• Ausgabe 44/1974

    Ausgabe 44/1974

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Im Schleudersitz

    In Nordrhein-Westfalen haben Parteivorstand und Landtagsfraktion der FDP die Entlassung des Staatssekretärs im Innenministerium, Stakemeier, erzwungen.

  • Ford

    „Keine Absprache“

    In einem vielbeachteten, freiwilligen Auftritt vor dem Justizunterausschuß des US-Repräsentantenhauses wies Präsident Ford am Donnerstag voriger Woche jeden Verdacht zurück, es habe zwischen ihm und Nixon irgendeine Absprache über eine Amnestie gegeben.

  • Nur kleine Schritte

    Als Valery Giscard d’Estaing jüngst ankündigte, er wolle seine Außenpolitik auf einer Pressekonferenz erläutern, da fragten sich die Beobachter spontan: Welche Außenpolitik? Schon im letzten Wahlkampf hatten außenpolitische Fragen eine völlig untergeordnete Rolle gespielt.

    Von Klaus-Peter Schmid

  • Keine großen Erwartungen

    Nur mit gedämpften Erwartungen werden Bundeskanzler Schmidt und Außenminister Genscher in der nächsten Woche – zum erstenmal in diesen Ämtern – nach Moskau reisen.

  • Gruß dem Mentor

    Es ist kaum zu glauben: Diese Woche wird Theodor Eschenburg 70 Jahre alt. Niemand, den seine spitze Feder aufgespießt, und niemand, der noch in jüngster Zeit miterlebt hat, wie er den Problemen unseres Staates und unserer Gesellschaft scharfsichtig und scharfsinnig zu Leibe rückte, wird es für möglich halten.

    Von Theo Sommer

  • Worte der Woche

    „Ich bin gegen jede Hexenjagd, aber auch gegen jede Hexenfurcht, auch wenn es sich um die Hexe Heidemarie Wieczorek-Zeul handelt, die gelegentlich auf dem Besen ihrer Ideologien durch die Seiten wirklichkeitsfremder Resolutionen reitet.

  • Zu schwach zum Frieden

    Nicht frei von Resignation war wohl die Erkenntnis, die Henry Kissinger vor Antritt seiner sechsten Nahostrundfahrt James Reston von der New York Times vermittelte: „Inder Außenpolitik sind jene Unterfangen am schwierigsten, deren Notwendigkeit man zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht beweisen kann.

    Von Dietrich Strothmami

  • Handel um Juden

    Zu Beginn dieser Woche hat sich Henry Kissinger auf eine dreiwöchige Reise begeben, die ihn zunächst nach Moskau führte. Doch zuvor noch wurde in Washington eine neue Variante des Understanding aus der Taufe gehoben, jenes diplomatischen Kunstgriffs, dessen sich Regierungen bedienen, wenn sie sich in einer heiklen Angelegenheit zwar verständigen, aber keine völkerrechtlich verbindliche Übereinkunft kodifizieren wollen.

    Von Jürgen Krämer

  • Theater am Rhein

    Wichtig an dem Fall des Düsseldorfer Staatssekretär Heinrich Stakemeier ist nicht die Kontroverse um das FDP-Kirchenpapier, nicht der verzögerte Hinauswurf des Beamten, nicht einmal das Gerangel der beiden „Kampfhähne“, des FDP-Ehrenvorsitzenden und Innenministers Weyer mit seinem Vorstandsnachfolger und Wirtschaftsminister Riemer.

  • Vogel gegen alle

    Wenngleich zu ihren Talenten wohl kaum die Gabe zählt, das Publikum zum Lachen zu bringen, so bringt die resche Ansagerin dennoch Heiterkeit in die schmucklose Sporthalle der Regensburger Turnerschaft: „Vielleicht können wir ihn das nächstemal bei uns in Regensburg als Ministerpräsident begrüßen.

    Von Sepp Binder

  • Dokumente der ZEIT – „Sittliches Bewußtsein schwindet“

    „Das sittliche Bewußtsein in Lebensfragen und die Achtung der im Grundgesetz verbürgten Menschenrechte drohen zu schwinden. Die jetzige Bundesregierung tritt diesem Rückgang, soweit überhaupt, nur unzureichend entgegen; in wesentlichen Bereichen fördert sie ihn eher.

  • Zeitspiegel

    Vor der Einweihung des neuen Berliner Flughafens Tegel hatte es protokollarische Schwierigkeiten gegeben. Ursprünglich war daran gedacht, sowohl Bundespräsident Scheel als auch den französischen Botschafter in Bonn, Olivier Wormser, einzuladen.

  • Amerikanische Vorwürfe gegen Südafrika

    Die Attacke des amerikanischen UN-Vertreters Segel am vergangenen Freitag vor den Vereinten Nationen war die schärfste, die Südafrikas Regierung bisher von Seiten, der Vereinigten Staaten hat einstecken müssen.

