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Ausgabe 14/1973

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Nixons Watergate
In Washington weiten sich die Enthüllungen über den mysteriösen Einbruch beim Parteivorstand der Demokraten im Büro und Hotelkomplex des Watergate am 17.
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Nixons Watergate
In Washington weiten sich die Enthüllungen über den mysteriösen Einbruch beim Parteivorstand der Demokraten im Büro- und Hotelkomplex des Watergate am 17.
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Wider das Kartell der Kanalarbeiter
Aufgefordert, über Probleme der Fraktionsbildung in der SPD zu schreiben, tut man gut daran, sich so zu verhalten wie der Physiklehrer in Spoerls „Feuerzangenbowle“.
Von Joachim Steffen
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SPD-Parteitag
Fast tausend Anträge
Christdemokratische Parteitage nehmen sich gegen sozialdemokratische aus wie ein 200-Meter-Sprint gegen einen Marathonlauf unter erschwerten Bedingungen.
Von Eduard Neumaier
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In der SPD haben sich Gruppen mit eigenem politischen Profil gebildet. Ist dies Ausdruck selbstverständlicher Pluralität einer Volkspartei oder die Vorstufe zur Zersplitterung der Kräfte? Herbert Wehner und Joachim Steffen analysieren die Situation der SPD – ihre Chancen und Risiken.
Vor Zersplitterung wird gewarnt
Die SPD ist immer eine diskussionsfreudige Partei gewesen und muß es auch bleiben. Wenn alle 970 000 Mitglieder dieser Partei ständig und in allen Punkten einer Meinung wären, dann wäre das schrecklich, denn dann wäre mit der Partei etwas nicht in Ordnung.
Von Herbert
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Geht der Trend nach rechts?
W er die Vereinigten Staaten nur im Abstand von drei bis vier Jahren besucht, erfährt unmittelbar den Schock des sich schnell wandelnden „Zeitgeistes“ – das deutsche Wort, das in amerikanischen Publikationen am häufigsten vorkommt.
Von Fran^ois Bondy
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Jungsozialisten
Stamokap zur DKP
Der Wortführer der Frankfurter Stamokap-Gruppe unter den Jungsozialisten, Rainer Eckert, und 29 seiner Anhänger sind am Montag aus der SPD ausgetreten.
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Worte der Woche
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ITT im Kreuzverhör
Das Eine-Million-Dollar-Mißverständnis
Der Reklamespot im Fernsehen schließt mit dem eindringlichen Appell ans Gemüt: „ITT dient Menschen und Nationen überall.“ Millionen von Amerikanern können ihm seit Jahren andachtsvoll lauschen.
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Kabinetts-Struktur
Die Bonner „Bei-Minister“
Bundesminister beim Stellvertreter des Bundeskanzlers“ lautet nach dem Entwurf des Bundeshaushaltsplanes 1973 die Amtsbezeichnung Professor Maihofers.
Von Theodor Escbenburg
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Steuererhöhungen
Bundesrat lehnt ab
Der Bundesrat hat den Gesetzentwurf der Bundesregierung über eine Anzahl von Steuererhöhungen in den wichtigsten Punkten abgelehnt.
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Zeitspiegel
Die CSU, die noch vor kurzem im Bundestag dagegen wetterte, daß die Bundesregierung die DDR-Terminologie „Grundlagenvertrag“ übernommen und die Bezeichnung „Grundvertrag“ aufgegeben habe, ist offenbar mit sich selbst uneins.
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Dokumente der ZEIT: Grass – Angst vor Zugluft
„Wahrscheinlich ginge es uns besser, das heißt, die SPD würde die Sozialdemokratische Wählerinitiative auch nach der Wahl intensiver als Partner wahrnehmen, wenn es die CDU/CSU verstünde, als konstruktive Opposition die sozialliberale Koalition unter jenen Druck zu setzen, den sie, weiß Gott, verdient.
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Panama-Kanal
Washingtons Veto
Mit einem Veto der Vereinigten Staaten – dem dritten seit Bestehen der Vereinten Nationen – endete am vorigen Donnerstag die diesjährige Auslands-Tagung des Weltsicherheitsrates in Panama ohne Ergebnis.
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Kommunalwahlen
Hauptgewinner CDU
Die CDU hat am besten von den drei Bundestagsparteien bei den Teilkommunalwahlen in Niedersachsen und Ostwestfalen abgeschnitten.
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Irak drängt zum Persischen Golf
Der irakische Außenminister Baki hat am Dienstag territoriale Ansprüche seines Landes am Persischen Golf geltend gemacht. In einem Interview mit der libanesischen Zeitung An Nahar erklärte er: „Irak möchte ein Golfstaat werden – das ist der Kern des Grenzkonfliktes mit Kuwait.
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Vietnam
Amerikas Abzug
Achtzehn Jahre, nachdem die ersten Militärberater der Vereinigten Staaten in Vietnam eingetroffen waren, begann am Dienstag der Abzug der letzten amerikanischen Truppen.
Von Van Thieu.
