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Ausgabe 09/1974

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Wolfgang Ebert
Erfolgsgarantie
Frankreich: Da es sich dabei um eine reine europäische Angelegenheit handelt, müssen wir unter diesen Umständen unsere Zusage zurückziehen und zugleich auf die Teilnahme von Saudi-Arabien und Libyen bestehen.
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Streit um Verfassungsinhalt
Die Verfassungswirklichkeit und der Verfassungsauftrag in der Bundesrepublik werden von der Koalition und der Opposition unterschiedlich interpretiert.
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Worte der Woche
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Mehrheit für Sperrvertrag
Oppositionsführer Carstens hatte falsch kalkuliert: Fast die Hälfte seiner Fraktion fehlte, als am Dienstag voriger Woche über den Atomsperrvertrag intern abgestimmt wurde.
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Schweizer Fremdenpaß für Solschenizyn
Keine Auflagen durch die eidgenössischen Behörden – Künftiger Wohnsitz ungewiß
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Spanische Innenpolitik
Den Staat wie eine Stadt sanieren
Ministerpräsident Carlos Arias Navarro, Städteplaner, Staatsreformer und Mann der Ordnung
Von Horst Bieber
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Mitbestimmung
Erfolg der FDP
Nach wochenlangem Tauziehen zwischen den Koalitionspartnern SPD und FDP ist der Mitbestimmungskompromiß modifiziert worden. Streitpunkt war die mögliche Pattsituation im Aufsichtsrat bei der Wahl des Vorstandsvorsitzers.
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Zeitspiegel
Südkorea steuert mit zunehmender Geschwindigkeit einer schweren Krise entgegen. Mit Terror und Unterdrückung versucht Präsident Park Chung Hee ihr noch einmal auszuweichen.
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„Neuer Dialog“ beginnt mit Zwietracht
Lateinamerika überprüft in Mexiko sein Verhältnis zu den Vereinigten Staaten
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Auf dem Wege zum Bürgerstaat
Als am 19. Januar 1920 der demokratische Abgeordnete Gustav Schneider über das erste Betriebsrätegesetz Bericht erstattete, wurden vor den Toren des Deutschen Reichstags in Berlin zwanzig demonstrierende Arbeiter erschossen, die im „rücksichtslosen Klassenkampf gegen die Soldknechte des Kapitalismus“ in das Parlament einzudringen suchten, um dagegen zu protestieren, daß die „Reichsregierung versucht, den Kapitalismus zu befestigen“.
Von Werner Maihofer
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Verfassungsdebatte in Bonn
Ein Parlament von lauter Feinden?
Tiefschläge und Infamie: neuer Stil im Bundestag? Zweifel an demokratischer Gesinnung
Von Eduard Neumaier
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Dokumente der ZEIT – Solschenizyn: Ich bin Optimist
„Mein ganzes Leben lang bin ich ohne Unterbrechungen, nicht einmal für eine Woche, ständig meiner literarischen Arbeit nachgegangen.
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Nach dem Streik im öffentlichen Dienst
Die Legende vom schwachen Staat
Der Kreis der Angehörigen des öffentlichen Dienstes ist weit gezogen: Arbeiter und Angestellte des Bundes, der Länder oder Gemeinden oder einer anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaft, aber auch Beamte und Richter sind öffentliche Bedienstete, Müllwerker, Kraftfahrer, Krankenschwestern, der Angestellte des Finanzamtes oder des Jugendamts, die Telephonistin bei der Post oder der Gleisarbeiter bei der Bundesbahn zählen dazu.
Von Thilo Ramm
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Watergate
Bänder gefälscht?
Heftig reagierte das Weiße Haus auf einen Bericht der Washington Post, wonach zwei von Nixons Bändern nicht Originale, sondern Neuaufnahmen seien.
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Aktuelle Krisenherde
Während israelische und syrische Artillerie einander Duell; lieferten, ging die Räumung des Suezkanal-Westufers durch israelische Truppen planmäßig weiter.
- Wirtschaft
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Gespräche. am Bankschalter
Versorgungsaktien: Nicht nur für Witwen und Waisen
Die Aktien der deutschen Stromerzeugungs- und -versorgungsunternehmen sind ziemlich unvermittelt unter Druck geraten. Unmittelbar nach Ausbruch der Energiekrise galten sie in den Augen vieler Börsianer als besonders zukunftsträchtig.
