Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann –

Unbedingt:

Joseph Haydn: „Symphonien Nr. 93 bis 98“; Cleveland Orchestra, Leitung: George Szell; CBS 77348, 39,– DM

Lupenreiner, aber auch musikalisch gewichtiger läßt sich Haydns Symphonik nicht darstellen. Szell und seine Clevelander statuierten hier ein Exempel, turmhoch über aller Papa-Haydn-Idyllik. Was für ein Glücksfall, sollten auch die übrigen „Londoner Symphonien“ (Nr. 99 bis 104) in Szell-Aufnahmen vorliegen.

Nach Möglichkeit:

Arnold Schönberg: „Pelleas und Melisande – Symphonische Dichtung op. 5“; Großes Rundfunk-Symphonieorchester der UdSSR, Leitung: Gennadij Roshdestwenskij; Melodia-Eurodisc 86190 MK, 25,– DM

Schönbergs durchaus nicht bürgerschreckliches, höchstromantisches Vierzigminutenwerk aus dem Jahre 1903 klingt in der russischen Aufführung nicht weich und zart und schmiegsam, sondern oft geradezu rüde herb. Doch die expressionistische Wucht der Musik wird spürbar wie wohl in keiner der anderen vorliegenden Einspielungen.