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Ausgabe 03/1975

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Warten auf die nächste Bombe
Der Reverend Jan Paisley war wieder einmal in Hochform. „Mörder bleiben Mörder, ganz egal, was sie anhaben“, sagte er, mit dem Sinn des Predigers für griffige Formeln, nach einem Treffen der Loyalisten, wie sich Nordirlands Protestanten nennen, seit sie von der Londoner Zentrale keinerlei Anweisungen mehr entgegennehmen wollen.
Von Karl-Heinz Woeker
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Wolf gang Ebert .
Meine Tendenzwende
In der Neujahrsnacht habe ich den Vorsatz gefaßt, endlich reinen Tisch zu machen. Darum will ich an dieser Stelle gleich mit meinem Geständnis herausrücken: Ich war nicht immer konservativ.
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Unerträglich
Seit Monaten beratschlagen die obersten Finanzbehörden, wie sie hochverdienende Bundesbürger daran hindern können, Vermögen aus ersparten Steuern zu bilden.
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Bangla Desh: Hunger, Not, Zweifel und Korruption
Der junge Staat am Rande des Zusammenbruchs – Unfähigkeit der Führungsspitze – Ausnahmezustand verhängt
Von Gabriele Venzky
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In der Klemme
Sadats Stern droht zu sinken. Nicht genug, daß ihm Moskau mit der schroffen Absage des zuvor lauthals angekündigten Breschnjew-Besuchs eine Abfuhr erteilte und Ägyptens Generalität also weiterhin vergebens auf die dringend verlangten neuen Bomber und Raketen warten muß.
Von D. St.
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„Strauß hat gelogen“
Rudolf Augstein zur jüngsten Version des CSU-Vorsitzenden über die Vorgänge von 1962
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Militärische Intervention im Nahen Osten?
Kissinger: Eine militärische Aktion wegen der Ölpreise? Das wäre ein sehr gefährlicher Weg. Wir sollten aus Vietnam gelernt haben, daß es leichter ist, in einen Krieg hineinzugeraten, als wieder herauszukommen.
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Volksfront am Canale Grande?
Was bildlich gesprochen für ganz Italien gilt, ist in Venedig buchstäblich Not: Das Wasser steht den Regierenden und Regierten bis zum Halse.
Von Hansjakob Stehle
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BONNER BÜHNE
Barometer auf Sturm
Gefährlichen Funkenflug im Gebäude der Bonner Koalition hat die kategorische und mit den anderen Parteioberen offenbar nicht abgesprochene Erklärung des FDP-Generalsekretärs Bangemann ausgelöst, für die Liberalen sei in der Mitbestimmung die Urwahl der Arbeitnehmervertreter unverzichtbar.
Von Carl-Christian Kaiser
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Die Zukunft der Freiheit
Die Welt ist im Wandel. Das Überleben der Menschheit wird bedroht durch Übervölkerung, die Verschwendung von Rohstoffen, durch die gewollten Waffen des Atomkrieges und die ungewollten der Umweltverseuchung.
Von Ralf Dahrendorf
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Wie krank ist Breschnjew wirklich?
Diese Hiobspost hatte im neuen Jahr gerade noch gefehlt. Mit riesiger Schlagzeile verkündete Bild: „Breschnjew hat Krebs.“ Zehn Jahre lang hatte er die Szene im Osten beherrscht.
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Worte der Woche
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Sonntags nie
Im Kapitalismus, daß weiß man von Radio Eriwan, wird der Mensch vom Menschen ausgebeutet, im Sozialismus ist es umgekehrt. Überall das gleiche also – freilich aus völlig verschiedenen Motiven.
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Etwas ist faul im Folketing
Die dänische Politik ist im Begriff, so kompliziert zu werden wie die niederländische. Und von der sagte ein Amsterdamer Politiker zu seinem Kopenhagener Kollegen: Niemand außer den Niederländern könne sie mehr verstehen.
Von Niels Jörgen Haagerup
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Zeitspiegel
Seit der Bundestag seine eigene Reform auf der Tagesordnung führt – also seit 1949 –, galten alle Korrekturen und Korrekturversuche dem Ziel, die Rechte der parlamentarischen Minderheiten zu stärken.
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Weitere Worte des Vorsitzendes Franz Josef
„Ich weigere mich ganz kategorisch, die Dinge einzuteilen in Edel Verbrecher, also Überzeugungstäter, und normale Kriminelle.
