• DIE ZEIT: Jahrgang 1976

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1976/02

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    • Wir hoffen nur vage, doch wir fürchten präzise

      Falsche Prophetien zum Jahreswechsel: Krieg, Ende der Marktwirtschaft, Unregierbarkeit der Demokratien

    • Kasse statt Tore

      Die Tatgeständnisse der acht wegen Meineides angeklagten Fußballprofis von Schalke 04 bilden nur einen traurigen Nachhall zum großen Bundesliga-Skandal von 1972.

  • Ausgabe 1976/03

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    • Am Ende nur Größe

      Sogar Konrad Adenauer hat diese Prozedur nicht ganz unbeschädigt überstanden. Bei. den Feiern zu seinem 100. Geburtstag wurde er aus vielen Blickwinkeln beleuchtet und für viele Zwecke gebraucht.

    • Um die Zukunft unserer Kinder

      Bildungsexplosion, Bildungskatastrophe, Leistungsdruck, Massenarbeitslosigkeit – eine Eskalation der Schlagwörter wirft die Frage auf nach dem, was dahintersteckt.

  • Ausgabe 1976/04

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    • Keiner will einlenken

      Palästina ist der Zement, der die arabische Welt zusammenhält, oder der Explosionsstoff, der sie zerreißen wird.“ In diesen Worten Yassir Arafats spiegelt sich das neue Selbstbewußtsein, das die Palästinenser-Bewegung von heute kennzeichnet.

    • Schlappheit und Schlendrian

      Der Sturz der Regierung Moro hat das italienische Krisenkarussell wieder in Bewegung versetzt. Aber die sonst übliche, fast zynische Gelassenheit des Westens bei derlei italienischen Zusammenbrüchen ist diesmal ausgeblieben.

  • Ausgabe 1976/05

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    • Schießscheiben

      Von Woche zu Woche wird der amerikanische Geheimdienst mehr entblättert. Es ist schon erstaunlich, wo überall die CIA ihre Finger im Spiel gehabt hat oder noch hat: in Tibet, in Kurdistan, in Nordportugal, im chinesisch-sowjetischen Konflikt, im angolanischen Bürgerkrieg.

    • Nadelstiche

      Die Sowjets treiben ein seltsames Spiel. Im Vier-Mächte-Abkommen über Berlin haben sie feierlich zugestimmt, daß die gewachsenen Bande zwischen Westberlin und der Bundesrepublik aufrechterhalten und weiterentwickelt werden sollen.

  • Ausgabe 1976/06

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    • Die Unfähigkeit zu trauern

      Ein Aufschrei des Entsetzens ging letztes Jahr durch Europa, als General Franco fünf Todesurteile gegen sogenannte Terroristen vollstrecken ließ.

    • Donnerwetter

      Fernseher beklagen die ständigen Wiederholungen „alter Kamellen“ im Programm. Scheint’s machen auch Politiker davon Gebrauch, sie freilich nicht aus Gründen der Sparsamkeit.

  • Ausgabe 1976/07

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    • Folgt Waterloo auf Watergate?

      Auf Außenminister Henry Kissingers Schreibtisch im siebten Stock des State Department liegt eine dicke Mappe mit Telegrammen.

    • Die Stunde der Wahrheit

      Endet die Ungewißheit in Hannover? Für kurz nach zehn Uhr am Freitag dieser Woche hat der niedersächsische Parlamentspräsident die Stunde der Wahrheit anberaumt.

  • Ausgabe 1976/08

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    • Es bewegt sich doch

      Ob Helmut Schmidts Treffen mit dem britischenPremier in der vergangenen Woche in London oder seine Begegnung mit dem französischen Staatspräsidenten am Donnerstag und Freitag dieser Woche bei Nizza, ob die Außenministerrunde der Neun in Brüssel oder der Kongreß der Europäischen Bewegung – alles fügt sich zusammen zu einem riesigen Flickenteppich der westeuropäischen Einigungspolitik.

    • Anrüchiger Handel

      Ein Senatsausschuß in Washington hat in den letzten Tagen wieder einmal die dunklen Machenschaften von Waffenhändlern ans Tageslicht gebracht.