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Bumerang
Britische Unternehmer registrieren mit wachsender Sorge das Echo, das die britische Misere im Ausland findet. Aufträge werden storniert, weil Firmen keine festen Liefertermine nennen können.
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Finanzskandal in Frankreich
Die ruhmlosen Vier
Jahrelang wurden sie als Frankreichs Textilkönige hofiert und als Finanzgenies bewundert, jetzt müssen sie sich wegen Bilanzfälschung, Mißbrauch von Gesellschaftsmitteln, Zahlung fiktiver Dividenden, Betrug und anderen Delikten vor einem Pariser Gericht verantworten die vier Brüder Jean-Pierre, Bernard, Antoine und Régis Willot, Patrons von 28 000 Arbeitnehmern und Herren über 27 Unternehmen.
Von Klaus-Peter Sehnend
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Großbritannien
Im Wahlkampf nichts Neues
Eine Teuerung „wie in südamerikanischen Bananenstaaten“ prophezeit Labourführer Harold Wilson den Briten für den Fall, daß sie den konservativen Premier Edward Heath am 28.
Von Wilfried Kratz
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Kursbarometer
Gute Minen – böses Spiel
Ein böses Omen: Seit Jahresbeginn geht die Spekulation an den Weltbörsen an den Brokern ehrenwerter Industriepapiere vorbei.
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Die hohen Lohnzugeständnisse müssen irgendwie finanziert werden. Eine Verlängerung des Stabilitätszuschlages wäre jedoch ein politischer Skandal
Wer einmal lügt...
Der allzu raschen Kapitulation von Bund, Ländern und Gemeinden im Tarifkonflikt folgt nun ein langes Nachspiel. Jetzt geht es um die Frage, wer die Zeche zahlen soll.
Von Michael Jungblut
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Vergangene Zeiten?
Die Härte bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst und die Schwerpunktstreiks in der vergangenen Woche können nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Deutschen noch zu den streikunlustigsten Völkern gehören.
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Beteiligungen
Verdienen an Kaffee und Nivea
Diskretion ist eine der charakteristischen Tugenden eines hamburgischen Kaufmanns. Die sechs Gesellschafter der „Max Herz Erben Gesellschaft bürgerlichen Rechts“ beherrschen sie vollendet.
Von Kai D. Eicbstädt
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Automobilindustrie
Silberstreif am Horizont
Nach den schweren Umsatzeinbußen im November und Dezember sehen einige deutsche Autohersteller und Importeure jetzt wieder einen Silberstreif am Horizont.
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Farbfernsehen
Bonn wirbt für AEG
Rüdiger von Wechmar, Regierungssprecher und Chef des Bundespresseamtes, wird sich nun auch als Lobbyist für die deutsche Industrie betätigen.
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Zeit spart Geld
Die Deutsche Bank bietet zur Zeit Inhaber-Schuldverschreibungen mit einem Zinssatz von 8 3/4 Prozent an, Ausgabekurs 96 3/4.
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Wer soll das bezahlen?
Folgen des Tarifabschlusses: höhere Steuern und Gebühren, weniger öffentliche Investitionen
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BONNER KULISSE
Platow – Brief – Herausgeber Gerhard Czerwensky lag falsch, als er Gerüchte lancierte, Professor Claus Köhler, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage, solle ins Direktorium der Deutschen Bundesbank eintreten.
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Börsen-Report
Zehn Prozent wieder richtig
Zu Beginn dieser Woche verzeichnete der Aktienmarkt den bisher heftigsten Kurssturz in diesem Jahr. Dafür gab es im wesentlichen drei Gründe: der sich abzeichnende Arbeitskampf in der Metallindustrie, immer wahrscheinlicher werdende Steuererhöhungen, um die steigenden Personalaufgaben der öffentlichen Hand aufbringen zu können, sowie der desolate Zustand des Rentenmarktes.
Von Ihr Secutius
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„Gutes Gewissen“
ZEIT: Der Abgeordnete Nölling hat unter anderem der Shell vorgeworfen, „eine politisch bedingte Mangellage rücksichtslos ausgenutzt zu haben“.
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Westdeutsche Landesbank
Absturz aus der „Schieflage“
Am Morgen des 15. Februar war es Ludwig Poullain klar, daß auch Gerüchte gelegentlich ernst genommen werden müssen. Der Vorstandsvorsitzende der Westdeutschen Landesbank Girozentrale Düsseldorf/Münster fahndete ungeduldig nach dem stellvertretenden Vorsitzenden seines Verwaltungsrats, dem Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Hans Wertz, weil nur er das Gerücht dementieren konnte.
