischert und Antes, dem der Ruf vorausging, daß er nicht eben unkritisch sei und die sozialen Implikationen des Strafvollzugs herausstellen wolle.
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Verwirrender Kompaß
Noch ein Fernseh-Magazin. „Kompaß“ heißt es und wurde am vergangenen Mittwoch zum erstenmal gesendet. Der Bayerische und der Süddeutsche Rundfunk wollen mit dieser Sendung das regelmäßige ARD-Angebot an außenpolitischer Berichterstattung erweitern.
Von Dieter Buhl
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Rudolf Augstein:
Warum ich „Q“ nicht mag
Wenn einer ein Buch schriebe, in dem er sich um den Nachweis mühte, daß die Gepflogenheiten im Baugewerbe unsolide seien: würde man die Besprechung wohl den „Baulöwen“ oder den Geschäftsführern der großen Baufirmen überlassen? Ich glaube nicht.
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Theater: „1913“
Hinz als Maske
Nicht immer fallen die Feste, wie man sie feiert. Was in der Planung und Ankündigung so plausibel klang – der siebzigjährige Werner Hinz feiert seinen Geburtstag in der Rolle eines geburtstagfeiernden Siebzigers –, erwies sich als arge Enttäuschung.
Von Hellmuth Karasek
- Karriere
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Weiterbildung
Nachsitzen für Staatsdiener
Sie haben allen anderen Arbeitnehmern gegenüber einen ungeheuren Vorteil. Der Staat wacht darüber, daß sie sich niemals überarbeiten – und sie selbst haben nur darauf zu achten, daß sie dem Staat möglichst lange erhalten bleiben.
Von Heidi Dürr
- Kultur
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Lehrstunde in der Hamburger Kunsthalle
Ein Bild wird besichtigt
In der Bildmitte steht sie (weißer, in lichte Spitzendurchsichtigkeit auslaufender Unterrock zum himmelblauen Taftmieder) mit herausfordernd durchgebogenem Kreuz (was die Körpermitte zwar zur Wespentaille macht, im übrigen der Akzentverschiebungen bewirkt, die die Silhouette eher kurios denn schön verändern), wendet das Köpfchen, das sicher auf dem kompakten Nacken ruht (man kennt diese Kontur von Carpaccios „Kurtisanen“) und schaut mit ihren dunklen Kugelaugen aus der Boudoirszene heraus.
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Zeitmosaik
Nachdem der Dramaturg des Düsseldorfer Schauspielhauses, Ernst Günter Engelhard, das Brecht-Team und dessen chaotische Startschwierigkeiten verläßt, hat der Düsseldorfer Intendant als neuen Dramaturgen den langjährigen Mitarbeiter von Peter Palitzsch, Jörg Wehmeier, für Düsseldorf gewinnen können.
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Erfreulich konkret sonderbar isoliert
1. Es ist gewiß wichtig, daß die Berufsschulen ganz schlicht und einfach besser werden – besser ausgestattet mit Lehrmitteln und mit Lehrern.
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Schallplatten
Zwei Tatsachen machen diese Aufnahme so wichtig: Badura-Skoda spielt das Werk erstmalig auf einem Hammerflügel ein, begleitet von Originalinstrumenten.
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Kunstkalender
Zum erstenmal fühlt ein Kunstverein sich bemüßigt, den Komplex der Jahresgaben systematisch, kritisch und historisch zu untersuchen.
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Fernunterricht: Abitur für Blinde
Mit Fingerspitzengefühl ins Examen
Für blinde Kinder gibt es genügend und auch gute Schulen in der Bundesrepublik; blinde Erwachsene dagegen hatten bislang praktisch keine Möglichkeit, sich weiterzubilden.
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Sittenleben im NS-Deutschland
Ein unsauberes Buch
Die erste umfassende Darstellung von Theorie und Praxis des sittlichen Lebens im Dritten Reich, verfaßt von einem deutschen Publizisten der jüngeren Generation – so steht’s im Waschzetteltext des rührigen Verlags.