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Europas kranker Süden
Italien in diesen Tagen: Geschüttelt von Skandalen und Affären / Von Hansjakob Stehle
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Umstrittene Fristenlösung
Zu einem leidenschaftlichen Meinungskampf entwickelt sich das Vorhaben der SPD- und FDP-Fraktionen im Bundestag, die Schwangerschaftsunterbrechung in den ersten drei Monaten nach der Befruchtung straffrei zu lassen.
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Taiwan
Zufluchtsinsel mit ungewisser Zukunft
Als politische Sensation werteten China-Experten in aller Welt Pekings Beschluß, in Washington ein Verbindungsbüro zu errichten, das alle Privilegien regulärer diplomatischer Vertretungen genießen und von einem Repräsentanten mit Botschafterrang geleitet werden wird.
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Kanadas Außenminister
Ein Pianist mit politischem Takt
Noch hat Mitchell Sharp die Mission seines Landes in Vietnam nicht aufgegeben
Von Dieter Buhl
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Aktuelle Krisenherde
Unmittelbar nach der Veröffentlichung des Weißbuches der jritischen Regierung mit größeren Zugestandnissen an die katholische Minderheit Nordirlands ist der Terror in der Prorinz erneut aufgeflammt.
- Wirtschaft
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Erdöl
Kasse
Immer wenn der Dollar wankt, bitten die Ölscheichs ihre Kunden zur Kasse. Und das nicht ohne Grund. Denn die Ölexportländer des OPEC-Kartells schließen ihre Lieferverträge in Dollar ab.
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Rolls Royce
Versteigern
Rolls Royce Motors, die Automobil- und Dieselmotorabteilung des 1971 in Konkurs geratenen Rolls Royce-Konzerns, wird versteigert.
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Offene Immobilienfonds
Gefahr für die Rendite?
Die Immobiliensparer in der Bundesrepublik scheinen ihren Fonds nicht mehr zu trauen. Zum erstenmal seit Jahren ist der Anteilsabsatz bei offenen Immobilienfonds rückläufig.
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Bayerische Hypo
Ertrag wieder im Vordergrund
Hatte im Jahr zuvor die stürmische Expansions- und Beteiligungspolitik der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank, München, die Gewinne sichtlich geschmälert, so brachte bereits 1972 eine spürbare Trendumkehr.
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Börsen-Report
Feste Kurse bei knappem Geld
Zinssätze für Tagesgeld von 12 bis 13 Prozent, wie sie in diesen Tagen auch von renommierten Großbanken bewilligt wurden, wären in früheren Zeiten undenkbar gewesen.
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Wirtschaftsbank
Ausnahme
Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen in Berlin hat zwar alle Vorwürfe, es habe im Fall der vor kurzem geschlossenen Bayerischen Wirtschaftsbank AG in München seine Aufsichtspflichten verletzt, zurückgewiesen.
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Zeit spart Geld
Das Bundesfinanzministerium warnt: Wer ausländische Wertpapiere erwerben will, sollte Vorsicht walten lassen. Wie aus dem Ministerium verlautet, werden immer mehr Auslandsaktien angeboten, bei denen schon der Zweck des Unternehmens (Lahderschließung, Exploration, Verwertung neuer Verfahren und Erfindungen) erhebliche Risiken offenbart.
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Agrarpolitik
Bonbon aus Brüssel
Petrus J. Lardinois, das holländische Mitglied der EWG-Kommission, will wieder Ordnung auf dem durch Währungskrisen zerrütteten Gemeinsamen Agrarmarkt schaffen.
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Italien
Da wurde Rom schwach
Zwei Generalstreiks, insgesamt 166 im Verlauf von sechs Monaten abgestotterte Streikstunden je Arbeitskraft, zwei stillgelegte Hochöfen, erhebliche Produktionsverluste, eine Reihe von Knochenbrüchen bei den Managern und Strafanzeigen bei den Arbeitern.
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Kursbarometer
Späte Prüfung
Es war ohne Zweifel eine interessante Gesellschaft, die am 25. Januar auf dem Penthaus des neuen Londoner Churchill-Hotels konferierte.
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Bonner Kulisse
Eine ungute Koalition zwischen kurzsichtigen Besitzenden und eifernden Superlinken in der eigenen Partei fürchtet Philip Rosenthal, SPD MdB und Vermögensbildungs - Experte.
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Unbelehrbar
David hat den Kampf gegen Goliath aufgenommen. Luxemburg weigert sich, der Gründung des Europäischen Fonds für währungspolitische Zusammenarbeit zum 1.
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Knauserig
Am 13. November des vergangenen Jahres erlebte die Bundesrepublik die schwerste Sturmkatastrophe seit Menschengedenken. Allein die Forstschäden summierten sich auf 900 Millionen bis eine Milliarde Mark.
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Übertrieben
Eigentlich sollte man doch meinen, nach dem teuren Olympia-Spaß von München seien die bundesdeutschen Sportsfreunde erst einmal mit genug Millionen gefüttert worden.
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Mineralölversorgung
Warten auf ein Wunder
Im Wettlauf um das unentbehrliche Erdöl kommt Bonn immer mehr ins Hintertreffen
Von Klaus-Peter Schmidt
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Berlin
Roulett
All die an einen Glaubenskrieg grenzende Aufregung, der Hader der Parteien und die Begehrlichkeit derjenigen, die sich Hoffnung auf eine Konzession machen, wären eines besseren Zieles wert gewesen.
