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Ausgabe 18/1976

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Der Bannfluch aber bleibt
Ein paar hundert Tschechoslowaken wußten sofort, daß sie ganz bestimmt nicht gemeint waren, als Generalsekretär Gustav Husak auf dem Parteitag der KPC die Möglichkeit ankündigte, ehemalige Parteimitglieder zu rehabilitieren.
Von Echmrd Neumaier
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Der Bannfluch aber bleibt
Ein paar hundert Tschechoslowaken wußten sofort, daß sie ganz bestimmt nicht gemeint waren, als Generalsekretär Gustav Husák auf dem Parteitag der KPČ die Möglichkeit ankündigte, ehemalige Parteimitglieder zu rehabilitieren.
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Trauriges Kambodscha
Dreitägige Feierlichkeiten waren den Kambodschanern Ende vergangener Woche verordnet worden, um den ersten Jahrestag des „Demokratischen Kambodscha“ zu begehen.
Von Gabriele Venzky
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DOKUMENTE ZUR ZEIT: SED-Jubiläum
„Vom Volk nicht anerkannt“
Anläßlich des 30jährigen Bestehens der SED führten die Kommunisten und Systemkritiker Robert Havemann und Wolf Biermann in der DDR ein Gespräch, das im „Tagesthema“ des Westdeutschen Fernsehens gesendet wurde.
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A us dem Rechenschaftsbericht Gustav Husáks vor dem XIV. Parteitag
Kampf den „rechten Renegaten“
Der Weg, den unsere Partei und Gesellschaft in den letzten fünf Jahren zurückgelegt haben, war nicht einfach und nicht leicht.
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Alice im Revoluzzer-Land
Proteste gegen eine Studienreform wecken die Angst VOr einem Zweiten Mai 1968
Von Klaus-Peter Schmid
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Entspannung in der Ägäis
Die Journalisten der Athener Tageszeitungen mußten ihre eigenen Schlagzeilen schlucken: Hatten sie Anfang April noch den bevorstehenden Krieg mit dem Erbfeind Türkei an die Wand gemalt („Zu allem bereit“, „Letzte Warnung“), meldeten sie am Wochenende eine unverhoffte Wende: Die Regierungschefs Griechenlands und der Türkei haben sich zum Abschluß eines Nichtangriffspaktes zwischen den beiden Nato-Ländern bereiterklärt.
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Schwierige Suppe
Selten ist ein Gespräch zwischen dem Bundesinnenminister und dem Chef des Beamten-Bundes so harmonisch verlaufen wie das zwischen Maihofer und Krause.
Von Eduard Neumaief
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Libanon
Assad in der Löwengrube
Der Mann, von dem man neuerdings im Nahen Osten spricht, heißt nicht Sadat, der Ägypter, nicht Rabin, der Israeli – der syrische Präsident Hafes el Assad ist in aller Munde.
- Wirtschaft
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Wer mordet Tante Emma?
Wolf: Die Äußerungen der Hauptgemeinschaft sind seit einigen Jahren in Sachen Einzelhandel die unsachlichsten und unqualifiziertesten, die mir bekannt geworden sind.
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Großbanken
Boom in der Flaute
Im schwersten Rezessionsjahr der deutschen Nachkriegsgeschichte verdienten sich die Großbanken „goldene Nasen“. Aber sie hören es nicht gern.
Von Jens Friedemann
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Manager und Märkte
Reemtsma fischte bei der Konkurrenz Exodus bei der Rüger-Gruppe Wahlwerbung mit der Vergangenheit
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Milliarden, die im Sand versickern
Trotz des Ölreichtums läßt sich ein Wüstenland nicht kurzfristig industrialisieren
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BONNER KULISSE
Im Bundesfinanzministerium und bei Teilen der Wirtschaft hört man es zwar nicht gern, doch es steht schon jetzt ziemlich fest: Die Reform der Körperschaftsteuer wird für eine Reihe von Unternehmen günstiger ausfallen als für andere.
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Paket gegen Patrons
Ein gutes Jahr lang ließ sich Valéry Giscard d’Estaing Zeit, bevor er sich an die Reform des französischen Unternehmensrechts wagte.
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Heißer Ofen auf Eis
Seit neun Jahren wird in der Bundesrepublik Strom aus einem Reaktor gewonnen, der für die Elektrizitätserzeugung eigentlich, gar nicht gebaut wurde.
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Zu Unrecht verdächtigt
Nicht immer stimmt, was viele glauben. Mehr als die Hälfte der Deutschen ist der Meinung, so hat eine Umfrage ergeben, daß vor allem die zwei Millionen Gastarbeiter an der hohen Arbeitslosigkeit schuld sind.