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Europäische Einigung
Riesen und Zwerge
Europa ist derzeit ein dankbares Thema. Die vielen Ansätze zur Détente, die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa und zumal die erweiterte Europäische Gemeinschaft mit ihrem beeindruckenden Potential beflügeln eine Legion von Autoren, die Zukunft Europas zu untersuchen.
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Argumente für und gegen
Erbliche Intelligenz
Eine scheinbar so sachliche Frage wie die, ob Intelligenz vererbt wird, gibt Anlaß zu heftigen ideologischen Kontroversen. Wer sie bejaht, wird von Progressiven gern verdächtigt, er sei in Wirklichkeit nicht interessiert an gleichen Bildungschancen für alle.
Von Rudolf Walter Leonhardt
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Der Minister auf dem Feuerstuhl
klingen könnten, als sei für den Ausbau der Hochschulen nichts getan worden. Das Gegenteil ist der Fall: keine Hochschule ohne gigantische Baustelle und fast kein Rektor, der den Problemen eines Bauunternehmers nicht näherstünde als jenen eines Reformators.
Von Nina Grunenberg
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Kritik in Kürze
„Der kluge Waffenfabrikant und die dummen Revolutionäre – Dokumentation eines Verfahrens mit Trivialliteratur“, von Herbert Brödl und Hugo Wulz.
Von Egbert Hoehl
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Flucht vor den George-Grosz-Figuren
Deutschland war nicht in Deutschland
Ausgewandert sei nach Hitlers Machtantritt, so ungefähr schrieb 1936 der Feuilletonredakteur der „Neuen Zürcher Zeitung“ und schweizerische Literaturpapst Eduard Korrodi, ohnedies nur die Romanindustrie, namentlich diejenige jüdischer Hersteller.
Von Jean Amery
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Filmtips
„Shanghai Express“ von Josef von Sternberg. Eine Chinoiserie von 1932 à la Sternberg und, das ist ja fast dasselbe, à la Hollywood: die abenteuerliche Reise von Peking nach Shanghai ist nur im Studio gedreht.
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Schriftstellerkongreß in Hamburg
Mit Druck und Papier
Am letzten Sonnabend um 17 Uhr 17 war es soweit. Die Entscheidung, auf die hin die jetzt dreieinhalbjährige Geschichte des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) angelegt war, wurde fällig.
Von Dieter E. Zimmer
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Abroad • Del extranjero • De l’étranger
Angst vor dem Osten
Wer böswillig sein wollte, müßte zusammenfassen: Unterm tiefen Nebel von Turin machten die italienischen Neofaschisten ihren ersten internationalen Kulturkongreß, und aus Deutschland reisten an: Habe, Mohler, Bandulet, Maître und andere.
Von Jürgen Lodemann
- Länderspiegel
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Das Militär war stärker
Mitte vergangener Woche mußte Horst-Ludwig Riemer, nordrhein-westfälischer Verkehrsminister, im Landtag zu Düsseldorf die Bruchlandung hochfliegender Pläne bekanntgeben.
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Lokalzeit
Chinesische Tradition
Gelsenkirchens Verwaltungsrichter scheinen gern Gäste asiatischer Restaurants zu sein. Sie schätzen die Speisen aus exotischer Küche und die eigenwillige Atmosphäre bei Bambus, Reistafel, Ente und Hummer.
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Altenheim-Kostensätze
Ein süddeutscher Rekord
Den 133 betagten Bewohnern des erst zehn Monate alten Kemptener Marienheimes war die Weihnachtsfreude bereits zehn Tage vor dem Fest vergällt.
Von Leonhard Kramarz
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Harte Methode
Die alltägliche Auseinandersetzung zwischen Händler und seinem zahlungsunwilligen Kunden ist in diesen Tagen um einen bemerkenswerten Fall bereichert worden.
Von Ronald Granz
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Bauskandal in Oberbayern
Abriß auf Raten?
Georg Apfelbeck, zu Wohlstand gekommener Reinigungsunternehmer, hatte seinen Traum von der Luxusvilla inmitten eines ganz privaten Wildgeheges schließlich – heimlich, still und leise – verwirklicht.
