Galgenfrist für „Mayo-Klinik“

Die beiden Hauptaktionäre der Deutschen Klinik für Diagnostik, Wiesbaden, Siemens und Allianz, haben sich verpflichtet, die Liquidität der Gesellschaft über den 20. Juli hinaus zu sichern. Zu diesem Zeitpunkt sollte ursprünglich Konkurs angemeldet werden. Bis zum 20. August soll eine Lösung gefunden werden, die eine Einbeziehung des Landes Hessen in den Aktionärskreis vorsieht. Eine Kapitalzusammenlegung erscheint unvermeidbar. Der Kurs der Aktie ist auf 29 Mark gesunken.

Mannesmann bleibt bei 51 Prozent

Spekulationen auf Aufkäufe durch Mannesmann bei der Demag erhielten auf der Mannesmann-Hauptversammlung einen Stoß. „Zur Zeit besteht nicht die Absicht, über die gesicherten 51 Prozent am Demag-Aktienkapital hinauszugehen“, erklärte Mannesmann-Chef Dr. Overbeck den Versammelten Aktionären. Langfristig erscheint jedoch die Dreiviertel-Mehrheit unumgänglich zu sein, wenn man die Vorteile der Verbindung zwischen beiden Unternehmen optimal gestalten will. Aber bei Mannesmann läßt man sich offensichtlich mit dem Zukauf weiterer Demag-Aktien Zeit.

Sparkasse bietet zehn Prozent

Die Stadtsparkasse Frankfurt hatte den Zins ihrer Sparkassenobligationen von 9,5 auf 10 Prozent heraufgesetzt. Die Laufzeit dieser Papiere beträgt je nach Vereinbarung fünf oder sechs Jahre. Dieses Angebot galt jedoch nur während der Zeichnungsfrist der Bundespostanleihe. In der Sparkasse stellt man Überlegungen an, auch bei kommenden Emissionen eine Alternativanlage zu bieten.

Warnung vor kanadischen Pfennig-Aktien

Die Misere an nahezu allen Effektenmärkten der Welt hat die Verkäufer kanadischer Pfennig-Aktien ermuntert, wieder aktiver zu werden. Dazu die Bayerische Landesbank: „Solche zweifelhaften Papiere werden in der Bundesrepublik wieder in verstärktem Maße als todsichere Tips angeboten, obwohl bereits zum Zeitpunkt der Empfehlung der todsichere Verlust vorprogrammiert ist.“ Die Bank empfiehlt, vor Erwerb solcher Aktien Rückfrage bei einem Kreditinstitut zu halten.