• Ausgabe 16/1977

    Ausgabe 16/1977

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Fouls wie beim Fußball

    Ein ZEIT-Gespräch mit Bundestagsvizepräsident Hermann Schmitt-Vockenhausen über parlamentarischen Stil

  • England

    Lib-Lab für einen Sommer

    Wozu Selbstmord begehender Tod kommt sowieso. Nach dieser Devise haben Labour und Liberale in England ihren Pakt geschlossen, und die verlorene Nachwahl in Birmingham-Stechford hat ihn besiegelt.

  • Sozialdemokraten in Bonn

    Ein Außenseiter rückt ins Zentrum

    Auf die grüne Saat der Ermunterung und Zuversicht können die sozial-liberalen Abgeordneten kaum hoffen, wenn sie jetzt, in der Osterpause, wieder in ihren Wahlkreisen ackern.

    Von sowjetischer Botschafter in Ost-Berlin

  • „Ich muß Sie mahnen!“

    Meine Damen und Herren, bevor ich die Sitzung schließe, darf ich noch einmal auf Punkt 7 der heutigen Tagesordnung zu zurückkommen.

    Von Csu): Sie. stehen ja

  • Worte der Woche

    „In Sambia war Frau Schlei die Frau der Woche, sie hat allen die Show gestohlen, und die Sambianer haben den geradezu rührenden Versuch unternommen, den Besuch des deutschen Ministers in den gleichen Rang zu setzen wie die Podgorny-Staatsvisite.

    Von über die gescheiterten Salt-Verhandlungen

  • Moskau – Washington

    Kanonade aus der Spatzen-Chaussee

    Der Kanonendonner aus der Spatzen-(Chaussee Nummer 42, von wo aus Andrej Gromyko mit seiner sensationeller) Pressekonferenz die amerikanischen Salt-Vorschläge abschoß, hallt in Moskau noch nach.

    Von Christian Sdbmidt-Häuei

  • Italien

    Kommt die Krise nach Ostern?

    Allzu gedämpft klang der Paukenschlag, um an die „Wende“ glauben zu lassen, die er einleiten sollte: Der kommunistische Parteichef Berlinguer verkündete letzten Sonntag als Leitartikler der Unitá, daß die seltsame Koalition der Stimmenthaltungen, die seit August 1976 das Land nur (aber immerhin) halbwegs regierbar macht, zwar „eine positive Funktion hatte, doch heute abgenutzt ist“.

    Von Hansjakob Stehle

  • Zeitspiegel

    Oppositionsführer Helmut Kohl will nach Ostern schlank ins parlamentarische Gefecht zurückkehren. Er ist nach Schruns zur Kur und hofft, einige Kilo in Vorarlberg zu lassen.

  • Ägyptens Präsident Sadat eröffnete in Washington den orientalischen Frühjahrsreigen. Auch Moskau legte neue Nahost-Vorschläge vor.

    Der Kreml will wieder mitreden

    Breschnjews Skizze einer Lösung für den Nahostkonflikt: Annäherung an Carter

    Von Andreas Kohlschütter

  • Frankreich

    Das letzte Aufgebot ist angetreten

    Ein Blitz aus heiterem Himmel war es nicht, als die Regierung in Paris demissionierte, aber immerhin ein etwas überraschendes Wetterleuchten.

  • Wirtschaft
  • Heinz Blüthmann über Arzneimittelkosten

    Ärzte: Am eigenen Ast gesägt

    Mangel an Fleiß wirft kaum jemand den gut 50 000 deutschen Kassenärzten vor, wenn es um ihre „schriftlichen“ Leistungen geht, eher, daß sie des Guten zuviel tun: Eine halbe Milliarde Rezepte haben sie alle zusammen im letzten Jahr ausgestellt und darauf für 9,8 Milliarden Mark Arzneimittel zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verschrieben; stets zum Wohlgefallen der Pharmaindustrie, nicht ganz so häufig zum Wohle der Patienten.

  • Fluchtkapital

    Danaergeschenk für Eidgenossen

    Die Eidgenossen durften sich wundern. Fünfzig Berner Parlamentarier aus Bürgerkreisen stießen, so schien es, in das gleiche Horn wie vordem nur Ausländer und linke Systemveränderer.

    Von Alexander Mayr

  • Ein frecher Zwerg lebt gefährlich

    Es war einmal ein Zwerg, der von einem Riesen abstammte. Und dieser Zwerg ärgerte seinen Vater, wo er konnte. Er zupfte und rupfte ihn, bis es dem Riesen schließlich zu bunt wurde.

