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Ausgabe 10/1978

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Atomrüstung
Keiner ganz dafür, keiner ganz dagegen
Die Neutronenwaffe, so lautet der Befund des amerikanischen Verteidigungsministers Harold Brown, ist weder ein Allheilmittel noch ein besonderer Anlaß, alarmiert zu sein, sondern eine nützliche Ergänzung des westlichen taktisch-nuklearen Verteidigungspotentials.
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Ein Gentleman für Europa
Kommissions-Präsident Roy Jenkins mochte nicht Cheftechnokrat sein / Von Dieter Buhl
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Wolf gang Ebert
Das Neut und die Leut’
Eine gute Nachricht für alle Freunde der Neutronenbombe: Sie ist wieder da! Monatelang war sie aus den Schlagzeilen verschwunden, und mancher mag sich besorgt gefragt haben, ob ihr etwas passiert sei.
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Worte der Woche
„Die Bundesrepublik kann jedoch angesichts ihres begrenzten Gewichts und ihrer eigenen starken Abhängigkeit von der Wirtschaftsentwicklung in den westeuropäischen Ländern nicht allein die Wachstumsperspektiven in Westeuropa entscheidend verändern.
Von Spd-Spredler
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Noch gähnt der Abgrund
Lernt die sozialdemokratische Bundestagsfraktion aus ihren jüngsten Erfahrungen? Noch sind die Haarrisse nicht gekittet, die sie durchziehen, seit ihr zum wiederholten Mal Geschlossenheit abhanden gekommen ist.
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Schottland
Ein Fehlstart
Nach der dritten Lesung des Schottland-Gesetzes im britischen Unterhaus soll es künftig ein Regionalparlament in Edinburgh geben und begrenzte Selbstverwaltung.
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Chef in Carters Küchenkabinett
Hamilton Jordans Aufstieg im Weißen Haus: Beförderung trotz ungezwungenen Lebenswandels
Von Josef Joffe
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Zeitspiegel
Die British Gas Corporation hat unerwartete Probleme. Um verflüssigtes – also tiefgekühltes – Gas billig und sicher zu lagern, hat sie auf Canvey Island/Essex vier unterirdische Tanks in Form von Kavernen gebohrt.
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Hoffen auf Kamerad François
Dieser Mann ist ein Profi. Im Einkaufszentrum Galaxie an der Pariser Place d’Italie fliegen dem Sozialistenführer François Mitterrand plötzlich Eier an den Kopf.
Von Klaus-Peter Schmid
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Justiz
Richterspruch per Rundfunk
Befangen zu sein, ist eine sehr menschliche Eigenschaft. Man fühlt sich einer Sache sicher, ihr zugeneigt oder abgeneigt, noch ehe man sie richtig geprüft hat; ein jeder unterliegt dieser Versuchung.
Von Hans Schueler
- Wirtschaft
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„Wo gibt es denn das Geld?“
Die erste Gläubigerversammlung der zusammengebrochenen Reederei Schulte & Bruns geriet zur Posse
Von Heinz Blüthmann
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Gänsemarsch in die Pleite
Der 40. Geburtstag wurde für Klaus Böhme zur Trauerfeier. Selbst nach einigen Drinks fand er nur mühsam seinen Lebensmut zurück; denn drei Tage vorher hat der geschäftsführende Gesellschafter der Körting Radio Werke GmbH in Grassau im Chiemgau für das Familienunternehmen mit seinen rund 1300 Beschäftigten den Vergleich anmelden müssen.
Von Hermann Bößenecker
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DDR-Wirtschaft
Honecker auf Devisenjagd
Ich möchte nur noch einmal erwähnen, daß uns allein der Import von Rohkaffee im Jahr rund 300 Millionen Dollar kostet. Sie auszugeben, fällt uns nicht leicht.
Von Joachim Nawrocki
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Devisen-Quellen
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Spielkasino für ein paar Wochen
Wundersames geschieht zur Zeit an der Pariser Börse. Während der Kurs des französischen Franc vor allem gegenüber dem Schweizer Franken und der Deutschen Mark Reiter schwach bleibt, klettern überraschend die Aktienkurse.
