• DIE ZEIT: Jahrgang 1977

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1977/03

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    • Schwimmende Zeitbomben

      Der Golfstrom scheint fürs erste gerettet: Der fast 200 Kilometer lange Ölteppich, ausgelaufen aus dem havarierten Tanker „Argo Merchant“, der vor Nantucket/USA unverständlich weit vom Kurs abgekommen und auf eine Bank aufgelaufen war, ist 60 Kilometer vor der Warmwasserfront in eine Gegenströmung geraten und begann, auf der Stelle zu kreiseln.

    • Vetter im Fettnapf

      Gleich zweimal innerhalb einer Woche ist Heinz-Oskar Vetter kräftig angeeckt – ein bißchen viel für den Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der wenig mehr sein kann als ein schwaches Bindeglied zwischen den mächtigen Führern der Einzelgewerkschaften, als ein Mann der Repräsentation.

  • Ausgabe 1977/04

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    • Rettung der Renten?

      Vor einem Monat sagte Bundeskanzler Helmut Schmidt in seiner Regierungserklärung: „Unsere Entscheidungen sind geeignet, die Rentenversicherung zu konsolidieren und damit die Altersversorgung der Bürger zu sichern.

    • Frei-Flug

      Diesmal mahlten die Mühlen des „Rechts“ schneller als 1973: In Amman zum Tode verurteilt, mußte Abu Daud immerhin ein halbes Jahr in Husseins Kerkern absitzen, bevor ihn der König höchstselbst begnadigte.

  • Ausgabe 1977/05

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    • Pause zum Denken

      Drei Ereignisse in den vergangenen Tagen haben die Debatte über das Für und Wider von Kernkraftwerken erneut so angeheizt, daß sachliche Auseinandersetzung kaum noch möglich ist.

    • Hoffen auf Jimmy Carter

      Mit der Vereidigung Jimmy Carters zum 39. Präsidenten der Vereinigten Staaten vollendet sich an diesem Donnerstag ein politisches Wunder.

  • Ausgabe 1977/06

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    • Hilfen für Berlin

      Vor einer Woche kam der französische Außenminister Guiringeaud nach Berlin und betonte, daß dieser Besuch nicht reine Routine sei, sondern seine politische Bedeutung habe.

    • Vom Irrtum der Märtyrer

      Am vergangenen Sonntag hatte die Gesellschaft für Menschenrechte zu einer Diskussion mit dem sowjetischen Schriftsteller Wladimir Bukowskij nach Frankfurt eingeladen.

  • Ausgabe 1977/07

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    • Trutz und Trost

      Die große Richtungsweisung fand nicht statt, auch die eindrucksvolle Kundgebung der Geschlossenheit nach reinigenden Auseinandersetzungen blieb aus.

    • Porno-Erpressung

      Gemeinhin – will man verbreiteten Druckerzeugnissen glauben – werden im „sozialistischen Lager“ die kleinen Kinder in Apotheken gekauft.

  • Ausgabe 1977/08

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    • Gnade statt Reue

      War es eine Geschmacklosigkeit oder ein verheißungsvolles Zeichen, daß der polnische Parteichef Edward Gierek just die Traktorenfabrik von Ursus zum Forum seiner Ankündigung machte, die über fünfzig noch eingekerkerten Teilnehmer an den Junistreiks könnten begnadigt werden? Von Rechtsempfinden zeugt es jedenfalls nicht, wenn das Regime lediglich einen Gnadenakt erweist, statt die brutalen Urteile zu bereuen und das Unrecht an Hunderten, wenn nicht Tausenden von Arbeitern wiedergutzumachen, die Arbeitsplatz und Unbescholtenheit verloren haben.

    • Hü und Hott

      Helmut Kohl hat sich eine Strategie-Debattein der CDU schleunigst verbeten. Für ihn ist das alles klar: „Innerlich“ hätten sich die Unionsparteien auf vier Jahre Opposition eingerichtet, und alles andere sei „absurd“.

  • Ausgabe 1977/09

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    • Mit Krähenfüßen gegen den Staat

      Es wäre möglich, daß den Menschen in der Bundesrepublik in diesem Jahr just auf dem Höhepunkt närrischen Treibens das Lachen vergeht.

    • Die letzten Zivilisten

      Die Stiftung Volkswagenwerk in Hannover ist die einzige wichtige große Stiftung, die wir besitzen: Ihr Kapitalvermögen beträgt rund eine Milliarde Mark.

  • Ausgabe 1977/10

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    • Die Kernkraft spaltet unser Land

      Zwischen Bonn und Brokdorf: Herausforderung an die parlamentarische Demokratie

    • Biermanns Einsicht

      Ausgespieen wie ein Giftpfropf der eine – eingegattert wie ein Leprakranker der andere: Wolf Biermann und Robert Havemann. Zwei Kämpfer gegen die „Hauptverwaltung Ewige Wahrheiten“.