  • Kein klarer Kurs

    Wenn in Rom, Lissabon oder Athen ein Kommunist Verteidigungsminister würde – wem gehörte seine Loyalität? Der Nato, deren Mitglied sein Land ist, oder dem internationalen Kommunismus, oder gar dessen Hauptmacht, der Sowjetunion? Zugegeben: der Fall ist derzeit kaum denkbar.

    Von Peter Bender

  • Brandt sagt Portugal Hilfe zu

    Der SPD-Vorsitzende Willy Brandt hat in Portugal „außerordentlich interessante Eindrücke von einem Land bekommen, das die Chance zur Demokratie erhalten hat – auch wenn deren Verwirklichung nach 50 Jahren Diktatur sehr schwer ist“.

  • Die Bataille von Boston

    Die Rassentrennung in den Schulen stürzt die Liberalen in Gewissenskonflikte

    Von Karl-Heinz Janfien

  • Bayern

    Streit um Hirtenwort

    Selbst in der CSU sind die Ansichten geteilt, ob der Hirtenbrief der bayerischen Bischöfe zur Landtagswahl hilfreich sei. Richard Stücklen, Führer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, rückte davon ab, indem er sagte: „Die CSU und sicher genauso die CDU ist keine Kirchenpartei.

  • Bundesmeierei

    In der Bundesrepublik blüht nicht nur die Vereinsmeierei, auch die Bundesmeierei entwickelt sich prächtig. Im Bund Freies Deutschland finden heimatlose Rechte ein Recht auf Heimat.

  • KP-Treffen

    Im Mai in Ostberlin

    Nach Abschluß der europäischen Sicherheitskonferenz wollen die kommunistischen Parteien Europas eine Konferenz in Ostberlin veranstalten – möglichst zum 30.

  • Wolf gang Ebert

    Das Traum-Finale

    Vielleicht kommt es 1976 zum Traumfinale. Es geht darum, wer dann Bundes-Sheriff wird: Old Shatterhand oder Big Smash, den sie auch den „Southerner“ nennen.

  • Kreml erleichtert Emigration

    Senator Jackson sprach von einem „historischen Schritt auf dem Gebiet der Menschenrechte“. Israels Außenminister Allon dankte für die „unschätzbaren Dienste in dieser humanitären Frage“.

  • Dregger am Drücker

    Vor vier Jahren präsentierte sich Alfred Dregger den hessischen Wählern noch als Draufgänger. „Wir kommen“, verkündeten die Plakate, auf denen der CDU-Spitzenkandidat seine Mannschaft gegen einen unsichtbaren Gegner führte.

  • Amerikas Vizepräsidentschaft

    Wieviel Millionen für die Macht?

    Als Nixons Vize Spiro Agnew 1973 über seine korrupte Vergangenheit stolperte, prägte er in seiner Abschiedsrede an die Nation den Begriff der Post-Watergate Morality; er sei ihr erstes Opfer, klagte er später.

    Von Jürgen Kramer

  • Moskaus Musterschüler

    Mit Freude“ hat die SED den Beschluß von Warschau aufgenommen, die nächste Konferenz der kommunistischen Parteien Europas in der DDR zu veranstalten.

    Von Joachim Nawrocki

  • Wirtschaft
  • Keine Aussicht auf „Sozialpfandbriefe“

    Mit der Verabschiedung des neuen Mietrechtes wird die Finanzierung des Mietwohnungsbaus mit Sicherheit nicht einfacher. Der frei finanzierte Wohnungsbau ist ohnehin praktisch tot.

    Von Ihr Securius

  • Rezepte

    Der Vorstand von Hawker Siddeley Aviation beschließt, die Entwicklung des Kurzstreckenflugzeugs HS 146 aufzugeben, weil er befürchtet, daß das Projekt mehr kosten wird, als es einzubringen verspricht.

  • Zeit spart Geld

    Die Rechtsschutz Union Versicherungs-AG, München, bietet einen Finanzgerichts-Rechtsschutz an. Bei dieser neuen Versicherungsleistung handelt es sich um die Abdeckung des Kostenrisikos in Verfahren vor den Finanzgerichten.

  • Der ungeliebte Wechselbalg

    Professor Ernst Schellenberg, Bundestagsabgeordneter der SPD, Rentenexperte seiner Fraktion und ebenso routinierter wie souveräner Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Arbeit und Sozialordnung, hielt sich strikt an die Arbeitszeitordnung: Nach zehnstündiger Tätigkeit unterbrach er am letzten Mittwoch um 20 Uhr die Sitzung des Ausschusses.

    Von Heinz Michaels

  • Preistreiber Staat

    Weitaus stärker als die Kosten für die Lebenshaltung insgesamt sind viele staatlich administrierte Verbraucherpreise in den vergangenen Jahren gestiegen.

  • Bonner Kulisse

    Den Weltreisen der Mitglieder des Finanzausschusses steht nichts mehr im Wege. Trotz bissiger und kritischer Kommentare, die Mitglieder dieses Ausschusses wollten nach den anstrengenden Beratungen über die Steuerreform nun einmal sich selbst etwas Gutes tun und die Welt kennenlernen, sind die Reisen insgesamt genehmigt worden.