Von Klaus-Peter Schmid
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Steinig ist der Weg nach oben
Keine Laufbahn schreibt vor, wie einer dahin gelangt, kein Berufsbild sagt aus, was da geschieht und gearbeitet werden muß, kein Examen öffnet die Pforte zum Aufstieg in die lichten Höhen politischer Macht, welche die Tüchtigsten in diesem Metier zu erklimmen vermögen: Parteifunktionäre werden nicht gezüchtet, noch nicht.
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Firmen und Fakten
Daß die Senkung der Bardividende von der Gewinnentwicklung nicht zwingend notwendig war, ergibt sich aus der auf 10 (5,8) Millionen Mark erhöhten Rücklagenzuführung.
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Das Loch in der Kasse
Wiens Finanzminister Hannes Androsch sorgte mit einem Interview in der Alpenrepublik für Aufsehen. Er habe dem übermächtigen deutschen Handelspartner mit Gegenmaßnahmen gedroht, falls sich Bonn nicht besinne und dafür sorge, daß die Importe aus Österreich zunehmen, hieß es.
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Fest in Männer-Hand
Mit immer neuen Themenmischungen versuchen Verlagsmanager Leserinnen zu ködern
Von Gunhild Freese
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Spesen sparen bei Investmentfonds
Der Eintritt in einen Investment-Fonds ist nicht billig. Die Ausgabenspesen reichen von 2,91 Prozent bis zu 8,50 Prozent des anzulegenden Betrages.
Von Ihr Securius
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Die Krankengeschichte des Dollar
1931 London wertet das Pfund – seit den Napoleonischen Kriegen internationales Zahlungsmittel und die Währung, in der Regierungen und Geschäftsleute ihre Reserven hielten – ab und löst die Verbindung zum Gold.
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Lohnopfer für Arbeitsplätze
Bisher war es nur ein pauschales Rezept gegen Arbeitslosigkeit, mit dem Gewerkschaften kokettierten. Jetzt wird das Thema durch die Stahlkrise in Holland akut: Die Sicherung von Arbeitsplätzen durch Arbeitszeitverkürzung.
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Einsatz auf St. Pauli
An einem Vormittag im Oktober vergangenen Jahres drangen mehrere Männer in Jeans und Lederjacken in die Commerzbank-Filiale auf der Hamburger Reeperbahn ein.
Von Jens Friedemann
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Brüsseler Spitzen
Claude Cheysson, Mitglied der Europäischen Kommission in Brüssel, eilte dieser Tage nach Washington. Dort will sich der für die Entwicklungspolitik der EG zuständige Franzose darüber informieren, wie es die Amerikaner bei ihrer Entwicklungspolitik mit den Menschenrechten halten.
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Der Kanzler muß umdenken
Bei gleichbleibender Fallgeschwindigkeit des Dollars wird sein Kurs in dieser Woche unter zwei Mark fallen. Die Schallmauer, von der so viel die Rede ist, hat in Wirklichkeit eher psychologische als faktische Bedeutung.
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Börsen-Report
Die Nervosität nimmt zu
Um die Monatswende wuchs in den Börsensälen die Meinung, aufgelaufene Kursgewinne zunächst einmal sicherzustellen. Die Gründe für die wachsende Nervosität liegen auf der Hand.
- Wissen
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Roßtäuscher Staat
Wenn der Staat Geld braucht, ist er nicht zimperlich auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Seine Skrupel schwinden im gleichen Maße, wie seine finanziellen Nöte zunehmen.
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Zankapfel Berlin
Kontakte zwischen dem Regierenden Bürgermeister in West-Berlin und dem sowjetischen Botschafter in Ost-Berlin sind eine normale Sache.
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Konservative Revolution
Auch wer dialektische Sprüche liebt, wundert sich über den jüngsten Salto des italienischenKommunistenchefs Berlinguer: In Turin forderte er eine zugleich „konservative undrevölutionäre Politik“.
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Langer Marsch zur Weltmacht
China ist wieder auf dem Langen Marsch. Der erste, unter dem Vorsitzenden Mao Tsetung, endete fünfzehn Jahre später mit dem Sieg des Kommunismus.
Von Karl-Heinz Janßen
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Indiras Rückkehr
Wahlen belohnen nicht Tugend, sondern wirksame Interessenvertretung: Fall und Wiederaufstieg der Indira Gandhi beweisen dies ein weiteres Mal.
Von K. S.