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Jugoslawien-Kredit weiter umstritten: Biedenkopf antwortet Eppler
Mißachtung des Parlaments?
Biedenkopf: Mich stört in erster Linie die Art der Behandlung des Parlaments. Die nachgewiesene unterlassene Information des zuständigen Ausschusses; die während mehrerer Wochen gegebenen unzutreffenden Erklärungen; das Bestreiten, daß solche Verhandlungen überhaupt geführt werden, nachdem in der Presse darüber berichtet worden ist, und sie dann doch geführt werden; und der Versuch, das Parlament mit diesen Verhandlungen vor vollendete Tatsachen zu stellen.
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Concorde
Warten auf die Wahl
Bis zum Dienstag wartete die britische Regierung vergeblich auf eine Nachricht aus Paris. Letzte Woche hatten sich die französischen Minister zu einer geheimen Aussprache über die Zukunft der staatlichen Luftfahrtindustrie getroffen.
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Spekulation und Inflationsangst treiben Gold- und Silberpreise in Rekordhöhen
Rache an Gaddafi
Sie sind Kriminelle. Sie betrügen. Ich wünschte, ich könnte sie alle im East River ertränken.“ Dieser unchristliche Wunsch, der den Wertpapieranalysten in Wallstreet gilt, ist nur eine der unkonventionellen Meinungen des Franz Pick, dem wohl umstrittensten Währungstheoretiker und Apostel einer neuen Goldwährung.
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Benzinpreise
Ein Hauch von Wettbewerb
Benzin wieder unter 80 Pfennig“ lasen die Autofahrer in ihren Zeitungen, andere Schlagzeilen meldeten: „Freie Tankstellen wollen Preise senken.
Von Frank Otte
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Jim Slater
Ausverkauf
Noch Ende 1972 kaufte der Londoner merchant banker Jim Slater ein Aktienpaket der Ingolstädter Textilmaschinenfabrik Schubert und Salzer.
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Protest
Bonn ist wie ein Sieb. Jede Mitteilung, die dort landet, wird alsbald auf der Straße gehandelt. So sind jetzt wesentliche Teile des Briefes bekannt geworden, den der Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank in Sachen Hans Hermsdorf an den Bundesrat geschrieben hat.
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Italien
Koalition der Händler
Bei den italienischen Krämern herrscht Revolutionsstimmung. Der Präsident des Einzelhandelsverbandes erklärte öffentlich, er könne seine Leute jetzt nicht mehr vom Streik zurückhalten.
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Italien
Der Kuhhandel der Industriellen
Der amtsmüde Präsident des italienischen Unternehmerverbandes, Renato Lombardi, horchte auf. „Es tut mir leid, lieber Freund“, so vernahm er am Telephon, „aber der Sekretär meiner Partei hat mir den Auftrag gegeben, den Kandidaten Bruno Visentini abzulehnen.
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Europäische Gemeinschaft
Immer langsam voran
Die Finanzminister der Europäischen Gemeinschaft setzten am Montag auf ihrer ersten Tagung seit dem französischen Währungsalleingang vier Beschlüsse in Kraft, die schon im Dezember gefaßt worden waren.
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Lohnverhandlungen
Schindluder mit der Tarifautonomie
In der Metallindustrie waren die Tarifverhandlungen bisher eine Farce. Weder Arbeitgeber noch Gewerkschaften veränderten auch nur eine Dezimalstelle von Angebot und Forderungen.
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„Enorme Gewinne“
Nölling: Die Mineralölkonzerne haben im letzten Jahr enorme Gewinne auf Kosten der Verbraucher gemacht. Mit Kostensteigerungen sind die hohen Preise allein nicht zu begründen.
- Wissen
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Alkoholismus
Leber, Sprit und gute Speisen
Generationen von Medizinstudenten haben es gepaukt und geglaubt: Alkoholiker würden dazu neigen, weniger und schlechter zu essen als Gesunde und die fehlenden Kalorien durch Alkohol zu ersetzen.
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Europa in der Talsohle
Von Walter Hallstein, ist das Wort überliefert, der Aufbau Europas sei mit dem Radfahren zu vergleichen: auf der Stelle treten heiße umfallen.