  • DDR -Manager

    Für Betrieb und Partei...

    Die Manager in der DDR, die man dort „sozialistische Leiter“ nennt, stehen meist etwas im Schatten der Politik. Sie erfüllen ihre schwere und oft undankbare Aufgabe, kämpfen für den Plan und gegen Versorgungslücken oder Produktionsausfälle und lassen sich nur selten vor der Öffentlichkeit sehen oder für Zeitungen interviewen.

    Von Aufnahme: Eupra

  • Optimistische Prognose

    Mit einem steigenden Bedarf an Arbeitskräften rechnet auf längere Sicht die Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit. Ihre Modellrechner ermittelten, daß es in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1990 etwa, 1,4 Millionen Arbeitsplätze mehr geben wird als 1972 – nämlich 27,8 Millionen.

  • Jagd nach billigem Geld

    Privater Grundbesitz ist nicht immer Quelle reiner Freude. Ob es sich lohnt, bei den derzeitigen Bau- und Kapitalkosten überhaupt noch zu bauen, hängt zum größten Teil vom Geschick des Bauherrn ab.

  • Unverschämt oder weltfremd?

    Wer heute durch die Bonner Ministerien geht, muß zu der Überzeugung kommen, daß die Grenze der Arbeitszeitverkürzung mit der 40-Stunden-Woche nicht nur erreicht, sondern bereits überschritten ist.

  • Bedenklich

    Ist es wirklich so, daß das Kündigungsschutzgesetz die sozial Schwächeren schützt? Ist es nicht so, daß heute in einem großen Teil der mietgeschützten Räume gut verdienende Mieter sitzen, die sozial bedürftigeren, insbesondere jüngeren, finanziell schwächeren den Wohnraum vorenthalten? Als das Kündigungsschutzgesetz im Herbst 1971 als „befristete Ausnahmeregelung“ für drei Jahre in Kraft trat, konnte niemand ahnen, daß im Herbst 1974 völlig veränderte Verhältnisse herrschen würden, bei denen der Wohnungsmarkt ausgeglichen ist, Hunderttausende Wohnungen leer stehen und die sozialen den freien Mieten davonlaufen.

  • Prof. Hans-Jürgen Schmahl, HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung, Hamburg:

    Erst die Preise bremsen

    Schmahl: Das glaube ich nicht. Denn man muß bei der Betrachtung, was ein solches Defizit bedeutet, verschiedenes berücksichtigen.

  • Mitten aus ihrem bisher größten Boom geriet die deutsche Chemiefaserindustrie in ein tiefes Absatzloch. Mit Kurzarbeit soll nun die Überproduktion gebremst werden.

    Flaute für Fasern und Fäden

    Wilhelm Pfunder, Vorstandsmitglied der Deutschen Rhodiaceta AG, beklagte eine verkehrte Welt. „Noch vor einem halben Jahr, als wir zuwenig Rohstoffe hatten“, so erregte sich Ende voriger Woche der Produktionschef des Freiburger Chemiefaserherstellers, „wurden wir geprügelt und geschlagen, weil wir nicht genügend liefern konnten.

    Von Felix Spies

  • Haji Mastans Gewerbe

    Ganz plötzlich hat sich Indiens Regierung entschlossen, gegen einen der blühendsten Geschäftszweige des Landes mit aller Härte vorzugehen.

  • Im Alter lernt man anders

    Die Einsicht, daß Lernen weniger als reiner Wissenserwerb denn als Verhaltensänderung auf Grund von Erfahrungen zu verstehen ist und nicht auf einen einzigen Lebensabschnitt beschränkt sein sollte, ist gewiß nicht neu.

    Von Ursula Lehr

  • Aus Unternehmungen

    In der vergangenen Woche gab der Kurs der Philips-Aktien an einem Tag um mehr als zehn Prozent auf 20,50 Mark nach. Anlaß war die Nachricht, daß in den Fabriken des holländischen Elektrokonzerns teilweise Kurzarbeit eingeführt werden muß und daß das Unternehmen den für 1974 angepeilten Gewinn nicht erreichen wird.

  • So gut wie Benzin

    Etwas gerührt stand Italiens Staatspräsident Giovanni Leone am Bohrloch „Malossa 1“ und drehte dreimal das Ventil auf. Damit setzte er Italiens größte Ölquelle in Gang, aus der von 1976 an jährlich 2,5 Millionen Tonnen gefördert werden sollen.

  • Vorsorge für den Mangel

    Gute Vorsätze haben den Energiepolitikern bei der Fortschreibung des Programms die Feder geführt

    Von Dieter Fiel

  • England

    Die Baisse war ihr Schicksal

    Die Reihe der Finanzakrobaten in der Londoner City lichtet sich. Der letzte, dem der Drahtseilakt mißlang, ist einer der Hohepriester der Kunst des schnellen Geldes.