- Reisen
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Kaum noch Ruinen in Bukarest
Beim Wiederaufbau entdeckten die Bürger den Reiz alter Fassaden, sie sollen jetzt restauriert werden
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Gebrannte Kinder
Rumänien verspricht sich viel vom bislang ungebrochenen Trend zum Winter- und Skiurlaub. Das Land will in den nächsten Jahren drei neue Skigebiete entwickeln: Semenic in den Südwestkarpaten, unweit der jugoslawischen Grenze, soll vorerst drei Hotels erhalten.
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Ritt zum Thron der Königin von Saba
Pandsch – fünf ist im Iran eine heilige Zahl, deren Schriftzeichen die Form eines Herzens hat. Fünf Tage blieben uns noch bis zu unserem Abflug von Teheran.
Von Jacqueline Grewlich-Suchet
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Auf Schlittschuh und Folie zu Tale
Die Wintersportorte in den Karpaten bieten betont familienfreundliche Urlaubsofferten
- DIE ZEIT
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Gebastelte Stimmen
„...Empfehlung: Ab Kilometer 116,5 auf Nebenstrecke U 35 ausweichen – Sie hörten eine Durchsage des Verkehrs-Computer-Systems.
Von Jochen Jochims
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Netstand im Krankenhaus
Großes Risiko Narkose
Im Operationssaal des Krankenhauses X. geht es an jenem Nachmittag hektisch zu. Der einzige Narkosearzt des Hauses ist dabei, einen schwierigen Eingriff zu überwachen.
Von Gero von Boehm
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Deutsch-brasilianische Beziehungen
Energie für 110 Millionen
Präsident Geisel geht es bei seinem Besuch in Bonn vor allem um das Reaktorgeschäft
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Entwarnung in Tel Aviv
In der zweiten Februarhälfte konnten die Vertreter des israelischen Zitrusboard in Europa wieder besser schlafen. Nach der anfänglichen Panik stellte sich heraus, daß die Quecksilbervergiftungen von Zitrusfrüchten nicht zu so katastrophalen Absatzeinbußen geführt hatten, wie zunächst befürchtet worden war.
Von Teddy Preuss
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Schöns Elf hat noch kein Gesicht
an weiß, mit welchem Schauder die Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Zuversicht ihrer Fans („Ihr werdet wieder Weltmeister“).
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Ski-Spitzen
Bandwurmpisten: Eine Reihe „superlanger“ Abfahrten wurden im Aosta-Tal in den italienischen Westalpen eröffnet. Beispielsweise Cervinia: Von dort gibt es jetzt eine 18 Kilometer lange Piste vom Plateau Rosi (3500 Meter) bis nach Valtournenche.
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Wer kennt die Stoffe, nennt die Namen
Die Chemiker hatten kürzlich Grund zu einem Jubiläum: Die viermillionste chemische Verbindung wurde registriert – ein Zeugnis für den Fleiß dieser Berufsgruppe.
Von Rainer Köthe
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Echtes Gold für falsche Titel
Daß es sich bei den Bewohnern des Hauses Marbachweg 362 im noblen Frankfurter Stadtteil Dornbusch um Ehrenmänner handeln mußte, ließ das Schild an der Tür erahnen.
Von Jens Priewe
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Viel Kabale, wenig Liebe
Der Auftritt war bühnenreif.................................................................................................
Von Carl-Christian Kaiser
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Spitzen und Pointen
Man kann im Sport sehr deutlich beobachten, daß ein Athlet, um sich nach Leistung und Persönlichkeit optimal zu entwickeln, ein ganz bestimmtes Verhältnis von Frustrations- und Erfolgserlebnissen braucht.
Von Karl Adam
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Reichlich viel auf einmal
Wer es vor einigen Wochen gewagt hat, sich an einer Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung 1978 zu versuchen, der darf sich jetzt schon darauf vorbereiten, am Ende des Jahres dafür Schimpf und Schande zu ernten.
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Stammheimer Schlußbilanz
Wer waren die Verantwortlichen?
Nicht immer enden parlamentarische Untersuchungsausschüsse wie das Hornberger Schießen. Der Ausschuß „Vorfälle in der Vollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim“, den der baden-württembergische Landtag nach dem Tod der Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe eingesetzt hatte, darf sich nach viermonatiger Arbeit mit seinem Ergebnis sehen lassen.
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Psychatrie als sozialer Tranquilizer
Von sowjetischer Psychiatrie ist bei uns allenfalls als von einer besonders perfiden Form der Verfolgung politischer Dissidenten die Rede.