  • Ausgabe 1977/11

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    • Ein Sturz ohne Genickbruch

      Zweimal in den letzten beiden Wochen gingen politische Erdstöße durch das Land, die ihren Ausgang von einer schier psychotischen Nuklearreaktion nahmen.

    • Weltpolitik mit Fanfarenstößen

      Müssen wir uns mit einem neuen Konzept amerikanischer Außen- und Sicherheitspolitik vertraut machen, oder handelt es sich bei den ersten Ausflügen Jimmy Carters in die Weltpolitik nur um eine Veränderung des Stils? Wer heute versucht, in Washington Antwort auf diese Frage zu finden, stößt auf eine seltsame Mischung von Verwirrung und Entschlossenheit.

  • Ausgabe 1977/12

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    • Träume oder Alpträume?

      Ausgerechnet das kleine Portugal stürzt die Staatsmänner der Europäischen Gemeinschaft in größte Bedrängnis und stellt sie vor eine fast historische Entscheidung über die Zukunft der EG? Wenig war davon zu erkennen, als Ministerpräsident Mario Soares in dieser Woche, erst durch Valéry Giscard und dann durch Helmut Schmidt, freundlicher Zuspruch für seinen eindringlichen Wunsch zuteil wurde, sein Land in den wirtschaftlichen Superverband hineinzuführen.

    • Aufbruch

      Mehr als die Jubiläumszahl wird der Union und erst recht dem Publikum als Erinnerung an den 25. Bundesparteitag der CDU kaum bleiben.

  • Ausgabe 1977/13

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    • Die Zeitbombe tickt im Unterholz

      Im Unterholz des deutsch-amerikanischen Verhältnisses tickt ein ganzes Bündel von Zeitbomben, eine davon ein atomarer Sprengsatz.

    • Unrecht per Gesetz

      Als die Verfassungsrichter Geller, von Schlabrendorff und Rupp um die Jahreswende 1970/71 ihr Nein zum Urteil der Richtermehrheit über das Abhörgesetz zu Papier brachten, hatten sie eine beklemmende Vision: Wenn der Gesetzgeber erst einmal das Abhören von Telephongesprächen und das Mitlesen privater Post durch die Geheimdienste unter Ausschluß des Rechtsweges für den Betroffenen zulasse, seien demnächst auch „verschärfte“ Vernehmungen denkbar.

  • Ausgabe 1977/14

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    • Ein Staat der Wanzen und der Schranzen?

      Der Bundeskanzler, so berichteten die Agenturen am vorigen Sonntag aus Hamburg, sei mit dem Madrider Sozialistenführer Gonzalez zusammengetroffen und habe sich mit ihm über die weitere Entwicklung der Demokratie in Spanien unterhalten.

    • Regieren muß mehr sein als Reagieren

      Die ersten hundert Tage der sozial-liberalen Koalition sind arg mißglückt / von Kurt Becker

  • Ausgabe 1977/15

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    • An Schulden gesunden?

      Die Nöte gleichen sich in allen westlichen Industriestaaten: millionenfache Arbeitslosigkeit und mangelnde Investitionsneigung, Unsicherheit über die künftige Versorgung mit Energie und Rohstoffen.

    • Verweigerung

      Anfang Oktober vergangenen Jahres hatte einer der Wahlverteidiger im Prozeß gegen die Stockholm-Attentäter beantragt, Bundesinnenminister Maihofer und den Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Herold, als Zeugen zu vernehmen.

  • Ausgabe 1977/16

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    • Muttel im Kraal

      Hätte es bloß im Spiegel gestanden, es fiele vielen leichter, die Story als lästiges Phantasieprodukt abzuschütteln. Aber auch die ehrenwerte Süddeutsche Zeitung, über den Verdacht erhaben, sie habe es ausschließlich auf Wanzen und sonstige Lausigkeiten abgesehen, wußte ähnlich Befremdendes zu berichten über Marie Schlei, ihres Zeichens Entwicklungsministerin zu Bonn und derzeit auf Bildungsreise in Afrika.

    • Gesegnetes Scheitern

      Die Genfer Rohstoffkonferenz ist geplatzt.–und das ist das Beste, was ihr passieren konnte. Für diese wenig diplomatische Feststellung gibt es zwei wichtige Gründe: Erstens sind die Pläne zur Errichtung von Rohstofflagern und Finanzierungsfonds, auf die sich die Entwicklungsländer versteift haben, vom Ansatz her falsch und drohen die Fehler der europäischen Agrarpolitik weltweit zu wiederholen.