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Argumente aus der Hand geschlagen
Vermögensbildung über den Tarifvertrag – auf diesem Gleis bewegt sich die festgefahrene Diskussion über die Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivvermögen jetzt weiter.
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Werbung wider Willen
Regierungsmitglieder nehmen jede Gelegenheit wahr, um mit „gemäßigten“ Oppositionspolitikern wie dem Sozialisten Tierno Galvan oder den Christdemokraten Gil-Robles und Ruiz-Gimenez zu essen und einen politischen Meinungsaustausch zu führen.
Von Carsten R. Moser
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Börsen-Report
Das Pulver ist verschossen
Man könnte es Frühjahrsmüdigkeit nennen, was seit Wochen die Börsen befallen hat. Obwohl die führenden Bankiers versichern, daß noch mindestens fünf bis zehn Prozent in den Kursen „drin“ sind, in Spezialwerten sogar zwanzig bis 25 Prozent, obwohl die Informationsdienste 1976 zum „Jahr der Aktie“ deklarierten und die Konjunkturpropheten uns ein erstaunliches Wachstum bescheinigen, fehlt es der Börse an neuen Auftriebskräften.
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Druck von den Druckern
Leicht zu verstehen ist es wirklich nicht, warum ausgerechnet Leonhard Mahlein und seine Druckergewerkschaft bei den Tarifverhandlungen dieses Jahres am lautesten auf die Pauke hauen.
Von Michael Jungblut
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Das Rennen der Elefanten
Nach dem schwersten Einbruch der Nachkriegszeit geht es bei den drei deutschen Multis wieder aufwärts
Von Felix Spies
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Der ungeliebte Missionar
Zum 25jährigen Jubiläum versuchte er es roch einmal mit dem altbewährten Erfolgsrezept: Im Frühjahr des vergangenen Jahres machte Versandhändler Josef Neckermann seiner Kundschaft ein Jubiläumsgeschenk – eine Preisenkungsaktion von zehn Prozent über zwölf Tage.
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Eine Pleite alter Art
Wenn es um Geld geht, hört gewöhnlich die Gemütlichkeit auf. Obwohl es um Geld ging, sind die Beteiligten in dem zu schildernden Fall erstaunlich beherrscht geblieben: Auf der einen Seite der Bundesverband deutscher Banken, vertreten durch seinen Präsidenten F.
Von Rudolf Herit
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Der Öffentlichkeit ist er nahezu unbekannt. Trotzdem kommt keine Fernsehanstalt an ihm vorbei. Im Geschäft mit Film- und Fernsehrechten ist Leo Kirch der Mächtigste.
Ohne Kirch kann keiner
Der wichtigste Mann des deutschen Fernsehfilmgeschäfts arbeitet in einem winzigen, nur karg ausgestatteten Zimmer mitten im Bankenviertel der bayerischen Hauptstadt.
Von Heidi Dürr
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Ein Image für Raucher
Die Reval bietet unter dem Slogan „Gewinnspaß für helle Köpfe“ vierzig verschiedene Denksportaufgaben. Die R 6 macht es einfacher: Sie läßt schlicht ihren eigenen Markennamen erraten.
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Der große Sprung des Kaninchens
Irgendwo im Norden der USA, im geographischen Dreieck zwischen Detroit, Cleveland und Pittsburgh, steht eine Fabrik, an deren Front in wenigen Monaten das VW-Emblem angebracht wird.
- Wissen
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Fremde Feste feiern
Wir Deutsche feiern dieses Jahr die Feste, wie sie für die anderen fallen. Der 200. Geburtstag der Vereinigten Staaten löst auch hierzulande großen Wirbel aus.
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Sacharows Streiche
in Friedensnobelpreisträger teilt Ohrfeigen aus. Sowjetische Milizionäre schlagen nicht zurück. Vielmehr hält die Obrigkeit erfreut die andere Wange hin, um den boxenden Bürgerrechtskämpfer als „hooligan“ disqualifizieren zu können: Andrej Sacharow wird von den Behörden jetzt als schlagender Beweis ihrer eigenen Zurückhaltung präsentiert.
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Kissingers späte Safari
Eine Politik des benign neglect, des wohlwollenden Ignorierens, empfahl einst Präsidentenberater Moynihan dem Weißen Haus für den Umgang mit aufmüpfigen Schwarzen – amerikanischen Schwarzen.
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Lust am Ballern
Die Liste unerwünschter Wahrheiten, die Bundeskanzler Schmidt unseren europäischen Nachbarn unter den Spiegel gesteckt hat, erreicht inzwischen respektable Ausmaße.