  • Ausgabe 1976/09

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    • Der Anfang vom Ende

      Zwar ist die Macht endgültig verteilt worden, aber die angolanische Mehrheit hat dieses Diktat nicht gewollt. Mehr noch: Die Sowjetunion bediente sich in Angola nicht nur ihrer kubanischen Söldner, sondern auch einer einheimischen Minderheit, um rüde die eigenen Interessen durchzusetzen.

    • Vor einer bitteren Wahl

      Noch vor wenigen Jahren hätte es kaum jemand für möglich gehalten. Über eine Million Arbeitslose, das schien in der von einer langanhaltenden Vollbeschäftigung ververwöhnten Bundesrepublik undenkbar.

  • Ausgabe 1976/10

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    • Eile ohne Weile

      Lange, fast zu lange, hatte der amerikanische Außenminister Henry Kissinger seine Lateinamerika-Reise verschoben. Jede Verzögerung schien zu bestätigen – obwohl seine Besuchstour dies widerlegen sollte –, wie wenig Wert Washington dem Südkontinent beimißt.

    • Kein Ausweg

      Die Herren schieden im Zorn. Zug um Zug gegen das endgültige Nein der CDU/CSU-Mehrheit zum Extremisten-Gesetz der Koalition sagte sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Schütz im Bundesrat namens der sozialdemokratisch regierten Länder von einem originären SPD-Erzeugnis los: dem sogenannten Radikalen-Beschluß aus dem Jahre 1972, damals vom Hamburger Senat angeregt und von Bundeskanzler Willy Brandt mit abgesegnet.

  • Ausgabe 1976/11

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    • Gewehr bei Fuß

      Die Wellen des angolanischen Krieges haben sich noch nicht gelegt, da droht Afrika ein neuer Konfliktherd. Als die Portugiesen Angola verließen, wurde aus dem Schwelbrand innerer Rivalitäten ein offener Krieg, den die stärkeren Bataillone Kubas schließlich gewannen.

    • Sprung nach vorn

      Der Rückzug der Militärs aus der Politik stabilisiert die Demokratie in Portugal

  • Ausgabe 1976/12

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    • Wie haltbar ist die Koalition?

      Walter Scheel hat aus seinen undoktrinären Ansichten über den Lebenszweck und die begrenzte Haltbarkeit von Koalitionen schon als Außenminister kein Hehl gemacht.

    • Es geht aufwärts

      Nicht nur die Bundesregierung wäre froh, wenn sie genau wüßte, wie es mit der Wirtschaft weitergehen wird. Uns allen wäre wohler zumute, wenn wir sicher sein könnten, daß die positiven Signale aus den Unternehmen Zeichen einer dauerhaften Belebung sind.

  • Ausgabe 1976/13

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    • In Bonn beginnt ein neues Spiel

      Nach dem Polen-Votum: Alte Gemeinsamkeiten und Gegnerschaften schwinden dahin

    • Skandal in Leipzig

      Der deutsch-deutsche Eklat auf der Leipziger Messe hat wieder einmal die Kluft zwischen Anspruch und Realität in der DDR aufgezeigt.

  • Ausgabe 1976/14

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    • Kein Platz für Klassenkämpfer

      Nach mehr als zwanzig Jahren ideologischen Streits war auf dem Kampfplatz schon beinahe Stille eingekehrt, als alle drei Parlaments-Fraktionen letzte Woche dem Mitbestimmungsgesetz zustimmten.

    • Nachsitzen

      Wie kann man den 200. Geburtstag der Vereinigten Staaten von Amerika ehren? Die Antwort auf diese Frage verursacht vielen Nationen Kopfzerbrechen.

  • Ausgabe 1976/15

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    • Auf den Kanzler kommt es an

      Allmählich wird der Bundeskanzler das Gezänk seiner Partei leid. Zweimal hat er jetzt seinem bedrängten Herzen Luft gemacht: vorige Woche im Partei vorstand, diese Woche vor der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion.

    • Recht als Vorwand

      Im Sommer 1974 verklagte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion den ehemaligen Finanzminister Helmut Schmidt beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe: Er habe Ende 1973 aus dem damals noch vollen Staatssäckel überplanmäßige Ausgaben – zugunsten der Bahn und anderer bundeseigener Unternehmen – getätigt, ohne vorher das Parlament zu fragen.

