Wie wird man Offizier?

Der Zugang zu den Offizierlaufbahnen ist an Bedingungen geknüpft: Junge Männer, die als Offizier des Truppendienstes Berufssoldat werden wollen, müssen das Abitur oder Fachhpchschulreife haben. Die Bewerber dürfen nicht jünger als 17 und nicht älter als 25 Jahre sein.

Offizieranwärter, die an den Hochschulen der Bundeswehr in Hamburg oder München studieren wollen, brauchen dazu die in den Bundesländern Hamburg und Bayern anerkannte Hochschulreife. Studieren können Berufsoffizieranwärter und solche Zeitoffizieranwärter, die mindestens zwölf Jahre dienen wollen. Erst nach dem Studium wird entschieden, ob der Offizier Berufssoldat wird oder nicht.

Anzeige

Rund 80 Prozent der an den beiden Hochschulen der Bundeswehr studierenden Soldaten äußerten in einer Befragung vom Frühjahr 1975, sie hätten nach ihrem Abitur auf jeden Fall ein Studium geplant. Für den Entschluß, den Offizierberuf zu wählen, wurden aus einer vorgegebenen Liste folgende Gründe in dieser Reihenfolge genannt:

Verantwortungsvolle Position in jungen Jahren, Umgang mit jungen Menschen, Berufliche Aufstiegsmöglichkeiten, 9 Reiz der modernen Technik.

Den wirtschaftlichen Argumenten eines biligen Studiums, einer hohen Abfindung und dem schnellen Geldverdienen wurde dagegen jeringere Bedeutung beigemessen.

Die Umfrage bestätigte wiederum: Offizierbewerber kommen aus allen Bevölkerungsichichten. Nur knapp sieben Prozent stam nen aus Offizierfamilien. Diese Rekrutierungsrate liegt deutlich niedriger als bei anderen akademischen Berufen und entkräftet die Vermutung, das Offizierkorps rekrutiere sich selbst. Die Bundeswehr ist auch gesellschaftlich ein offenes System. Sie steht mit ihren breitgefächerten Angeboten zum beruflichen und sozialen Aufstieg allen sozialen Schichten offen.

Auch qualifizierte Unteroffiziere können Offiziere des Truppendienstes werden. Die Anforderungen sind hoch. Der Offizieranwärter aus dem Unteroff i zierkorps muß Fleiß und Können zeigen, um den Ansprüchen zu genügen.

 
Service