Von Rolf Zundei
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Bürgerinitiativen gegen Längstwellen-Antennen
Pfeifer und Unterseeboote
Das Netz der Tausende von Kilometern langen Hochspannungsleitungen im östlichen Teil Kanadas und der Vereinigten Staaten stellt, nach Meinung einiger Wissenschaftler der Stanford-Universität im US-Bundesstaat Kalifornien, eine gigantische Antenne dar, deren Aussendungen, harmonische Oberschwingungen des 60-Hertz-Netzwechselstroms, bestimmte Erscheinungen in der höheren Atmosphäre der Erde, in der Magnetosphäre und in der Ionosphäre, beeinflussen.
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Mehr Milliarden für mehr Straßen?
Es war während der vergangenen Ostertage wie an allen verlängerten Wochenenden in der Bundesrepublik: Verstopfte Landstraßen und Autobahnen, erschöpfte Menschen, die ihre Ausflugsziele zumeist nur mit einiger Verspätung erreichten.
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Tiere wieder wild machen
Dr. Gil Boese, Direktor des Brookfield-Zoos in Chicago, ist der Meinung, daß Wildtiere auch in der Gefangenschaft einen Grad der Wildheit behalten müssen und nicht völlig zahm werden sollten.
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Wunder aus der UdSSR
Wundersame Begebenheiten, Versuchsresultate, die wie Science-fiction anmuten, werden mit auffallend zunehmender Häufigkeit aus der Sowjetunion gemeldet.
- Reisen
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DEUTSCHLAND-PROSPEKTE
Der nordwestliche Teil des Teutoburger Waldes, Tecklenburger Land genannt, will stärker als eigenständige Urlaubsregion ins Bewußtsein der Urlauber dringen.
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NEUE KATALOGE
Der 56seitige Prospekt von Intercontinental Reisen (Türkenstraße 71, 8 München 40) ist betitelt „Der Griechenlandspezialist ’76“.
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Man täuscht sich leicht und wird getäuscht, denn Ursprüngliches mischt sich mit den Auswüchsen moderner Zivilisation: Eine, Rundreise durch Indien
Schiwa – Mann und Weib zugleich
Wer das Abenteuer liebt, wer als Reisender nicht nur erpicht ist auf die Glätte der Annehmlichkeiten, auf die genau vorgebuchten und vorausbezahlten touristischen Erlebnisse, wer sich auch mal dem durchaus reizvollen Wechselspiel überläßt von Selbsttäuschung, Getäuscht- und Aufgeklärtwerden: Er darf nach Indien reisen.
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Post in die Einsamkeit
Auf dem Atlas mußte ich erstmal nachsehen, wo das ist: Polarkreis, Nordpol. Ich packte ein, was der Schrank an wärmender Kleidung hergab, immerhin war es früh im Jahr, März.
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Venedig: Ruhe in der Vorsaison
Der Lagunenstadt, so behaupten die Bewunderer Venedigs, sollte man sich nur mit dem Boot nähern. Und deshalb, so wissen die Kenner, steigt der Mitteleuropäer zunächst einmal ins Flugzeug.
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Wandern mit Vereinen und Verbänden
Gleichgesinnte auf Tippelpfaden
So mancher Wanderlustige hat etwas gegen Vereine und Verbände. Warum sich „organisieren lassen“, wenn man doch auch allein oder mit Hilfe von Reiseführern die rechten Pfade findet? Dennoch: Die Mitgliedschaft in einem Wanderverein verschafft passionierten Naturfreunden manchen Vorteil, zum Beispiel: Führungen, bei denen es weniger darum geht, den richtigen Weg zu finden, als darum, Einzelheiten in der Pflanzen- oder Tierwelt kennenzulernen; Übernachtungsmöglichkeiten in verbandseigenen Schutz- und Berghütten; Teilnahme an Vorträgen und Filmvorführungen, die unbekannte Wanderregionen vorstellen und Tips für Ausflüge geben; preiswerte Transporte (Busse, Bahn) für Gruppen und schließlich die Gelegenheit, unterwegs Gleichgesinnte kennenzulernen.
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DDR-REISEN
Urlaub in der DDR – oft überlegt und dann schnell wieder vergessen? Das so kompliziert wirkende Buchungs- und Antragsverfahren, der Papierberg, durch den man sich vor Antritt der Reise hindurchwühlen muß, schreckt viele Interessierte ab.
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Wenn Währungen schwanken
Wenn es ums Geld geht, werden Touristen hellhörig. Da hat doch, so war es aus den Zeitungen zu erfahren, Spanien die Peseta abgewertet.
Von Ulla Hünlich-Schickling
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Schwarzwald
Die rote Raute auf weißem Feld hat geradezu magische Anziehungskraft: Als passionierter Mittelgebirgswanderer muß man wenigstens einmal den Schwarzwald-Westweg weg gewandert sein.