  • Manager und Märkte

    Die Gerüchteküchen in Frankfurt und Bonn dampfen. Grund: Die Bundesregierung hat bisher offiziell nicht auf den für diesen Monat angekündigten Rücktritt des Bundesbankpräsidenten Karl Klasen mit der Bestellung eines Nachfolgers reagiert.

  • Lebenshaltungskosten

    Wenn die Preise sprießen

    Die Ford-Werke, so heißt es bei dem Kölner Auto-Unternehmen, rechnen noch. Opel in Rüsselsheim und die Wolfsburger. Volkswagenwerke haben ihre Berechnungen schon abgeschlossen.

  • Bonner Kulisse

    So schnell läßt das von Werner Maihofer geführte Bundesinnenministerium von seinem Bestreben, auch ein Ministerium für Beamte zu sein, nicht ab.

  • Wilfried Kratz aus London

    Die armen Reichen

    Der britische Manager ist finanziell übel dran. Er ist demoralisiert und „demotiviert“, wie das neueste Schlagwort im Sprachschatz seiner Interessenvertreter lautet.

  • Römische Skizzen

    Am 21. Oktober 1976 hatten Verwandte in den USA per Luftpost ihr Weihnachtspäckchen an Annibale P. in den Abruzzen abgeschickt.

  • Lehrstellen

    Seelenmassage für Lehrherren

    Das Problem werden wir lösen“, meint Rolf Raddatz, Berufsbildungsexperte beim Deutschen Industrie- und Handelstag (DIHT), zuversichtlich, und Hans Günter Patzig, Sprecher des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, ist optimistisch, „daß die Betriebe mitziehen“.

  • Althausmodernisierung

    Alte Mauern bringen Geld

    Geschäfte mit Immobilien: Für die einen verlustreich, für die anderen ein Bombengeschäft

    Von Jens Friedemann

  • Nur wenige Favoriten

    Rendite ist auch bei den Aktien Trumpf. Wer heute von Rendite spricht, meint in erster Linie die Barrendite, bestenfalls die Bruttorendite, die sich aus der Einbeziehung der künftig zur Bardividende zu gewährenden Steuergutschrift ergeben wird.

  • Mehr Rat und Hilfe

    Hesselbach: Dafür sprechen konzeptionelle und materielle Gründe. Zum Materiellen: Durch den Zusammenschluß ergeben sich für die Aktionäre wie für die einzelnen Unternehmen deutliche Vorteile.

    Von R. H.

  • Firmen und Fakten

    Unter diesen Umständen kam der Vorstand nicht an dem Eingeständnis vorbei: „Der Jahresabschluß ist als gut zu beurteilen.“ Gleichwohl werden die Aktionäre – wie im Vorjahr – wieder acht Mark Dividende erhalten.

  • Vorteile vom Staat

    Aus Mangel an geeigneten Grundstücken im innerstädtischen Bereich haben sich die Bürger immer mehr an den Rändern der Städte und Gemeinden angesiedelt.

  • Italien

    Pyrrhussieg der Gewerkschaften

    Die Verhandlungen um den Kredit des Weltwährungsfonds über 530 Millionen Dollar an Italien fanden in Wirklichkeit nicht mit der Regierung, sondern zwischen den Gewerkschaften und dem Fonds statt.

  • Buchhandel

    Für dumme Linke

    Der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Kursbuch ist ein Prospekt des „Wohlthat’schen Buchhandels“ in Berlin beigefügt worden. Er enthält ein Angebot, das sehr geschickt für den speziellen Leserkreis der Zeitschrift, die linken Intellektuellen, zusammengestellt wurde.

  • Alfred C. Toepfer

    Drohung mit dem Exodus

    Die Körperschaftsteuerreform hat bei Alfred C. Toepfer, Chef der größten europäischen Getreidehandelsfirma mit einem Umsatz, der konsolidiert an zehn Milliarden Mark herankommt, das Faß zum überlaufen gebracht.

    Von Kurt Wendt

  • Mangelware Vertrauen

    Die Nervosität wächst. Lange Zeit ist die hohe Arbeitslosigkeit von der Bevölkerung mit großer Ruhe und von den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften mit Besonnenheit ertragen worden.

