• DIE ZEIT: Jahrgang 1973

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1973/01

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    • Das Jahrzehnt der dritten Plage

      Zumindest in einer Hinsicht kann das neue Jahr nichts Neues bringen: Die Inflation wird die wirtschaftliche Hauptsorge aller Industrieländer bleiben.

    • In Todesnot

      Eine Mutter wollte es nicht glauben, daß ihr Sohn, einer der sechzehn Überlebenden der Flugzeugkatastrophe in den Anden, nur überlebt hatte, weil er in den 69 Tagen bis zur Rettung Menschenfleisch aß: „Alles war ein Wunder des Himmels, das durch solche Gerüchte beschmutzt wird.

  • Ausgabe 1973/03

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    • Weh dir, daß du ein Vater bist?

      Zwei Brüder namens Weiß, der eine 25, der andere 31 Jahre alt, haben das Wohnungsbau-Unternehmen Neue Heimat/Nord in Hamburg um 300 000 Mark geprellt.

    • Basteln an Berlin

      Der rechtliche Status Berlins eignet sich weder für Prestige-Klimmzüge noch für parteipolitische Mannöver. Das gilt auch für den jüngsten Versuch, den 22 Berliner Abgeordneten im Bundestag das volle Stimmrecht zu verschaffen.

  • Ausgabe 1973/04

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    • Der Draht nach Washington

      Es ist gewiß richtig: In Bonn schlägt nach drei Jahren fast ausschließlicher Konzentration auf auswärtige Angelegenheiten jetzt die Stunde der Innenpolitik.

    • Gewehr bei Fuß

      Eine bittere Sorge wurde am Beginn der Woche von der Menschheit genommen, als die Vereinigten Staaten alle Kriegshandlungen gegen Nordvietnam einstellten.

  • Ausgabe 1973/05

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    • Opposition im Abseits?

      Der Bundeskanzler hat in seiner Regierungserklärung die sozial-liberale Koalition als „neue Mitte“ im politischen Spektrum der Bundesrepublik dargestellt.

    • Ein Sieg der Vernunft

      Ganz so schlimm ist es doch nicht um „unseren tiefen Süden“, das Land Bayern, bestellt. Die Bürger zumindest haben dort immer noch ein gewichtiges Wort in eigener, demokratischer Sache mitzureden.

  • Ausgabe 1973/06

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    • Traurige Judos

      Wären die Jungdemokraten doch nur, was sie so gern sein möchten: eine Herausforderung für die FDP! Es reicht nur leider nicht ganz, wie ihr jüngster Kongreß in Duisburg wiederum zeigte.

    • Bahrs Bumerang

      Egon Bahr hat bei seinem ersten parlamentarischen Auftritt als Minister die Opposition zornig und die Koalitionsfreunde verlegen gemacht.

  • Ausgabe 1973/07

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    • Halbes Ja

      Die Union findet sich mit der Realität der Ostverträge ab. Dies wurde, paradoxerweise, gerade in dem Augenblick deutlich, da die Bundesratsmehrheit der Christlichen Demokraten den Grundvertrag ablehnte.

    • Heimliche Allianz

      Henry Kissingers Reise nach Hanoi und Peking macht deutlich, daß die militärische Absetzbewegung aus Südostasien nicht auch den politischen Rückzug bedeutet.

  • Ausgabe 1973/08

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    • Unions-Slalom

      Die Union steht in der Deutschlandpolitik vor der unangenehmen Aufgabe, Realismus und Glaubwürdigkeit auf einen Nenner zu bringen.

    • Aufklärung oder Agitation?

      Wir dürfen uns gratulieren. Wir – das heißt: alle mündigen Bürger hierzulande, gleich welcher Parteizugehörigkeit, denen am Sonntag, mit dem Segen des Bundespräsidenten, der Theodor-Heuss-Preis verliehen wurde.