  • Mit dem „Gift“ leben

    Wenn in Frankreich Protestkundgebungen stattfinden, dann beherrschen in der Regel klassenkämpferische Sprechchöre und die „Internationale“ die Szene.

  • Frankreich

    Keiner kommt zu kurz

    Frankreichs Arbeitgeber stehen nicht gerade im Ruf, Wegbereiter des sozialen Fortschritts zu sein. Und allzuoft trifft man auf die Meinung, die Grande Nation sei im Bereich der Sozialpolitik eher unterentwickelt.

  • Der Computer hilft

    Ein Computer soll den Arbeitsämtern künftig bei der Arbeitsvermittlung helfen. Gegenwärtig laufen erste Versuche in Nürnberg und München.

  • ZEIT-Gespräch mit Finanzminister Hans Apel über die Rolle der Deutschen in der Europäischen Gemeinschaft

    Europas böse Buben?

    ZEIT: Herr Minister Apel, die deutsche Europapolitik ist in den letzten Monaten ins Zwielicht geraten: Zwar sind wir bereit, an der Gemeinschaftsanleihe mitzuwirken, wir haben Italien mit einem Fünf-Milliarden-Kredit geholfen, und nach wie vor legen deutsche Politiker bei jeder Gelegenheit Bekenntnisse zu Europa ab.

  • Salamander

    Politur für alte Schuhe

    Franz Josef Dazert, Vorstandsvorsitzender der Salamander AG, trat mit leeren Händen vor seine Aktionäre: Für das Geschäftsjahr 1973 meldete er bei seinem Einstand einen Verlust von über zehn Millionen Mark und einen um zehn Prozent auf 435 Millionen Mark gesunkenen Umsatz.

    Von Gunhild Freese

  • Bundeswirtschaftsminister Hans Friderichs war in Moskau. Bundeskanzler Helmut Schmidt wird am Montag dort erwartet. Es geht um Geschäfte. Welche Chancen bietet der Osthandel in Zukunft?

    Ein Platz an der Kama

    Ein Fluß in der tatarischen Steppe, tausend Kilometer von Moskau. Nicht ganz zweitausend Kilometer lang, allenfalls die Hälfte des Jahres eisfrei.

  • Den Scheichen helfen?

    Bereits im Frühjahr schien die Entscheidung perfekt. Jetzt im Herbst ist das längst überfällige Entwicklungshilfesteuergesetz vom Finanzausschuß des Bundestags abermals von der Tagesordnung abgesetzt worden.

  • Kein Geld aus Rom

    Die Linksextremisten schießen scharf auf Italiens größtes Industrieunternehmen. Fünf Bomben krachten in der vergangenen Woche vor fünf Fiat-Depots in Rom.

    Von Friedhelm Gröteke

  • Nur noch billiges Papier

    Seit der Finanzminister nicht mehr weiß, woher er die Mittel für seinen Haushalt nehmen soll, müssen sich die Bonner Beamten aufs Sparen im eigenen Haus konzentrieren.

  • Nun auch Chemie-Sorgen

    Trotz Aufmunterungen vieler Kreditinstitute sind die Bankkunden nicht zum Neuengagement in Aktien zu bewegen. Da dem Berufshandel kaum noch nennenswerte Mittel zur Verfügung stehen und die Investment-Fonds Monat für Monat Mittel zusammenkratzen müssen, um die rückfließenden Anteile „anzukaufen“, sind die Börsenumsätze zur Zeit extrem niedrig.

    Von K. W.

  • Drucker unter Druck

    Drei Wochen ist es her, daß der Hamburger Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr (G + J) einen Schlußstrich zog: Die gemeinsam vom Münchner Süddeutschen Verlag („Süddeutsche Zeitung“) und von der Münchner G + J-Tochter Kindler & Schiermeyer betriebenen Tiefdruckbetriebe Süddruck GmbH & Co sollen „noch in diesem Jahr“ ihren Betrieb einstellen.

  • Wissen
  • Blindes linkes Auge

    Portugals Sozialisten geben sich scharf links – so links, daß es mitunter den Anschein hat, als wollten sie die Kommunisten, ihre gefährlichsten Konkurrenten, noch übertrumpfen.

    Von G. V.

  • Kanzler im Test

    Das Szenenbild ist in düsteren Farben gehalten. Die wirtschaftswissenschaftlichen Institute der Bundesrepublik, einig wie selten zuvor, bereiten uns auf einen langen und harten Winter der Konjunktur vor.

  • Wieder abwärts mit der SPD?

    Die Wahlen am Sonntag: wichtiger für die Bundesrepublik als für Bayern und Hessen / Von Rolf Zundel

  • Außerirdische Zivilisationen

    Lebensfeindliche Galaxis

    Für Däniken und seine Freunde ist es so etwas wie eine Heilslehre: Draußen im Weltraum wimmelt es nur so von hochtechnisierten Zivilisationen.

