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Ausgabe 14/1978

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Ein politischer Exodus?
Von Mal zu Mal fällt mehr auf, wie fluchtartig die Politiker und ihr Troß die Bundeshauptstadt verlassen, wenn ihnen die Osterpause und andere Unterbrechungen die Gelegenheit dazu geben.
Von Carl-Christian Kaiser
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Die Exzellenzen der Republik
Einhundertzwanzig Botschafter vertreten Bonn im Ausland: Briefträger, Mannequins oder Mitgestalter der Außenpolitik?
Von Nina Grunenberg
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,Die Resignierten aufrütteln‘
Um die kritische öffentliche Diskussion anzukurbeln und neue Reformbereitschaft zu wecken, hat eine Gruppe liberaler und linksliberaler Intellektueller die „Gustav-Heinemann-Initiative“ gegründet.
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Giscard spricht mit den Linken
Nach dem Wahlsieg der Konservativen in Frankreich bahnt sich ein entspannteres Verhältnis zwischen Regierung und Opposition an.
- Wirtschaft
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Ein Schuß nach hinten
Für viele politische Themen gilt, was im Showgeschäft gang und gäbe ist: Sie haben ihre Konjunkturen, werden vielleicht sogar zum Hit, um dann alsbald wieder in Vergessenheit zu geraten.
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Die Börse lechzt nach neuen Aktien
Selten waren die deutschen Aktienmärkte so aufnahmefreudig und auch aufnahmefähig wie gerade jetzt. Der Grund liegt auf der Hand: Das Geld sitzt bei den Anlegern locker.
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Manager und Märkte
Michael Menzel, Geschäftsführer der Hamburger Werbeagentur Team/BBDO, hat „das Undenkbare“ geschafft: Er hat den großen Hermann Josef Abs für eine Werbekampagne gewinnen können.
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ZEIT spart Geld
Der Service-Dienst der vom deutschen Kreditgewerbe betriebenen Eurocard Deutschland Internationale Kreditkarten-Organisation GmbH soll ausgedehnt werden.
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Pilgerzug der Fußkranken
Vicomte Etienne Davignon gilt unbestritten als einer der – wenigen – Stars in der Brüsseler Kommission der Europäischen Gemeinschaft (EG).
Von Hans-Hagen Bremei
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Bonner Kulisse
Wieder einmal hatte die Bundeshauptstadt in diesen Tagen „Pläne“ und „Vorschläge“ der Bundesregierung über Steuererhöhungen zu verkraften; daß diese Pläne indes gar nicht von der Regierung selbst als vielmehr von der Presse erzeugt worden waren, machte dabei fast gar nichts.
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Das Fell des Bären
Großbritannien bezieht nun fast die Hälfte seines Ölbedarfs aus Quellen In der Nordsee, (1980 will die Insel Selbstversorger sein).
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Es kann eigentlich nur noch besser werden
Mintrop: Zunächst einmal – man kann nicht sagen, daß die Preise in der Bundesrepublik steigen. Da die von der EG-Kommission festgelegten Mindest- und Orientierungspreise in Europäischen Rechnungseinheiten ausgedrückt sind, hat die Aufwertung der Mark den Preisauftrieb für die deutschen Werke deutlich begrenzt.
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Wachstum
Schmidt zweifelt
Helmut Schmidt hat während der Ostertage zum ersten Mal in einem Interview Zweifel an der von der Bundesregierung angepeilten Wachstumsrate angemeldet.
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Firmen und Fakten
Die beiden größten Münchner Brauereien, die beide zum Bereich der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank gehören, unterscheiden sich entsprechend ihrer unterschiedlichen Ertragslage recht deutlich durch ihre Barausschüttung.
Von 77 auf 16 Prozent
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Aus der Wundertüte
Wie der italienische Chemiekonzern seinen Aktionären noch einmal Geld entlocken will
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Zinsen auf Talfahrt
Die Deutsche Bundesbank hat seit dem vergangenen Oktober rund 15 Milliarden Mark in die deutsche Wirtschaft gepumpt. Sie hat es getan, um den Dollar zu stützen.
Von Rudolf Herlt
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Zeitliches
Neues aus der Neuen Welt
Seit unter den vierhufigen Bewohnern des amerikanischen „Pferdestaates“ Kentucky ein von den Tierärzten als „Metritis Equus“ bezeichnetes infektiöses Leiden ausgebrochen ist, dessen Ausbreitung durch zwischenpferdlichen Kontakt begünstigt wird, müssen sich die dortigen Züchter Kalauer über ihre „unmoralischen“ Gäule anhören.
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Pfennigfuchser im weißen Kittel
Der Osnabrücker Radiologe Hartmut Krukemeyer, Alleininhaber eines Krankenhauses, gibt sich außerordentlich selbstbewußt: „Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg“, resümiert er über sein eigenes Werk.
