Manager und Märkte
BP bedrängt Bonn Salamander im Dividenden-Glück Aufpasser von Quandt
Christopher C. F. Laidlaw, Vorstandsmitglied der British Petroleum Company und Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen BP, will Bundeswirtschaftsminister HansFriderichs auf der Hannover-Messe mit dem „Ernst der Lage bei unserer deutschen Tochtergesellschaft“ beeindrucken. BP hält es für unfair, auf dem deutschen Markt mit Gesellschaften wie Shell und Esso konkurrieren zu müssen, die billiges – da nicht mit einer Sondersteuer belegtes – Rohöl aus deutschem Boden einsetzen können. Laidlaw erwartet „Verständnis in Bonn“. Denn er will Friderichs klarmachen, daß die BP nicht ewig drei Raffinerien auf einem Markt betreiben kann, der ihr 1975 fast 280 Millionen Mark Verlust gebracht hat.
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Noch in dieser Woche verhandelt Rudolf Scharpff, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, mit dem italienischen Industrieminister Donat Cattin über das Schicksal der Bosch-Hausgerätefabrik Philco in Bergamo.
Philco hat dem Stuttgarter Elektrokonzern bis heute mehr als 50 Millionen Mark Verlust gebracht und ist zudem zum Kampfplatz italienischer Linksradikaler geworden. Im vergangenen Jahr war der Philco-Betrieb drei Monate lang besetzt. Seither häufen sich dort Sabotageakte und tätliche Angriffe auf Mitarbeiter. Vor eineinhalb Wochen wurde Bosch-Manager Dietrich Herker von Attentätern angeschossen. Weil die Radikalen weitere Attentate angedroht haben, hat Bosch inzwischen gefährdete Führungskräfte aus Italien evakuiert.
Bei dem Gespräch mit Cattin geht es Bosch darum, „einen Modus zu finden, Philco weiterzuführen“. Das kann bedeuten, daß Bosch der italienischen Regierung die Philco – ganz oder teilweise – zur Übernahme anbietet. Zumindest wird Bosch mit dem italienischen Staat über ein finanzielles Engagement verhandeln.
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Soweit das Gesetz es befiehlt, hat jetzt die IBM Deutschland die Daten ihres Geschäftsjahres 1975 publik gemacht. Im übrigen aber brillierte auch bei dieser Ergebnis-Präsentation das deutsche IBM-Topmanagement in der IBM-eigenen Kunst der wortreichen Verschwiegenheit. Immerhin, der Datenschutz ist nicht perfekt: Der Gigant am inländischen Computermarkt, es läßt sich nicht verheimlichen, ist glänzend durchs vergangene Rezessionsjahr gekommen. Der Umsatz wuchs 1975 zwar nur um 4,6 Prozent auf gut fünf Milliarden Mark. Aber der ausgewiesene Gewinn war um über 13 Prozent, der tatsächliche wohl um mehr als zwanzig Prozent höher als 1974.