Von Dieter Buhl
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Frei in der Fremde
Wir haben alle aufgeatmet: Alexander Solschenizyn ist vom Kreml verurteilt und vertrieben worden. Immerhin: er lebt. Zu Stalins Zeiten hätte er keine Chance gehabt.
Von Andreas Kohlschütter
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Pasteur-Institut
Eine Grippe-Fabrik?
Das Pasteur-Institut in Paris muß mächtig sparen, wenn es nicht bankrott gehen soll. Und eben diese Forschungsstätte führt die wohl gefährlichsten Experimente aus, die je in der Wissenschaft unternommen worden sind.
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Prothese für Blinde
Kunstauge aus Platin-Plättchen
Rund 70 000 Bundesbürger können nicht sehen – sie sind „altersblind“, kriegsblind, erblindeten bei Unfällen oder sind blind geboren.
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Intelligenz
Ist der große Bruder klüger?
Diese Resultate ergaben sich bei der Auswertung von Intelligenztests, denen sich die 19jährigen Männer bei ihrer Musterung in den Niederlanden zu unterziehen hatten.
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NDR-Trauerspiel
Auf dem Weg, die öffentlichen Rundfunkanstalten mehr und mehr in ihren Besitz zu nehmen, sind die Parteien wieder ein gutes Stück vorangekommen.
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Das Messer gewetzt
Man solle es ja nicht tun, sprach, der Demokrat Horst Ehmke, aber dann tat er es doch: Weil er sich über die Rede eines Oppositionspolitikers geärgert hatte, beschimpfte der Minister die Süddeutsche Zeitung, die sich unterstanden hatte, jene Rede nachzudrucken.
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ZEIT-Forum: Ölkrise - Episode oder Ende einer Ära?
Ist die Ölkrise eine Episode oder markiert sie das Ende einer Ära? Niemand weiß es bisher genau. Um hier Klarheit zu schaffen, hat die ZEIT sechs führende Fachleute eingeladen, die wirtschaftlichen, währungspolitischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Ölpreiserhöhungen zu durchdenken.
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Süßwasser und Energie
Es klingt zu gut, um wahr zu sein. Man nehme ein Rohr, spanne über das eine Ende eine Membran und tauche dieses möglichst tief in den Ozean.
- Reisen
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„Item nicht zu viehisch saufen“
Im Anfang schuf der Herr ein Schloß. Anno 1622 ließ Erzherzog Leopold, Habsburger und Tiroler Landesfürst, „auf der Kuehtai“ unweit seiner Residenzburg Petersberg, auf der Paßhöhe zwischen dem Sellrain und dem Ötztal, einen Jagdsitz errichten; Gesamtkosten einschließlich Wegeerschließung und Lieferung zweier Lustbarkeitsboote zu den nahe gelegenen Finstertaler Seen: rund 10 000 Gulden.
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Reisenachrichten
Ölzuschläge für Flugtouristen: Nachdem gerade die in der IATA zusammengeschlossenen Fluggesellschaften angekündigt haben, daß sie ihre Tarife von März an nochmals um durchschnittlich sieben Prozent erhöhen werden, muß nun auch der Pauschal-Flugtourist die erhöhten Kerosinpreise bezahlen.
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Nachtjäger
Österreichs Skilehrer haben es schwer. Von allen Seiten stehen sie unter Beschuß. Wegen ihres „liederlichen Liebeslebens“ zogen sie den Zorn des Innsbrucker Bischofs Rusch auf sich, der die roten Teufel im Stil eines Abraham a Sancta Clara wortgewaltig abkanzelte.
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Zwei Wochen auf Hvar
Kreuzfahrer und Nacktbader
Umweltbewußte Bürger verbannten Automobile, Omnibusse und Motorboote aus dem Stadtzentrum
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Berchtesgadener Land
Bremser im Bob
Bei Königssee wird neben dem Skilauf auch Rodeln als Leistungssport gepflegt
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Eis und heiß
Das Zugabe-Unwesen treibt seit ein paar Jahren im Reisegeschäft sonderbare Blüten. Verspricht ein Veranstalter zur Silvesternacht ein Glas Sekt, so übertrumpft ihn die Konkurrenz mit einem Glas Sekt und einem Pfannkuchen.
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Söhne Tells
Das Schweizer Fremdenverkehrsgewerbe ist Krisen nicht gewöhnt und weiß sie doch zu meistern. Folgendes war geschehen: Herabstürzende Felsen hatten die Straße zwischen Weesen und dem aufstrebenden Bergkurort Amden in der Nordostschweiz verschüttet und jede irdische Verbindung unterbrochen.
