PR für PR
Albert Oeckl: „PR Praxis — Der Schlüssel zur öffentliehkeitsarbeit"i; Econ Verlag, Düsseldorf —Wien, 468 Seiten -58 Mark.
herzigenswerte Satz aus amerikanischer „Wortschmiede" gehört auch bei Albert Oeckl zu den Glaubensbekenntnissen, So erfährt der Leser gleich zu Anfang in einer recht beachtlichen Aufzählung, welche Funktionen innerhalb der deutschen Kommunikationswelt der Autor besaß und besitzt; selbst seine Zeit als dienstverpflichteter Mitarbeiter einer obersten Reichsbehörde in Berlin fehlt nicht. Nun gut ,ein schlechter PR Mann, der es nicht verstünde, für sich selbst PR zu machen. Freilich bedürfte Oeckl einer solch ausgiebigen Selbstdarstellung nicht. Wenn überhaupt ein Name aus dem Dunstkreis der Branche herausragt, dann seirier. Und Zwar zu Recht.
Oeckl nennt sein Buch „PR Praxis". Man spürt indes zwischen den Zeilen gelegentlich auch sein Unbehagen an dem Wort „Public Relations". Nicht von ungefähr weist er auf das amerikanische Beispiel hin, wo die abgetakelte Bezeichnung durch „Public Affairs" oder umfassender Kommunikation ersetzt wird. Oeckl und auch amerikanische Theoretiker ziehen die Grenzen der Kommunikation sehr weit, sehen sie dort, wo der Oberbegriff für Marketing, Werbung, Public Relations, Public Affairs, Human Affairs gesucht wird.
Der Autor glaubt, daß vor allem diverse Aktionen rund um den Watergate Skandal zu einer Abwertung des PR Begriffes geführt hätten. Vielleicht sollte man nicht jeden derartigen Image Verlust auf Watergate schieben. Zweifellos hatten die PR vorher schon, gerade auch in der Bundesrepublik, erHteblich an Glamour verloren. Es ist daher eigentlich verwunderlich, daß Oeckl— der selbst- vor Jahren den Begriff „Öffentlichkeitsarbeit" inauguriert hat — nun sein Buch „PR Praxis" nennt.
- Datum 20.05.1977 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 20.5.1977 Nr. 21
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