    Von Michael Jungblut

  • Krise in der Stahlindustrie: In Bonn und Brüssel wird laut über Hilfsmaßnahmen nachgedacht

    Sterbehilfe für stählerne Riesen?

    Thyssen-Chef Dieter Spethmann warf der Konkurrenz den Fehdehandschuh hin: Man denke nicht mehr daran, sich an ein Einheitsschema für die gesamte Branche zu halten, Und Thyssen sei in der Lage, seine Strukturprobleme selbst zu lösen, andere vielleicht nicht.

    Von Heinz-Günter Kemmer

  • „Krumme“ Zinsen nicht von Dauer

    Als die Konditionen, der jüngsten Bundesanleihe bekannt wurden, hielten die Börsianer einen Augenblick den Atem an. Daß der Übergang vom siebenprozentigen Nominalzins auf den Satz von 6 3/4 Prozent in einem Zug vollzogen, und dann gleich eine Laufzeit von zehn Jahren festgesetzt werden würde, war eine Überraschung.

    Von Ihr Securius

  • US-Banken

    Wenn Super-Henry kommt

    Oh Henry, ob Henry, du hast ‚das Loch im Eimer‘ schnell gestopft“, dichtete ein New Yorker Banker freihändig, als die Kunde von Kissingers neuesten Berufsplänen die Runde machte.

  • Zeitraffer

    Als Bundesfinanzminister Hans Apel seinen ersten Kommentar vor den Kameras abgab, war ihm die diebische Freude anzumerken, den Spekulanten ein Schnippchen geschlagen zu haben.

  • Wissen
  • Ein Bismarck für Goethe

    Selbst der berühmte Großonkel, hätte Schwierigkeiten gehabt, die auswärtige Kulturpolitik der Deutschen wieder flottzumachen.

  • Muttel im Kraal

    Hätte es bloß im Spiegel gestanden, es fiele vielen leichter, die Story als lästiges Phantasieprodukt abzuschütteln. Aber auch die ehrenwerte Süddeutsche Zeitung, über den Verdacht erhaben, sie habe es ausschließlich auf Wanzen und sonstige Lausigkeiten abgesehen, wußte ähnlich Befremdendes zu berichten über Marie Schlei, ihres Zeichens Entwicklungsministerin zu Bonn und derzeit auf Bildungsreise in Afrika.

  • Gesegnetes Scheitern

    Die Genfer Rohstoffkonferenz ist geplatzt.–und das ist das Beste, was ihr passieren konnte. Für diese wenig diplomatische Feststellung gibt es zwei wichtige Gründe: Erstens sind die Pläne zur Errichtung von Rohstofflagern und Finanzierungsfonds, auf die sich die Entwicklungsländer versteift haben, vom Ansatz her falsch und drohen die Fehler der europäischen Agrarpolitik weltweit zu wiederholen.

  • Mit Volldampf in den Fehlstart

    Der sowjetische Außenminister Andrej Gromyko hat in den rund zwanzig Jahren seiner Amtszeit eine einzige Pressekonferenz in Moskau abgehalten.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Hart, weil schwach?

    Frankreich hat unter Giscard d’Estaing dem gaullistischen Anspruch auf exklusive Führung in Westeuropa abschwören müssen, Deutschland trachtete unter Helmut Schmidt vergeblich danach, die Europäische Gemeinschaft der stabilitätspolitischen Räson zu unterwerfen.

    Von Kurt Becker

  • Reisen
  • Lesen und Reisen

    Schätze im „hilligen Köln“

    Das Köln ist, darüber gibt es keinen Streit. Köln ist mancherlei: antike Stadt, Mittelalter und Gegenwart, Geschäftszentrum und Erzbistum, Flußhafen, steingewordener Kunstsinn, Karnevalsmetropole, Heinzelmännchenstadt und Touristenumschlagplatz.

  • DIE ZEIT
  • Neue Wunderwaffe

    Die Abrüstungsgespräche zwischen US-Außenminister Cyrus Vance und seinenm sowjetischen Kollegen Andrej Gromyko sind vermutlich in erster Linie an der Angst der Russen vor einem neuentwickelten amerikanischen Waffensystem gescheitert: den „Cruise Missiles“.