- DIE ZEIT
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Die kleinen V.I.P.s
Ob auf der Eisenbahn, in Hotels oder Restaurants: Schweden behandelt Kinder wie Ehrengäste
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Im einzelnen belegt das „Gesuch“ folgende Aussagen:
1. Der von der Junta verhängte Ausnahmezustand (Gesetzesverordnung Nr. 527) verstößt gegen Art. 72/17 der chilenischen Verfassung, der diese Maßnahme nur unter bestimmten, heute nicht gegebenen Bedingungen erlaubt.
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Zeitmosaik
In unserer Gesellschaft dürfen sich. Männer nicht wie Frauen ausdrücken. Die Beziehungen zwischen Männern sind schrecklich. Frauen haben eine tiefe Komplizenschaft, weil sie sich herausnehmen, auch über ihre Schwächen und Gebrechen zu reden.
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Italien
Der schiefe Turm stürzt nicht
Die Spaghettitöpfe dampften wie eh und je, in den Grillstationen bruzzelten Berge teurer Steaksund Lammkeulen. Großfamilien, von den Uromas bis zu den Vettern dritten Grades, schmausten, schwatzten, feierten laut und fröhlich ihre Ostern.
Von Hansjakob Stehle
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Operngagen
Listenpreise für Stars
Rolf Mares, Operndirektor in Hamburg, ist „da ganz sicher“: „Noch in diesem Jahr werden wir uns einigen.“ Der Grund für seine Zuversicht: Auf ihrem jüngsten Treffen in Hamburg Mitte des Monats beschlossen die Intendanten der international führenden Opernhäuser, „frühzeitig Tendenzen entgegenzuwirken, die die Etats in einem nicht mehr zu vertretenden Maß überlasten würden“.
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Schallplatten
„Dansere“. Kristallklare Klänge vom Klavier, ein vibrierender Baß, glitzerndes Schlagzeug und dumpf klingende Trommeln, und über allen dreien fliegt, so hat es den Anschein, das Saxophon wie ein träumender Bussard seine schönen melancholischen Schleifen – ein Bild, das auch der Titel der Schallplatte nicht verhindern kann.
Von Franz Schöler
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Baufinanzierung
Die teuersten Fehler
Das Buch der beiden Redakteure des Wirtschaftsmagazins CAPITAL hat es in sich. Eigentlich dürfte niemand das Büro eines Architekten oder die Abteilung „Baufinanzierung“ einer Bank betreten, der es nicht zuvor gelesen hat.
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Keine angepaßte Regenbogenpresse
Denen, die sie machen, geben Schülerzeitungen die Möglichkeit, ihre Meinungen und Sachinformationen zu artikulieren und zu verbreiten.
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Koffer voller Lire
Fast zwei Jahre lang sahen Juweliere und Diamantenhändler verdrießlich in ihre Bücher, nichts lief mehr im Geschäft mit Diamanten.
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Das alte Häusgen im lieben Gärtgen
In diesen Tagen eines klarfarben späten Frühlings kann man noch gut durch das von zartgrün frühem Blattflaum nur leicht verschleierte Astwerk der Bäume und Büsche des Weimarer Ilmparks schauen und das Gartenhaus, Goethes Gartenhaus, von überallher gut erkennen.
Von Petra Kipphoff
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Kurs nach Süden
Man findet zueinander. Ist happy – mit dem Gefühl, schon im Sandkasten zusammen gespielt zu haben“: Mit derartigen Slogans werben Veranstalter von Sprachreisen um Teens und Twens.
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Ausreisestopp für Ostmark
Die meisten Bundesbürger, die nach den Vereinbarungen für den nichtkommerziellen Zahlungsverkehr zwischen beiden deutschen Staaten gehofft haben, an ihre Guthaben in der DDR heranzukommen, sehen sich enttäuscht.
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Kunstkalender
Man hat ihn hierzulande immer nur als einen der führenden Futuristen vorgestellt, zuletzt in der großen Düsseldorfer Futurismus-Schau.
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Gerard Radnitzky/Gunnar Ander sson
Was wahr ist – was frei macht
Zweck der Tagung des von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Arbeitskreises „Wissenschaftsforschung in der Bundesrepublik“, die Mitte März stattfand, war es, die gegenwärtige Lage der Wissenschaftsforschung zu untersuchen, insbesondere mit Rücksicht auf verschiedene Gefährdungen der Forschung, wie Politisierung, Administrativierung und Verschulung der Universität.
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Zittern vor der Dina
Die katholische Kirche Chiles klagt in einem unveröffentlichten „Gesuch“ an das Oberste Gericht die Militärjunta an: Gesetze und Verfassung werden mit Füßen getreten; die Geheimpolizei übt ein Schreckensregiment aus.
