Hätten Sie gedacht, daß es nach dem tragischen Ende der Love Story noch eine Fortsetzung gibt? Erich Segal, der damals geweint hat, als er Jennys Tod beschrieb, auch nicht. Aber Oliver lebt ja. Er ist jung, reich und begehrt. Jetzt, nach sieben Jahren, hat Segal die Kraft gefunden, seine Geschichte weiter zu erzählen: Olivers Story.

Anzeige der „Bunten Illustrierten“

Lichtenberg-Briefe gesammelt Eine kritische Gesamtausgabe der Briefe von Georg Christoph Lichtenberg, dem Göttinger Experimentalphysiker und Aufklärungsschriftsteller, wird unter Leitung von Albrecht Schöne vorbereitet. 200 unveröffentlichte Briefe von Lichtenberg und 600 an ihn gerichtete Briefe liegen in der Universitätsbibliothek Göttingen. Wer Originale weiterer gedruckter oder ungedruckter Briefe besitzt oder von ihnen Kenntnis hat, wird um Nachricht gebeten: Edition Lichtenberg-Briefwechsel, Prinzenstraße 1, D-3400 Göttingen.

Muschelkalk, ade

Muschelkalk ist gestorben. Hat sie denn noch gelebt? Ja: sie. Denn Muschelkalk war, dem „Duden“ zuwider, weiblichen Geschlechts: am 6. November 1898 als Leonharda (Lona) Pieper, Tochter des Bürgermeisters im ostpreußischen Rastenburg, geboren. An seinem 37. Geburtstag, dem 7. August 1920, heiratete sie der ehemalige Leutnant zur See, Kommandant eines Minensuchbootes, einstige Inhaber eines Tabakladens, Fremdenführer und Bibliothekar Hans Bötticher aus Würzen in Sachsen, der als Joachim Ringelnatz in die Geschichte deutscher Literatur eingegangen ist – und seiner Frau dort einen Ehrenplatz gesichert hat mit dem Kosenamen „Muschelkalk“. „Muschelverkalkte Perle“ nennt Ringelnatz seine Braut, die er in den knappen, zärtlichen Briefen, die er ihr während seiner Vortragsreisen aus Künstlergarderoben und Kneipen schrieb, auch „Kuschelmalk“, „Muschelnatz“ oder einfach „Li Ka“ anredet und die er gelegentlich als „vermuschelkalkter R.“ unterzeichnet. Keine Gedenkminute für Muschelkalk, mehr: eine Lese-Stunde in den Büchern von Ringelnatz, in denen man ein in deutscher Dichtung bis 1918 unbekanntes Reimpaar findet, das dieses Liebespaar für alle Zeiten aneinander bindet: „Ich bin nur ein kleiner, unanständiger Schalk./Mein richtiges Herz, das ist anderwärts, irgendwo im Muschelkalk.“

Sehr geehrte Herren

Fast wöchentlich erreicht uns ein Brief wie dieser: „Sehr geehrte Herren, als langjähriger Abonnent Ihrer Zeitung ärgere ich mich wöchentlich über die antibayerische Tendenz Ihrer Berichterstattung. Skandalös ist die Seite ‚Programme deutschsprachiger Bühnen‘. Nachdem Sie jahrelang nur 3 Theater Münchens führten, aber sonst jeden Mist in anderen Großstädten, bringen Sie es jetzt immerhin auf lächerliche 6. Entweder entlassen Sie den zuständigen Redakteur oder geben Ihr tendenziöses Blatt auf. Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. G. Kaindl, Berlin.“ Aufklärung: Die Seite „Programme deutschsprachiger Bühnen“ ist kein Beitrag des Feuilletons, es handelt sich hierbei um bezahlte Anzeigen. Mist oder nicht Mist: Wer zahlt, schafft an (bayerischer Volksmund).