• Ausgabe 17/1976

    Ausgabe 17/1976

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Jeden Morgen eine stille Andacht

    Wer ihn nicht kennt, könnte die Karfreitagsstimmung, die sein Gesicht stets umdüstert, als Folge jüngster Ereignisse deuten.

    Von Hansjakob Stehl©

  • Nervenkrieg um die Mehrheit

    General Ramalho Eanes, Portugals starker Mann, fand nur das Wort „Unsinn“. Brigadegeneral Pires Veloso, Kommandant der Nordregion, verbat sich „energisch diese Beleidigungen“.

    Von Horst Bieber

  • Europa ist ein Opfer wert

    Zu den wenigen zuversichtlichen Urteilen des Bundeskanzlers über den angeschlagenen Zustand der Europäischen Gemeinschaft zählt der Satz: „Die EG hat trotz aller Schwierigkeiten in einigen Mitgliedstaaten keinen Grund zu resignieren; denn sie hat sich durch die Weltwirtschaftskrise eben doch nicht auseinandertreiben lassen, wenngleich die Gefahr bestand.

    Von Kurt Becker

  • Eine Rechts-Regierung für Thailand

    Auch wenn diese neue Regierung über 206 der 279 Parlamentssitze verfügt, vermag sie dem Land nicht das zu geben, wonach seine Wähler am meisten verlangten: Stabilität.

  • Zweimal Verschnitt

    Schon am Montag vor Ostern haben in Bonn für viele die Ferien begonnen: Wer in den Ministerien Gesprächspartner sucht, erlebt manch herbe Enttäuschung.

  • „Die Prüfung in der Praxis bestanden“

    Nach mehreren Gipfeltreffen gelang es, eine grundsätzliche Vereinbarung darüber zu erzielen, daß den Beziehungen zwischen den beiden Ländern die Prinzipien der friedlichen Koexistenz zugrunde gelegt werden müsse.

  • Wolfgang Ebert

    Lokführer – sehet die Signale

    Mit Ausländern, besonders mit Schweden, tut man sich als Deutscher gegenwärtig etwas schwer. Das bekam ich zu spüren, als mir neulich ein Schwede – oder war’s gar ein Norweger? – im Abteil gegenübersaß.

  • SPD-Gruppen

    Sie schlagen die alten Schlachten

    Das Erscheinungsbild der SPD, darüber scheinen sich Kommentatoren, Genosssen und Gegner einig zu sein, ist miserabel. Nur ein paar Monate liegt der Mannheimer Parteitag zurück.

    Von Aufnahme: Dz

  • Worte der Woche

    „Wenn eine Unsicherheit beim Wähler über das entsteht, was die Freien Demokraten wollen, dann besteht die Gefahr, daß ich sie unnötigerweise zu einer der beiden anderen Parteien treibe oder sie in die Stimmenthaltung gehen.

    Von Vorsitzender der Fdp-Bundestagsfraktion

  • Libanon: Ruhe in Raten

    Anlaß für die 28. Waffenpause im einjährigen Bürgerkrieg war die Zusammenkunft der libanesischen Parlamentarier vorsichtshalber in einem Privathaus.

  • Weiter auf Wilsons Kurs

    Der neue Premierminister James Callaghan hat keine ausgesprochenen kontroversen Ernennungen vorgenommen, als er die von Harold Wilson ererbte Labourregierung umbildete.

    Von Wilfried Kratz

  • Zeitspiegel

    Ein alkoholfreies Abendmahl soll es künftig in Württembergs Kirchen geben. Für Alkoholkranke, die nicht rückfällig werden wollen, wird statt Wein Traubensaft angeboten werden.

  • Madrid zeigt Härte

    Für die Freilassung des Nähmaschinen-Fabrikanten Berazadi hatte die ETA 200 Millionen Peseten (rund acht Millionen Mark) gefordert und entsprechende Ultimaten mehrfach verlängert.

  • Husák hält die Zügel straff

    Es war eigenartig: Für jeden beliebigen Tag war es möglich, Termine zu bekommen, nur der Freitagnachmittag war tabu. Verlegenes „Es geht nicht“ doch keine Begründung.

    Von Eduard Neimiaier

  • Gerd Bucerius zu Fragen der Zeit

    Plädoyer für Soares

    Im März registrierte die Bundessibylle aus Allensbach: Für die CDU/CSU waren 52 Prozent der Wähler, für die SPD 38 Prozent, für die FDP gerade noch neun Prozent.