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Management-Training
Der rechte Ton vorm Mikrofon
Was Unternehmer und Manager zwei einem zehnte lang nachholen: können sie in einem Schnellkursus nachholen: sich das ideologische Rüstzeug zur theoretischen Abwehr linker Systemveränderer aneignen.
Von Hans Otto Eglau
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Schiffbau
Geklagt wird immer
Trotz des Auftragbooms fordern Deutschlands Werften weiterhin Hilfe aus Bonn
Von Horst-Wolf gang Bremke
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Unternehmer
Wir nicht
Deutschlands Unternehmer sind besser als ihr Ruf. Zu diesem Schluß kommt jedenfalls eine Studie der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA).
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USA
Wer hungert, lebt billiger
Neunzig Metzger, die in Washingtons Supermärkten arbeiteten, sind die ersten Opfer einer großen Kampagne gegen steigende Fleischpreise in den USA.
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Gasdiffusion oder Zentrifuge?
Natururan enthält nur 0,7 Prozent Uran 235. Die anderen 99,3 Prozent sind die Reaktoren nicht verwendbares Uran 238. Erst durch die Anreicherung des Gehalts an Uran 235 entsteht Brennstoff für die Reaktoren.
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Verbrauchermärkte, Versand – und Warenhäuser reißen den Möbelhandel an sich
Auf der neuen Wohnwelle...
Der Präsident eilte den Ereignissen weit voraus: Auf der jährlichen Pressekonferenz des Möbeleinkaufverbandes „Europa-Möbel“ verriet Josef Horbach, daß seine Vereinigung künftig mit der Konkurrenz-Organisation Musterring kooperieren werde.
Von Kai D. Eichstädt
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Die nuklearen Erpresser
Wegen zu harter US-Forderungen bemüht sich Europa um sowjetische Uran-Lieferungen
Von Hans-Hagen Bremer
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Sicherheit für offene Immobilienfonds
Kapitalanlagegesellschaften dürfen (gemäß § 27 KAGG – Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften) genutzte Grundstücke in unbeschränktem Umfang erwerben, unbebaute oder im Bau befindliche Grundstücke dagegen nur bis zu 10 Prozent des Fondsvermögens.
Von Jens Friedemann :
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Die Blechlawine rollt weiter
Im vergangenen Jahr erreichte der Pkw-Verkehr die höchsten Wachstumsraten: Während im öffentlichen Personenverkehr, also Bahn-, Bus-, Straßenbahn- und U-Bahn-Verkehr, gegenüber 1971 die Leistungen um drei Prozent zunahmen, verbuchten die Pkw einen Anstieg um sechs Prozent.
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Multinationale Unternehmen
Die neuen Prügelknaben
Die einen preisen, die anderen verdammen sie, für die einen ist sie ein Vehikel des internationalen Wohlstandes, die anderen sehen in ihr den Ausverkauf der nationalen Interessen und Rechte.
Von Carola Kaps
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Warenmärkte
Pech für den Premier
Britanniens konservative Regierung geriet unter heftigen Beschuß. Grund: Trotz Lohn- und Preisstopp klettern die Großhandelspreise weiter in die Höhe.
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Schacher um Steuern
Auf den ersten Blick scheint es, als hätten CDU und CSU nun doch den richtigen Weg gefunden, ihr etwas ramponiertes Ansehen bei den Wählern aufzubessern: Mit ihrer Mehrheit im Bundesrat stoppen sie die steuerpolitischen Pläne der Bundesregierung und erringen damit möglicherweise das Wohlwollen vieler Bürger, denen weder nach höheren Benzinpreisen noch nach einer Stabilitätsabgabe zur Einkommen- und Körperschaftsteuer zumute ist.
Von Dieter Fiel
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Fragen an Rolf A. Tillmann zu den Freien Tankstellen
Noch lange nicht am Ende
Rund 5400 von insgesamt 43 000 Tankstellen verkaufen markenfreies Benzin. In den letzten zehn Jahren konnten sie ihren Anteil am Treibstoff-Verkauf auf 22 Prozent ausweiten.
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Grenzgänger
Wen die Mark lockt
Morgen für Morgen überschreiten sie wochentags die französisch-saarländische Grenze, um am Abend nach getaner Arbeit in ihre lothringischen Heimatdörfer in den Kantonen Forbach, Saargemünd, St.
Von Norbert Wdter
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Gespräche am Bankschalter
Commerzbank: Auf Sondergewinne angewiesen
Für die Aktionäre der deutschen Geschäftsbanken war 1972 kein überwältigendes Jahr. Ihr Kursindex stieg um 8 Prozent, während der Aktienindex um 11,7 Prozent kletterte.
Von Ihr Securius
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Entwicklungspolitik
Die Ärmsten gingen leer aus
Der Bundesrepublik oberster Entwicklungshelfer zweifelt am eigenen Tun: „Wenn wir in einem Entwicklungsland eine hochmoderne Kunstfaserfabrik aufbauen, erhöht sie ohne Zweifel das Bruttosozialprodukt des Landes, zugleich kann es sehr wohl passieren, daß durch die Fabrik mehr Menschen ihre Arbeit verlieren, als Arbeitsplätze geschaffen werden.
