Manager und Märkte

Die Provinzialisierung der Werbeagenturen hält an. Was McCann, Benton & Bowles (früher Brose und Partner) und Team/BBDO vormachten, will nun auch die Düsseldorfer GGK versuchen. Geschäftsführer Michael Schirner: „Die GGK hat sich eine kleine Überraschung ausgedacht: Jetzt gibt es fünf GGKs in Deutschland.“

Schon seit 1973 ist die rheinische Agentur auch mit einer Filiale in Frankfurt vertreten. Von diesem Monat an gibt es Büros in München und Stuttgart, vom 1. April an einen Ableger in Hamburg. Die Agentur verfolgt dabei – wie schon ihre Vorgänger – die Strategie, näher an die Kunden heranzukommen, es den „Firmen noch leichterzumachen“ (Schirner).

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Normalerweise halten die Autohersteller mit Markterfolgen ihrer Modelle nicht hinter dem Berg. Beim Golf Diesel des Volkswagenwerkes ist das anders. Über Wolfsburgs neues Nagel-Tier sind zwar genaue Marktdaten derzeit kaum zu haben. Grund: Wer den im Vergleich zum Benzin-Golf um 1250 Mark teureren Diesel haben will, muß vier bis fünf Monate warten.

Ursache: Die Chancen der im VW-Vorstand zu Anfang höchst umstrittenen, vor allem vom Forschungs- und Entwicklungschef Ernst Fiala promovierten Golf-Variante, wurden falsch eingeschätzt. Für vierzig Autos am Tag, so hatten die Wolfsburger Marktstrategen geschätzt, sei die Nachfrage nach dem Diesel allenfalls gut. Nun kommen – nach von Wolfsburg bestrittenen, freilich nicht korrigierten Informationen – am Tag 700 Aufträge ins Haus. VW gibt zu, „die ausgesprochen positive Reaktion nicht immer befriedigen“ zu können.

Eine Erklärung dafür, die sich selbstverständlich nicht im eigenen Haus findet, gibt es immerhin: VW selbst könne ja flexibel produzieren; allein, es fehle an den Diesel-Einspritzpumpen, die der Bosch-Konzern liefert.

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Früher liebten es die bayerischen Bierbosse, sich über die Brau-Leistungen des Oetker-Konzerns eher abfällig zu äußern. Doch inzwischen sucht die weiß-blaue Sudwirtschaft immer mehr von den Manager-Erfahrunvon des Puddingpulver-Konglomerats zu profitieren.

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