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Die kleinen Veranstalter (46): Wolters-Reisen
Die Zuverlässigkeit der Skandinavier
Was die Skandinavier versprechen, das halten sie auch.“ So Karl Ordemann, einer der beiden Geschäftsführer des Reisebüros Carl H.
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Reisen und Lesen
Neue Führer
René Bauchar: Schwarzafrika für Sie – alle französischsprachigen Länder und die afrikanischen Inseln des Indischen Ozeans; Verlag der Europäischen Bücherei, Bonn, 383 Seiten, 216 Photos und 27 Karten, 48 Mark.
- DIE ZEIT
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Auch Frankreich will den Numerus clausus einführen
Entheiligung einer Institution
Für Frankreichs Abiturienten werden die goldenen Zeiten bald vorbei sein. Hatten sie bisher (mit wenigen Ausnahmen) freien Zugang zum Studium, so müssen sie ab 1978 mit Zulassungsbeschränkungen rechnen.
Von Klaus-Peter Schmid
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Europäisch-amerikanische Beziehungen
Am Rockschoß von Onkel Sam
Das Schlußbild der Washingtoner Energie-Konferenz war trügerisch. Frankreich isoliert in der Trotzecke, die übrigen acht Gemeinschafts-Europäer Arm in Arm mit den Amerikanern – das Tableau spiegelte fast ungetrübte Eintracht zwischen den Vereinigten Staaten und ihren westeuropäischen Verbündeten vor.
Von Theo Sommer
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Sehnsucht nach dem Spinnrad?
Fazit einer ZEIT-Diskussion über die Energie-Krise: Wir werden unseren Lebensstil ändern müssen
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Phantasie-Porträts
Mario Praz, der große Anglist, nannte Walter Pater den „Dichter fragwürdiger, müder Seelen und anmutiger Stätten, die von der Trauer überschattet sind“, und diese Charakterisierung des eigentlich für seine „Studies in the History of the Renaissance“ (1873) gerühmten Autors wird nirgendwo anschaulicher als in Paters „Imaginary Portraits“ (1887), der Sammlung von Phantasieporträts, zu der auch die jetzt wieder aufgelegte, von Alastairs Zeichnungen auf das seltsamste akkompagnierte Geschichte des „Sebastian van Stork“ gehört.
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ZEIT-Reporter Charlie op den Draht
Volkslied
Vor einiger Zeit äußerte sich Günter Grass zur Wahl des Bundespräsidenten und machte dabei deutlich, daß er den Kandidaten Walter Scheel nicht gut findet, denn dieser „legitimiert sich mit einer Schallplatte und volkstümelt“.
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Ein Realist schreibt sich frei
Das halbe Idyll
Wenn der Name der Reihe auf Umschlag und Titelseite eines Buches ebenso groß zu lesen ist wie der des Autors oder gar der Titel, dann ist es wohl nicht unerlaubt oder unfair, am Beispiel des Buches über die Reihe zu sprechen.
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Adolf Arndt
An diesem Freitag wird Adolf Arndt in Berlin zu Grabe getragen. Eine heimtückische Krankheit hatte ihn schon Jahre, bevor er starb, dazu gezwungen, sich aus der politischen und forensischen Arena zurückzuziehen.
Von H. Seh.
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Gerd Bucerius zu Fragen der Zeit
Laßt die Presse leben
Im Januar 1973, als Gräfin Dönhoff sich in Bonn als Chefredakteurin der ZEIT von der Prominenz der bundesdeutschen Politik und Wirtschaft verabschiedete, hörte Bundeskanzler Brandt meiner Rede aufmerksam zu.
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Der Nachlaß vom Dachboden
Träume im Spiegel
Der 1970 in Wien verstorbene österreichische Schriftsteller Herbert Zand gehört, so scheint es, bis heute zu jenen Autoren, die immer aufs neue wieder entdeckt werden, ohne daß bislang sein Werk der literarischen Öffentlichkeit recht präsent geworden wäre.
Von Rudolf Härtung
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Kritik in Kürze
„Anton Bruckner – Musik und Leben“, von Leopold Nowak. Die Methode, mit der man Bildzeugnisse über das Leben und die Umwelt eines Komponisten sammelt und arrangiert, ist von den Vorstellungen abhängig, die man vom Sinn der Musiker-Biographie als wissenschaftlicher Gattung hat: Die Akzentuierung des Privaten schließt die ästhetische Überzeugung ein, daß musikalische Werke als Bruchstücke einer tönenden Biographie zu verstehen seien.
