• DIE ZEIT: Jahrgang 1975

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1975/02

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    • Unternehmen Mottenburg

      Mit einem Sonderheft leitet das ZEIT-, magazin diese Woche eine städtebauliche Veröffentlichungsreihe ein. Von der ZEIT angeregt, haben sich sechs engagierte Architektenteams, eine gemeinnützige Wohnungsgesellschaft, das Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau und der Hamburger Senat zu einer Aktionsgemeinschaft zusammengeschlossen: Ein altes Quartier soll aufgemöbelt werden.

    • Poltern statt Politik

      In parlamentarischen Demokratien leben Parteien und Politiker davon, daß sie besser sind als die Konkurrenz oder wenigstens diesen Eindruck erwecken.

  • Ausgabe 1975/03

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    • Keine Therapie

      Das Interview ist die schlüpfrigste Kunstform des Journalismus. Es wird meist nur halb gelesen und immer nur verkürzt zitiert.

    • Angst vor dem Orkan

      Das Jahr 1975 stellt die Bonner Koalition vor zwei Bewährungsproben. Zum einen muß sich erweisen, wie erfolgreich die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung tatsächlich ist und ob die Prophezeiung von Bundeskanzler Helmut Schmidt wirklich eintrifft: „Heute in zwölf Monaten wird es anders und besser aussehen.

  • Ausgabe 1975/04

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    • Atlantischer Kompromiß

      Der Schurke im Stück, das in dieser Woche in Washington über die Bühne ging, war die Bundesregierung. Ohne Helmut Schmidt und Hans Apel hätten sich die westlichen Länder bei ihrem Versuch, sich gegen das Öldollarchaos zu schützen, schneller auf einen Kompromiß geeinigt.

    • Bruderküsse

      Es waren Bilder, die etwa wie eine Fata Morgana wirkten: der Schah des Iran Arm in Arm mit dem ägyptischen Präsidenten Sadat.

  • Ausgabe 1975/05

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    • Entgelt

      Unter die Wiedergutmachung soll jetzt ein Schlußstrich gezogen werden. Zwar werden wohl bis zum Jahr 2000 noch ungefähr 35 Milliarden Mark an Renten für jüdische Opfer der NS-Gewaltherrschaft gezahlt, womit sich die Gesamtsumme der seit 1952 geleisteten Entschädigung auf 85 Milliarden erhöhen wird.

    • Signal aus Bonn

      Den Wortführern schwankt der Boden unter den Füßen, aber noch stehen sie. Alfred Krause vom Deutschen Beamtenbund schwächt seine Forderungen nach einer Einkommensverbesserung zwar vorsichtig ab; aufgeben aber will er sie „zu dieser Stunde“ noch nicht.

  • Ausgabe 1975/06

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    • Ist die Opposition regierungsfähig?

      Seit einem Jahr wird das Unwahrscheinliche wahrscheinlicher, das Undenkbare sogar von Sozialliberalen gedacht: daß die Bonner Opposition Ende 1976 in der Bundesrepublik regieren könnte.

    • Armer Papst

      Ungläubig und von christlichem Mitleid wenig ergriffen, hat die Welt eine Nachricht vernommen: Der Vatikan stehe vor einer Finanzkrise, wenn nicht gar vor der Pleite.

  • Ausgabe 1975/07

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    • Abschied für Heath

      Die britischen Konservativen haben noch keinen neuen Führer gewählt, aber sie haben den alten verabschiedet. Der 58jährige Edward Heath ist am Ende seiner Karriere.

    • Nur noch bedingt regierungsfähig?

      Die sozial-liberale Regierung in Bonn wird böse gezaust. Was immer sie an Reformen angepackt hat – Ärger ist ihr gewiß. Ungewiß erscheint dagegen, wann und wie ihr Programm zum wirtschaftlichen Aufschwung wirken wird; dieses Unternehmen steht vorläufig noch unter dem Prinzip Hoffnung.

  • Ausgabe 1975/08

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    • Trampeln und Trompeten

      Kein Zweifel, die Errichtung des Berufsbildungszentrums in West-Berlin ist rechtens. Fraglich ist bloß, ob immer klug sein muß, was sich einer schlau ausdenkt.