Von Horst Bieber
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Worte der Woche
„Ich bete für jene, die Brutalität und Rücksichtslosigkeit gezeigt haben. Wo eine von der Verwaltung verhängte Geldstrafe ausgereicht hätte, wurde die Polizei mobilisiert, damit Menschen bestraft werden.
Von in einer Ostermesse über die polnischen Behörden
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Politik, Prophetie und Moral
Wenn Solschenizyn recht hätte, wäre die Apokalypse unsere einzige Alternative
Von Theo Sommer
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Ralf Dahrendorf
Bitte um Klarstellung
Ich bin nicht nur Mitglied des Senats der Max-Planck-Gesellschaft, sondern auch im Fachbereich des Starnberger Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der technisch-wissenschaftlichen Welt.
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Wolf gang Ebert
Links – wo ist das?
„Tja, also die DKP hat mich wegen ‚Sozialdemokratismus‘ ausgeschlossen. Daraufhin wollte ich die beim Wort nehmen, und in die SPD eintreten.
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Hauptversammlungen
Hinter den Kulissen
Schmidt di Simoni hätte einen Bestseller schreiben können. Seine Kenntnisse und Erfahrungen als Vorsitzender der Gesellschaft für Wertpapierinteressen sind für Fachleute und Laien Gold wert.
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Im Dschungel der Klauseln
Im Januar führten die privaten Banken in der Bundesrepublik neu formulierte Geschäftsbedingungen ein. Ohne sie kommt kein Kreditinstitut mehr aus, denn der gesetzliche Rahmen des Bürgerlichen Gesetzbuches reicht zur Regelung der Rechtsverhältnisse zwischen Bank und Kunden nicht aus.
Von Günter H. Roth
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Die Lust an der Revolution erlosch
Gestützt auf Umfrageergebnisse aus den Jahren 1967 und 1972 formulierte ich im vorigen Juni: „Im raschen Absinken fanden wir, was 250 Jahre als bürgerliche Tugenden gepflegt worden war.
Von E. Noelle-Neumann
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...denn die Kasse zahlt’s
Wer von „Kuren“ hört, kann sich darunter mancherlei vorstellen. Die Bäder- und Kurverwaltung von Baden-Baden denkt, wie sie in teuren Inseraten hat wissen lassen, „an badischen Rehrücken, an Mauerwein,.
Von Dieter Piel
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Zeitspiegel
Die argentinische Militärregierung hat zwar den Terror nicht stoppen können, dafür aber ein anderes kleines Wunder vollbracht: Die nationale Quote der Krankmeldungen ist von zuletzt fast 18 Prozent auf knapp zwei Prozent gesunken.
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Sterben die Rußland-Deutschen aus?
Die Polen-Verträge haben der in Polen lebenden deutschen Minderheit neue Hoffnung gegeben: Für viele von ihnen besteht nun die Aussicht, nach Deutschland und das heißt heute, in die Bundesrepublik, ausreisen zu können.
Von Karl Stumpp
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J. M-M.:
Unsere Schlager schlagen nicht ein...
Es klingt wie ein Dementi. Und deshalb macht die Nachricht stutzig, daß unser Fernsehen sich auch im nächsten Jahr wieder am „Grand Prix d’Eurovision“ beteiligen will, jawohl: beteiligen, obwohl wir Deutsche bei diesem Schlagerwettbewerb bisher immer kläglich abgeschnitten haben.
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Wirtschaftspolitik
Hat die Global-Steuerung versagt?
Die Rezession im Jahre 1975 mit Rückgang des realen Wachstums in Höhe von drei bis vier Prozent, mit über einer Million Arbeitslosen und bei einer jahresdurchschnittlichen Preissteigerungsrate von immerhin noch sechs Prozent macht die als Thema gestellte Frage verständlich und zugleich für den Wirtschaftspolitiker zur Herausforderung: ob jener Ansatz der Konjunktursteuerung an dieser Entwicklung schuld oder zumindest mitverantwortlich sei, den Karl Schiller wesentlich mitgeprägt und Globalsteuerung genannt hat.
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Die Stärke liegt im Detail
Die Mädchen sind jung und schön, die Bikinis knapp, die Strände geradezu beklemmend einsam. So präsentiert sich Spanien im Meliá-Prospekt.
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Finalisierung – und kein Ende
In unserer letzten Ausgabe veröffentlichten wir einen Beitrag zur „Finalisierungsthese“ – nämlich zu einem am Starnberger Max-Planck-Institut ausgearbeiteten Denkmodell, das eine Antwort auf die Frage geben will, ob und wann und unter welchen Bedingungen die naturwissenschaftliche Forschung an sozialen und politischen Zwecken orientiert werden kann.