Von Wolf gang Hoffmann
- Wissen
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Null und nichtig
Nicht zum erstenmal hat das Bundesverfassungsgericht seinem Karlsruher Nachbarn, dem Bundesgerichtshof, die Verletzung von Grundrechten nachgewiesen.
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Mehrheit und Gewissen
Steht die Bundesrepublik vor einem neuen Kulturkampf? Leben wir in einem von weltanschaulichen Konflikten zerrissenen Land? So könnte es einem mit den inneren Verhältnissen nicht vertrauten Beobachter vorkommen, wenn er die Verlautbarungen im jüngsten Streit um die Reform jenes Strafgesetz-Paragraphen liest, der bislang die „Abtötung einer Leibesfrucht“ mit Strafen bis zu fünf Jahren für die schwangere Frau und bis zu zehn Jahren für den Arzt oder Kurpfuscher bedroht – ausnahmslos.
Von Hans Schueler
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Heim zur KP
Der Klärungsprozeß am linken Rand der SPD schreitet fort, Dreißig hessische Jungsozialisten, Mitglieder der Stamokap-Gruppe, haben der SPD den Rücken gekehrt; zwanzig von ihnen sind in die DKP eingetreten.
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Chirurgie
Ein Bein wächst nach
Als der orthopädische Chirurg Robert O. Becker vor ein paar Jahren öffentlich erklärte, er glaube, man könnte dereinst bei Säugetieren, mithin auch beim Menschen, amputierte Glieder nachwachsen lassen – ähnlich wie dies beim Salamander selbst geschieht –, sofern nur eine richtige Hormonbalance eingestellt und richtig dosierter elektrischer Strom angelegt wird, schüttelten die Zuhörer ungläubig den Kopf.
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Schlußstrich in Vietnam
Für die Amerikaner geht der längste und bitterste Krieg ihrer Geschichte nun wohl endgültig zu Ende. Es ist abgemacht, daß die letzten amerikanischen Einheiten und die letzten amerikanischen Kriegsgefangenen in dieser Woche Vietnam verlassen.
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Deutscher Zwiespalt
Während der Bundestag in Bonn hartnäckige Gefechte um die praktischen Auswirkungen des Grundvertrages führte, hat die DDR ihre Abgrenzungsideologie bekräftigt und ausgebaut.
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Technologie
Bestallte Warner
Der Bundestag soll klüger werden. Auf einer öffentlichen Informationssitzung des Ausschusses für Forschung und Technologie in der vergangenen Woche regte der CDU-Parlamentarier Christian Lenzer die Errichtung eines „Amtes für Technologie-Bewertung“ an, das die Abgeordneten in den Stand setzen soll, sich sachkundig gegen Ministerialbürokratie und Expertokratie zu behaupten.
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Hochenergiephysik
Schnelle Protonen werden fett
Protonen, positiv geladene Bausteine der Atomkerne, blähen sich auf, wenn sie auf sehr hohe Energien beschleunigt, werden. Diese eigenartige Entdeckung machten unlängst Wissenschaftler am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf.
- Reisen
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Zwischenbilanz
Normales Jahr
Noch ehe in den Vorgärten der letzte Schnee geschmolzen ist und die ersten Schwalben wiederkehren, haben die großen Touristikveranstalter ihre Kapazitäten zur Hälfte verkauft.
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Ein Tag in Den Haag
Zwischen Brom-fietsen und Tulpenbeeten
Das „größte Dorf Hollands – Politik, Geschichte und Kultur / Von Hans Arnold
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Das nördlichste Touristenziel Europas
Wo man sich noch verlieren kann
Island, das nördlichste europäische Territorium, kommt nicht aus den Schlagzeilen. Der Fischereikrieg in der erweiterten Hoheitszone um die Insel wird nach wie vor recht handgreiflich ausgetragen.
- Auto
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Hilferufe eines Fußgängers
Der Polizist von der Verkehrsstreife fing noch einmal an: „Also, der Fahrer klammerte sich nach dem Sturz an sein Motorrad und schoß direkt auf Sie zu, aber Sie konnten im letzten Augenblick noch zur Seite springen .
Von Ben Witter
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In rollenden Betten durch die Wüste
Ein Wolkenbruch prasselte hernieder. Die Zelte brachen zusammen, Kunden wrangen ihre Decken aus. Einer trieb schlafend auf seiner Luftmatratze.
Von Kai Krüger
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Gebrauchte Autos waren noch nie so billig wie heute
Zweite Hand zum halben Preis
Im Jahr 1972 wurden rund 3,6 Millionen Gebrauchtwagen verkauft – gegenüber 2,1 Millionen Neuwagen. Ein neuer Wagen kostet durchschnittlich 9400 Mark.
Von Stefan Woltereck
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Neu auf den Straßen: Mercedes 450 SE/SEL
Sanfte Gewalt
Nach den Modellen 280 S/SE und 350 SE kommt also jetzt der bullige 4,5 Liter V-8 der SL-Klasse von Mercedes-Benz auf den Markt.
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PS und Paragraphen
Wann verjährt der Bußgeldbescheid?