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Bonner Kulisse
Der ehemaligeEntwicklungspolitiker Hans Matthöfer steht nach fast vier Jahren unbeschwerter Ausgabenpolitik im Amt des Forschungsministers nun vor seiner ersten schweren Entscheidung als Finanzminister.
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Erforscht und erfunden
Inhibin – die Pille für ihn?
Noch ist die Männerpille nicht im Handel. Doch sind einzelne Schritte der Spermaproduktion wenigstens so weit aufgeklärt, daß mit klinischen Versuchen schon begonnen wurde.
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Fremde im Kibbuz
Als Yigal Alon, Außenminister des Staates Israel, Mitte Mai letzten Jahres seinen Job in Jerusalem verlor, brauchte er sich zumindest um seinen künftigen Lebensunterhalt keine Sorgen zu machen.
Von Teddy Preuss
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BONNER BÜHNE:
„Organisierte Kampagne“
Die Welt der Politik wird von Franz Josef Strauß immer häufiger mit Verschwörungstheorien erklärt. Jüngst war es das JET-Projekt, das die Regierung den Briten in die Hände gespielt haben soll – hinter seinem Rücken und dem der Nation.
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Realistische Plastik
Die meisten Werkverzeichnisse, die heute auf den Markt geworfen werden, sind ärgerlich, überflüssig, schon überholt, bevor sie erscheinen.
Von Gottfried Seih
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Wie lange darf man fehlen?
Wenn morgens im Büro die Sekretärin fehlt, wenn der zuständige Sachbearbeiter der Rechtsabteilung einer Firma krank ist oder wenn am Fließband ein Mitglied einer eingespielten Mannschaft ausfällt, so ist das für den Betrieb allemal unangenehm.
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Rudolf Hartung Aphorismen
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Die Grauen Panther kommen
Noch wird zuviel geklagt, zu wenig gekämpft. Aber der Aufstand der Alten kündigt sich an
Von Ernst Klee
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Rote Armee
Das Regiment von nebenan
Der 60. Jahrestag der Roten Armee wird in der DDR nicht minder aufwendig gefeiert als im Mutterland der Sowjetsoldaten. Es gab Freundschaftstreffen und Grußadressen, Gefechtsübungen und Schießvorführungen, Festveranstaltungen und Kranzniederlegungen.
Von Joachim Nawrocki
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Belgrader Konferenz
Am Ende Treffer für die Sowjets
Der Sturz Julj Woronzows am vergangenen Sonntag vollzog sich nicht auf dem glänzenden Marmorboden der Belgrader Konferenz. Er ereignete sich auf der Treppe der sowjetischen Residenz.
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Stalin-Kult
Beifall für den toten Diktator
60-Jahrfeier der Roten Armee – „Breschnjew hat bestimmt nicht mitgeklatscht“
Von Christian Schmidt-Häuei
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Heiligenschein
Legt man das Neue Testament als Maßstab an, dann hat Jimmy Carter in G. William Miller einen besonders qualifizierten Nachfolger für Zentralbankchef Burns gefunden.
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Betschemel-Ideologie
Selten hat ein Urteil des Bundesgerichtshofes zu einem Kartenteil so die Gemüter bewegt wie die Untersagung des Zusammenschlusses der Sachs AG mit dem britischen Konzern Guest, Keen und Nettlefolds Ltd (GKN).
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MEIN TASCHENBUCH
Wolfgang Bächler: „Traumprotokolle“
„Ich bin gefangen und werde in einem Keller an einer Säule gebunden. Ich war bei einem Lehrgang in der Sowjetunion. Ich dringe in ein leeres Haus ein, in einem Dorf, das vom Feind umstellt ist.
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Beklemmender Stau
Könnten alle Investitionen, die derzeit in der Bundesrepublik durch Gerichtsverfahren, den Druck von Bürgerinitiativen oder wegen übermäßig langer Genehmigungs- und Planungsstellenverfahren blockiert werden, zügig abgewickelt werden – die Bundesregierung wäre den größten Teil ihrer konjunkturpolitischen Sorgen los.