  • Gastarbeiter, nicht Fremdarbeiter

    Die Initiative der Maßlosigkeit“, wie die Neue Zürcher Zeitung sie nannte, ist gescheitert. Die Schweizer behalten ihre Ausländer und damit auch wohl ihren Wohlstand.

  • Vertreibt Vitamin C den Schnupfen?

    Über die Wirksamkeit des Vitamins C bei Erkältungskrankheiten streiten sich immer noch die Gelehrten. Das ging aus den Referaten bei der Vitamin-C-Konferenz hervor; die von der New Yorker Akademie der Wissenschaften zusammen mit der Columbia-Universität in New York veranstaltet wurde.

  • Reisen
  • Ist Skifahren nur noch für Reiche?

    Wer unter Freunden und Bekannten herumhört, sich bei Familien mit Kindern erkundigt oder auch dieses und jenes Reisebüro befragt, wird eine erstaunliche Feststellung machen: Eine zunehmende Zahl von langjährigen Winterurlaubern kapituliert in diesem Jahr vor den gewaltig gestiegenen Kosten für Skiurlaub.

  • Goldener Kehraus

    Die Novembersonne leuchtet wie eine Fackel in den Schloßhof. Sie wirft die Schwalbenschwanzmuster der Schießscharten als Schatten aufs Steinpflaster, taucht die Weingläser auf den Tischen in eine Farbe wie von flüssigem Bernstein und läßt über dem Holzbalkon die Fresken der Ritter und Burgfräulein zu geheimnisvollem Leben erwachen.

    Von Wolf gang Boiler

  • „Deutsch, herzhaft, zwanglos“

    Von Carl Cerny James Boswell, der Sohn eines schottischen Gutsbesitzers und Richters, der sich auch Lord Auchinlek nannte, ist den Kennern der europäischen Kulturgeschichte wohlvertraut.

    Von Carl Cerny

  • Bei den Eskimos in Kotzebue

    Erster Stopp nach einstündigem Flug: Nome an der Beringsee, 3000 Einwohner. Nomes Hochsaison liegt 74 Jahre zurück, als an seinem Strand große Mengen von Gold gefunden wurden.

    Von Rainer Deglmann-Sdbwarz

  • auto
  • Mercedes-Benz 280 SL

    Sparsamer Stern

    Bei Mercedes-Benz gibt es wieder einen 280 SL. Nicht denjenigen mit der Pagodendachkarosserie, sondern den neuen: Der 350 SL wird jetzt auch mit 2,8-Liter-Sechszylinder geliefert und heißt dann 280 SL beziehungsweise 280 SLC.

  • Allegro moderato

    Von den vielen Typen der British Leyland Motor Corporation (BLMC) ist Bundesbürgern vor allem der „Mini“ ein Begriff – jener winzige und witzige rasende Schuhkarton, der mit seinen drei Meter Länge noch in Parklücken schlüpft, die ein Normalautomobilist gar nicht registriert.

    Von Stefan Woltereck

  • Langzeit- Auspuff

    Höchste Zeit

    Die Automobil-Industrie soll, so erklärt das Bundeskartellamt, den vom ADAC entwickelten Langzeit-Auspuff unverzüglich konstruieren und in die Autos einbauen.

  • die zeit
  • Spanische Praxis

    In einem von Juan Ortega verfaßten Artikel, der am 20. September in Ihrem geschätzten Blatt erschien, stehen verschiedene Anspielungen auf meine politische Haltung.

  • Foreman gegen Clay – Boxweltmeisterschaft in Afrika

    Des Größten letztes Gefecht

    Wenn Muhammad Ali, der vor 32 Jahren als Cassius Clay das Licht der Welt erblickte, Wort hält, streift er am 30. Oktober im afrikanischen Kinshasa zum letzten Male die Fäustlinge über.

    Von Bernd Dassel

  • Wer überwacht die Genetiker?

    Der Embryo aus der Retorte oder die Verschmelzung lebender Zellteile von Mensch und Maus sind keine Science-fiction mehr. Für amerikanische wie für europäische Molekularbiologen und Genetiker gehören diese und ähnliche Experimente heute zum Repertoire aktueller Forschung.

    Von Wojfgang Rieger

  • List oder Lüge?

    Die Duplizität der Termine ist frappierend: zweimal just vor bayerischen Landtagswahlen sorgt ein und derselbe Vorgang für Schlagzeilen, Mutmaßungen und böse Worte.

    Von Rolf Hechel

  • Reisenachrichten

    Zu Pressemeldungen, wonach die dänischen Tjaereborg Rejser und die Charter-Fluggesellschaft Sterling Airways aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen seien, fünf bis sechs Caravelles zu verkaufen, tönt es aus Düsseldorf beruhigend.

  • Wodka in die Zelle

    Hans-Peter Vast, wegen Diebstahlsverdacht festgenommen, saß nur drei Tage im Mannheimer Landesgefängnis in Untersuhaft. Dann war er tot.

    Von Jörg Bischoff

  • Ist der Stiefel kaputt?