    • Wüste, kein Weizen

      Auf der Welternährungskonferenz von Rom hat es im November kein Hoffnung spendendes Wort der reichen Ölstaaten für 400 Millionen Verhungernde in der Vierten Welt gegeben.

  • Ausgabe 1975/09

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    • Teurer Dienst

      Alle sind sich einige die Vernunft hat gesiegt. Und in der Tat ist der Tarifabschluß für den öffentlichen Dienst viel bescheidener, als nach den ursprünglichen Forderungen der Gewerkschaften und dem früher, so oft gezeigten Wankelmut der staatlichen Arbeitgeber zu befürchten war.

    • Flickwerk in Grün

      Die neuen Agrarpreise, über die die Landwirtschaftsminister sich in Brüssel geeinigt haben, werden wohl die letzten gemeinsamen Preisbeschlüsse in der Geschichte des „Grünen Europas“ gewesen sein.

  • Ausgabe 1975/10

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    • Ein Stück mehr

      Nur rund ein Jahr brauchte der Bundestag, um das Recht der Journalisten zur Wahrung des Redaktionsgeheimnisses und zur Nichtpreisgabe ihrer Informanten neu zu regeln.

    • Kompromiß-Klima

      Henry Kissinger, gebeutelt, durch seine Erfahrungen mit dem Vietnam-Vertrag und einem machtbewußten Kongreß, ist vorsichtig geworden.

  • Ausgabe 1975/11

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    • Erpreßt in alle Ewigkeit?

      Peter Lorenz lebt und ist frei. Die Rechnung der Krisenmanager ist aufgegangen. Das Volk, so ergab die erste Umfrage, ist mit der Handhabung des Falles einverstanden: 31 Prozent nur plädierten für Härte, 56 Prozent indes für Nachgeben, trotz aller ohnmächtigen Wut über das makabre Schauspiel.

    • Achtung Ölglätte

      Fünfzehn Monate nach der Ölkrise drehen Schah und Scheiche erneut am Ölhahn; diesmal stärker als je zuvor. Doch das Blatt hat sich gewendet.

  • Ausgabe 1975/12

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    • Abschied

      Dem Lon-Nol-Regime in Kambodscha geht der Atem aus. Es vermag der unter seiner Herrschaft verbliebenen Bevölkerung keine Führung und keinen Schutz mehr zu geben.

    • Kippt der Trend?

      Sie hofft, daß der Trend kippt. Für Schleswig-Holstein rechnet sich die FDP das Wieder-Überspringen der Fünfprozentklausel aus, für Nordrhein-Westfalen ein Ergebnis, das um Teilstriche besser sein könnte als das letzte (5,4 Prozent).

  • Ausgabe 1975/13

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    • Kalkulierter Zorn

      Die politischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der Sowjetunion scheinen sich zu verkrampfen. Sowjetische Diplomaten in Bonn und West-Berlin verbreiten ihren Unmut über die Bonner Politik.

    • Euro-Paulus

      Seit dem gemeinsamen Pfeifenrauchen Helmut Schmidts und Harold Wilsons im November in Chequers, dem Landsitz des britischen Premierministers, waren die Spielregeln des Aufgalopps für Englands Verbleiben in der Europäischen Gemeinschaft klar – Geld gegen gute Worte.

  • Ausgabe 1975/14

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    • Strauß und kein Ende

      Empfindsame Zeitgenossen werden den Namen Strauß bald nicht mehr hören können. Keine politische Auseinandersetzung, ohne daß die Bonner Koalitionsparteien seiner nicht in Dankbarkeit und Zorn gedächten.

    • Posten-Schacher

      Für das Amt des Wehrbeauftragten war Werner Buchstaller die schlechteste Wahl, für den Vorsitz im Verteidigungsausschuß ist er nun der erste Anwärter.

  • Ausgabe 1975/15

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    • Zahlenspiele

      Noch ehe der Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen richtig begonnen hat, haben die Akteure ihre psychologische Schlachtordnung wieder geändert.

    • Verbot ohne Strafe?

      Die Entführung des Peter Lorenz hatte ein paar Wochen lang der Frage Vorrang verschafft, was ein demokratischer Rechtsstaat tun müsse, um geborenes Leben vor erpresserischem Zugriff zu retten.