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Spitzel auf verbotener Fährte
Vor knapp einem Jahr konnte William E. Colby es noch wagen, seine Organisationan biblischem Vorbild zu messen. „Unser Beruf“, so lobte der Chef der Central Intelligente Agency (CIA) mit frommem Augenaufschlag, „hat eine Tradition, die zumindest bis Moses reicht, denn der sandte einen Mann aus jedem Stamm Israel aus, um das Land Kanaan auszukundschaften.
Von Dieter Buhl
- Wirtschaft
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In den Fußstapfen der Scheiche
Golfspieler Rudolf v. Bennigsen-Foerder, nach Übernahme der Gelsenberg AG durch seine Veba seit Beginn des Jahres Chef des umsatzstärksten deutschen Konzerns, ist um zwei Flaschen schottischen Whiskys der gehobenen Preisklasse reicher.
Von Heinz-Günter Kemmer
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Europäische Autoindustrie
Die Flinte ins Korn werfen?
Immer mehr Autohersteller kapitulieren und suchen mit öffentlicher Hilfe den Ausweg aus der Krise
Von Rainer Frenkel
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Bonner Kulisse
Haimo George, Geschäftsführer des Wirtschaftsrates der CDU, hat sich für die Arbeit im neuen Jahr ein besonders originelles Motto einfallen lassen.
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Börsen-Report
Warten auf die Karawanen
Wer auf eine turbulente Jahresschluß-Börse gesetzt hatte, wurde enttäuscht Jedoch nicht für lange. Denn die ersten Börsentage im Januar brachten sowohl dem Renten- als auch dem Aktienmarkt steigende Kurse.
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Das Pendel schlägt zurück
Der Wettbewerb, der durch das 1973 in Kraft getretene neue Kartellgesetz schärfer werden sollte, wird auch künftig in einzelnen Wirtschaftsbereichen für die beteiligten Unternehmen angenehmer zu ertragen sein als in anderen: Er bleibt eingeschränkt.
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Das Wunder an der Küste
Die letzte Boom-Branche: Die deutschen Großwerften sind für mehr als zwei Jahre ausgebucht
Von Felix Spies
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Wilsons Wunderdoktor
Der Mann, der die Aktion „Wiederbelebung der britischen Industrie“ in Gang setzen soll, wacht jeden Morgen ohne Hilfe eines Weckers um zwanzig nach fünf auf, unternimmt einen erfrischenden Gang mit Terrier Toby in Londons Regent Park und begibt sich anschließend nach Whitehall, wo er sich um sieben in der kargen Dachkammer des Cabinet Office am Schreibtisch niederläßt, um einen geschäftigen Zwölf-Stunden-Tag im Dienst der Nation zu beginnen – für den er im Augenblick noch nicht einmal ein Salär erhält.
Von Wilfried Kratz
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Heimliche Liebe zur Union
Die Freidemokraten müssen sparen, wo sie nur können. Während die CDU/CSU und die SPD bei ihren Finanzen einen erheblichen Sprung nach vorn machen konnten, sind die Einnahmen der FDP nahezu wieder auf das Niveau des Jahres 1970 zurückgefallen.
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Koalitionskrise
Der Beschluß der FDP auf dem Stuttgarter Dreikönigstreffen, die Wahl der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat nicht durch Wahlmänner, sondern über die Urwald vornehmen zu lassen, hat die Koalitionskrise in Sachen Mitbestimmung deutlich gemacht.
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Öldollar
Die Waffe wird immer schärfer
In einem neuen Nahostkrieg könnten die Araber auch ein finanzielles Chaos schaffen
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Notleidend
Seit Jahresbeginn ist die Notierung der 8 1/2 %igen, auf Mark lautenden Anleihe der Burmah Oil Company Ltd. in den deutschen Börsen ausgesetzt.
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Der richtige Entschluß zur falschen Zeit
Die Krise bringt es an den Tag: Überall in der Wirtschaft, im Büro mehr noch als in der Werkhalle, wird die überraschende Entdeckung gemacht, daß mancher Arbeitsplatz eigentlich überflüssig ist.
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Freibrief vom Fiskus
Sein jüdischer Geschäftspartner Yekutiel Federmann, der als Chef der israelischen Ölgesellschaft Fedoil dabei für ihn bohren soll, weiß das bereits.