Das geschah: Bürger aus Bonn und Köln hatten verboten geparkt. Die Polizei hatte das der Bußgeldbehörde angezeigt. Verkehrsordnungswidrigkeiten verjähren drei Monate nach der „Begehung“.
- DIE ZEIT
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Tiefgarage in Würzburg
Die unterwühlte Residenz
Am 16. März 1945 wurde Würzburg in Schutt und Asche gelegt. Achtundzwanzig Jahre danach ist man gleichgültiger geworden gegenüber dem, was damals erhalten geblieben ist oder wiederhergestellt werden konnte.
Von Gunter Schweikbart
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Reisenachrichten
Ein komplettes Hobbyprogramm für Jugendliche: Ein Jugendferienprogramm mit einem reichhaltigen Hobby-Angebot hat sich der Jugendfahrtendienst e.
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Mitsprache und Gewinnbeteiligung
„Stumpfsinnige, sich ständig wiederholende, scheinbar bedeutungslose Tätigkeiten, die wenig Anforderungen stellen und Autonomie bieten, verursachen bei Arbeitskräften auf allen beruflichen Ebenen Unzufriedenheit.
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Warum gibt es Kriege?
Wolfram Wette: „Kriegstheorien deutscher Sozialisten: Marx, Engels, Lassalle, Bernstein, Kautsky, Luxemburg – Ein Beitrag zur Friedensforschung“; Verlag W.
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Argumente für und gegen
Fremdwörter
Gerd Köster schreibt uns aus Osnabrück: „Nicht geehrte Redakteure und Redakteurinnen! Ich habe mich nach langdauernder Schreibfaulheit entschlossen, Ihnen diesen Brief zu schreiben.
Von Rudolf Walter Leonhardt
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Für Nackte nicht verboten
Die Zahl der Nacktbader und textilfreien Sonnenanbeter in der Bundesrepublik wird auf sechs bis sieben Millionen geschätzt. Der größte Teil davon läßt freilich nur im Urlaub die Hüllen fallen, obwohl nicht wenige gern auch am Wochenende in der warmen Jahreszeit ohne Badebekleidung schwimmen und in der Sonne brutzeln würden.
Von Armin Ganser
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Verbrechen in der DDR
„Muttermale der alten Gesellschaft“
Weil die hübsche Frau Brigitte immer in blauen heißen Höschen zur Bank kam, schauten die Angestellten am Schalter nicht genau auf das Gesicht hinter ihrer Sonnenbrille.
Von Joachim Nawrocki
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Datenverarbeitung
Tempo durch kalte Rechner
Ohne sie gäbe es keinen Mondflug, ohne sie könnten Hochenergiephysiker in ihren Beschleunigertunneln Pilze züchten, ohne sie ist nicht einmal mehr die Steuerabrechnung des Finanzamts denkbar: Computer.
Von Walther Knabe
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Sowjetische Juden
Moskauer Morgengabe
Der Kreml hat sich eines Besseren belehren lassen: Zur Zeit praktiziert er nicht mehr die seit vergangenem August gültige Bestimmung, wonach auswanderungswillige Juden eine Art Kopfsteuer zu entrichten haben, ehe sie die Sowjetunion verlassen können.
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Arbeitsplatzgestaltung
Rebellion gegen die Langeweile
In den USA wird der Widerstand gegen die Monotonie der Arbeit zu einem ernsten wirtschaftlichen Problem
Von Aufnahme: Ludwig Windstoßer
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Beziehung Peking-Washington
In delikater Mission
Wenige Berufungen durch Präsident Nixon haben so ungeteilten Beifall gefunden wie die des 75 Jahre alten Botschafters David Bruce zum Leiter des amerikanischen Verbindungsbüros in Peking, das Anfang Mai eröffnet werden soll.
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Die kleinen Veranstalter (39): Reisebüro Norden
Am liebsten en gros
Die Kreuzfahrt geht übers Land. Sie führt durch Schweden nach Lappland. Die Reise berührt Stockholm und Vännäs. Am sechsten Tag überqueren die Teilnehmer den Nördlichen Polarkreis.
Von Aufnahme: Georg Fische:
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Seefahrt
Hilfe aus dem Weltraum
Phantastisch und akkurat“, nannte Jacques Cousteau die Unterstützung aus der Feme, die ihn sein jüngstes Abenteuer überstellen half.
- Gesellschaft
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Spinnennetz in Kärntens guter Stube
In Millstatts perfekter Urlaubswelt wirken kleine Schönheitsfehler beinahe angenehm
Von Aufnahme: Werner Stuhler
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Fernsehen
Ein Loch in der Tür
Man muß das Geständnis, das Fritz Lang im Sommer 1965 seinem Interviewer Peter Bogdanovich machte, nicht gar so ernst nehmen: „I saw it recently on television,.
Von Hans G. Blumenberg
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Ein sogenannter Touristen-Ratgeber macht zur Zeit in der Öffentlichkeit einigen Wirbel, aber er ist nur
Ein Werk von Dilettanten
Einige Dilettanten haben in diesen Tagen ein sogenanntes „Handbuch der Ferienplanung“ auf den Markt gebracht, über dessen Existenz man besser mit Schweigen hinweggegangen wäre, bestünde nicht die Gefahr, daß die Öffentlichkeit durch irreführende Werbung und Legendenbildung um Autor und Entstehungsgeschichte des Buches bewußt hinters Licht geführt wird.
