Glück für Fertighausbauherren

Erwerber von Fertighäusern dürfen aufatmen. Sie können die erhöhte Abschreibung nach § 7 b EStG auch dann noch in Anspruch nehmen, wenn sie ihren Antrag auf Baugenehmigung nicht vor dem Stichtag, dem 9. 5. 1973, gestellt haben. Maßgebend ist jedoch der Abschlußtermin des Kaufvertrages. Er muß auf jeden Fall vor dem 9. Mai erfolgt sein. Ist das nicht der Fall, kann auch ein Fertighauserwerber die erhöhte Abschreibung nicht mehr nutzen.

Bausparen für Ferienhäuser

Vorsicht beim Erwerb von Ferienwohnungen. Wenn das Objekt auf einem ausgewiesenen Wochenendferiengebiet liegt, das dadurch nicht für die Dauerbenutzung bestimmt ist, dürfen Bausparmittel (Guthaben und Darlehen) nicht mehr eingesetzt werden. Dagegen steht der Verwendung von Bauspargeldern beim Erwerb, Um- und Neubau von Zweit- und Ferienwohnungen, die in einem nicht eingeengten Gebiet stehen, nichts entgegen. Die Landesbaussparkasse Düsseldorf/Münster, die auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts verweist (3 VIII 107/69; BStBl II 1972, 671), weist jedoch darauf hin, daß sich das Objekt vom bautechnischen und baurechtlichen Standpunkt aus für den ganzjährigen Daueraufenthalt eignen müsse.

Berlindarlehen mit neuer Attraktion

Private Berlindarlehen nach § 16 des Berlinförderungsgesetzes sind seit dem 1. Juni mit dem neuen Zinssatz von sieben Prozent ausgestattet worden. Anleger, die Steuervorteile benötigen, können durch das Berlindarlehen, das sie der Berliner Industriebank oder der Deutschen Industriebank, Berlin, zur Verfügung stellen, zwölf Prozent der gegebenen Darlehenssumme direkt von ihrer privaten Steuerschuld abziehen. Diese Möglichkeit ist ganz besonders interessant für Einkommensbezieher, deren steuerpflichtiges Einkommen über der Grenze für die Stabilitätsabgabe liegt. Durch Einzahlung des Betrages auf eine der Banken kann man dem Fiskus ein Schnippchen schlagen. Allerdings dürfen die Steuervorteile nicht mehr als die Hälfte der persönlichen Steuerschuld aufzehren.

Hausverjüngung mit Steuermitteln

Wer ein Wohngebäude besitzt, das vor dem 21. Juni 1948 errichtet wurde, hat nur noch ein halbes Jahr Zeit, um es mit staatlicher Hilfe auf den jüngsten Stand neuzeitlichen Wohnkomforts zu bringen. Und zwar dürfen (nach § 82 g EStDV) jährlich bis zu zehn Prozent der Herstellungskosten für moderne Einbauten und Anlagen vom steuerpflichtigen Einkommen abgesetzt werden. Das Bonner Städtebauinstitut weist jetzt darauf hin, daß die Inanspruchnahme der erhöhten Abschreibung davon abhängt, ob die Anlagen vor dem 1. 1. 74 fertiggestellt worden sind. Mit einer Verlängerung oder Ergänzung der Vergünstigung ist nicht zu rechnen.