    Italien hört die Warnsignale. Zwar ist die adriatische Küste immer noch eines der beliebtesten Urlaubsgebiete; die Provinzen Ravenna und Forlì zum Beispiel rühmen sich, das „größte Touristenzentrum Europas“ zu sein.

  • Moskau bestimmt das Tempo

    So viele bilaterale Probleme es zwischen der Bundesrepublik und einzelnen Ostblockstaaten geben mag, so sehr wird dieses Verhältnis wie bei dem Gesetz von den kommunizierenden Röhren vom Stand der deutsch-sowjetischen Beziehungen beeinflußt.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Streit in Bielefeld

    Die Allgemeine Ortskrankenkasse in Bielefeld will sich nicht länger einem Diktat von Honorarverträgen beugen, das den Ärzten viel Geld bringt, die Krankenkassen jedoch finanziell über Gebühr belastet.

  • Böse Kinderstunde

    kein Märchen, sondern von fürchterlicher Wahrhaftigkeit, gesteigert dadurch, daß die Autoren mit sanfter Penetranz nur die Konsequenzen unserer heutigen sozialen und pädagogischen Situation ziehen und die monströsen Denaturiertheiten der Gegenwart so genau addiert haben, daß sie sich Schocks schenken können.

    Von Sybil Gräfin Schönfeldt

  • Schreibt der Leser die Bücher mit?

    „Gesellschaft – Literatur – Lesen – Literaturrezeption in theoretischer Sicht“, herausgegeben von Manfred Naumann unter Mitarbeit von Dieter Schlenstedt, Karlheinz Barck, Dieter Kliche, Rosemarie Lenzer; Aufbau-Verlag, Ost-Berlin/Weimar, 1974; 600 S.

    Von Fritz J. Raddatz

  • Wucht an der Bucht

    Das ist ein gestandener Mann von Statur.“ Mit dieser Kurzformel begründete der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Kieler Ratsversammlung, Siegfried Zimmermann, das erneute Votum der Genossen für „ihren“ Oberbürgermeister Günther Bantzer.

    Von Rainer Burchardt

  • ‚König der Athleten“?

    Glanz und Elend

    Zweiten Deutschen Fernsehens die Bendlin-Story. Anerkannt wurde der eiserne Trainingsfleiß des früheren Weltrekordmannes im Zehnkampf, dann aber wurde über den ewigen Sportstudenten der Daumen nach unten gesenkt.

  • Ostpolitik auf kleiner Flamme

    Mit übergroßen Erwartungen fliegt Helmut Schmidt am nächsten Montag nicht nach Moskau. Es ist nicht seine Absicht, Verhandlungen zu führen oder zu Ende zu führen.

    Von Theo Sommer

  • Rekorde aus der Retorte?

    Die Jahresbilanzen beweisen es: Die Überlegenheit des Ostblocksports wird immer größer. Bei den Ringerweltmeisterschaften in Kattowitz gingen jetzt die Vertreter der westlichen Welt völlig leer aus.

    Von Adolf Metzner

  • Arbeitslos in der Fremde

    Janis Chostikidis sieht skeptisch in die Zukunft. Nach nur sechswöchiger Tätigkeit als Werftarbeiter erhielt er am 26. September die Entlassungspapiere.

    Von Frank Otte

  • Eine große, früh aus dem Leben gegangene Dichterin

    Der Weg des Todes

    Sylvia Plath war Amerikanerin, von beiden Eltern her deutscher Abkunft, eine Art Wunderkind, das schon als Studentin eine fast berühmte Dichterin war.

    Von Werner Vordtriede

  • Gesellschaft
  • Gestörte Triebe

    Es sollte alles ganz anders werden. Einen deutschen Polizisten mit Humphrey-Bogart-Touch, einsam, zynisch, zur Not auch brutal, das werde er spielen, ließ „Derrick“-Darsteller Horst Tappert wissen; einen Anti-„Kommissar“ sozusagen.

    Von Hans C. Blumenberg

  • Verräter am Sozialismus oder an der Bourgeoisie?

    Franz Mehring: Die Legende um den Vater der materialistischen Literatur-Geschichtsschreibung

  • Hoffnung auf schnelles Geld

    Eine Seltenheit in unserem Wirtschaftsleben, wo wir nur stöhnen über ständig steigende Preise und Kosten: Schallplatten werden immer billiger, und dies, obwohl Herstellung, Löhne, Honorare und Vertrieb in der Bundesrepublik nach Auskunft der Plattenfirmen ständig teurer werden.

    Von Franz Schaler

  • Schlafen zu Füßen der Jungfrau: teuer

    Wir machen es uns im Erster-Klasse-Abteil bequem und lesen Zeitung. Nach vierzig Minuten angenehmer Fahrt am Fuße der Nordwand entlang kommen wir am Bahnhof Kleine Scheidegg an, verstauen die Lektüre in den Taschen unserer Anoraks, treten entschlossen in die frisch geölte Sicherheitsbindung und schwingen uns ab Bahnsteig in die Piste.

