Hervorragend:

„Die Mama und die Hure“ von Jean Eustache (siehe Seite 24). „Sieben Chancen“ von Buster Keaton. „Atalante“ und „Zéro de Conduite“ von Jean Vigo.

Im Fernsehen: „Fluß ohne Wiederkehr“ (USA 1954) von Otto Preminger (ARD 14. Juli). „Johnny Guitar – wenn Frauen hassen“ (USA 1953) von Nicholas Ray (ZDF 16. Juli).

Sehenswert:

„Tschetan, der Indianerjunge“ von Hark Böhm. „Schuld und Sühne“ von Lew Kulidschanow. „Ein Schuß Sehnsucht – Sein Kampf“ von Lothar Lambert und Wolfram Zobus. „Betrogen“ von Don Siegel.

Im Fernsehen: „Sommersoldaten“ (Japan 1972) von Hiroshi Teshigahara (ARD 16. Juli). Wo die amerikanische Vietnam-Dokumentation Winter Soldier unpathetisch Kriegsverbrechen protokolliert und an Hand von Zeugenberichten versucht, deren Motivationen freizulegen, konzentriert sich der Japaner Teshigahara („Die Frau in den Dünen“) in seinem Spielfilm auf einen exemplarischen Einzelfall: die Geschichte eines US-Deserteurs in Japan, dem es nicht gelingt, sich in dem als exotisch begriffenen Milieu zurechtzufinden. Verständnislos und zunehmend aggressiv begegnet er auch seinen pazifistischen japanischen Helfern, bewahrt selbst im Untergrund eine fatale Besatzermentalität. Teshigahara protokolliert den traurigen Irrweg seines „häßlichen Amerikaners“ ohne polemischen Aufwand und läßt eher beiläufig deutlich werden, daß der Vietnam-Krieg auch in Japan stattfindet.

HCB