Verluste auf die Lohnsteuerkarte?

Für hoch verdienende Lohnsteuerpflichtige ist die Frage, ob sich die Beteiligung an einer steuerbegünstigten Kapitalanlage lohnt, unter ganz besonderen Umständen zu prüfen. Denn im Gegensatz zu den übrigen Einkommensteuerpflichtigen, die wegen der voraussichtliches Verluste sofort eine Anpassung ihrer Vorauszahlungen beantragen und dadurch sofort in den Genuß von Steuereinsparungen kommen können, versagt man den Lohnsteuerpflichtigen die sofortige Berücksichtigung und vertröstet sie auf das spätere Veranlagungsverfahren. Der Kapitaleinsatz für die steuerbegünstigte Kapitalanlage ist daher zunächst aus voll versteuertem Geld zu leisten. Davon besteht nur eine Ausnahme. Nach dem Wortlaut des § 39 a Abs. 1 Nr. 6 EStG darf nur der Verlust aus Vermietung und Verpachtung eingetragen werden, der sich bei der Inanspruchnahme von erhöhten Absetzungen (nach §§ 7 b. 54 EStG oder § 14 a BerlinFG) ergibt. Jetzt will das Finanzgericht Hamburg (Vorlagebeschluß vom 17. 12. 1975 III 111/75) durch das Bundesverfassungsgericht überprüfen lassen, ob nicht auch andere Verluste eingetragen werden dürfen.

Goldmarkt bleibt in Wartestellung

Unabhängig von den gegenwärtigen, spekulativ noch verstärkten Baisse-Faktoren bleibt der Goldmarkt vorerst in Wartestellung. Nach Ansicht der Experten der Deutschen Bank ist jedoch bei 110 bis 120 Dollar je Unze eine Basis für den Goldpreis gegeben. Die Bank weist darauf hin, daß in diesem Jahr ein möglicher Produktionsanstieg in Südafrika zusammen mit den Goldverkäufen des Internationalen Währungs-Fonds (IWF) das Goldangebot am freien Markt bis zu 15 Prozent erhöhen könnte. Aus diesem Grunde bestehen nach Ansicht der Analysten für eine Goldspekulation kurzfristig geringe Gewinnchancen, während dagegen mittelfristige Anlagen in dem Maße als sinnvoll erscheinen, als insbesondere die kommerzielle Nachfrage in das Goldangebot wieder hineinwächst.