  • Ausgabe 1975/16

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    • Künstliche Hysterie

      Was geht in der Union vor? Warum hüllt sie sich, noch immer auf der Straße des Erfolges, mit einemmal in das Gewand des Dulders, zeigt sie das Gesicht des schuldlos Leidenden? Nach einer ganzen Serie von Landtags-Wahlkämpfen, die sie mit Siegeszuversicht bestritten hat und aus denen sie überwiegend auch mit spektakulärem Zugewinn hervorgegangen ist, nach den Wahlfesten von Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Berlin, begibt sich die CDU/CSU plötzlich in die Defensive.

    • Sorge um Solidarität

      Die Bereitschaft des amerikanischen Präsidenten, auf europäische Anregung im Mai in Brüssel an einem Nato-Gipfeltreffen teilzunehmen, ist das erste Anzeichen dafür, daß Amerikas Außenpolitik aus der Lähmung der letzten Wochen herauszukommen scheint.

  • Ausgabe 1975/17

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    • Nemesis der Medizin

      Unser Gesundheitssystem ist jahrzehntelang als eines der besten der Welt gepriesen, worden: Heute gerät es aus zwei Richtungen unter Beschuß.

    • Noch ist Amerika nicht bankrott

      Vietnam ist nicht die Welt“ – die Überschrift des Londoner Economist klingt harsch und herzlos. Sie drückt aber nichts anderes aus als eine realistische Einsicht: Die Hinnahme des Scheiterns in Indochina kann nicht gleichgesetzt werden mit einer Zurückweisung jeglicher weltpolitischer Verantwortung durch die Amerikaner.

  • Ausgabe 1975/18

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    • Wahl ohne Wert?

      Wohin führt Portugals Weg? Zum erstenmal seit 42 Jahren erlebt das Land diese Woche freie Wahlen. Ein Jahr nach dem Sturz der Diktatur bestimmen sechs Millionen Portugiesen eine verfassunggebende Versammlung.

    • Waffengeschäft

      Wieviel wußte Karl Carstens von den Waffengeschäften des Bundesnachrichtendienstes? Der Nebel um die Aussagen des CDU/CSU-Fraktionschefs vor dem Guillaume-Ausschuß ist fast undurchdringlich.

  • Ausgabe 1975/19

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    • Von Gangstern und Geiseln

      Selten – wahrscheinlich noch nie – hat eine in Bonn getroffene Entscheidung so viel Zustimmung gefunden wie der einmütig gefaßte Beschluß von Regierung und Opposition, den Forderungen der Stockholmer Terroristen nicht nachzugeben.

    • Aufschwung verzögert

      Die Talsohle haben sie schon durchschritten, aber an den Aufstieg wagen sie sich noch nicht heran: Die Bürger der Bundesrepublik sind auf „Nullwachstum“ eingestellt.

  • Ausgabe 1975/20

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    • Alte Rechnungen...

      Geschichte? Für die einen ist sie bloß ein ärgerliches Netz von Erinnerungen, Mahnungen und Zwängen, das sie abzuschütteln suchen, indem sie sich in eine Gegenwart stürzen, die keine Wurzeln kennt und keine Kontinuität, nichts Überkommenes und nichts Bleibendes – nicht einmal in der bewußten Verleugnung.

    • Blutiger Poker

      Abermals muß ein Volk, ob es will oder nicht, den bitteren Kelch seiner kolonialen Vergangenheit bis zur Neige auskosten. An die tausend Menschenleben haben die Schießereien der letzten Woche in Angolas Hauptstadt Luanda gekostet.

  • Ausgabe 1975/21

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    • Schöne Humanisten

      Ein fünfjähriger türkischer Junge stürzt in Westberlin beim Spielen in die Spree und geht unter. Etwa zehn Minuten später ist die Westberliner Feuerwehr an Ort und Stelle.

    • England in Not

      Vierzehn Tage bloß hielt sich Harold Wilson außer Landes auf, bei seiner Rückkehr fand er England in Not. Das Pfund rutschte auf seinen tiefsten Stand; die Arbeitslosenziffern gen unaufhaltsam weiter; der Schatzkanzler warnte angesichts der inflationstreibenden Lohn tendenzen (Abschlüsse zwischen 30 und 40 Prozent), er werde die Sozialleistungen abbauen müssen; die Regierungspartei schien von Tag zu Tag hoffnungsloser zerstritten.