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Prognose und Wirklichkeit
Mit einem Milliarden-Programm hofft die Bundesregierung die Investitionstätigkeit beleben zu können. Denn bei dieser wichtigen Komponente des Wirtschaftswachstums irrten sich Regierung und Sachverständige in derPrognose für 1974 besonders kraß.
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Ist der billige Dollar eine Versuchung?
Zu Beginn des neuen Jahres sind das englische Pfund und der Dollar an den deutschen Devisenbörsen unter Druck geraten. Der Dollar, der sich im Herbst vergangenen Jahres auf 2,50 Mark stabilisiert zu haben schien, sank unter 2,40 Mark, das entspricht einer Dollar-Abwertung um rund vier Prozent.
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Der große Kater
Es sollte der größte Augenblick seit 1934 werden. Doch als am Sylvesterabend die Sektkorken in der Wall Street knallten, blieb der von Banken, Börsen und Beratern erwartete Goldrausch aus.
Von Jens Friedemann
- Wissen
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Keine Therapie
Das Interview ist die schlüpfrigste Kunstform des Journalismus. Es wird meist nur halb gelesen und immer nur verkürzt zitiert.
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Angst vor dem Orkan
Das Jahr 1975 stellt die Bonner Koalition vor zwei Bewährungsproben. Zum einen muß sich erweisen, wie erfolgreich die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung tatsächlich ist und ob die Prophezeiung von Bundeskanzler Helmut Schmidt wirklich eintrifft: „Heute in zwölf Monaten wird es anders und besser aussehen.
Von Rolf Zundei
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Absage an den Judenhaß
Das Papsttum hat in der Geschichte seines Verhältnisses zu den Juden einen langen Weg zurückgelegt. Er reicht von Paul IV., der im Rom der Renaissance Gettomauern errichtete (sie fielen mit anderen demütigenden Bräuchen erst Mitte des letzten Jahrhunderts), bis zu Paul VI.
Von Hj. St.
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Beamten-Protz
Wenn es nach dem CDU-Mitglied und Vorsitzenden des Deutschen Beamtenbundes Alfred Krause geht, werden die knapp 3,5 Millionen westdeutschen Staatsdiener bei der nächsten Bundestagswahl geschlossen für die Opposition stimmen und sie wieder in die Regierungsmacht hieven – es sei denn, schon die jetzige Bundesregierung pariert und erfüllt den Beamten ungesäumt ihre Forderung auf zehn Prozent Besoldungszuschlag.
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Es war nur ein Gerücht
Ein scheuer, unauffälliger japanischer Wissenschaftler hat eines der zugkräftigsten Argumente gegen die Errichtung von Atomkraftwerken entkräftet.
Von Wilson Macdougall
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Thieus letzte Stunde?
Phuoc Binh war die letzte Stadt in der südvietnamesischen Provinz Phuoc Long, die den vietnamesischen Kommunisten in die Hände gefallen ist; die sechste im Lande seit Anfang Dezember und die erste Provinzhauptstadt seit der vorübergehenden Eroberung von Quang Tri im Jahre 1972.
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Brieftauben
Immer der Nase nach
Mit dem Geruch der Heimat in den hinteren Nasenmuscheln findet die Brieftaube sicher in den Schlag zurück. Das Geruchsorgan – bei den Vögeln unauffällig im Oberschnabel untergebracht – kann zur Orientierung nützlich sein.
Von Gustav Adolf Henning
- Reisen
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Träumerei auf Krücken
Die Deutsche Schlafwagen- und Speisewagen-Gesellschaft (DSG) reist auf krummer Tour. In den schnellen Zügen der Bundesbahn läßt sie Werbeblätter mit verführerischen Kuchen-Stilleben verteilen.
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Songs und Drinks wie in Soho
Ein Ort für Skifahrer mit dem Mut zur Senkrechten – Das Schweizer Skidorf wurde von englischen Soldaten entdeckt
Von Rainer Deglmann-Schwarz
- DIE ZEIT
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Betriebsklima
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Randspalten-Lyrik
Von Otto-Heinrich Kühner
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Reisenachrichten
Zwei deutsche Veranstalter bieten 1975 erstmalig Reisen auf die Virgin Islands, zu deutsch Jungfern-Inseln, an. Die Dreiergruppe St.
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„Ein Wegweiser zum Menschsein“
Albert Schweitzer hat seiner „armen Schreibkrampfhand“, über die er ständig klagte, neben unablässiger Tagespflicht mindestens 46 Bücher, Vorträge und kleinere Abhandlungen und vierzigtausend handschriftliche Briefe abgenötigt.