Von Carl Dahlhaus
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Atom-Spaltung
Mit der Ratifizierung des Atomwaffensperrvertrags und des damit verbundenen Verifikationsabkommens über die friedliche Nutzung der Kernenergie hat der Bundestag ein ebenso überständiges wie längst vergessenes Kapitel abgehakt.
Von C-C. K.
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SPD
Als ob die Stadt ihnen gehörte
Wenn Heinz Ruhnau, Vizechef der SPD in Hamburg, einen Journalisten trifft, der mit ihm über die Wahl am 3. März sprechen will, kann er seinen Ärger nur schlecht verbergen: Am liebsten würde er den lästigen Besucher ins Kreuz treten.
Von Nina Grunenberg
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Filmtips
„Der blauäugige Bandit“ von Carlo Lizzani wandelt politisch indifferent, soziologisch unbeholfen und historisch oberflächlich auf den Spuren von Francesco Rosis brisanter Halbdokumentation „Wer erschoß Salvatore G.
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CDU
Wind im Rücken
Hamburgs Christliche Demokraten freuen sich über den Wind: Den Sozialdemokraten bläst er ins Gesicht, sie spüren ihn in den Segeln.
Von Haug von Kuenheim
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Was will Frankreich?
Ein Rückfall in den Gaullismus
Nun bin ich endlich allein – und schon frage ich mich: mit wem?“ Ein Pariser Kommentator bezog dieses etwas frivole Zitat aus einer Komödie Sacha Guitrys auf den Abgang seines Außenministers von der Energiekonferenz in Washington.
Von Ernst Weisenfeld
- Gesellschaft
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Fernsehen
Alles so laut, so direkt
Das ist das Angenehme bei der Fernsehkritik und verbürgt, im Verhältnis zur Theater-Rezension, den besonderen Reiz: Wird ein Schauspiel gegeben, dann garantiert die Bildschirmfassung doppelten Genuß – linkes Auge auf den Apparat, rechtes Auge ins Textbuch gerichtet! Da kann der Kritiker, hier zustimmend, dort unter Flüchen, Striche nachzeichnen, kann, Satz für Satz, die eigene Vorstellung mit der Konzeption des Regisseurs vergleichen, kann aufstehen, um das Bild, das sich auf dem Schirm präsentiert, an den Szenenphotos von gestern zu messen.
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Ausstellung in München
Utopische Gemeinschaft
„... Danach begannen einige junge Leute, Männer und Frauen, zu zittern und sich auf die schrecklichste Art zu schütteln. Zuerst sah ich, wie sich ihre Köpfe langsam von einer Schulter zur anderen bewegten.
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Farbe im uniformen Programm
Mit süßsaurem Gesicht müssen ZDF-Vertreter seit Jahren Lob und Preis für eine Sendereihe hinnehmen, die befreundeten Politikern, den Arbeitgebern und vielen von ihnen selbst ein Dorn im Auge ist, die aber schon seit langem eine treue, feste, sonst kaum bedachte Stammkundschaft und Zuschauergemeinde hat und die zudem als das beste Jugendmagazin im deutschen Fernsehen gilt.
Von Wolf Donner
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Theater in München
Wuppertal am Amazonas
Wie freundlich, wie gefährlich ist der Mond? Für Lieschen, eine Figur aus dem Stück, ist er so rot wie ein „ausgelaufen Aug“, und deshalb kann das Mädchen nicht schlafen bei so einem Mond, spaziert somnambul über das Dach ihres Vaterhauses.
Von Benjamin Henrichs
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Hat der Konservatismus noch Chancen?
Die Gleichsetzung mit Restauration und Reaktion führt auf die falsche Fährte
Von Manfred Abelein
- Karriere
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Einstellungs -Tests
„Kommen Sie mit Ihrer Frau zurecht?“
Die Bosse möchten sichergehen, wenn sie leitende Positionen neu besetzen oder Spezialisten suchen. In zwei von drei Großfirmen und von jedem zweiten Personalberater werden Einstellungstests angewendet, die mitunter auch vor der Intimsphäre des Bewerbers nicht haltmachen.