  • Zurück zum Idealgewicht: Ulmer Wissenschaftler propagiert die Null-Diät zu Hause – 500 Übergewichtige hatten Erfolg

    Gesund bei Wasser ohne Brot

    Problemlos schlanke Zeitgenossen verfolgen die ersten Symptome mit Verblüffung. Doch Eingeweihte aus dem Kreis der vielen Dicken wissen Bescheid, worum es geht, wenn im Frühjahr rundliche Schreibdamen in den Büros verbissen in einem Töpfchen Magerjoghurt rühren, wenn kugelbäuchige Mittvierziger zum Arbeitsessen nur eine Schale Grünzeug bestellen und gewichtige Hausfrauen statt am Kuchen (.

    Von Brigitte Zander

  • Essen und Reisen

    Warnung vor dem süßen Zahn

    Schweden ist nun einmal anders, oder „annorlunda“, etwas „ganz anderes“ wie es auf Schwedisch heißt. Hier geht man ins „Café“, um ein Glas Bier zu trinken, in eine „Bar“ für eine Tasse Kaffee, „Öl“ ist Bier, und „Ölcafés“ sind eben Bierstuben, „Bars“ jedoch Schnellgaststätten mit Selbstbedienung und ohne Alkoholausschank.

    Von E. Michael Salzer

  • Josef Müller-Marein: Entwurf für einen Introvertierten

    Wie zu erwarten war, hat der Wunsch eines Introvertierten, es möge sein Charakter berücksichtigt werden, zunächst eine gewisse Verlegenheit im Architekturbüro hervorgerufen.

  • J.M-M.: Guten Morgen, Herr Lehrer

    Überraschend seien für die dänischen Behörden die Schüler-Proteste gewesen – so meldet diese deutsche Zeitung –, die sich gegen die geringe Zahl der Unterrichtsstunden richteten.

  • Zwist der Jungdemokraten

    Nach den Jungsozialisten sind nun auch die Jungdemokraten in eine offene Krise geraten. Der bisherige Vorsitzende Hannspeter Knirsch trat zurück.

    Von Gunter Hofmann

  • Verfassungsschutz

    Erziehung auf das Grundgesetz

    Der belauschte Bürger Klaus Traute verlangt, der Bundestag solle den Verfassungsschützern künftig schärfer auf die Finger schauen.

    Von Karl-Heinz Janßen

  • DOKUMENTE ZUR ZEIT

    „...Eine billige Methode“

    Jetzt wird in den USA die Darstellung verbreitet, wonach die Vertreter der USA bei den Verhandlungen in Moskau ein großes Abrüstungsprogramm unterbreitet hätten und die sowjetische Führung es nicht akzeptiert habe.

  • Sonnenkraftwerk im tropischen Meer

    Energie aus dem umgepolten Kühlschrank

    Die Weltmeere sind gewaltige Sonnenlicht-Kollektoren. Das Tagesgestirn heizt die oberen Schichten des Wassers auf. Unten aber, in der Tiefe, liegt die Temperatur wenige Grade über dem Gefrierpunkt.

  • NEUE PROSPEKTE

    Einen stimmungsvollen Prospekt hat die City Reiseberatung (Postfach 468, 6800 Mannheim) über Irland zusammengestellt und ihn „Das individuelle Programm“ genannt.

  • FERNREISEN

    Studienreisen in die Mongolei und nach Zentralasien veranstalten Marco Polo Reisen (Dettweiler Straße 15, 6242 Kronberg). Die 19tägige Fahrt schließt Besichtigungsprogramme in Sibirien, der mongolischen Volksrepublik, in den zentralasiatischen Provinzen Tadschikistan, Kasachstan, Usbekistan und der Wüste Gobi ein.

  • Baiern und Bayern

    Ein Stamm im Widerspruch

    Für Norddeutsche oder gar Ausländer sind sie im Grunde genommen unbekannte Wesen: die Bayern. Ob sie wieder einmal mit unberechenbaren Aktionen die Politik in Bewegung bringen, dann aber ganz hinterhältig scheinbar den Rückzug antreten, ob sie wirtschaftlich brillieren oder durch deftige Volksfeste und verinnerlichte Religiosität von sich reden machen – ein Nichtbayer ist einigermaßen hilflos, einen Bayern wirklich zu verstehen.

  • REISEGESPRÄCHE: SONDERANGEBOTE

    Die Tricks mit Kindern

    Kinderservice zu Mini-Preisen“ – „22 000 im Reisepreis eingeschlossen!“ „Freireisen für die Kleinen!“ – „Kindersonderermäßigung bis zu 80 Prozent“.