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Traumland hinter dem Horizont
Mit welchen Erwartungen reisen unverheiratete Frauen in den Urlaub? / Eine Studie von Horst Hechmann
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Pompidou machte Auron populär
Es muß so um das Ende des fünften Jahrhunderts gewesen sein. Bei einem seiner Ritte über Land geriet Erige, Bischof des damals nicht unbedeutenden südfranzösischen Bistums Gap, in einen Hinterhalt von Räubern, konnte zwar zunächst entkommen und in das Tal der Tinee fliehen, wurde aber erneut in die Enge getrieben und schien verloren.
Von Heinz-Josef Herbort
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Nichts geht mehr...
Helmut Horn, Präsident des Stuttgarter Oberlandesgerichts, war am letzten Freitag völlig überrascht. Kaum lag in der Schlichtungsverhandlung über die Metallarbeiterlöhne sein Einigungsvorschlag auf dem Tisch, da war er auch schon nicht mehr wert als das Papier, auf dem er geschrieben war.
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Lorbeer für Carter
Jimmy Carter hat die Feuertaufe hinter sich. Die amerikanische Bergleute-Gewerkschaft und die US-Kohleindustrie einigten sich unter dem Druck des Weißen Hauses auf einen neuen Tarifvertrag.
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Große Pflicht zu kleinen Preisen
Vielleicht war es das Bedürfnis, dem zu Boden gegangenen deutschen Ungeist den bewahrten deutschen Geist endlich wieder entgegensetzen zu können; vielleicht und bestimmt war es die Jubiläumszahl: jedenfalls erschienen 1948, hart nach Kriegsende und als Ouvertüre zu Goethes 200.
- Gesellschaft
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Inferno in dörflichem Rahmen
Ich habe immer gefunden, daß die sclöne Gotteswelt wert ist, in ihr gelebt zu werden“: Der Garten Eden, den der Bürgermeister eines im Rheinischen gelegenen Fleckens beschwor, erwies sich, aus der Sichtweite des Filmemachers Karlheins Rehbach betrachtet, als ein Paradies besonderer Art.
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Tränen aus Polen
ARD, Mittwoch, 8. März, 20.15 bis 21........................................................................................
Von Rolf Michaelis
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Narita: Japanflüge teurer
Ein kostspieliger Schildbürgerstreich von ungewöhnlichen Ausmaßen wird jetzt in Japan ein Ende finden: Am 30. März 1978 soll auf dem seit sechs Jahren fertiggestellten Flughafen Narita endlich das erste Flugzeug landen können.
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In London notiert
Die Londoner haben Gelegenheit, ein aufregendes Bühnenstück zu sehen. Es ist nicht von Shakespeare, auch wenn es im Globe Theatre gespielt wird, und Autor wie Sujet sind in Deutschland ungeläufig.
Von Karl Heinz Wocker
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Akte des Widerstands
Frauen, Frauenfilme, Frauenphantasien: Nach den ersten fünf Tagen der 28. Berliner Filmfestspiele, der ersten im Winter, zeichnet sich zwar gewiß noch kein handfester „Trend“ ab, aber doch scheint es, als würden hier mehr Filme von Frauen und über Frauen gezeigt, als gemeinhin bei solchen Affären üblich.
Von Hans C. Blumenberg
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Wolf-Dieter Narr
Zurück zu Brandts „Mehr Demokratie“
In der ZEIT Nr. 4/78 schrieb Wolf-Dieter Narr, Professor für politische Wissenschaft an der Berliner Freien Universität, über die „Generation der Ausgeschlossenen“.
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Zwangsumtausch bröckelt ab
„Zwangsumtausch“ nennt es der Tourist aus dem Westen, „Pflichtumtausch“ ist das amtliche Synonym der Länder des Comecon für das Einwechseln von konvertibler Valuta in die Währung des für Urlaub oder Geschäftsreise vorgesehenen Landes.
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Mehr Demokratie heißt mehr Frustation
Die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland befindet sich in einer „Legitimationskrise“. Wer in der intellektuellen Politszene der Bundesrepublik wüßte dies nicht.
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Filmtips
„A Star is born“ von Frank Pierson. Die tragische Romanze aus dem Hollywood-Milieu war ein so schönes, tränenreiches Melodram, daß nach George Cukors „What Prize Hollywood?“ von 1932 noch zwei Remakes folgten: von William Wellman 1937 (mit Janet Gaynor und Frederic March) und nochmals von Cukor 1954 (mit Judy Garland und James Mason).