Von Ferdinand Ranft
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Seichte Sehnsucht
Die Nostalgie, sehnsuchtsschweres Lieblingswort unserer Tage, hatte sich ins Sonntagsprogramm hineinemanzipiert, vorbei an Mutter Meysel und Konsorten.
Von Petra Kipphoff
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Wenn Wörter Wahrheit verwirren
Es gibt im heutigen amerikanischen Leben eine Unzahl von tückischen Vokabeln, eine ganze Sprache von magischer Gewalt. Hervorstechende Beispiele von zentraler Bedeutung sind Begriffe wie „Freiheit“, „die freie Welt“, „unamerikanische Tätigkeit“, „Umsturz“.
Von John Somerville
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Film: Viscontis „Ludwig II“
Wir sind nichts als Pomp
Schon vor Beginn der Dreharbeiten protestierten königstreue Bajuwaren gegen eine mögliche Verunglimpfung ihres „Kini“; bei einem Großbrand in Rom wurden die meisten der teuren Kostüme zerstört; die Boulevard-Gazetten jubelten, als bekannt wurde, daß die neue Romy die alte Sissi spielen würde; Paula Wessely, Oscar Werner und Alec Guinness, letzterer als Richard Wagner, sollten auch mitmachen, zogen sich jedoch alsbald wieder zurück; die Produktionskosten stiegen nach und nach von bescheidenen fünf auf spektakuläre zwölf Millionen Mark; und zu allem Überfluß erlitt der Regisseur während der Schnittarbeiten einen beinahe tödlichen Kreislaufkollaps.
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Gedanken am Sonntagabend
In Ludwigshafen fand ein Frauenkongreß statt; Sozialdemokratinnen debattierten über Aktionsprogramm. (Der Plural klingt befremdlich, und das soll er auch: Wieso eigentlich haben die Frauen, im Gegensatz zu den Männern, kein Recht, ihre Kollektive zu feminisieren und die Mehrheit mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie die Einzahl für sich zu beanspruchen? Warum werden zwei Frauen, von denen jede sich als Sozialdemokratin oder Kommunistin oder was immer bezeichnet, im Plural entweder vermännlicht oder genötigt, zu Umschreibungen Zuflucht zu nehmen: Wir, als sozialdemokratische Frauen .
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Sinneswandel oder Semantik?
Der Mythos von der „freien Welt“ und ihrer Schutzmacht Amerika ist in den Jugendrebellionen der letzten Jahre arg zerpflückt worden.
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Filmtips
„Harlis“ von Robert Van Ackeren. „Der letzte Tango in Paris“ von Bernardo Bertolucci (siehe ZEITmagazin Seite 6). „Der große Diktator“ von Charles Chaplin.
- Kultur
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„Frau von Stein war eine Kuh“
Briefe aus dem Gefängnis
„Rosa Luxemburg und andere Briefe an Mathilde Jacob (1913–1918)“, herausgegeben und mit einem Vorwort von Narihiko Ito; Gendaishi-Kenkyukai, im Verlag Kyokuto-Shoten, Tokio 101–91, 2-2-Kanda Jimbocho; 248 S.
Von Iring Fetsclier
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„Dante war nie in der Hölle, Verne nie am Pol“
Sehnsucht nach der Sehnsucht
In einem dieser Texte telephoniert der Autor mit dem Papst: „Papst: Quisquis parla? Ich: Ego. Scriptor francfortiensis sum. Papst: Quidquid scribisne? Ich: Habebo scriptum librum cuius nomen est Alois, alterum cuius nomen est Merla in piova in hortu, tertium cuius nomen est Normalis nostalgiaque.
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Zeitmosaik
Zu seinem 70. Geburtstag wurde dem Mann, der von Kind an nichts als ein Schauspieler gewesen war, aber das Handwerk der Bühne dadurch beherrschen gelernt hatte wie kaum ein zweiter, der Adelstitel verliehen, und ein Gratulant nahm vorweg, was Dr.
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Schallplatten
Antal Dorati und sein ungarisches Exil-Orchester haben sich so in das Haydnsche Idiom eingelebt, daß ihre Aufführungen mittlerweile einen stilistischen Standard setzen.
Von Joachim Matzner
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Berichte vom Tage
Der Plan des Frankfurter Oberbürgermeisters, die teuren Stadttheater einschließlich Oper zu schließen und statt dessen Leute, die partout ins Theater wollen, kostenlos nach München zu fliegen (was billiger sei), hat Schule gemacht.
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Ideologisches Konstrukt
Es ist nicht leicht, Germanist zu sein, und war es nie, auch nicht in den Zeiten des klassischen Oberlehrers oder Gymnasialprofessors oder in denjenigen, in welchen der Professor Rothe triumphal als Rektor der Berliner Universität seinen Kaiser zur Jubiläumsfeier empfing.