    Von Brigitte Zander

  • Ski fahren zum Saisonende

    Geheimtip in Savoyen

    In Savoyen, unweit der Trois Vallées, gibt es ein bisher von nur wenigen Skifahrern entdecktes Wintersportgebiet: Valmorel, eine mittlere Bergstation in der Höhe von etwa 1300 Meter, die in ihrem ersten Bauabschnitt in der erstaunlichen Zeit von nur einem halben Jahr fertiggestellt wurde.

  • Sport: Mit Vernunft allein nicht zu begreifen

    Die Spiele zum täglichen Brot

    Die Intellektuellen, nicht nur die deutschen, haben ihre liebe Not mit dem Sport: Zwischen magischer Anziehung und Hohn stehen sie ihm zumeist ratlos gegenüber.

    Von Jörg Altwegg

  • GESUNDHEITSURLAUB

    Rheuma und Rauchen kann man in Bad Bellingen lindern oder loswerden. Bad Bellingen ist Südbadens jüngstes Thermalbad am Dreiländereck.

  • BONNER BÜHNE

    Warten auf Streit

    FDP-Bundesgeschäftsführer Günter Verheugen, in Genschers Schule Profi der politischen Öffentlichkeitsarbeit geworden, hat schnell begriffen, womit er in seinem Amt Schlagzeilen machen kann.

    Von Rolf Zundel

  • Gefahren beim Wandern im Watt

    Im vergangenen Jahr sind an Nord- und Ostsee 33 Menschen ertrunken. In den letzten 25 Jahren hat die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) 44 323 Menschen vor dem Ertrinken gerettet; ein nicht unerheblicher Teil der Einsätze galt der Hilfeleistung im Watt.

  • FÄHRDIENSTE

    Die Aarhus-Oslo-Linie, die einzige deutsche Fährschiffslinie nach Norwegen, hat ein neues Schiff eingesetzt. Die „Peer Gynt“ bietet 1250 Passagieren (620 Kabinenplätze) und 180 Personenkraftwagen Platz.

  • Fernosturlaub auf eigene Faust

    Im heißen Bauch Malayas

    Singapur, auf den ersten Blick: der alte Osten kommt unter die Spitzhacke. Die morschen Holzhäuser von Chinatown passen angeblich nicht zur Gartenstadtfassade einer dynamischen Welthandelsmetropole.

    Von Torsten Ingman

  • Vorschlag eines Betroffenen

    Kontrolle durch Gegendarstellung

    These: Es gibt für den Verfassungsschutz und die zugeordnete Ministerialbürokratie keine Motivation, einen Verdächtigen zu entlasten, sondern vielmehr die Motivation, Verdacht fortschwelen zu lassen.

    Von Klaus Traube

  • Die kleinen Veranstalter (76): Wikinger Reisen

    Abenteuer inbegriffen

    Der Prospekt verheißt ungewöhnliche Reiseerlebnisse, Kameradschaft, einfaches Leben und Lagerfeuerromantik („Ein Stück von Abenteuer ist gewissermaßen im Preis inbegrifen“), all die aufregenden Knabenträume, die einer dann ein Leben lang mit sich herumschleppt, weil er sich einredet, daß eine Erfüllung auch zum frühesten Zeitpunkt schon zu spät sei.

  • Wie einer Schriftsteller wurde

    Schicksal, Zufall oder Modell? Der Weg eines unbekannten Dorfschullehrers zum Autor von acht Büchern mit einer Gesamtauflage von 200 000 Exemplaren

  • Blumen für den Steppenwolf

    100 Jahre Hesse = 1 Hesse-Jahr

    Mit Hesse ist heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen schrieb die ZEIT in ihrem Nachruf auf den Weisen von Montagnola im August 1962.

  • Gesellschaft
  • Ist der Zionismus eine imperialistische Idee? Gibt es ein jüdisches Recht auf das Land Israel?

    Die Treue der Juden

    Wer die Geschichte des modernen Zionismus im Lichte der jüdischen Historie untersucht und sich mit der engen Verbundenheit befaßt, die zwischen dem Volk Israel und dem Land Israel besteht, wird einem Phänomen nicht ausweichen können, das auf den ersten Blick paradox anmutet.

  • Duisburger Filmwoche ’77: Schilling und Boldt

    Kino – ob’s stürmt oder schneit

    Um zehn Minuten vor Mitternacht holt Maria Stadler, 63 Jahre alt, am Bahnhof des fränkischen Städtchens Endorf „Das Schweigen im Walde“ ab.