  • Einigung

    Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion haben sich über ein Kontrollabkommen bei Kernexplosionen für friedliche Zwecke geeinigt.

    Von D. B.

  • Wirtschaft
  • Manager und Märkte

    Spannungen in der MBB-Verwaltung Bonn kritisiert Kartellamt Persische Mercedes-Träume

  • Zeit spart Geld

    Junge Menschen, die sich zum ersten Male in ihrem Leben beruflich auf eigene Beine stellen wollen, s

  • Bundeshaushalt

    Die Sparsamen

    Nur ganz sehen wird ein öffentlicher Haushalt bis zur Neige ausgeschöpft; im allgemeinen bleibt am Ende eines Jahres ein „Haushaltsrest“, der beim Bund meist zwischen einer und zwei Milliarden Mark zu liegen pflegt.

  • Steueränderungen

    Ruhe im Kanal

    Wenigstens auf seine Kanalarbeiter, die trinkfeste und konservative Mehrheit der SPD-Bundestagsfraktion, kann sich Bundeskanzler Helmut Schmidt, mag es ansonsten in seiner Partei auch reichlich bunt zugehen, noch immer verlassen.

  • Vermögen per Tarif

    Für die Löhne ist 5,4 Prozent so eine Art magische Zahl geworden............................................................

  • Ein Alptraum in Polen

    Für mich waren die Polen immer gute und ehrliche Vertragspartner“, erinnert sich Gunnar Hällström, Bauunternehmer aus Schweden.

  • Gefährliche Kurven

    Die Lieferfristen für deutsche Autos werden immer länger. Dennoch wäre es falsch, die Kapazitäten aufzustocken.

    Von Rainer Frenkel

  • Hoffen auf Einsicht...

    Rohde: Es ist eine sehr wichtige Sache. Es bringt eine bessere Absicherung des Ausbildungsplatzangebots durch eine konkrete finanzielle Regelung, es bemüht sich auch um die Entwicklung der Qualität der beruflichen Bildung und soll zu einer besseren Organisation der Berufsbildung führen.

  • Die Maurer kommen

    Auf den Baustellen in der Bundesrepublik zieht der Frühling ein. Es wird wieder gebaggert, gemauert, gezimmert. Die Dresdner Bank in Frankfurt meldet sogar einen Rekord.

  • Tore zu – die Türken kommen

    Im Wettlauf mit den Behörden drängen die Gastarbeiter immer weiter nach Norden

    Von Aufnahme: Erika Sulzer-Kleinemeier

  • Das Pfund wird leicht und leichter

    Ein neuer Premier – die alten Probleme, mag sich die internationale Finanzwelt gesagt haben, als sie James Callaghan die Belohnung für seinen Sieg über den Linksaußen der Labourparty, Michael Foot, verweigerte.

    Von Wilfried Kratz

  • Aus Unternehmungen

    Die Aktionäre der zum Hoechst-Konzern gehörenden Cassella Farbwerke Mainkur AG In Frankfurt müssen für das vergangene Geschäftsjahr einen Sturzflug ihrer Dividende miterleben.

  • Geschenke von Gscheidle

    Die Anzeigentexte setzen aufs Menschliche: „Wie lange haben Sie mit Ihrer Mutter nicht gesprochen? Oder mit Vater? Eva? Bernd? Den Hansens? Monika? Dem Schwesterchen? Ruf doch mal an.

  • Italien

    Das Ei des Colombo

    Plastikstückchen und Hansaplaststreifen, Briefmarken und Karamellen werden künftig wieder das einzige Notgeld Italiens sein.

  • Mit viel Wenn und Aber

    Industrie und Banken gaben sich skeptisch: Der Aufschwung der deutschen Binnenkonjunktur besitze noch keine „Automatik“, und daß sich die Exporte ins Ausland in diesem Jahr real – nach Abzug der Preiserhöhungen – um acht Prozent verbessern würden, sei noch keineswegs erwiesene Sache.

  • Teure Waffen

    „Die Vielfalt ist unglaublich“

    Ein Drittel ihrer Rüstungskosten verschwenden die Nato-Länder für Doppelentwicklungen

  • Lips dritte Pleite

    Lip ist am Ende – diese Schlagzeile bekommen die Franzosen jetzt schon zum drittenmal serviert. Der General-Direktor hat jedenfalls den Konkurs angemeldet, nachdem die Ergebnisse des letzten Geschäftsjahres vorlagen.