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Sprachen lernen im Urlaub
In London und in den englischen Badeorten werden Intensivkurse (4 Wochen: 1139 Mark, Schulgebühren, Familienunterkunft und Halbpension inbegriffen), Reifeprüfungskurse und Sommer-Sonderkurse – sie schließen auch Abendvorlesungen mit ein – angeboten, außerdem Oster- und Sommerferienkurse für Elf- bis Fünfzehnjährige.
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Im Zweifel für die Angestellten
Auch heute noch ein Lob der Leistung: Angestellten-Sprecher Heinz Groteguth kämpft gegen Gleichmacher
Von Dieter Buhl
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Wo stecken die Hintermänner?
Als vor einem Jahr der Prozeß von Stuttgart-Stammheim begann, kannte schon beinahe jedes Kind die Namen der Angeklagten: Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Gudrun Enßlin und Jan Carl Raspe, die Kernmitglieder der „Roten Armee Fraktion“ (RAF), waren seit langem in aller Munde.
Von Hans Schueier
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Die Krise in China
Nach Mao droht die Sintflut
Mit einer erregten Auseinandersetzung zwischen Maos Frau Tschiang Tschiang und ihrem gefährlichsten politischen Rivalen begann die letzte Runde des Machtkampfes, der jetzt die gesamte politische Szenerie in Peking abermals verändert hat.
Von Victor Zorza
- Gesellschaft
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Frauen in China
Im April/Mai 1973 sahen zwölf amerikanische Frauen „die andere Hälfte des Himmels“ in China. Prominent nur eine: die Schauspielerin Shirley MacLaine, seit McGoverns Wahlkampf gegen Nixon auch politisch engagiert; die andern eher ein Taschenspiegel der USA: Schreibkraft und Hausfrau, Pfarrerstochter (12) und Soziologin (60), weiß und farbig, aus Boston, Georgia, Puerto Rico und dem Navajo-Reservat, konservativ und liberal.
Von Helmut Schneider
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Das Mädchen und der Tod
Während am Karfreitag – einige bewegende Ausnahmen bestätigten die Regel – die übliche Verlegenheit herrschte: viel Klassik in Musik und Poesie, viel Patina und Feierlichkeit, von Hermann Prey bis James King, von Mozart bis Theodor Storm; nichts Aktuelles, hieß die Devise, nichts Politisch-Brisantes, ein Film über die Christen zum Beispiel, die in chilenischen und brasilianischen Kerkern tagtäglich für die Gegenwart von Golgatha zeugen .
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Gegendarstellung
In dem Artikel zum Musiktheater im WDR in der ZEIT Nr. 12 vom 12. März 1976 wird zu dem Werk „Harlekin“ folgendes behauptet: „Das Stück, verlangt der Komponist Karlheinz Stockhausen, dürfe nicht zu pädagogischen oder zu Wettbewerbs-Zwecken benutzt werden.
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Zeichnungen satt
Die Einladungskarte, schwarz umrandet, sah einer Todesanzeige auffallend ähnlich, man war jedoch nicht zu einem Requiem gebeten, sondern zu einer Geburtstagsparty: Die Galerien der Maximilianstraße in München, derzeit dreizehn, weitere werden hinzukommen, hatten zu ihrer ersten gemeinsamen Vernissage eingeladen, mit der sie sich der Öffentlichkeit als organisatorische Vereinigung vorstellten.
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Ausflüchte vor der eigenen Zukunft
Nun feiern sie wieder. Gerade hat Münchens Ballett mit ein wenig Brüsseler Flitter, Maurice Béjarts „Faust“ und dem Ankauf von John Crankos abendfüllendem Hit „Der Widerspenstigen Zähmung“ seine eigenen Schwächen im Trubel einer Ballett-Festwoche zu verdrängen gesucht; gerade sind die Berliner mit einer Anleihe an das blühende moderne Ballett der Niederlande über die Runden ihrer Ballett-Tage gekommen; jetzt beginnt Stuttgart wieder Ballettwochen-Glanz zu verströmen.
Von : Jens Wendland .
- Karriere
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Allein die Leistung zählt
Auch „Nichtstudierten“ steht der Weg in Führungspositionen offen: Beispiel Daimler-Benz
- Kultur
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Gewalt im Theater
Und dann reißen Parlamentarier in einer Ausstellung von Klaus Staeck das Plakat ab, auf dem zu sehen sind (unter der ein böses Gleichheitszeichen nahelegenden Überschrift: „25 Jahre Menschenrechte, 25 Jahre Folter“) zwei amerikanische Ledernacken, die eine vietnamesische Frau hinter sich her durch den Dreck ziehen; und dann sind in Bremen feierabendlich gekleidete Premierengäste nicht bereit, auch nur das erste Wort einer zweitausendvierhundert Jahre alten Tragödie zu erwarten, sondern stürzen, schockiert durch moderne Tarnanzüge auf der Bühne, „Pfui!“ rufend und Türen schlagend aus dem Theater.