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SPD in Frankfurt
Ende des Burgfriedens
Frankfurt Schulter an Schulter standen Frankfurts Sozialdemokraten im Wahlkampf. Gemeinsam wehrten jung und alt einen Gegner ab, der sich vor allem die Jungsozialisten vorgenommen hatte.
Von Gerhard Ziegler
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CDU in Baden-Württemberg
Die Jungen mucken auf
Gleich in den ersten Fraktionssitzungen nach der Landtagswahl sind wir entmannt worden; die Fraktion steht dauernd unter Pression“, – mit solch drastischen Worten beklagen junge CDU-Abgeordnete in Baden-Württemberg, was manch älterem Kollegen schon zur lieben Gewohnheit geworden ist: den Führungsstil von Hans Karl Filbingers Staatsministerium.
Von Sibylle Krattse-Burger
- Lebensart
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Antiquitäten
Mein neues Auto ist phantastisch. Ich drücke auf einen Knopf, und hopp, öffnet sich das Dach. Ich drücke auf einen anderen Knopf, und hopp, spielt das Radio.
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Bis 20 Hier sagen junge Leute, die nicht älter als zwanzig Jahre sind, ihre Meinung.
Bingo, Clubs und Hippies
Die Beatles und Mary Quant, Pop und Carnaby Street, deren vibrations einst von swinging London aus um die Welt gingen – man singt nicht mehr von ihnen.
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Weiße Limericks
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Wie die Engländer während des Krieges die deutsche Abwehr hinters Licht führten
Alle vertrauten Fritzchen
Fritzchen, das war der Deckname, den man ihm in der Abwehr gegeben hatte. Er landete im Dezember 1942 durch Fallschirmabsprung unweit von Cambridge.
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Ball paradox
Wo Witwen den Ton angeben
Nachdem W. Bernhard Keese auf der Hamburger Reeperbahn in seinem „Café Keese“ seit 1948 jeden Tag den „Ball paradox“ veranstaltet hatte – Honni soit qui mal y pense steht immer noch an der Fassade –, legte er sein Lebenswerk zu Beginn dieses Jahres in die Hände der Sex-Zeitschriften-Verleger H.
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Der Zeitgenosse
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Wunschkinder vom unbekannten Mann
Kinderlosigkeit zu ertragen – das klingt wie eine Zumutung angesichts unserer Medizin, die Menschenherzen verpflanzt und dem Tode immer öfter die Entscheidung darüber abnimmt, wann er ein Menschenleben auslöschen darf.
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J. M-M: Ein schizophrener Hund
Es wird jetzt viel von dem deutsch-französischen Freundschaftsvertrag gesprochen, den Adenauer und de Gaulle vor nunmehr zehn Jahren geschlossen haben.
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Wo sind sie geblieben?
Ein russischer Prinz, so war kürzlich zu lesen, ließ sich jeden Tag frische Erdbeeren in sein südfranzösisches Winterquartier schicken, koste es, was es wolle.
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Aus der fürstlichen Welt
Nach Anna ist nun auch Doralies Stasia aufgetaucht, und zwar zwei Kilometer nördlich von Loch Ness. Zar und Zimmermann verfütterten ein Gnadenbrot an sie und ließen sie wieder untertauchen.
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Das Paar des Jahres
Inzwischen kennt man sogar den Namen des Hundes der Eltern des Glücklichen. Er – der Hund – heißt Moriarty und ist ein schwarzer Labrador.
- Sport
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Zuschauerschwund in der Fußball-Bundesliga
Vereine zwischen Pump und Pleite
Sie sind dem Täter auf der Spur. Die Vereinsbosse der Fußball-Bundesliga haben ihn entdeckt: das Fernsehen. 2,3 Millionen Mark – etwa 130 000 Mark für jeden der 18 Bundesligavereine jährlich – seien nur ein Almosen für das Programm, das die Profi-Fußballer jeden Sonnabend via ARD und ZDF dem Fan frei Haus lieferten.
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Ski-Karrieren
Eine Rente für Sportler?
Heute ein Star – morgen vergessen: Der Sturz vom Höhepunkt einer Sportkarriere herab bis in die Anonymität des Durchschnittsbürgers vollzieht sich oft mit rasender Geschwindigkeit.