  • Viele Schiffe - wenig Handel

    Letztes Jahr ist die Weltnandelsflotte um zehn Prozent angewachsen - eine Rate, die den Reedern keine Freude bereitet.

  • Schwerer Abschied von Unze und Pint

    Bis Ende 1975 wollte Großbritannien die Umstellung auf das metrische System im wesentlichen abgeschlossen haben. Im März 1976 hat die Labour-Regierung jedoch.

  • Wissen
  • Tornado

    Das Bundeskabinett hat der Serienfertigung des teuersten Waffensystems zugestimmt, mit dem je eine deutsche Streitmacht ausgerüstet wurde: Luftwaffe und Marine werden im Lauf der nächsten zehn Jahre insgesamt 322 Flugzeuge des in Entwicklungsgemeinschaft mit England und Italien hergestellten Jagdbombers „Tornado“ erhalten.

    Von H. Seh.

  • Politischer Swing

    In Bonn gibt es derzeit Überlegungen, eine neue Regelung für den Überziehungskredit im innerdeutschen Handel, den sogenannten Swing, zu finden.

  • Vom Umgang mit Kommunisten

    Alle vier Jahre taucht der Wahlkampf die amerikanische Außenpolitik in ziemlich dicken Nebel. Da darf dann nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden – schon gar nicht, wenn Außenminister Kissinger samt seiner Linie zum Wahlkampfthema werden.

    Von Theo Sommer

  • Ehe – nicht Strafe

    Die Stille, in der Koalition und Opposition letzte Woche ihren Kompromiß über die Scheidungsreform schlossen, drückte vor allem Verlegenheit aus.

    Von Hans Sdmeler

  • Eine Gratwanderung

    Es scheint bergauf zu gehen. „Die längste und tiefste wirtschaftliche Rezession der Nachkriegszeit ist überwunden“, heißt es im jüngsten Gutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in der Bundesrepublik.

  • DIE ZEIT
  • Frau Willmanns Gewerbe

    Paderborns Christdemokratinnen sehen rot, wenn die Rede auf Frau Willmanns Gewerbe kommt. In der westfälischen Bischofsstadt – nahe Franziskanerkloster und Franziskanerkirche – betreibt die 29jährige Blondine einen Sex-Shop und fungierte gleichzeitig seit September vergangenen Jahres als Pressereferentin der örtlichen CDU-Frauenriege (655 Mitglieder).

    Von Rosemary Callmann

  • Börsen-Report

    Gewehr bei Fuß

    Es will nicht gelingen, Makler und Spekulanten warteten nun auch in der vergangenen Woche vergebens auf den Ausbruch der Kurse aus der Lethargie, Doch statt eines kräftigen Schwungs nach oben gab es „Verluste auf breiter Front“.

  • Kein Geld den Musen

    Vor einem Jahr noch liebten die Musen Niedersachsen. Nun droht der Fiskus sie aus dem Land zu treiben. Kunst und Kultur hatten 1975 finanzielle Unterstützung aus ungewöhnlicher Quelle erhalten: an den Spieltischen der Casinos kassierten unbemerkt die Musen mit.

    Von Joachim Holtz

  • Preis für Tommy

    Mit Thomas Mann hat sich Lübeck schon immer etwas schwer getan. Um allen Wahrheiten und Geschichten in der Angelegenheit Mann künftig ein für allemal einen Riegel vorzuschieben, hat die Hansestadt für ihren Tommy tief in die Tasche gegriffen.

    Von Viola Roggenkamp

  • Geschäfte mit Kojak und Kompagnons

    Das Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr“, so meldete vor einigen Wochen der Informationsdienst Kontakter, „will sein Engagement im TV-Geschäft ausweiten.

    Von Heidi Dürr

  • Bonner Kulisse

    Wieso sich Bundesrechnungshofpräsident Hans Schäfer auch für den Präsidenten des Berliner Abgeordneten Hauses zuständig fühlt, ist erst auf den zweiten Blick in die Akte eines vertraulichen Rechnungshofberichts zu erkennen.

  • Frankreich

    Alle Macht dem Präsidenten

    Unser Nachbar Frankreich – wie oft hört man dieses fast schon selbstverständliche Wort. Doch wer sich über diesen Nachbarn informieren will, der findet nicht einmal eine Handvoll Bücher, die verständlich, aber seriös analysieren, wie in Frankreich Politik gemacht wird.

