SchallplattenSeite 2/2

Johannes Brahms: „Vier Sinfonien / Haydn-Variationen“; Wiener Philharmoniker, Leitung: István Kertész; Decca SKA 25 108-D/1–4, 59,– DM

Mozart, Dvořák und Mendelssohn – mit den sinfonischen Werken dieser drei Komponisten hatte sich der im vergangenen Jahr tödlich verunglückte Dirigent seinen Ruf erworben und konsequent gefestigt. Sein Brahms-Zyklus versucht sich ebenfalls in den Bereichen von Helligkeit und Spontaneität; ein bißchen flach, oberflächlich, ein bißchen flink und verhuscht auch ist er dabei geraten, Brahms mit einem Hauch mediterranen Fiesta-Temperaments.

Besser nicht:

Aram Khachaturian: „Klavierkonzert“ / Cesar Franck: „Symphonische Variationen“; Alicia de Larrocha, London Philharmonie Orchestra, Leitung: Rafael Frühbeck de Burgos; Decca SXL 6599, 25,– DM

Charakteristisch für diese Aufnahme sind bereits die ersten Takte der Klavierkonzert-Exposition: Mit Schwerfälligkeit ist das Allegro ma non troppo e maestoso nur unvollkommen getroffen. Unter dieser Schwerfälligkeit und Behäbigkeit leidet dann ständig die Brillanz dieses ganz auf die glänzende Fassade von gestochen scharfen Akkorden und Passagen, von flirrenden Impressionismen und rhythmisch pointierten Einwürfen abgestellten Stücks. Heinz Josef Herbort

 
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