  • Filmtips

    „Lebendig begraben“ von Roger Corman, der erst vor zehn Jahren von der Kritik wiederentdeckt wurde, vor allem durch seine Filme nach Edgar Allan Poe.

  • Kultur
  • Als die „Hindenburg“ brannte

    Die Katastrophe, dieses Schlagzeilengeschehen des Tages, schrumpft in der Jahrhundertperspektive der Geschichte zur Fußnote.

    Von Karl-Heinz Arndt

  • Opfer der Melancholie

    Gerhard Fritsch galt nach dem Erfolg seines Romanerstlings „Moos auf den Steinen“ (1956) als eine Art Kronprinz der Wiener Literatur.

    Von Otto F. Beer

  • Der Regisseur soll ein Autor sein

    Luc Bondy ist 26 Jahre alt und schon ein Superlativ – der „am meisten gefeierte Nachwuchsregisseur“ (so das Kulturmagazin TTT in der vergangenen Woche).

    Von Benjamin Henrichs

  • Zeitmosaik

    Bis vor ein paar Jahren wußte man kaum etwas von ihnen. Die Landestheater – sie waren eine kaum beachtete, meist bemitleidete Randerscheinung des deutschen Theaters, Inbegriff für Tournee-Elend und Schmierenseligkeit.

  • Was ist eine Korrelation?

    Eine Korrelation, so steht es im Wörterbuch, ist eine Wechselbeziehung. Leider ist diese Definition zwar richtig, aber so nichtssagend, daß sie den Ausflug ins Vorfeld der statistischen Mathematik nicht erspart.

  • Es darf gelacht werden

    Zuerst war eine große Stille in Japan. Auch ich habe zunächst geglaubt: Das kann doch nur eine Falschmeldung sein. Da hat jemand den Namen Sato aufgeschnappt, und daß ein Mann namens Sato den Friedensnobelpreis bekommen haben soll.

    Von Hisako Matsubara

  • Was kann der Mensch dafür?

    Die Erzählerin Luise Rinser kann Personen und Sachen, Stimmungen und Meinungen derart mit Worten einkreisen, daß sie sich im Gedächtnis festhaken, und das ist keine alltägliche Fähigkeit.

    Von Christa Rotzoll

  • Kunstkalender

    Hermann Finsterlin, Architekt, Maler und auch Schreiber, war immer ein Außenseiter, Einzelgänger, auch wenn er gelegentlich und zwischenzeitlich Bewunderer, Jünger oder Snobs fand, die seine blühenden Texte goutierten und seine phantastischen Architekturentwürfe für eine schönere Märchenwelt ernst nahmen.

  • Von ZEIT-Mitarbeitern

    verwechselbarer Erzähler vor. Die meisten dieser Erzählungen handeln von Einbrüchen merkwürdiger Vorfälle in den Alltag, von „dunklen" Ereignissen, die sich niemals restlos aufklären lassen.

  • Macht und Ohnmacht Leonid Breschnjews

    Der Kremlherr fürchtet Kritiker und Reformen – Dissidenten in der Sowjetunion

    Von Heinz Brahm

  • Die jüngste Matrone der Welt

    Klein ist sie, blaß und unscheinbar. Sie hat eine Vorliebe für Kleider, die sie entstellen. Sie ist steif und wirkt langweilig.

    Von Manfred Sack

  • Ein Mann, ein Traum, drei Tote

    Francis Scott Fitzgerald war mit und neben Ernest Hemingway der größte Alkoholiker der amerikanischen Literatur (und manchmal tranken die beiden auch zusammen, in Paris zum Beispiel).

    Von Petra Kipphoff

  • Gar nicht mehr zu rezensieren

    Sicher, das soll nicht geleugnet werden: man kann manches mit diesem neuen Roman machen. Man kann ihn vor allem, wie ich vermute, sehr gut verkaufen.

    Von Horst Krüger

  • Normaler Rekrut

    Die Übernahme neuer sozialer Rollen vollzieht sich stets auf dem Hintergrund der bisherigen Lebensgeschichte einer Person...

  • Kritik in Kürze

    „Romane“, von Knut Hamsun. Hamsuns Romanepen, deren Gehalt er im Alter dahin zusammenfaßte: „daß ich in einem sehr langen Dichterleben mehrere hundert Gestalten geschaffen, sie innen und außen als lebendige Menschen in jedem seelischen Zustand, jedem Stimmungswechsel, in Traum und Handlung geschaffen habe“, lesen sich heute so frisch wie zur Zeit ihres Erscheinens.

    Von Marianne Eichholz

  • Ein Zeichen setzen

    Vorstand und Präsidium eines eingetragenen Vereins tagen. Auf der Tagesordnung stehen die üblichen Rechenschaftsberichte, Diskussion des letzten Kongresses, Vorbereitung des nächsten, Zuwahlen neuer Mitglieder.

