Professor Matthias Schmitt, der im Rahmen der AEG/Telefunken-Neuordnung als Vorstandsmitglied des Konzerns ausgeschieden ist, ihm aber weiterhin „beratend“ zur Seite steht, erscheint im Impressum des Schweizer Finanzblattes „Finanz und Wirtschaft“ als „ständiger Mitarbeiter“. Dort befindet er sich in interessanter Gesellschaft. In gleicher Eigenschaft wie Schmitt sind auch Hans Habe und Otto von Habsburg tätig.

Die Strukturbereinigung in der deutschen Bekleidungsindustrie scheint noch nicht beendet. Erneut gingen im letzten Jahr die Zahl der Betriebe um knapp sieben Prozent auf 4341 und die der Beschäftigten um über sieben Prozent auf gut 288 000 zurück. Vor zehn Jahren waren noch knapp 400 000 Arbeitnehmer in mehr als 5 500 Betrieben tätig. Im ersten Halbjahr 1976 freilich zeigt sich die Kleiderbranche etwas optimistischer. Verbandspräsident Gerd Somberg registrierte erfreut einen kräftigen Exportanstieg um über zwölf Prozent. Der Präsident: „Qualität und Kreativität sind die entscheidenden Kriterien im Wettbewerb.“

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Auch die seit Jahren notleidende heimische Schuhindustrie faßt derzeit wieder Mut. Philipp Urban, Geschäftsführer des Verbandes: „Unsere Produktion ist mit über zwölf Prozent im Plus, und die Auftragseingänge sind im ersten Jahr um fast 14 Prozent gestiegen.“ Auch im Ausland scheint man zunehmend deutsche Schusterleistungen zu schätzen – der Export kletterte in den ersten sechs Monaten um über zwölf Prozent. Urban: „Man sieht, daß man in Deutschland auch Mode und gute Schuhe machen kann.“

Nur ganz knapp hat General-Motors-Chef Thomas A. Murphy bisher das Ziel verfehlt, den Automobilkonzern 1976 wieder zum größten Unternehmen der Welt zu machen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erreichte der Umsatz von General Motors 23,9 Milliarden Dollar – der Spitzenreiter Exxon kam auf 24,1 Milliarden Dollar (der Erdölkonzern hatte GM im Autokrisenjahr 1973 von Platz 1 der Weltrangliste verdrängt). Freilich bleibt Murphy eine Genugtuung: Mit einem Gewinn von 1,7 MilliardenDollar von Januar bis Juli hat er Exxon (1,32 Milliarden Gewinn) weit überrundet und einen neuen absoluten Halbjahresrekord aufgestellt.

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