    Von Hans C. Blumenberg

  • Fernseh-Vorausschau

    Ich nehme das Kitschige nicht so ernst

    Die Talentfindung durch Wettbewerbe hat, allem Argwohn und auch verschiedenem Mißbrauch zum Trotz, immer wieder Genies zutage gefördert.

    Von Ndr Iii, Donnerstag, 7. April

  • Fernseh-Rückschau

    Theater in der Berufsschule

    Ich zweifle nicht daran, daß der Autor für jedes von ihm beschriebene Detail einen Beleg haben wird: Der Schulleiter mag ihm, aus Erzählungen oder eigenen Erlebnissen, bekannt sein, der den Namen der neuen Kollegin vergessen hat, und auch den Anti-Feministen und Anwalt der Kirche-Kinder-Küche-Mentalität könnte er kennen, der die These vertritt: „Gut, daß Sie keine Kinder haben.

  • Karriere
  • Zentralstelle für Arbeitsvermittlung

    Fachleute beraten Fachleute

    Der Taxichauffeur am Frankfurter Hauptbahnhof schaut etwas irritiert. ZAV in der Feuerbachstraße? Dann fährt er los; zur Feuerbachstraße ist es ja nicht weit.

    Von Roland Gerber

  • Kultur
  • Zeitmosaik

    Der „stern“ in seinem Fernsehprogramm für diese Woche. Angekündigt werden sollte vermutlich der Film „John Heartfield, Fotomonteur“ von Helmut Herbst, der am 8.

  • Sozialdemokratie

    Marxismus ohne Massen

    Lutz Niethammer, Ulrich Borsdorf und Peter Brandt (Hrsg.): „Arbeiterinitiative 1945 – Antifaschistische Ausschüsse und Reorganisation der Arbeiterbewegung in Deutschland“; Peter Hammer Verlag, Wuppertal 1976; 782 Seiten, 46,– DM.

    Von Ossip K. Flecbtheim

  • Die ersten Bücher aus dem, „Syndikat“

    Mixed Pickles

    Ein Stapel neuer Bücher – etwa 30 Zentimeter hoch, fast vierzehn Pfund schwer –, hinter dem Karl Marx zwinkernd hervorschaut; ein neuer Verlag: das Frankfurter „Syndikat“.

    Von Werner Hornung

  • Das „Freie Theater“ in München ist eine der kleinsten deutschen Bühnen – und eine der erfolgreichsten. Seine Aufführungen sind: Reisen nach Monsterland

    Theater-Piraten

    Sonst werden im Theater fast immer fertige Geschichten erzählt. Die Texte sind bekannt, die Rollen verteilt, die Ergebnisse kalkuliert, die Bankrotteure in der Mehrheit.

    Von Helmut Schödel

  • Geheimdienste

    Der Agentenstaat Amerika

    Es ist still geworden um CIA, FBI und andere Agenturen, die nach dem Charakter ihres Auftrages Publizität auch gar nicht so gern haben.

  • Kunstkalender

    Die erste Übersichtsausstellung der erst 32jährigen Künstlerin macht vor allem die Problematik bewußt, wie man Video-Werke dem Publikum attraktiv präsentieren könnte.

  • Mitschuldige in Teneriffa?

    Seit der Wortlaut des letzten Funkverkehrs bekannt ist, scheint der Schuldige der Katastrophe von Teneriffa gefunden. Die Freigabe der Tonbänder bewirkte jedoch noch etwas anderes: Sie lenkte ab von der Diskussion über andere Schuldige oder Mitschuldige.

  • Götter, Helden und Hetären

    Max Hirmers meisterhafte Bildbände von den Schönheiten und Schätzen der Alten Welt haben eine faszinierende Fortsetzung gefunden: Auf 240 Schwarz-Weiß-Fotos und 52 Farbaufnahmen führt er die fantastisch reiche Welt griechischer Gefäßmalerei vor Augen, von den Anfängen bis zur Alexanderzeit, von den Mythen der Heroen und Götter zu Gelagen, Hetären, Musikanten, von der Erhabenheit der Olympier bis zu dem speienden Zecher, dem seine Freundin den Kopf hält.

    Von Bernhard Kytzler

  • Theoriedebatte in der SPD

    Wider die „linke“ Resignation

    Als Wachstum und Fortschritt noch weithin für identisch gehalten wurden, als die Welt also noch in Ordnung war, gab es bei allem Trennenden für die „Reformer“ in den Parteien so etwas wie einen gemeinsamen Nenner.