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Lattek geht
Die schwelende Krise beim FC Bayern München, dem erfolgreichsten Fußballverein der Bundesrepublik, hat jetzt zu einem neuen Knall geführt.
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Der Zeitgenosse
Von Dieter Höss
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Sensation durch die Österreicher
Die Vier-Schanzen-Tournee endete mit einer Sensation. Die österreichischen Sprungläufer siegten hier ganz souverän unter der Leitung von Baldur Preiml, einst Bronzemedaillengewinner in Grenoble, heute Lehrer für Sport und Geschichte.
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Das liebe Geld
Von Joachim Sdrwedhelm
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Führer sehen Dich an
Nostalgie ist eine besondere Art, Unzufriedenheit mit der eigenen Zeit auszudrücken. Sie ist so alt wie die Menschheit, denn die Menschen hatten kaum je Grund, mit ihrer Epoche zufrieden zu sein.
Von Gabriel Laub
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François Bondy: Das internationale Thema
Amerika geht in sich
Die Automobile Washingtons haben auf den Nummernschildern schon jetzt den stolzen Hinweis auf das „Bicentennial“, das Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776, mit welcher sich dreizehn Kolonien von der britischen Krone trennten.
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Die Zeituhr tickt in Montreal
Variationen über den populärsten Bauplatz der Gegenwart gibt es genug, die Weltpresse hat dem vielbestaunten Erdloch ausgiebig Reverenz erwiesen.
Von Rolf Kunkel
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Immer noch kaum bekannt
Den „Juden im Rahmen des alten Orients“ ist der erste Teil gewidmet; das letzte Kapitel des „Vierten Teils“ trägt die Überschrift: „Zentrum und Peripherie – Das Judentum seit der Gründung des Staates Israel.
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Urlaub ohne Gepäck ...
Mit Beuteln, Tüten, Taschen, Körben, Mänteln, Säcken, Paketen, Koffern und Schirmen quälen Urlauber sich zu ihren Zielen. Ihre Ferien beginnen und enden mit dem tristen Alltagsleben von Packern, Stauern und Trägern.
Von Gerhardt Herrniann
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Zum hundertsten Geburtstag des Urwalddoktors
Ethik mit Schwielen an den Händen
Albert Schweitzer, einer der „berühmtesten“ Menschen unserer Zeit, hat Ruhm nie gesucht. Berühmtheit nahm er nur als Folgelast humanitären Handelns in Kauf.
Von Harald Steffahn
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Stabilität vom Staat verordnet
SED-Chef Honecker zitierte vor den rund 180 Mitgliedern und Kandidaten des SED-Zentralkomitees die ZEIT: „So war vor kurzem in einer bundesrepublikanischen Wochenzeitung zu lesen, daß die Wirtschaft der DDR erstmals schneller wächst als die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland .
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Kritik in Kürze
„Fernsehabsage“, Gedichte von Margarete Hannsmann. Ein Gedicht um einen großen Namen oder ein entscheidendes Ereignis, das also um einen Legenden-Kern herumgedichtet ist, muß notwendig zur Ballade werden.
Von Carl Ddhlhaus
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Filmtips
Ziemlich kühl reagierten die meisten Kritiker letztes Jahr in Cannes auf den ersten Film von Alain Resnais seit 1969. Die Geschichte des mysteriösen Millionenschwindlers Alexandre Stavisky (Jean-Paul Belmondo) wird nicht als dokumentarisches Exposé, sondern als opulentes Porträt einer verlorenen Zeit erzählt.
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Skiwandern von Prag nach München
Hausgemachter Winterurlaub im Dreiburgenland: Dorfgasthäuser und milde Hänge
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Transzendentes Markenlecken
Schreibsteihr, schreibstemir, schreibste auf WC-Papier“, sangen wir als Kinder. Doch was kam, war eine Karte von Tante Gertrud mit aufgedrucktem Gartenzwerg: „Herzlichen Glückwünsch zum Geburtstag!“ Später brachte die Post Zeugnisse, den Einberufungsbefehl, Liebesbriefe, Rechnungen, Tante Gertruds Todesanzeige, Steuerbescheide.