  • Der Sündenkatalog des Sündenbocks Teng

    Der Vorsitzende Mao hat bei verschiedenen Gelegenheiten und unter verschiedenen Umständen drei Weisungen erteilt: Studium der Theorie über die Diktatur des Proletariats zur Bekämpfung und Verhütung des Revisionismus; Stabilität und Einheit; Vorantreiben der Volkswirtschaft.

  • Die Austreibung des rechten Teufels Teng

    Frühjahrs-Exorzismus in Peking – Maos Bannfluch gegen Schlangengeister und Katzentheoretiker

    Von Karl Grobe

  • Auf der schiefen Bahn

    Die Kölner Straßenbahner, die einige Stunden lang nicht zur Arbeit erschienen, werden den Bundesinnenminister kaum erschreckt haben.

  • Zeitliches aus Frankfurt

    Schöne Zeil

    Berlin und der Kurfürstendamm, Frankfurt und die Zeil – hat jede Stadt das Zentrum, das es verdient? Für die Frankfurter Zeil beginnt nach Ostern eine Epoche der Hoffnung, von dem Makel befreit zu werden, als die trostloseste Einkaufsstraße der Welt zu gelten.

    Von Gerhard Ziegler

  • Nichts Neues im Südwesten

    Wir führen nur einen konservativen Wahlkampf, um hinterher liberale Politik machen zu können“, hatte es noch vor Wochen im Stuttgarter Staatsministerium geheißen.

  • Karriere
  • Spekulation mit Netz

    Sie ist zweideutig, verspricht den einen ein schnelles Abenteuer, den anderen langjährige Treue. Allen verheißt sie Erfolg, und es ist unmöglich, nicht von ihr fasziniert zu sein: die Optionsanleihe der Deutschen Bank.

  • Hauptproblem sind die Außenseiter

    Als die Rezession des Jahres 1967 erstmals Entlassungen und Kurzarbeit in großem Umfang hervorbrachte, zeigte sich, daß sich die Betriebe vornehmlich von älteren Arbeitnehmern trennten.

    Von Aufnahme: Wilfried Bauer

  • Die Stärke der deutschen Wirtschaft ist unserem Nachbarn ein Dorn im Auge, Erneut gab ein französischer Staatspräsident die Devise aus, die Bundesrepublik einzuholen.

    Der Wettlauf mit dem „Riesen“

    Valéry Giscard d’Estaing gibt das Rennen nicht auf. Trotz Streiks, Währungssorgen und Prestigeverlust hält der französische Staatspräsident an seinem Ziel fest, die deutsche Wirtschaft demnächst einzuholen.

    Von Klaus-Peter Schmid

  • Kultur
  • Weltblatt mit roter Brille?

    Genau besehen gibt es keinen Zweifel; Frankreichs beste Tageszeitung heißt nach wie vor „Le Monde“. Unter dem halben Dutzend Pariser Konkurrenzblätter hält dieses eindeutig die Spitze; von den Provinzzeitungen braucht man bei einem Qualitätsvergleich erst gar nicht zu reden.

    Von Klaus-Peter Sdhmid

  • Ein Koloß wird besichtigt

    Es ist nützlich, daß auch deutsche Auslandskorrespondenten immer wieder einmal die Summe oder die Zwischenbilanz ihrer Tätigkeit in Form eines Buches vorlegen.

    Von Ulrich Schiller

  • Daten statt Lettern

    Die Blütenträume der Informatiker sind die Alpträume der Verleger: Der Wissenschaftler, der ein bestimmtes Problem angehen will, setzt sich in seinem Institut an das Terminal des Fachdokumentationssystems und gibt über Leitung einige Stichwörter, Code-Nummern und Fragen durch.

  • Pariser Alpträume

    Michel Jobert, für ein Jahr (1973/74) Frankreichs Außenminister, hat seit seiner kometenhaften Rolle in der Weltpolitik, in der er durch eine recht ungewohnte diplomatische Sprache auffiel, eine außerordentliche innerpolitische Aktivität entfaltet.

    Von Ernst Weisenfeld

  • Länderspiegel
  • Eine Antwort an Solschenizyn

    Noch vor wenigen Jahren war Solschenizyn im Westen und in der Sowjetunion nur als hervorragender Schriftsteller bekannt, als Nobelpreisträger für Literatur.