Auf der Wählerparty des Hamburger Notars Klaus Rollin, wo sich die FDP-Prominenz der Hansestadt am Wochenende überzeugten oder zweifelnden Liberalen präsentierte, pfiff Hamburgs Justizsenator in freundlicher, aber bestimmter Manier seine Mitstreiter an und zurück. Sie hatten im Faltblatt, in dem der Justizsenator seine liberale Rechtspolitik erläutert, einen schwerwiegenden Druckfehler übersehen. Es hieß dort: „Liberale verabscheuen und verurteilen Kriminelle und insbesondere gewalttätige Handlungsweisen aufs schärfste.“

Das liberale Selbstverständnis nun gebietet, aus dem großen K ein kleines zu machen, und wenn man schon beim Korrigieren ist, in der Neuauflage des Faltblattes wird es heißen: „Liberale verabscheuen kriminelle und insbesondere gewalttätige Handlungsweisen aufs schärfste.“