Von Wolfram Siebeck
- Gesellschaft
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Nur ein Fünkchen von Spark
Memento mori“: Das ist, 1959 geschrieben, ein bösartiger, witziger, makabrer, schauerlicher, geistvoller, skurriler Roman. „Memento mori“: Das,ist, 1975 gesendet, eine redliche, auf Wortwörtlichkeit und wackere Handlungsimitation bedachte Dramatisierung dieses Romans.
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Vielleicht das Heitere
Wie fange ich an? Der Vergleich mit Heine drängt sich auf. Trotz allen Unterschieden. Er ist zunächst aus rein persönlichen Erlebnissen abgeleitet.
Von Rudolf Walter Leonhardt
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Kunstkalender
Der jugoslawische Maler ist aus der Belgrader Surrealistengruppe Medial hervorgegangen. Er lebt seit vielen Jahren in Paris, ein Repräsentant der phantastischen Kunst auf zahlreichen Ausstellungen zwischen New York und Tokio.
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Talent zum Linearen
Nach der druckgraphischen Schwemme ist die originale Zeichnung wieder begehrt, so scheint es“, schreibt Klaus Jürgen-Fischer im Geleitwort zu der Ausstellung „18 deutsche Zeichner“ in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden.
Von Helmut Schneider
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Der Part des Propheten
Zur Ehre Allahs und zum Ruhme seines Propheten läßt Muammar el-Ghaddafi einen Mammutfilm drehen: Mohammed oder die Botschaft Gottes .
Von Peter Schule
- Karriere
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Zwei Arbeiten über ein modernes Straf recht in der Bundesrepublik
Strafe als Heilmittel
Calliess, ein Schüler des in die Politik verschlagenen Professors Werner Maihofer, hat sich viel vorgenommen. Er will eine Strafrechtstheorie für unser Zeitalter entwickeln.
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Die Schwäche der Fedayin
Der Applaus, den der revolvergegürtete PLO-Führer Yassir Arafat in der Generalversammlung der Vereinten Nationen erhielt, und die Bücklinge einiger europäischer Staatsmänner vor ihm mögen den Eindruck erwecken, daß die Prognosen dieses Buches falsch sind.
Von Jehuda L. Wallach
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Noch einmal davongekommen
Vor Monatsfrist brachte es eine Sonderuntersuchung der Bundesanstalt für Arbeit an den Tag: Zum Zeitpunkt der Befragung (Ende September 1974) hatten mehr als 99 Prozent der Absolventen von Haupt-, Real- und Sonderschulen einen Ausbildungsplatz gefunden.
Von Margret Liede
- Kultur
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Rettet den Stabreim!
Der Mann heißt Koerber-Kent und leidet unter merkwürdigen Ausscheidungen – er sonden fortwährend Stabreime ab. Sagt, wenn er über Arbeiter spricht, Sätze Wie diese: „Die denken nur ans Geld.
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Zeitmosaik
Seit zehn Jahren, in den sechziger Jahren besonders, haben wir nichts anderes getan, als uns zu beklagen. Jetzt ist es Schluß damit.
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Großer Mann – was nun?
Es scheint bei Verlegern ein schweigender Konsens darüber zu bestehen, daß ein Buch mindestens hundert Seiten haben muß. Das aufschlußreiche Interview nun, das Herman Parret 1972 mit dem bekannten amerikanischen Sprachwissenschaftler Noam Chomsky geführt hat, hätte nur rund vierzig Seiten ergeben.
Von Harald Weinrich
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Nachgedanken zur Hochschullehrer-Enquete 1974/75
Motive gegen Studienzeitverkürzung
Durch die Presse gingen letzte Woche die erstaunlichen Ergebnisse einer Befragungsaktion bei 1900 Hochschullehrern, die das Münchener Infratest-Institut im Auftrag des Bundeswissenschaftsministeriums unternommen hatte.
Von Rudolf Walter Leonhardt
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Schallplattentüten und was ihnen, fehlt
Vorne Lockung, hinten Leere
Barbara singt ein. Chanson, sie scheint ganz aufgelöst, sie stößt die Sätze atemlos hervor und wird dabei von einem Orchester begleitet, das, so hört es sich an, Blut und Wasser schwitzt – wenn man doch aber bloß wüßte, was die Herrschaften, so in Rage bringt! Die Plattentüte aber – purpurn, elegantes sparsames Design – nennt Namen, Titel, die notwendigsten Copyright-Daten und schweigt sich ansonsten aus: nicht ein Liedertext, nicht einmal der dürftige Versuch, Inhalte anzudeuten.