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Mündliche Rüge reicht aus
Ein Urteil des Frankfurter Landgerichts schockiert die deutschen Reiseveranstalter. Die Richter befanden, daß Pauschaltouristen auch dann Schadenersatz verlangen können, wenn sie es versäumt haben, die beanstandeten Mängel noch am Urlaubsort schriftlich zu rügen.
- Kinder- und Jugendbücher
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Kunterbunt
Es sind genau 222 Neck- und Fingerspiele, Kniereiter, Schlaflieder, Tier- und Scherzreime und so weiter. Wenn Kinder, vor allem aber Eltern kleinerer Kinder noch nichts dergleichen besitzen, wird ihnen diese Reimesammlung beim Wiederentdecken und als Anregung zum gemeinsamen Aufsagen und Spielen von Nutzen sein.
Von Ursula Genazino
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Was nach der Flucht geschah
Vor zwei Jahren erschien „Der Weg nach Drüben“, die autobiographisch getönte Geschichte einer Flucht aus der DDR mit ersten mühsamen, vom Icherzähler ausgiebig begrübelten Ein- und Anpassungsversuchen der Familie hierzulande.
Von Malte Dahrendorf
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„Erzähl doch mal von früher“
Was seit der Jahrhundertwende mit Kindern geschehen ist, was die Kinder von heute im Vergleich zu den Kindern von damals gewonnen und was sie verloren haben, ist gerade den Kindern unserer Zeit nur schwer zu erklären.
Von Sybil Gräfin Schönfeldt
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Die Auffindung des Wunderbaren in der Realität
Zusammenprall der Kulturen
Es ist eine zweifelhafte Sitte, von der Biographie des Autors zu sprechen, wo von einem Buch die Rede zu sein hätte. „XY war Barmixer, Doppelagent, Gigolo.
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Kritik in Kürze
„Der Wolf ins uns“, von Robert Ardrey. Dem amerikanischen Anthropologen geht es nicht bloß um Fragen der natürlichen Selektion, dieser unkritische Verehrer des Verhaltensforschers Konrad Lorenz spekuliert auch über das Sexualleben unserer frühgeschichtlichen Vorfahren: „Der weibliche Orgasmus sorgte wegen des gesteigerten weiblichen Verlangens für eine weitere Garantie, daß die Männer von der Jagd nach Hause zurückkehrten In seinem vierten, nicht sehr anschaulich gestalteten Sachbuch (Untertitel: „Die Jagd als Urmotiv menschlichen Verhaltens“) macht Ardrey wieder Anmerkungen zu umstrittenen natur- und sozialwissenschaftlichen Problemen.
Von L. B.
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Königin und Hexe
Der Anfang dieses Märchens macht deutlich Anleihen beiden Brüdern Grimm. Marzipilla, das böse Weib eines herzensguten Königs, will dessen Töchterchen aus erster Ehe, die Prinzessin Klara, töten lassen, um das Königreich ihrem eigenen Kind zu vermachen.
Von Ute Blaich
- Kultur
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Zeitmosaik
Es genügt nicht, die Welt zu verändern, wir müssen sie auch bewahren. In diesem Sinne sind wir, die Gegner der Wasserstoffbomben, der Kernreaktoren und der urangetriebenen Satelliten, die wahren Konservativen von heute, nämlich die Konservatoren – während jene Produzenten und Förderer dieser Geräte, die sich für politisch konservativ oder für liberal halten, die wahren, und zwar terroristischen, Revolutionäre von heute sind.
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Verse der Flucht
In seiner Polemik gegen die Lyrik der Neuen Subjektivität („Akzente“ 1/1977) nennt Jörg Drews neben politischen Lyrikern wie Godehard Schramm, Klaus Konjetzky und Jürgen Theobaldy auch den 1939 geborenen Rainer Malkowski.
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Chauffeur bei Don Quichote
„Chauffeur bei Don Quichote“ nennt ein Sancho Pansa der Jetztzeit den biographischen Bericht, der zum 70. Geburtstag des Geehrten (15.
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Kunstkalender
Als einen der „exponiertesten und Widerspruchlichsten Künstler der frühen Sowjetepoche“ bezeichnet die „Neue Gesellschaft für Bildende Kunst“ den Helden dieser Ausstellung, den sowjetischen Allround-Künstler Wladimir Majakovskij; und ungewöhnlich wie dessen künstlerisches Schicksal ist auch diese Ausstellung.