  • Ausgabe 1973/09

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    • Doch kein Wehner

      Franz Josef Strauß hat innerhalb weniger Wochen seltsame Wandlungen durchgemacht. Erst verordnete er der Union in einer großen Bundestagsrede außenpolitischen Realismus, bezeichnete den Grundvertrag als unvermeidliche Folge aus den völkerrechtlich einwandfrei gültigen Verträgen von Moskau und Warschau, riet in manchen Gesprächen seinen Parteifreunden von einer Verfassungsklage ab und ließ sich gerne als Wehner der Union feiern.

    • Nachhut-Gefecht

      Parlamentarische Pflichtübungen produzieren selten geschichtliche Momente. Es war der Zwang der Geschäftsordnung, der den Bundestag vorige Woche in die Debatte über den Grundvertrag trieb, nicht mehr die Glut der Leidenschaft.

  • Ausgabe 1973/10

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    • Die letzten Tage des Gaullismus?

      An diesem und dem nächsten Wochenende wählen die Franzosen ihre neue Nationalversammlung. Der Vorgang findet weit jenseits der gallischen Grenzen Aufmerksamkeit.

    • Feier der Erniedrigung

      Cierna nad Tisou, Schwarzau an der Theiß, erlebte seinen kurzen welthistorischen Moment im Sommer 1968, als die Führer des Prager Reformkommunismus sich dort mit den Herrn des Kremls trafen.

  • Ausgabe 1973/11

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    • Dem Frieden näher?

      Auch dieser Wahnsinn hat Methode: das Morden der Terrortruppe vom „Schwarzen September“, jenes kleinen, aber gewalttätigen Guerilla-Kerns unter den palästinensischen „Befreiungsorganisationen“.

    • Wunschträume

      Ein paar Tage lang stand die Katholische Synoden-Kommission im Ruf, Vortrupp des modernen Katholizismus zu sein. Sie hatte mit einem Zitat Schlagzeilen gemacht.

  • Ausgabe 1973/12

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    • Gewinn für Europa

      Die Geschichte hat es immer wieder erwiesen: Franzosen sind gern revolutionär in der ersten Runde, aber konservativ in der zweiten.

    • Ruhe an der Währungsfront?

      Daß die Bürger nach den Erfahrungen der letzten beiden Jahre die bange Frage stellen, wie lange die Ruhe an der Währungsfront diesmal dauern werde, kann ihnen niemand übelnehmen.

  • Ausgabe 1973/13

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    • Moloch auf Rädern

      Ein Spectaculum ist still über die Bühne gegangen: Der Bundestag hat den Gesetzentwurf über die Einführung der 0,8-Promille-Grenze für Autofahrer in erster Lesung ohne Diskussion an seine Fachausschüsse überwiesen.

    • Paukenschlag nach langem Schweigen

      Nun wird auch die SPD von Führungsproblemen heimgesucht. Brandts Donnerwort, er könne nicht die Verantwortung dafür tragen, wenn sich die SPD von ihrem Wahlprogramm entferne, und Wehners Erklärung, er wolle sein Amt als stellvertretender Parteivorsitzender abgegeben, haben Freund und Feind aufgeschreckt.

  • Ausgabe 1973/14

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    • Null und nichtig

      Nicht zum erstenmal hat das Bundesverfassungsgericht seinem Karlsruher Nachbarn, dem Bundesgerichtshof, die Verletzung von Grundrechten nachgewiesen.

    • Heim zur KP

      Der Klärungsprozeß am linken Rand der SPD schreitet fort, Dreißig hessische Jungsozialisten, Mitglieder der Stamokap-Gruppe, haben der SPD den Rücken gekehrt; zwanzig von ihnen sind in die DKP eingetreten.

  • Ausgabe 1973/15

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    • Drift nach Osten?

      Noch ehe endgültig ausgemacht ist, wann der sowjetische Parteichef Breschnjew die Bundesrepublik besucht, ranken sich um seine Reisepläne vielerlei Gerüchte und sorgenvolle Spekulationen.