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Kunstkalender
Neu in Museen und Galerien:
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Abroad • Del extranjero • De l’étranger
Amerikas arme Sender
Das nicht öffentliche Öffentliche Fernsehen – Wirksamer Eingriff: Zuschüsse halbiert
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DDR-Soziologie
Der allzu kostspielige „Reader“
Erstens: Ein solches Textbuch – zumal bei in der Materie so schwierigen Texten wie im vorliegenden Fall – erfüllt seinen Sinn nur, wenn man darin arbeiten kann.
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Schweigen als Preis der Freiheit
Der widerspenstige Gefangene
Sinjawskij und Danielj sind als Menschen ebenso verschieden voneinander wie die Gestalten, die sie unter ihren Pseudonymen geschaffen haben, obwohl ihre Freundschaft bereits zwanzig Jahre alt ist und beide vor Gericht instinktiv – sie hatten sich nicht verständigen können – die gleiche Haltung einnahmen.
Von Igor Golomstock
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Rundfunk und Fernsehen
Kommt der Privatsender?
Wichtige Informationen, Kommentare und Fragen zur Medienpolitik in der Bundesrepublik
Von Ludwig Maaßen
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Verfall einer Weltmacht
Vom Empire nach Europa
Der Sunday Telegraph nennt es empört das „abschätzigste Buch über Britannien, das seit Goebbels’ Zeiten in Deutschland erschienen ist“.
Von Dieter Buhl
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Deutsch-Elend
Als Beitrag zu dieser Diskussion will auch der Artikel von Professor Walther Killy verstanden sein. Killy war einer der ersten, die nach dem Kriege der deutschen Germanistik, und damit den Deutschlehrern, neue, vernünftige Wege zu weisen versuchten, heraus aus der verlogenen Ästhetik nationaler Selbstbeweihräucherung, hinein in die Logik der Texte und der weltweiten Kommunikation.
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Was eine Gewerkschaft aufbrachte
Vorzeitig, aber nicht unerwartet flackerte Streit auf. Gestritten wurde, ob Max von der Grün rechts von links unterscheiden könne.
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Britische Presse und Appeasement
Kaum Kritik an Hitler
Hitler und seine Forderungen erscheinen Gannon rückblickend wie „ein Trichter, in den die britischen Stellungnahmen zu jeder Frage von den Rüstungen bis zur Xenophobie geschüttet wurden: Was aus dem Trichter herauskam, war eine einzige Politik, die des Appeasement.
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Kommunismus in Lateinamerika
Viel Eifer, aber keine Erfolge
Kuba und noch mehr Chile haben die lateinamerikanischen Ableger des Marxismus-Kommunismus in den Vordergrund eines teils neugierig-applaudierenden, teils ängstlichen Interesses gerückt.
Von Horst Bieber
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Kritik in Kürze
„Kehrseiten und andere Ansichten“, Lyrik und Prosa von Volker W. Degener. Der Chirurg setzt das Seziermesser an: Von einem ehemaligen Briefträger nimmt er die Beine, von einem in Abstimmungen erprobten Politiker die Hände, von einem – möglichst würdevollen – Richter das Haupt; geschickt fügt er die Teile aneinander.
Von Egbert Hoehl
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Vor 25 Jahren starb Egon Erwin Kisch
Als unsere Dichter noch rasten
Man nannte ihn den „rasenden Reporter“, den „Roten Reporter“, den „Poeten der Reportage“ und den „klassischen Journalisten“.
Von Gabriel Laub
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Ausstellung in Hannover
Die Ordnung der späteren Jahre
Im Nachhinein verwirren mir die Rezensenten die gehabten Tage: Sie schaukeln eine Wiege, in der ich nicht gelegen habe, zeichnen Wege in meine Wanderjahre, die ich nie gegangen bin, und legen mir ein Fleisch auf den Teller, das ich nicht mag.
- Länderspiegel
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Das „Monster“ lärmt weiter
Rund 5000 hochofengeschädigte Bürger in Duisburg-Hamborn hatten ein Urteil erwartet und „keine Konzession auf Kosten unserer Gesundheit“.
Von Frank Bunte
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Stille nach dem Sturm
Die Rebellen aus Frankfurts Westend hatten, die Nacht nichtgeschlafen. Bis zum Morgengrauen waren umgekippte Autos als Barrikaden aufgestellt, Fenster und Türen des Hauses Kettenhofweg 51 mit Brettern vernagelt.
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Der Schimmelreiter wird arbeitslos
Ein jahrhundertealtes, durch die Literatur geprägtes Vorurteil wurde jetzt endgültig durch ein technisches Vorbild widerlegt.
Von Rainer Burchardt
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Lokalzeit
Möpse, wohin man sieht
Eine faszinierende Sammlung von rund 300 Möpsen aus Porzellan und Bronze, auf Bildern und Zeichnungen und in Buchbeschreibungen hat die Kustodin der Großherzoglichen Porzellansammlung in Darmstadt, Gudrun lügen, in einjähriger Arbeit zusammengestellt.
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Baulandpreise
Wohnen – bald ein Luxus?
Der Deutsche Städtetag hat in der vergangenen Woche eine nur kleine (neun Seiten starke), aber brisante Dokumentation vorgelegt, die mit nüchternen Zahlen die Notwendigkeit einer Bodenrechtsreform belegt.