Von Hans-Dieter Kulhay
- Kultur
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Zeitmosaik
Für mich stehen zum Beispiel der illegale Sturz der Regierung Allende und die Ausweisung Solschenizyns auf einem Blatt. Beide Fälle zeigen den moralischen Bankrott und den Systemverfall der Großmächte an.
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Krisenmanager im Dritten Reich
Perfekte Verwaltung des Mangels
Das „Dritte Reich“ hatte ziemlich genau sechseinhalb Jahre Zeit, sich auf einen Krieg vorzubereiten und die Folgen der Weltwirtschaftskrise zu überwinden.
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Kunstkalender
Die Düsseldorfer Ausstellung verdient schon deshalb Aufmerksamkeit, weil sie als eine Art Generalprobe für Ruthenbecks Auftritt in Venedig gedacht war.
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Studenten und Parteien
Liberale im Kommen
Sind die Studenten „politisierter“, radikaler als andere Bevölkerungsgruppen? Wer nur auf die Krawallmeldungen sieht, muß es glauben.
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Die Hölle auf Erden
Unter dem 9. September 1941 heißt es in diesem Tagebuch einer Leningraderin: „Die Hölle auf Erden begann.“ Es war am Tag des ersten großen deutschen Luftbombardements auf die Stadt an der Newa.
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Martin Neuffer – der neue Intendant des Norddeutschen Rundfunks
Ende kleinkarierter Proporzpolitik?
Wenn jemand den Norddeutschen Rundfunk davor bewahren kann, unter die Räder kleinkarierter Proporzpolitik zu geraten, dann der jetzt vom Verwaltungsrat nach monatelangem unwürdigen Tauziehen gewählte neue Intendant Martin Neuffer.
Von Karsten Plog
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Alexander Solschenizyn im Exil
Ausgebürgert ist nicht ausgeschaltet
Eine clevere Idee: den zu einflußreich, zu unantastbar gewordenen Herausforderer kurzerhand vor die Tür zu setzen, ihn per Aeroflot zu verschicken, nicht irgendwohin, sondern nach Deutschland (dazu auf Seite 18 ein Bericht aus Moskau).
Von Dieter E. Zimmer
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Ohne Kumpel bist du nichts
Vier Jahre lang gibt es ihn nun schon, den „Werkkreis Literatur der Arbeits weit“, und es gibt ihn trotzdem. Trotzdem, obwohl er sich zum Ziel gesetzt hat, die „Situation abhängig Arbeitender“ darzustellen und dazu beizutragen, „die gesellschaftlichen Verhältnisse im Interesse der Arbeitenden zu verändern“.
Von Christian Sdmltz-Gerstein
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Die neue Schallplatte
Die wohl kuriosesten Stücke dieser Sammlung: zwei kleine Pléden von Casals, „Les Rois Mages“ und „Sardana“, gespielt von 102 Violoncelli, Ständchen gewissermaßen für den Grandseigneur eines Instrumentes, dessen moderne Entwicklung ohne ihn nicht denkbar ist.
Von Heinz Josef Herbort
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Moskau ohne Solschenizyn
Verhaftung am Nachmittag
Moskau hat in diesen grauen Februartagen Augenblicke erlebt, die so dramatisch waren, daß sie sich nicht nur in die russische Literaturgeschichte eingraben, sondern auch unübersehbare Auswirkungen auf das intellektuelle Leben der Sowjetunion haben werden.
Von Nils Morten Udgaard
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Das Gewissen eines Wissenschaftlers in Musik gesetzt
Spaziergang auf dem Rasiermesser
In seinem Epilog faßt der Hans Wurst zusammen, was er an „Lehren gezogen mit knapper Mühe und Not“, nämlich erstens: „Nie tote Büttel anschreien/weil die dann aufleben, das gibt außerordentliche Scherereien“; zweitens: „Witze muß man machen.
Von Heinz Josef Herbort
- Länderspiegel
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ZEIT-Mitarbeiter analysieren: Hamburg vor der Wahl
Hamburgs rote Oligarchen
Wo ihnen die eingängige Kampfvokabel begegnet, reagieren selbst Sozialdemokraten von hanseatischer Kühle allergisch wie Herbert Wehner.
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Industrie und Hafen
Bedrohter Spitzenplatz
Hamburgs Zukunft liegt noch im Wasser. Vor gut einem Jahrzehnt sicherte sich der Senat der Hansestadt in der Elbemündung vor Cuxhaven durch einen Geländetausch mit Niedersachsen das rund 200 Hektar große Inselchen Neuwerk und das Recht, im Wattenmeer einen Hafen „am tiefen Wasser“ zu bauen.