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Von ZEIT-Mitarbeitern
Gerhart Laage: „Wohnen beginnt auf der Straße – Wohnwertverbesserung durch Maßnahmen im Wohnungsumfeld“. Das Buch wendet sich an Fachleute ebenso wie an Laien und widmet sich speziell der näheren Wohnumgebung, dem „Wohnungsumfeld“.
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Ich lebe eine Hoffnung wider besseres Wissen
Baldwin: Jimmy Carter ist gewiß ein integrer Mann, aber ebenso gewiß ein unnützer Politiker. Ich glaube ihm kein Wort – so wenig, wie ich je einem weißen Politiker, irgendeinem amerikanischen Präsidenten über den Weg trautfe.
Von Fritz J. Raddatz
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Das Volle, das Leere, das Licht
Eduardo Chillida hat in den Jahren 1974 und 1975 drei Stelen gemacht, bis zu vier Tonnen schwere Plastiken aus Cortenstahl, eine für Salvador Allende, eine für Pablo Neruda, die dritte ist dem unbekannten Soldaten gewidmet.
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Gegensätze
Shakespeares Geburtshaus, niedrig, hingehockt wie eine alte Frau, die nicht weiterkann. Wir sind zu früh erschienen und die Türen noch verschlössen; so „flanieren“ wir seine Straße hinunter bis zu einem Platz, wo wir ein anders geartetes Museum entdecken: „Stratford Motor Museum – a superb collection of exotic motorcars – open daily 10 a.
Von Günter Kunert
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Der rumänische Schriftsteller Paul Goma, international bekannt geworden durch seinen Roman „Ostinato“, mußte Ende vorigen Jahres sein Land verlassen.
Lob der Pressefreiheit
Zu den Wunderdingen der westlichen Welt, die wir drüben im Osten voll Staunen und Respekt, ja fast ungläubig zur Kenntnis nehmen, gehört die Presse.
Von Paul Goma
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Lehrstück vom mangelnden Mut
Man könnte dieses schmalbrüstige Bändchen getrost übergehen, wäre der Autor nicht Christiaan Barnard, der Herzverpflanzer, einer der großen Zauberlehrlinge dieser Epoche.
Von Heinrich Jaenecke
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Wo nur noch Gewalt hilft?
Dieses Buch sei allen zur Lektüre empfohlen, die sich immer wieder mit dem Argument zu Worte melden: „Alles, was wir von unseren Freunden aus Südafrika hören, ist, daß dort Ruhe herrscht und Ordnung.
Von Gabriele Venzky
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Die neue Schallplatte
Lonnie Donegan: „Puttin’ On The Style“. Der heute 47 Jahre alte Donegan war vielleicht eine wichtige Gründerfigur für die britische Rockmusik, bevor die Beatles, Stones, Kinks und andere den amerikanischen Rock ’n’ Roll adaptierten – aber auch ungefähr so originell wie seinerzeit die Lords aus Deutschland im Vergleich zu Elvis Presley.
Von Franz Schöler
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Unterhaltsam, ernst und sehr brillant
Zwei Gesangsgruppen machen seit ein, zwei Jahren von sich reden: The King’s Singers, ein von sechs jungen Männern gebildeter Kammerchor aus England, der Musik von vielerlei Art und Beschaffenheit interpretiert oder parodiert, und die sechs, in Frack und Zylinder auftretenden Viel-Harmoniker, denen es darauf ankommt, die Comedian-Harmonists bis auf die Nuance genau zu kopieren, ihre Musik, aber natürlich – und nicht zuletzt – ihren bis in die Gegenwart reichenden geschäftlichen Erfolg.
Von Manfred Sack
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Franz Marijnen und Wilfried Minks inszenieren den „Sommernachtstraum“ in Hamburg und Frankfurt, Alfred Kirchner den „Sturm“ in Berlin. Und Minetti ist Prospero.
Was nie die kühlere Vernunft begreift
Als Titania, die Königin der Elfen, aufwacht, sieht sie und liebt sie, was sie noch nie zuvor geliebt hat: ein Geschöpf mit einem Eselskopf, Nach einer kurzen, stürmischen Liebesaffäre mit dem Tier-Menschen sinkt sie ein zweites Mal in Schlaf.