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Teil-Kommunalwahlen
Erfolgreiche Taktik
Während Nordrhein-Westfalens FDP-Vorstand „in Sektlaune“ verfiel, befiel die niedersächsischen Parteifreunde leichte Katerstimmung.
Von Horst-Werner Hartelt
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Bayerischer Landtag
Einig über Aether und Prozente
Aus Bayern ist – wahrscheinlich zum letztenmal vor den Landtagswahlen 1974 – von Eintracht der Politiker in Grundsatzfragen zu berichten.
Von Ludwig Maafien
- Lebensart
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Der Zeitgenosse
Von Dieter Höss
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Höhere Ebene
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Geliebtes Wesen
Ein Mann erkundigt sich im Leichenschauhaus: „Ich glaube, meine Frau ist ertrunken. Ist sie vielleicht hier?“ – „Wir haben heute zwei Ertrunkene, welche besonderen Kennzeichen hatte Ihre Frau?“ – „Sie hört auf dem rechten Ohr schwer.
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Tierhotel in Amerika
Kammerdiener und Salon für den feinen Hund
„Mehr als die Hälfte der Einwohner von Los Angeles können sich keine guten Einfamilienhäuser oder Wohnungen leisten. Auch mittelständische Familien haben Schwierigkeiten, eine anständige Unterkunft zu bezahlen, doch das ärgste Problem ist die völlig unzureichende Wohnungslage der Armen und der rassischen Minderheiten.
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Fünf Limerixe
Von Günter Bominert
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Hier sagen junge Leute, die nicht älter als zwanzig Jahre sind, ihre Meinung
Profitgeier
Der Prozentsatz der politisch organisierten Schüler ist gering, besonders unter den Mädchen. Bei uns waren es zwei von fünfundfünfzig Schülerinnen.
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Die Sowjets haben Spasskijs Schach- Niederlage gegen Fischer noch nicht verwunden. Sie unternehmen starke Anstrengungen, um die Leistungen ihrer Spieler zu steigern.
Zwang zum Siegen
Bei Wettkämpfen sind die Russen schlechte Verlierer. Es fällt ihnen schwer, Niederlagen gelassen hinzunehmen, was nicht heißen soll, daß sie sich gegen den Gewinner unfair verhalten.
Von Dev Murarka
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Protestsängerin
Die heilige Johanna mit der Gitarre
Ich möchte nicht Folk-Sängerin genannt werden. Ich bin Politikerin. Die Musik spielt nur eine untergeordnete Rolle für mich“, sagt sie und fügt hinzu: „Sobald ich merke, daß mich das Singen in eine Konfliktsituation zu den Dingen im Leben bringt, die wirklich wichtig sind, werde ich sofort damit aufhören.
Von Rolf Dudder
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Die Betreuung der Rocker ist in eine Krise geraten. Es fehlt nicht nur an Geld, sondern auch an Menschen, die sich um sie kümmern. In Hamburg haben zwei Rocker-Pastoren ihre Bemühungen um die Außenseiter resignierend aufgeben müssen.
Immer wieder Ärger mit Rockern
Die Rocker sind wieder im Gespräch, besonders jene von Hamburg. Mehrere Anzeichen deuten auf einen warmen Frühling und heißen Sommer, die Polizei erwartet außergewöhnliche Aktivitäten von seiten der Rocker.
Von Gerhard Krug
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Nebbich
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DDR-Kabarett zwischen Courage und öffentlicher Schelte
Das Pferd trägt Maulkorb und geht als Dackel
Was ist der Unterschied zwischen Wirbelsäule und Rückgrat?“ Antwort: „Also, ich würde sagen: Wirbelsäule hat jeder.“ Das Publikum im Ostberliner Friedrichstadtpalast klatschte Beifall.
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Der letzte Tango von Wanne-Eickel
Für den im Ruhrgebiet angelaufenen Film des jungen Regisseurs Berthold Czuczsky fehlen dem Kritiker-Kollektiv der Zeitschrift Filmkritik „die Adjektive“, und nach Meinung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung ist er „.
Von Wolfram Siebeck
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Nicht zu kaufen: Liebe und Zärtlichkeit
Hamburg hat sich vor kurzem eine neue Art von Stadtwerbung einfallen lassen: „Stadt mit Herz für Kinder“. Rechtzeitig zur Internationalen Gartenbau-Ausstellung, die am 27.
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J.M-M: Die freie Wahl
Wenn nach dem neuen Hamburger Schulverfassungsgesetz schon die Fünfzehnjährigen mitbestimmen dürfen, wer der Rektor oder „Direx“ wird, dann bahnt sich eine interessante Entwicklung an.
- Sport
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Das Mini-Bassin hat seine Anziehungskraft noch nicht verloren
Die lange Bahn als Statussymbol
Die 50-Meter-Bahn ist das Statussymbol des Schwimmsports geworden. Allein in der Bundesrepublik gibt es mittlerweile 22 Schwimmhallen mit 50-Meter-Bahnen.
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Die Lust an der Strapaze
Wen hätte das Bild nicht fasziniert. Tausende von Langläufern, insgesamt fast 9000 treten sich buchstäblich auf die Skier, um in die Loipe zu kommen.
Von Adolf Metzner