Von Rolf Michaelis
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Der Feind hörte mit
Die britische „Aktion Ultra“: Winston Churchills geheimste Nachrichtenquelle – Muß die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umgeschrieben werden?
Von Karl-Heinz Arndt
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Joseph Beuys oder: Betrachtungen in einer geniearmen Zeit
Über Joseph Beuys – in diesem Sommer werden, Arbeiten von ihm im deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig zu sehen sein – kann man, so scheint es, nur streiten: Der Name des derzeit wohl international bekanntesten deutschen Künstlers ist ein Reizwort ersten Ranges, provoziert hymnische Begeisterung hier, wütende Verachtung dort.
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Aus Bonn nichts Neues
Der Autor, von Haus aus Jurist, war zunächst Landgerichtsrat, dann im Bundeswirtschaftsministerium, seit 1964 Ministerialrat im Bundeskanzleramt und hier ab 1965 Vorsitzender des Personalrates.
Von Theodor Eschenburg
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Soziologie der Gesichter
Alfred Döblin nannte ihn jemanden, der „Soziologie schreibt, ohne zu schreiben“; August Sander schrieb sie statt dessen in Photographien.
Von Manfred Sack
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Bruno von Wien
Der Ausländer am ehesten verfügt gegenwärtig über eine natürliche Distanz zur österreichischen Innenpolitik, die schon zehn Jahre lang ein „Zustand Kreisky“ ist.
Von Jochen Steinmayr
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Alles das ist verwelkt
Schöne Bescherung: es gab wirklich allerhand zu sehen in den beiden Premieren, die das Bochumer Schauspielhaus seinem Publikum kurz vor Ostern präsentierte.
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Krach im Heiligtum
Der „Sovrintendente“ konterte hart: „Wie kann“ – fragte Paolo Grassi, der Generalintendant des weltberühmten Mailänder Opernhauses „Teatro alla Scala“, seine Kritiker bei der Pressekonferenz zur Eröffnung dieser Spielzeit –, „wie kann man heute von einer ‚Scala‘ einen perfekten Betrieb verlangen, wenn in einem Land wie Italien von der Postzustellung bis zu den Flughäfen nichts als das Chaos herrscht?“ Jetzt hat Grassi die Konsequenzen aus der mannigfaltigen Malaise gezogen: Nach vieljähriger Tätigkeit resignierte er und trat von seinem Intendantenposten zurück.
Von Norbert Braun
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Was ist denn Pop?
Die Herren von der Deutschen Phono-Akademie aufgerufen, sich einig zu werden, erfuhren plötzlich an sich selber, daß sie die Alltags-Vokabel „Popmusik“ wie jedermann zwar irgendwie verwenden, daß sie aber allesamt etwas anderes darunter verstehen, sofern sie überhaupt schon etwas ganz Bestimmtes darunter verstanden haben.
Von Manfred Sack
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Der Patient hat immer recht
Daß psychiatrische Krankenhäuser krank machen, statt zu heilen, steht, vorsichtig verklausuliert, sogar im „Bericht über die Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik“, den eine Sachverständigenkommission im Auftrag des Bundestages Ende 1975 vorgelegt hat.
Von Hans Krieger
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Kritik in Kürze
„Epochen der deutschen Lyrik – Gedichte 1900–1960“, nach den Erstdrucken in zeitlicher Folge, herausgegeben von Gisela Lindemann.
Von Werner Hormtng
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Die Geschichte der O und der Feminismus
In meinem Essay über die „Pornographische Phantasie“ beschrieb ich 1967 die Heldin der „Geschichte der O“ als eine Frau, die sich „gleichzeitig auf ihre Auslöschung als menschliches Wesen und ihre Erfüllung ab geschlechtliches Wesen“ zubewegt.
Von Susan Sontag
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Filmtips
„Allonsanfan“ von Paolo und Vittorio Taviani. Ein verlorenes Häuflein weltfremder Berufsrevolutionäre marschiert im Italien des frühen 19.
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Starparade
Der schwerstwiegende Einwand gegen dieses Jahrbuch liegt in der Luft, aus der er jederzeit gegriffen werden kann; auch im Impressum steht er: „Wagenbach“.
- Länderspiegel
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Wo blieben die Vorgesetzten?
Ein Verteidiger formulierte in seinem Plädoyer den bitteren Satz: „Alles, was mehr verdient, all das ist von der Verantwortung befreit, weil es innerdienstlich so vorgesehen ist.
Von H. B.
