Neue Spiele sind keine Rarität, doch brauchbare Bücher über sie immer noch Mangelware. Auf der Frankfurter Buchmesse werden zwar jährlich etwa 80 000 neue Buchtitel präsentiert, aber die Spiel-Literatur bleibt Stiefkind,

Doch jetzt wird es offenbar Mode in der Verlegerbranche, sich ihrer anzunehmen.

Das GROSSEKRONE-SPIELEBUCH enthält nur deutsche Spiele, doch bei der Auswahl hat man sich manchmal vergriffen. Da werden zum Beispiel Spiele gelobt, die es nicht mehr gibt, weil sich der Hersteller vom Markt zurückgezogen hat. Man erhält auch keine Spielanleitungen, sondern nur Ablaufbeschreibungen.

Zu vorgerückter Stunde werden in manchen Pinten gern Streichholzprobleme gelöst. Wer es satt hat, sich immer nur von anderen Aufgaben stellen zu lassen, selbst aber nichts Brauchbares beitragen zu können, der ist mit dem Taschenbuch STREICHHOLZSPIELEREIEN so gut gerüstet, daß er auch alte Zündholzprofis noch in Atem halten kann.

DENKSPIELE FÜR MANAGER ist die Weiterführung der Zündholz-Kopfnüsse mit anderen Mitteln. Das Buch enthält gleich zweierlei: Denksportaufgaben, die fast alle nicht so schwer sind, wie sie anfänglich erscheinen, und Techniken, wie man sie bewältigt.

IRRGÄRTEN UND LABYRINTHE und DER IRRGARTEN führen durch das wohlgeordnete Chaos ausweglos scheinender Schlängelgänge. Beide Bücher sind graphisch so raffiniert, daß selbst einfache Labyrinthe schwer zu entwirren sind. Die DuMont-Ausgabe besteht aus zwei Bänden in einem Schuber. Der eine ist nur zum Spielen da, der andere liefert einen interessanten Überblick über Geschichte und Darstellungsformen solcher Irrgärten.

In SPIELEN MIT RUDI CARRELL wird der Fernseh-Star als Autor bemüht. Dahinter steht, bescheiden als redaktioneller Bearbeiter, Claus Grupp, der schon mehrere Spielbücher geschrieben hat. Das Buch ist mit possierlichen Gags gespickt, steckt voller Clownerie und guter Ideen.