    Von Rudolf Walter Leonhardt

  • Die neue Schallplatte

    „It’s Only Rock’n’ Roll“ ist die kompromißlose Rückkehr der Stones zu den Ursprüngen ihrer Musik: Keith Richards fast schon lehrbuchhaft zu nennende Demonstration der Kunst auf der Rhythmusgitarre; in der thematischen Vielfalt eine ähnlich geschlossene Leistung wie „Beggars Banquet“ und das vielfach unterschätzte Doppelalbum „Exile Ort Main St.

    Von Franz Schaler

  • Der Streit um die Intelligenz (III)

    Grenzen, die die Gene setzen

    Die Frage, ob und inwieweit die Erbanlage die Intelligenz bestimmt, ist schon gut hundert Jahre alt.

  • Blick zurück im Luxus

    Neue Situationen suchen nach ihrer verbalen Entsprechung. Auf dem Buchmarkt ist neuerdings von „Verschlankung“ die Rede, womit gewisse rezessive Tendenzen im Verlagswesen umschrieben werden.

    Von Gottfried Sello

  • Die Kontroverse um „Kontinent“

    Grass hat recht behalten

    Getuschelt hatten es viele; Günter Grass (ein Mann, den anzugiften unter Linken wie Rechten inzwischen eine Art bedingter Reflex geworden ist) war der einzige, der den Mut aufbrachte, es laut zu sagen: Vor vierzehn Tagen, in einem an Sinjawskij und Solschenizyn gerichteten, auch in der ZEIT veröffentlichten Offenen Brief gab er den exilierten russischen Schriftstellerkollegen zu bedenken, ob es richtig gewesen sei, für ihre neue Ost-Emigrantenzeitschrift „Kontinent“ ausgerechnet beim Springer-Konzern Anlehnung zu suchen.

    Von Dieter E. Zimmer

  • Lebensart
  • Ziffernlyrik

  • Steine im Stock

    Die Traveller-Serie der Rayensburger Spiele muß ein Verkaufsschlager sein! Trotz intensiver Suche konnte unser Spieler-Club einige nicht mehr auftreiben.

  • Der Zeitgenosse

  • Schwarzer Humor

    In Alabama. Ein Hochhaus steht in Flammen. Im zehnten Stock steht ein Schwarzer. Unten haben Feuerwehrleute ein Sprungtuch ausgebreitet, aber er zögert: „Wenn das Rassisten sind, ziehen sie bestimmt im letzten Moment das Tuch weg.

  • Zu Meerschweinchen verfremdet

    Ich bin nicht dafür, daß unentwegt Milde gegen Gewalt gesetzt wird. Ich bin nicht für die laufenden Meter Freispruch, die in unseren turbulenten Zeiten an Aggressionstäter verteilt werden.

    Von Christa Reinig

  • Ein Film als Litfaßsäule

    Man redet wieder über Filme, aber was eigentlich? Rund achtzig Prozent befragte Amerikaner wissen nicht, was ein Exorzist ist, Informationen über die Mafia halten sich auf dem Niveau vager Klischeevorstellungen, und obwohl der berühmte Roman über die Crazy Twenties, „Der große Gatsby“, Pflichtlektüre für amerikanische Schüler ist, blieb sein Autor Francis Scott Fitzgerald dem Publikum weitgehend unbekannt.

    Von Wolf Donner

  • Neue Kleider

    Da kann passieren, was will: Ein Krieg kann ausbrechen, der Ölpreis sich verdoppeln, lebenswichtige, außenpolitische Bindungen können sich als brüchig erweisen, und im eigenen Land kann eine Wirtschaftskrise drohen – unbeirrt und ungestört „präsentiert sich Frau Mode in neuem Gewande“.

    Von Wolfram Siebeck

  • ZEITLUPE 20

    Nur mit faulen Tricks

    Nach diesem Prinzip war die politische Propaganda im Dritten Reich unter Goebbels erfolgreich, und danach lassen sich die Menschen auch heute noch manipulieren, nur mit dem Unterschied, daß sie nicht politischen Ideen hinterherlaufen, sondern sich künstliche Bedürfnisse einreden lassen.

  • Ein Halleluja für zwei Architekten

    Auf Anhieb Erfolg: Anfänger bauten in Tegel Deutschlands modernsten Flughafen

    Von Manfred Sack

  • Feilschen mit dem Tod

    Der Pastor sagt: „Darf ich mich ein wenig zu Ihnen setzen – Sie sind neu auf der Station, wissen Sie schon, was Ihnen fehlt?“ Die Patientin sitzt aufrecht in den Kissen in einem blaugemusterten Nachthemd.

    Von Christel Zepp

  • J.M-M: Blick ins Bett

    Zugegeben: Ich hatte mir denHergang menschlicher Überwachung einfacher vorgestellt. Ich hatte ganz naiv geglaubt, daß etwa ein besserer Herr vom betreffenden Bundesamt seinen Untergebenen sagt: Hier sind die Namen von fünfzig Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.