  • Ausgabe 1976/16

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    • Die Fallgruben der Koalition

      Vor einem Vierteljahr noch waren die meisten Politiker in Bonn – einschließlich der Opposition – sich einig: nur ein Wunder könne der Union bei der Bundestagswahl im Herbst zum Sieg verhelfen.

    • Europa in Not

      Europa hat derzeit nicht Saison. Weder die Regierungschefs noch die Außen- und Finanzminister haben in den Zusammenkünften der letzten Tage ihre Spesen verdient.

  • Ausgabe 1976/17

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    • Politischer Swing

      In Bonn gibt es derzeit Überlegungen, eine neue Regelung für den Überziehungskredit im innerdeutschen Handel, den sogenannten Swing, zu finden.

    • Tornado

      Das Bundeskabinett hat der Serienfertigung des teuersten Waffensystems zugestimmt, mit dem je eine deutsche Streitmacht ausgerüstet wurde: Luftwaffe und Marine werden im Lauf der nächsten zehn Jahre insgesamt 322 Flugzeuge des in Entwicklungsgemeinschaft mit England und Italien hergestellten Jagdbombers „Tornado“ erhalten.

  • Ausgabe 1976/18

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    • Fremde Feste feiern

      Wir Deutsche feiern dieses Jahr die Feste, wie sie für die anderen fallen. Der 200. Geburtstag der Vereinigten Staaten löst auch hierzulande großen Wirbel aus.

    • Sacharows Streiche

      in Friedensnobelpreisträger teilt Ohrfeigen aus. Sowjetische Milizionäre schlagen nicht zurück. Vielmehr hält die Obrigkeit erfreut die andere Wange hin, um den boxenden Bürgerrechtskämpfer als „hooligan“ disqualifizieren zu können: Andrej Sacharow wird von den Behörden jetzt als schlagender Beweis ihrer eigenen Zurückhaltung präsentiert.

  • Ausgabe 1976/19

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    • An unsere Leser

      Anfang dieser Woche war noch nicht abzusehen, ob und wann in der Druckindustrie der Bundesrepublik ein Streik drohte. Indes war ein Arbeitskampf schon für Mittwoch – an dem unsere Zeitung normalerweise gedruckt wird – nicht auszuschließen.

    • Mit Maß und Ziel

      Der sozialdemokratische Parteibezirk Hessen-Süd hat wieder einmal von sich reden gemacht. Doch statt der radikalen Töne, die sonst von dort weit über das Land schallen, kam am vergangenen Wochenende maßvolle Botschaft aus der einstigen Hochburg der Linken.

  • Ausgabe 1976/20

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    • Klassenkampf mit Zensur

      Kriege sterben langsam. Leonhard Mahlein war es vorbehalten, einen verfassungsgemäßen Tarifkonflikt einer militärischen Aktion gleichzusetzen: Nach dem Streikbeschluß der IG Druck verkündete deren Chef, seine Gewerkschaft befinde sich nun „im Kriegszustand“.

    • Ein Tod ohne Sinn

      Ende April hatte der Hamburger Facharbeiter und einstige DDR-Häftling Michael Gartenschläger es möglich gemacht, daß erstmals eine genaue Konstruktionszeichnung der Sprengautomaten veröffentlicht wurde, mit dem der andere Staat auf deutschem Boden seine Untertanen an der Flucht in die Bundesrepublik zu hindern sucht.

  • Ausgabe 1976/21

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    • Flucht in den Freitod

      Das Ende eines vertanen Lebens ist immer traurig“, schrieb die Londoner Times zum Tode von Ulrike Meinhof. Dieser eine Satz zeugt von mehr Menschlichkeit und Einfühlung in die Lage der gescheiterten Revolutionärin als das „Mord“-Geschrei ihrer Gefolgschaft, das Lamento der Baader-Meinhof-Anwälte und der Versuch der Wegbegleiter des Terrors, die Bundesrepublik als faschistischen Staat zu diffamieren, weil sie sich der Gewalt mit den Mitteln des Rechts zu erwehren sucht.

    • Kissingers verkehrtes Schwarz-Weiß-Schema

      Im Pulverfaß Südafrika muß die Diskriminierung fallen, damit die Explosion ausbleibt