  • Ausgabe 1977/17

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    • Carters Atomkrieg

      Gegensätzliche deutsche und amerikanische Interessen in der zivilen Nuklearpolitik und beim Export von Kernkraftanlagen, dem heikelsten Streitobjekt zwischen Bonn und Washington, sind in der Osterwoche voll aufeinandergeprallt.

    • Mäzen Lenin

      Daß Lenin einen Rolls-Royce fuhr, ist bekannt. Daß er den Grundstein zu einer der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt legte, wußte kaum einer.

  • Ausgabe 1977/18

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    • Blei am Bein

      Die Frankfurter Allgemeine hat sich bemüßigt gefühlt, in einer Würdigung des aus Athen scheidenden Botschafters nachträglich dem 1972 amtierenden Kanzleramtsminister Ehmke eins auszuwischen: Der habe dem Ansehen der Bundesrepublik einen Streich gespielt, als er die Flucht des Rechtsprofessors Mangakis mit Hilfe eines Bundeswehrflugzeugs organisierte.

    • Am Kongo glimmt die Krisenlunte

      Die Antwort fällt allenthalben verschieden aus. Carters UN-Botschafter Andrew Young – einen „Windbeutel“ nannte ihn die Präsidentenmutter im Fernsehen – betrachtet Washingtons Afrikapolitik als Verlängerung der Bürgerrechtsbewegung und wirft dem Westen „Verfolgungswahn angesichts einiger oder auch einiger tausend Kommunisten“ vor.

  • Ausgabe 1977/19

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    • Lebers Generale – besser als ihr Ruf

      Wer sind sie, die Generale und Admirale der Bundeswehr? Einige sorgen mit schöner Regelmäßigkeit für negative Schlagzeilen. Wie typisch sind sie für den Rest der Generalität? Nina Grunenberg – Autorin der Serie „Vier Tage mit dem Bundeskanzler“ – hat sich zwei Monate lang in der Bundeswehr umgesehen; Bei Gebirgsjägern, bei Panzergrenadieren, bei den Fliegern und bei der Marine, auf der Bonner Hardthöhe und bei der Nato in Brüssel.

    • Kongo-Cola

      Im Kongo wird das Repertoire der unkonventionellen Kriegführung immer bunter. Wochenlang verloren Zaires Regierungstruppen Boden an die aus Angola eingedrungenen Katangesen.

  • Ausgabe 1977/20

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    • Brauner Jargon

      Ich konnte und will eine klammheimliche Freude nicht verhehlen“, heißt der schlimme Satz eines anonymen „Göttinger Mescaleo“ der dortigen AStA-Zeitung in einem „Nachruf auf Buback“.

    • Gratwanderung zum Gipfel

      Ein kluger Beobachter, der in Rom lebt, schilderte neulich die italienische Szenerie so: „Zwei rivalisierende Seiltänzer – die Christdemokraten und die Kommunisten – balancieren auf ein und demselben Seil, sie bewegen sich aufeinander zu, versperren einander den Weg, aber jeder von beiden meidet es ängstlich, den anderen zu Fall zu bringen, wohlwissend, daß er dann selber mit abstürzen würde.

  • Ausgabe 1977/21

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    • Gespannt

      Das Thema „Atomstrom“ lädt sich weiter mit Spannung auf. Nach einer Übereinkunft, die vorige Woche zwischen dem Kanzler und den meisten Länderchefs getroffen worden ist, kann mit dem Bau neuer Kernkraftwerke schon begonnen werden, wenn die Kommissionen für Reaktorsicherheit und Strahlenschutz gegen eine Anlage zur Wiederaufbereitung und Entsorgung keine grundsätzlichen Bedenken vorbringen.

    • Abhören aus Beweisnot?

      Zuerst hatten Wolfgang Kassebohm und seine Kollegen vom Deutschen Fluglotsen-Verband geglaubt, sie seien wegen des Bummelstreiks im Jahre 1973 als Terroristen verdächtigt und auf Weisung des Bundesinnenministers an ihren Telephonen abgehört worden.

  • Ausgabe 1977/22

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    • Britische Extratour?

      Peter Jay, 40 Jahre alt, von der Sunday Times im Vorjahr zum „gescheitesten jungen Mann Englands“ ernannt, war zuletzt Wirtschaftschef der Londoner Times und als sonntäglicher Fernsehstar eine Kreuzung aus Werner Höfer und Herbert Giersch.

    • Ein Ärgernis

      Auf dem Ärztetag in Saarbrücken hat eine knappe Mehrheit der Delegierten den im Rudi der Bereicherung und unter Betrugsverdacht stehenden Professor Hans Joachim Sewering erneut zu ihrem obersten Repräsentanten gekürt.