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Haare naß, Bild weg, Radio tot
Der Stromausfall in Bayern demonstrierte die Schwächen der Energie-Versorgung
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Der Fall des Herrn Muntzke
Der Festredner lehnte es ab, alle Ämter und Funktionen des Geburtstagskindes aufzuzählen und zu würdigen. Das sei ihm zu viel, meinte er.
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Ein Beichtvater für Filbinger
Vierzig Stellen werden nicht mehr besetzt – eine Professorenstelle wird aber neu genehmigt; der Sozialphilosoph Günter Rohrmoser nimmt die Berufung an, doch die Universität Hohenheim sieht in keinem Studienplan das Fach Sozialphilosophie vor.
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Der Kanzler bläst ins Posthorn
Von der Post ist man Schlagzeilen gewöhnt, von einem einzelnen Postamt nicht. Bergedorf macht’s möglich: Eines der Hamburger Postämter – Hamburg 80 (Bergedorf) – sorgte für vorösterliche Unruhe.
Von Ingo von Münch
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Was ist Schweinekram?
Der junge Stuttgarter Maler Frank Below wurde mit seiner Ausstellung „Homoerotische Bekenntnisse eines Empfindsamen“ wider Willen zum Provinzschocker.
Von Helmut Groß
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Schießerei in St. Georg
Die Vorstellung muß Hamburgs Polizei verlockt haben: Ein Überrumpelungsmanöver auf dem Steindamm, einer belebten Straße in der City, hätte das Image der häufig attackierten Ordnungshüter mit einem Schlage aufpolieren können.
Von Cornelie Sonntag
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"Es ging darum, wie man stirbt"
Nein, noch nicht. Ich bin zwar durch die Schüsse aufgewacht, aber es war kalt, die Schüsse kamen aus größter Entfernung. Wozu aufstehen? Bei uns war ein Bursche, der von der arischen Seite Waffen herübergebracht hatte.
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Die Nasen rechts: tief durchatmen
Vom Eisverkäufer bis hinauf zum Kurdirektor war von Travemünde bis hinauf nach Flensburg alles in Lauerstellung gegangen. Und dann kam sie; steil und gewaltig wie eine Sturmwelle brandete es diesmal von der Landseite gegen die Ostseebäder, kam die sehnsüchtig erwartete Oster-Reisewelle.
- Lebensart
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Für Spieler
Domingo
Domingo ist ein sanfter Name für ein sanftes Spiel. Alles ist glatt und gefällige die Idee, die Aufmachung, die – Ausstattung.
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Kahlköpfig und ohne Make-up
John Maher, 35 Jahre alt, aufgewachsen in den Slums der New Yorker Lower East Side, hat zehn Jahre im Gefängnis gesessen für Rauschgifthandel und Raub, bevor er zum erfolgreichen Geschäftsmann, politischen Philosophen und Gründer der Delancey Street Stiftung wurde.
Von Margrit Gerste
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Die Show mit Parksündern
Die Show beginnt werktags ziemlich pünktlich zwischen 15.45 und 16 Uhr. Sie ist kostenlos für Zuschauer, Platzkarten werden nicht vergeben.
Von Gerhard Seehase
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Einsame Herzen im Sozialismus
Damals, als meine Ehe scheiterte, fühlte ich mich so verlassen wie das letzte Blatt am herbstlichen Baum“, erinnert sich Ute K.
Von Marlies Menge
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Was ist los mit unserer Architektur? Warum werden Schulen, Verwaltungsgebäude, Krankenhäuser, so gebaut, daß niemand sich darin wohl fühlt? Warum entstehen immer mehr Straßen, die nur noch den Autos dienen, aber nicht dem Menschen? Warum ähneln so viele Bürohäuser Gefängnissen? Wird heute zu wenig oder zu viel geplant? Professor Gerhart Laage, Architekt und Städteplaner, beantwortet diese Fragen.
Die gemordete Straße
Schon dem Göttinger Physiker und Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg (1742 bis 1799) fiel auf: Wenn jemand aus einer Hauptstraße in eine Nebenstraße kommt, verändert sich sein Gesichtsausdruck.
Von Gerhart Laage
- Sport
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Die heiße Jagd auf Ferrari
Dreimal traf sich die Grand Prix Elite bislang zum Schlagabtausch bei den diesjährigen Rennen zur Formel 1-Weltmeisterschaft; dreimal siegte mit nahezu beängstigender Überlegenheit ein italienischer Ferrari.
Von Horst Rautenhaus
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Routine und Raffinesse
Wir spielen den besten Fußball in der Welt“ – Hennes Weisweiler, erst kürzlich in Barcelona diskret gefeuerter, jetzt in Deutschland wieder gefeierter Trainer, kennt sich aus im internationalen Fußballgeschäft und weiß, wovon er spricht.