Mutation durch Licht

Manche im Laboratorium beobachtete Veränderung von Erbträgern in Zellkulturen, die auf die Wirkung von Chemikalien zurückgeführt wurde, mag in Wirklichkeit nicht von diesen Stoffen, sondern von dem (fälschlich so genannten) Neonlicht verursacht worden sein, das von den in Labors üblichen Leuchtstofflampen ausgeht. Dier sen Verdacht äußert Mattbews Bradley, ein ZelJbiologe am US Krebsforschungsinstitut in Bethesda. Dort nämlich gelang es Wissenschaftlern, Mutationen von Hamsterzellen durch Bestrahlung der Kulturen mit Leuchtstofflicht hervorzurufen!, Die Forscher warnen allerdings in ihrem Bericht hingehend zu verallgemeinern, daß dieses Licht auch bei menschlichen Zellen Mutatioifen erzeur gen könne. Selbst wenn dies in Kulturen aus Menschenzellen nachgewiesen werden sollte, hieße dies noch lange nicht, daß etwa eine Zimmerbeleuchtung mit „Neonlicht" gefährlich, weil zellverändernd sei.

Eisenoxide werden in Gegenwart eines starken Magnetfeldes schneller mit Wasserstoff zu metallischem Eisen reduziert als im schwachen Erdmagnetfeld. Diese Beobachtung, die zuerst R. Skorski 1972 veröffentlichte, wurde jetzt von drei Chemikern der Universität von Texas bestätigt. Die Reaktion verläuft vom sauerstoffreichsten Oxid Hämatit (FeaOs) über Magnetit (FesOd) und Wüstit (FeO) zu Eisen. Während Skorski die Reaktion beim Hämatit einsetzen ließ, starteten die texanischen Chemiker beim schwach magnetischen Magnetit. Bei einem Magnetfeld von 4200 örsted fanden sie eine beachtliche Geschwindigkeitssteigerung der Reaktion. Vergleichsversuche mit Nickeloxiden zeigten diesen Effekt nicht. Eine theoretische Erklärung dafür steht noch aus.

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