Von Manfred Sack
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Drucksachen – Drecksachen
Eine neue Generation von Lesebüchern erregt die Gemüter. Die Polemik gegen sie ist oft unfair und ahnungslos.
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Die neue Schallplatte
Trotz der ziemlich uniformen Arrangements im typischen Memphis-Sound, die der Produzent Willie Mitchell hier verwendet, ist dies wohl das spektakulärste Album einer Soul-Sängerin seit der 1971 erschienenen (und bei uns immer noch nicht veröffentlichten) Debüt-LP „Exposed“ von Valerie Simpson.
Von Manfred Sack
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Seefahrt als Kunst
Alan Villiers, der in Praxis (als einer der letzten angelsächsischen Segelschiffskapitäne) wie in Thorie (als unbestechlicher Historiker der Segelschiffahrt) Fachweltruhm erlangt hat, urteilte über dieses Buch, es sei auf seinem Gebiet „das beste, das in Großbritannien seit mindestens einem halben Jahrhundert erschienen ist“.
- Länderspiegel
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Hannover: Das erste Spielkasino in Niedersachsen eröffnet
Kubel gegen die Kugel
Marian Felsenstein warf die erste Kugel – innerhalb kurzer Zeit hatte er 500 Mark verloren. Der hannoversche Textilkaufmann strahlte dennoch zuversichtlich: Künftig will er Millionengewinne machen.
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„Wer ist schon lebensmüde?“
In einer steilen Linkskurve zieht er seine „BELL“ von siebzig Meter Höhe auf knapp dreißig Fuß über Wasser. BGS-Stabsmeister Rautenberg hält seinen Hubschrauber im Schwebeflug über dem grauen Wasser, die beiden Rotorblätter zerschneiden mit tuckernden, schweren Schlägen den Wind.
- Lebensart
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Neues Leben mit „O Donna Clara“
Als ich vor zwanzig Jahren am Klavier zum Tanz aufspielte, konnte ich immer wieder bemerken, daß die Leute auf dem Parkett an bestimmten Stellen der Musik ganz bestimmte Reaktionen zeigten“, sagte Hermann Rauhe, Ordinarius für Didaktik der Musik an der Universität Hamburg, in einem Vortrag über „Das Geheimnis der Popularität“.
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Mit dem Ohr am Leser
Und wenn dann die großen Zeitungen alle eingegangen sind, können Sie sich ja bei uns bewerben.“ Der mir das so forsch hinterherruft, ist selber Redakteur, zumindest in dem Sinne, daß er über Sitz und Stimme in einer Redaktion verfügt.
Von Barbara von Jhering
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ZEITLUPE 20
Warten auf den Knall
Ich erwarte von der Zukunft, daß es bald einen Nahostkrieg gibt, daß England in die Katastrophe schlittert und die EG dies nicht verhindern kann, daß die Faschisierungstendenzen in der BRD weiter verstärkt werden, daß die Arbeitslosenquote steigen wird, daß die CDU in den nächsten Landtagswahlen weitere Stimmen hinzugewinnen wird.
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J.M-M: Gruß ins Kittchen
Der Staatspräsident, der in seiner Neujahrs-Ansprache wünschte, 1975 möge das Jahr der Brüderlichkeit werden, wandte sich an alle Franzosen und an alle, die in Frankreich arbeiten.
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Frauen und die Technik
Noch immer sind in westlichen Industrieländern naturwissenschaftliche und technische Berufe bevorzugte Domänen der Männer. So kommt in England beispielsweise auf sieben männliche Physiker eine einzige Frau, und nicht einmal ein halbes Prozent der fertigen Ingenieure und Techniker dort sind weiblichen Geschlechts.
- Sport
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Manipulierter Tod auf der Straße
Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat offensichtlich ein gestörtes Verhältnis zur Klarheit, um nicht zu sagen zur Korrektheit von Nachrichten.
Von Ferdinand Ranft
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Wenn der Pfeil ins Auge geht
Wer Pech hat, muß sein Leben lang für einen Schaden zahlen, den er durch ein einfaches Versehen verschuldet hat. Wer noch mehr Pech hat, muß sogar für einen Haftpflichtschaden aufkommen, den nicht er selbst, sondern sein Ehepartner, das minderjährige Kind, die Hausangestellte oder der Babysitter verursacht hat.
Von Heribert von Koerber