    • Schmidts Seilakt

      Etliche Beobachter aus den Unternehmensverbänden zuckten zusammen, als Bundesfinanzminister Helmut Schmidt vor dem Bundestag zu den Schluß-Sentenzen seiner Haushaltsrede ansetzte.

  • Ausgabe 1973/16

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    • Für die ZEIT-Leser

      Wegen der Streik-Aktionen der Drucker und Setzer mußten wir auf mehrere regelmäßige Rubriken ganz verzichten; dazu gehören der Sportteil und die Anzeigen der Theater und Kunstgalerien in der Bundesrepublik.

    • Im Zweifel stets für Europa

      Bricht in der Bundesrepublik ein Abgrund an Antiamerikanismus auf? Manche hierzulande tun ihr Bestes, sich und der Öffentlichkeit dies einzureden.

  • Ausgabe 1973/17

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    • Prag zieht nach

      Endlich kann das letzte Kapitel der Ostpolitik geschrieben werden. Ein Normalisierungsvertrag zwischen Bonn und Prag ist seit voriger Woche in Sicht.

    • Bremsklotz

      Flüsse halten sich nicht an Landesgrenzen. Baden-württembergischer Dreck, in den Rhein gepumpt, wird ein nordrhein-westfälisches Problem, das beide Länder nur gemeinsam meistern können.

  • Ausgabe 1973/18

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    • Räumung – aber kein Rückzug

      Der Waffenstillstand in Vietnam wurde vor drei Monaten geschlossen, aber der Krieg in Indochina ist noch lange nicht zu Ende.

    • Blinder Eifer

      Religiöser Fanatismus war schon immer von Übel. Libyens Oberst Ghaddafi aber lebt davon. Für ihn, der sich wie ein Mohammedaner aus dem Mittelalter aufführt, ist die Welt erst heil und in Ordnung, wenn allein die Regeln des Korans gelten.

  • Ausgabe 1973/19

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    • Nixons Skandal

      Politische Skandale haben ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten; und Präsident Nixon hat sich daran gehalten, als er jetzt eine Reihe seiner engsten Mitarbeiter fallenließ, den Rücktritt des Justizministers bekanntgab und in einer Fernsehrede der Nation verkündete, die Integrität der Regierung habe „Vorrang gegenüber allen persönlichen Erwägungen“.

    • Warten auf ein Wunder

      Die Europäische Gemeinschaft ist wieder einmal davongekommen. Das Feilschen um die Preise für Landwirtschaftserzeugnisse, das diesmal noch unerbittlicher ausgetragen wurde als in den vergangenen Jahren, endete nicht mit einer Bankrotterklärung des Gemeinschaftswillens.

  • Ausgabe 1973/20

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    • Rainer Barzel gibt auf

      Rainer Barzel hat das Handtuch geworfen. Er ist am Mittwoch morgen als Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU zurückgetreten. Die Niederlagen des Oppositionsführers sind auf fatale Weise mit seinen halbherzigen Bemühungen verknüpft, die Union in der Ostpolitik auf neuen Kurs zu bringen.

    • Schwankender Grund

      Zumal die Europäer kann die Frage nicht gleichgültig lassen, welche Außenpolitik Richard Nixon angesichts seiner inneren Bedrängnis betreiben will und kann.

  • Ausgabe 1973/21

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    • Gold-Rekord

      Auf dem freien Goldmarkt ist der Preis für eine Fein-Unze am Dienstag auf 110 Dollar geklettert. Wer diesen Rekordpreis mit jenen 35 Dollar vergleicht, die im März 1968 bei der Eröffnung des freien Marktes bezahlt wurden, wird den Stoßseufzer „Gold hätte man kaufen müssen“ nicht unterdrücken können.

    • Ein neuer Anfang

      In Europa geht eine Wende vom Kalten Krieg zur Entspannung vor sich, stellte Leonid Breschnjew vor ein paar Tagen in Ostberlin mit Genugtuung fest.