Von Heinz Michaels
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Milliardenprojekt Allermöhe
Angst vor der eigenen Courage
Selbst bitterböse Kritiker, die noch vor einem Jahr bei der bloßen Erwähnung des Namenspaares Billwerder-Allermöhe in die Luft gingen, kultivieren heute wohltemperierte Skepsis.
- Lebensart
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Der Zeitgenosse
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Randspalten-Lyrik
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Loden, Ludwig II. und Löwenbräu
Es soll deutsche Touristen geben, die in der Sahara, kurz bevor sie von den Geiern gefressen werden, noch eine wunderbare Vision haben: Vor ihrem brechenden Auge erscheint ihnen ein deutsches Wirtshaus voll Bier und Sauerkraut.
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J.M-M: Die schamhaften Europäer
Zuerst schien es ja, als ob die Europäer unter der arabischen Zuchtrute mehr Einigkeit entwickeln würden. Gleiche Schmerzen, gleiche Gefühle.
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„Nur net esu pingelich“: Karneval ohne Unterhose
In dieser Karnevalswoche wird Bonn von seinem frechsten Karnevalsplakat Abschied nehmen. Die „Unterhose“, zu rheinisch „ne Plagge“, aus deren Schlitz ein Weiberkopf mit ausgestreckter Zunge herausschaut, wird weggehängt und soll in der nächsten närrischen Saison durch ein anderes Plakat ersetzt werden.
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Ernst Klee Behinderten Report
Unser Mitarbeiter Ernst Klee hat im Februar das „wichtigste, umfassendste, schonungsloseste“ (so eine erste Besprechung) Buch über Behinderte herausgebracht: „Behinderten-Report“, Fischer Taschenbuch Band 1418, 222 Seiten, 5,80 Mark.
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Unsere Klatschspalte
HERBERT VON KARAJAN beabsichtigt nicht, seinen Taktstock an den Nagel zu hängen. Er wolle vielmehr, vertraute er mir an, in naher Zukunft auch noch die Leitung der Salzburger Ziehharmoniker übernehmen.
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Geldsorgen
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Lauritzen, werde hart!
Alle reden von Tempo 80 und Tempo 100, obwohl diese durch die Treibstoffkrise bedingten vorübergehenden Tempolimits im Grunde längst passé sind – es ist eine Frage der Zweckmäßigkeit und der Versorgungslage, wann sie aufgehoben werden.
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Sein Kriegsroman „08/15“ machte einst Furore. Heute ist es still geworden um Hans Hellmut Kirst. Aber das täuscht; in Amerika hat er
Nach wie vor Erfolg
Ich holte mir ein Bier im Münchener Hauptbahnhof und stand dann neben einem Mann, der auch auf den dünnen Schaum auf Seinem Bier sah.
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An den „Praunheimer Werkstätten wird deutlich, wie sehr Arbeit Schwerbehinderten helfen kann. Doch leider fehlt es noch immer an Verständnis und Geld.
Sie lachen auch bei der Arbeit
Viertel nach sechs in der Frühe startet der von der „Aktion Sorgenkind“ gestiftete Bus. Vor uns liegen 40 bis 45 Kilometer durch Frankfurter Vororte und Stadtteile, um Behinderte aufzuklauben, die zur Arbeit in die „Praunheimer Werkstätten“ wollen.
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Profit oder Ambition?
„Da Beruf nicht immer Erfüllung bedeutet, ist Beamtendasein eine gute Alternative“
- Sport
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Der Traum vom Weltrekord
Einen Winter lang, der mehr einem Frühling glich, sind die besten Eisschnelläufer der Welt einem Phantom nachgeeilt, das sie nicht in den Griff bekamen.
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Kaputte Spiele
Applaus für die Ganoven
Eine Moritat wird allzu gern als unsterblich betrachtet. Diese literarische Überhöhung gilt auch für die Moritat von den kaputten Spielen: dem Bestechungsskandal, der sich jetzt in die Archive zurückziehen will.
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Sportpolitik
Leitfaden für Lust und Leistung
Wenn im Bundestag oder den Länderparlamenten bisher über Jugend- oder Bildungspolitik gestritten wurde, fand man dies auch bei den Sportorganisationen ziemlich normal.