Das Management der Flick-Gruppe versorgt sich bei Quandt mit frischem Blut. Am 1. November tritt Harald J. Schröder in die Geschäftsführung der VG-Verwaltungsgesellschaft für industrielle Unternehmungen Friedrich Flick GmbH ein und wird gleichzeitig Generalbevollmächtigter der Friedrich Flick KG.

Schröder ist 38 und damit mit Abstand der Jüngste in der Flick-Geschäftsführung, deren Mitglieder zwischen 49 und 61 Jahren alt sind. Senior Konrad Kaletsdi ist sogar 77.

Schröder startete seine Karriere als Unternehmensberater bei McKinsey und ist augenblicklich für Industrie-Batterien. zuständiges Vorstandsmitglied der Quandteigenen Varta Batterie AG. Bei Flick wird er, wie das im Hause so üblich ist, kein streng abgegrenztes Ressort erhalten.

Kaum hatte Hapag-Lloyd die Katze aus dem Sack gelassen und über die Luftfrachtpläne der Reederei gesprochen, machte auch der Münchner Baulöwe Josef Schörghuber, Besitzer von zwei Charterfluggesellschaften, von sich reden. Er wolle zusammen mit zwei Hamburger Reedereien, der Deutschen Afrika-Linie und der Neptun-Reederei, eine Fluggesellschaft für Luftfracht gründen, so hieß es. Schörghuber wäre damit, nach Hapag Lloyd, der zweite Interessent, der sich auf dem lukrativen Chartermarkt für Luftfracht tummeln möchte. Kommentar aus dem Büro Schörghubers, der gegenwärtig in Urlaub ist: nichts bekannt. Kommentar der Afrika-Linie: eine unverbindliche Anfrage. Kommentar aus Hamburger Reeder-Kreisen: Da läuft etwas.

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Egon Steigenberger, Generalkonsul und persönlich haftender Gesellschafter der A. Steigenberger Hotelgesellschaft, mag von einem früheren Lieblingskind nichts mehr wissen.