    Von Gunter Hof mann

  • Schallplatte

    Hubert Laws: „The San Francisco Concert“. Hüftenrollender Soul-Jazz – so etwa könnte man diese in langen Schwüngen gemächlich swingende Musik für Flöte und Rhythmusquartett (Tasteninstrument, Gitarre, Schlagzeug, Baß) umschreiben.

    Von Heinz Josef Herbort

  • Kein Taitsch, bitte sehr!

    Irgendwann merken alle, was für eine Teufelei es sein kann, im Paradies zu leben. Meist zu spät, dann haben die Touristen schon ein Wegwerf-Paradies daraus gemacht.

  • „Alpenzu er schritt“

    Wie ein starker Traum

    Zufällig schaut man ins Leben. Vielleicht war mein Leben nur ein Leben, das man zwischen dem Erleben lebt. Vielleicht habe ich auch gar kein Leben gelebt, vielleicht war es das Leben eines anderen, oder auch das, was niemand erlebt hat.

    Von Georg Jappe

  • Walter Pichler in der Kestner-Gesellschaft Hannover

    Der Weg zurück

    In der Ausstellung hängt die Zeichnung „Schlafstelle in meiner Werkstatt“, 1976. Man sieht, in einem kompliziert exakten isometrischen Schnitt, einen Raum von oben, sieht hinein in eine Zelle, die an drei Seiten geschützt ist durch ein labyrinthisches System von Mauern und Nischen und zu der an der vierten, offenen Seite ein paar steile Stufen hinaufführen: Ein Mensch liegt hier, ein Skelett fast, das seine Gliedmaßen eingezogen hat nach Art eines Embryo.

  • Ouvertüre mit Osterglocken

    Blütenblätter liegen wie Schnee auf den Sandsteinstufen vor der alten Kirche. Zwischen rotgespenkelten Dächern blühen, Mandelbäume, Aprikosenbäume, Pflaumenbäume, und wenn der Wind aufspringt wie ein junger Hund und durch die Alleen tollt, ist die kleine Stadt sekundenlang in weiße und rosafarbene Wolken gehüllt.

    Von Wolf gang Boiler

  • Zum Beten in die Plastik

    Viele Querelen und ein Ende in Schönheit: Die Kirche des Bildhauers Fritz Wotruba in Wien

  • Parteien

    Unter Europas Zeichen

    Bücher über die Entwicklung europäischer Parteiorganisationen sind ein Wagnis. Nirgendwo verändert sich die politische Landschaft schneller als im Vorfeld der europäischen Direktwahl.

    Von Rolf Zundel

  • Die CDU/CSU setzt zur Eroberung der Großstädte an. Droht uns jetzt ein Kulturkampf?

    Verklemmt in alle Ewigkeit

    Die Künstler, die Intellektuellen und die christlichen Parteien: Geschichte einer mißglückten Beziehung

  • Filmtips

    „The Stranger“ von Orson Welles kommt mit 31jähriger Verspätung nach Deutschland. Nicht ohne Grund: Im Mittelpunkt steht ein fanatischer deutscher Nazi und gesuchter Kriegsverbrecher, der kurz nach dem Krieg in einer idyllischen amerikanischen Kleinstadt untergetaucht ist.

  • Das Tier, das es nicht gibt

    Das wunderliche Tier, zauberträchtig und sinnbelastet: Den Kenner von Büchern und Bildern läßt es denken an Rilke und Martin Walser, an Tennessee Williams und James Krüss, an „La belle et la bete“, an Arnold Böcklin und den Wiener Goldmaler Ernst Fuchs.

    Von Peter Wapnewski

  • Länderspiegel
  • Hannover

    Schlappes Herz aus Beton

    Armes Hannover, was soll aus dir noch werden!“ Barsch ging Herbert Röhrig in einem Brief an seine Zeitung mit der Stadt ins Gericht.

    Von Winfried Schleyer

  • Ruhe da draußen

    Richter lieben es ruhig. Besonders die Amtsrichter in Lehrte. In Lehrte soll ein neues Schulgebäude errichtet werden. Die Planer liebäugeln mit dem Canterschen Park.

  • Bamberg

    Bei den Hörnchen alles in Butter?

