Wieder Windhundverfahren

Die Bundesregierung will Zuschüsse für energiesparende und wärmeisolierende Maßnahmen an Wohngebäuden geben. Das soll im Zuge eines „Windhundverfahrens“ geschehen, also nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Die Landesbausparkasse Münster/Düsseldorf empfiehlt, sich schon jetzt Kostenvoranschläge von einschlägigen Firmen machen zu lassen, die dann beim Start der Aktion umgehend den Behörden vorzulegen sind. Die LBS rät: Wer mehrere Kostenvoranschläge einholt, soll später das höchste Angebot einreichen, weil mit einem „Nachschlag“ nicht zu rechnen ist Außerdem sollte man sich auch Nebenkosten, wie Maler- und Anstreicherarbeiten, Abbruch- und Abfuhrkosten, für Fassadengerüst und so weiter zusammenstellen lassen. Denn auch sie werden durch das neue Programm bezuschußt

Was Bundesschatzbriefe bringen...

Niemals in den letzten Jahren wurden Bundesschatzbriefe so schlecht verzinst wie gegenwärtig. Ihre Gesamtrendite ist – wie die Tabelle zeigt – von 9,71 Prozent im Jahre 1974 auf jetzt 5,50 Prozent gesunken. Dennoch erfreuen sich diese „Briefe“ auch jetzt noch einer gewissen Beliebtheit, weil sie ihre Besitzer von jeglichem Kursrisiko freihält. Die neue sechsprozentige Bundesanleihe bringt zwar einen Zinsnutzen, der im Anfang um zwei Prozent, im kommenden Jahr noch um ein Prozent höher liegt als bei den Bundesschätzen, aber in der zehnjährigen Laufzeit der Bundesanleihe steckt natürlich ein erhebliches Kursrisiko. Die Käufer von Bundesschätzen sehen vielfach ihre Papiere nur als vorübergehende Anlage an. Nach dem 30. August 1978 können sie die heute erworbenen Bundesschätze zum Einstandskurs jederzeit zurückgeben.