Von Benjamin Henrichs
- Länderspiegel
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„Das ging wie am Schnürchen“
Die Stadt der Wohlhabenden und Wohlanständigen zeigt kein anderes Gesicht in diesen Tagen. Warum auch? Die Menschen sind dieselben geblieben.
Von Dietrich Strothmann ,
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Seelsorge mit Galgenfrist
In der Wiesbadener Staatskanzlei ging alles seinen ordnungsgemäßen Gang: Der Brief mit dem Absender „Evangelischer Arbeitskreis und Gottesdienstvorbereitungsgruppe“ an den Ministerpräsidenten Holger Börner, die Seelsorge in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt I betreffend, wurde registriert, der Eingang dem Schreiber bestätigt und ihm mitgeteilt, daß die Angelegenheit zuständigkeitshalber an das Justizressort weitergeleitet wurde.
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Nutzloses Monster
Aufstieg und Fall der Atomenergie liegen zwischen zwei winzigen Dörfern an der Isar – nur einen kurzen Spaziergang auseinander.
Von Peter Gillbofer
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Lebenslänglich registriert
Der Berufsverband Deutscher Nervenärzte wehrt sich heftig gegen den Entwurf des neuen Bundesmeldegesetzes. Der Bonner Entwurf, sagen sie, gefährde alle Bemühungen um eine bessere psychiatrische Versorgung in der Bundesrepublik.
- Lebensart
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Stühle an die Macht
Die Zahl der Stühle und Sessel in den europäischen Ländern übertrifft die der menschlichen Bevölkerung in einem Verhältnis von mindestens 15:1.
Von Gabriel Laub
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Schriftsetzer fürchten um ihre Zukunft. Die neue Drucktechnik bedroht ihren ganzen Berufsstand.
Die Männer in der Mettage: ratlos
Seit 17 Jahren kennen sich die beiden, denn seit 17 Jahren arbeiten sie in demselben Betrieb: Wilfried K., 36 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder, und Günter P.
Von Margrit Gerste
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Buddha lebt in Sibirien
Die mütterlich besorgte Milizionärin im Ministerratsgebäude der Autonomen Burjätischen Sowjetrepublik hebt resignierend die Hände.
Von Christian Schmidt-Häuer
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Wir drehen den Strick
Selbstmord ist eine Tat, die wohl überlebt werden muß, da man sie nicht rückgängig machen kann. Deshalb ist Selbstmord wegen Liebeskummer lächerlich, sogar kindisch, da die Welt soviele Bewohner hat, daß es vielerlei Ersatz gibt.
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Ben Witter: Ärgernisse
Morgens auf der Waage
Jeden Morgen steige ich auf die Waage, und kaum bin ich drauf, leiert mein Gedächtnis ganz automatisch alle Fragen und Antworten von gestern herunter: Ja, ich habe abgenommen.
Von gemacht werden kann, wird verschenkt. Damit
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Mit links gegeben, rechts genommen
Seit Jahren derselbe Kummer; Wenn am Wochenende die Zeit gekommen ist, da wir mit unseren Lieben in der Ferne billig telephonieren dürfen, leiden die Drähte der Post unter Verstopfung.
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Kleinkariertes nach der Vorstellung
Aber das Gastspiel der Westberliner Schaubühne in Karl-Marx-Stadt war ein Erfolg
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Fix mit Worten
Wortfix – ein lustiger Wettstreit mit Buchstaben und Wörtern. So steht es auf dem Titelbild der kleinen handlichen Schachtel.
- unzugeordnet
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In der Dämmerung husten die Hippos
Das ist ein „masked weaver“, erklärte Mrs. Skinner und krümelte ihm ein Stück Brot zurecht. Der kanarigelbe, kleine Webervogel mit der schwarzen Maske pickte aber lieber an der eisgekühlten Butter.
Von Friederike Foehst
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J.M-M.: Boxer-Porträt
Die Geschichte von dem deutschen Boxer, der in Frankreich wochenlang bewußtlos lag, ergänzt sich zu der Anekdote von Kleist, nach der zwei englische Faustkämpfer sich gegenseitig umbrachten.
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Die Tortur des Lernens
Olafs Mutter hat mir alle Belege gezeigt: Es waren genau 4983,80 Mark. Als ich Olaf fragte, was er sich wünscht, sagte er ohne Besinnen, er wünsche sich einen Revolver.
Von Christel Hof mann