    Neben Bier und Barock verbürgt ein Mürbegebäck die Lebenslust der Bamberger, das „Bamberger Hörnla“. Von ihm zeugt die einheimische Volksweisheit: „A Kaffee ohne Hörnla is wie a Kuß ohne Schnörrnla.

  • Stuttgart

    Auf dem Band ins Hohe Haus

    Baden-Württembergs Volksvertretung wird immer dicker und schwerfälliger. Sie platzt aus allen Nähten. Die 1961 fertig gewordene gläserne Voliere zwischen Staatstheater und Stuttgarter Schloß ist für die 120 Abgeordneten und die 117 Bediensteten zu klein geworden.

  • München

    Kronprinz im Wartestand

    So deutlich hatte er es bisher noch nie gesagt: „Wenn der bayerische Ministerpräsident sein Amt vor Ablauf dieser Legislaturperiode einem Nachfolger übergeben will, dann bin ich der erste Bewerber dafür.

  • Lebensart
  • Neues im Fall der Lindbergh-Entführung

    Der Falsche auf dem elektrischen Stuhl?

    Ein alter Brief spricht für die Unschuld des hingerichteten Bruno Richard Hauptmann

    Von Jürgen s. Holm

  • Subventionen für Spitzenathleten

    Wer hilft der Sporthilfe?

    Schon nach den Olympischen Spielen 1960 in Rom wurde mir klar, so kann es nicht weitergehen“, sagte Willi Daume. Nach Rom kam Tokio mit dem Ende der gesamtdeutschen Mannschaft.

    Von Günter Deister

  • Wenn Kinder nie erwachsen werden

    Das Beispiel der Familie N., die für ihren schwerbehinderten Sohn alles opfert

    Von Christel Hof mann

  • Frühling am Hudson

    Seit Wochen haben Gespräche unter Amerikanern einen eher britischen Anfang. Zuerst bot die ungewöhnliche Kälte den Anlaß, nun der plötzliche Frühling.

  • Erziehung

    Ängste des Lehrers vor der Schule

    Die Kritik an der Schule ist so alt wie die Schule. Ihre temperamentvollsten Kritiker sind die Schüler. Mit den Kindern kritisieren die Eltern.

    Von Werner Klose

  • Zeitlupe 20

    Heizung runter, Fenster zu

    Das Beispiel der Vereinigten Staaten liefen schon den ersten Anhaltepunkt dafür, wo man ansetzen kann, um Energie einzusparen.

  • Nichts für Feministinnen

    Hob an und hustete

    Macht noch was Schönes miteinander“, rät sie am Schluß allen auf englisch: den Homosexuellen, den Lesbierinnen und sogar den Normalen.

    Von Werner Dolph

  • Fußball-Bundesliga

    Die Stars bitten zur Kasse

    Paul Breitner, der weg will von Real Madrid, wird auf dem deutschen Fußballmarkt mit Sicherheit nicht unter einer Million Mark „weggehen“.

    Von Gerhard Seehase

  • Neues Eherecht

    Zwang zum Verbund

    Der verzweifelte Kampf um die formale Aufrechterhaltung einer gescheiterten Ehe wurde meist von Frauen geführt. Der Grund war Angst: Angst vor den finanziellen Folgen; Angst, aus der Wohnung hinausgeworfen zu werden; Angst vor sozialer Degradierung.

  • Für Spieler

    Kampf auf dem Floß

    Tiefblau, wie die unergründliche Tiefe des Pazific, ist das Floß, das darauf treibt. Nicht genug, daß es steuerlos den tosenden Wellen ausgeliefert ist, die Besatzung liefert sich auch noch einen erbitterten Kampf, Mann gegen Mann.

  • Sexualaufklärung in Schweden

    Lieber gute Tischmanieren

    In Schweden ist der Klapperstorch schon in den vierziger Jahren abgeschafft worden, als der Sexualunterricht in den Schulplan eingeführt wurde.

  • unzugeordnet
  • „Die Sowjetunion ist keine Großmacht – lediglich eine globale Militärmacht.“ Der Direktor des International Institute for Strategie Studies zieht für die ZEIT eine Bilan.

    Warum rüsten die Sowjets?

    Im Ost-West-Verhältnis stehen wir heute an einem kritischen Punkt. Allenthalben sind im Westen die Entspannungserwartungen der Entspannungsskepsis gewichen; je höher die Erwartungen waren, desto größer ist nun die Enttäuschung.