Von Wolf gang Hof f mann
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Zweifel nagen an den Kursen
Streiktage sind Kauftage – eine angebliche Börsen Weisheit, mit der sich die Haussiers zur Zeit trösten.....................
Von Kurt Wendt
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Scheinheilige Argumente
Der Bund und das Land Berlin haben mit der vorzeitigen Kündigung einiger zehnprozentiger Anleihen den Sparern den Stuhl zu einem Zeitpunkt vor die Tür gesetzt, an dem die Wiederanlage ihrer Gelder nur zu enttäuschend niedrigen Zinssätzen möglich ist.
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„Sonst liegt mein Kopf auf dem Block“
Zeitungssterben in Fleet Street? Offenbar braucht das Londoner Presseviertel nur ab und an einen branchenkundigen Ausländer wie den Australier Rupert Murdoch oder einen völlig branchenfremden Inländer wie Victor Matthews, um die Kassandras wenigstens vorübergehend zum Schweigen zu bringen.
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Fehltritt einer ‚moralischen Anstalt‘
In einem Restaurant an der römischen Via Veneto feierte man im Juli vergangenen Jahres ein Geschäft. Der mächtige italienische Genossenschaftsverband „Lega delle Cooperative“ hatte in seinem schier unersättlichen Expansionshunger gerade einen Riesenbissen geschluckt: die Mailänder Stahlhandels-Gruppe Duina.
Von Friedhelm Gröteke
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FDP überholt links
Wegen Streiks und Aussperrungen im Zeitungsgewerbe blieb nahezu unbemerkt, daß die Freidemokraten Mitte März ihr entwicklungspolitisches Parteiprogramm um 19 Thesen zur Dritten-Welt-Politik erweitert haben, und damit in einigen Teilen sogar den sozialdemokratischen Koalitionspartner links überholten.
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Hoher Preis der Solidarität
Achtzehn Tage lang wurden Süddeutsche Zeitung und Abendzeitung bestreikt. Achtzehn Tage lang erschien in München überhaupt keine Zeitung, weil die übrigen Verlage solidarisch aussperrten und nicht Streikgewinrler sein wollten.
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Gut gemeint, aber gefährlich
Wer die Eskalation des Tarifkonflikts in der Metallindustrie in den letzten Wochen beobachtet hat, dem bot sich ein zwiespältiges Bild: Da sparten weder Gewerkschaftsführer noch Arbeitgebervertreter mit starken Worten; da betonten beide Seiten immer wieder ihre Entschlossenheit, diesmal hart zu bleiben; da wurde demonstrativ mit den dicksten Knüppeln gedroht, die in einem Arbeitskampf zur Verfügung stehen.
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Boom in Grünzeug
Die Kleingarten-„Vereine“, so weiß ein Anbieter von Gemüse- und Blumensamen, Pflanzenschutz- und Düngemitteln, Rosen und Blumenzwiebeln zu berichten, „haben schon längere Wartelisten als selbst Tennisvereine“.
Von Gunhild Freese
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Lohn der Angst
Der eine ist ein Funktionär wie aus dem Bilderbuch. In der Sache klar und hart, zur Schroffheit neigend in öffentlichen Auftritten, nicht ohne klassenkämpferische Attitüde, wenn er glaubt, sie sei gefragt: Franz Steinkühler, Chef des Stuttgarter IG Metall-Bezirkes.
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Vereinigte Staaten
Der Geist von Arthur Burns geht um
Erinnern wir uns: Ein halbes Jahr ist es her, da ließ Charles L. Schultze, der Chef des Wirtschaftsberaterstabes im Weißen Haus, erkennen, daß er die Inflationsfurcht der amerikanischen Zentralbank für unbegründet hielt.
Von Jes Raus
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Zeitraffer
Trotz des neuen Wintereinbruchs: Die Zahl der Arbeitslosen ist im März zurückgegangen. Die Bundesanstalt für Arbeit gibt dafür allerdings ausschließlich saisonale Gründe an – von Belebung der Konjunktur ist also nicht die Rede.
- Wissen
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Nachsicht
Bretonische Fischer, die mit Schaufel und Eimer der bisher größten Ölpest zu Leibe rücken, mit Gesichtern, in denen die Wut wetterleuchtet.
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Verjährte Schuld?
Kurz vor der Pensionierung hat den niedersächsischen Justizminister Hans Puvogel das Geschick eines unrühmlichen Abschieds ereilt.
Von Karl-Heinz Janßen
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Der Kanzler und der Präsident
Trotz bleibender Differenzen entspannt sich das deutsch-amerikanische Verhältnis
Von Kurt Becker
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Zugabe in Rom
Es ist schon grotesk: In Frankfurt tagt das Russell-Tribunal, um die Gesetzgebung und Rechtspraxis der Bundesrepublik gegen den Terrorismus international anzuprangern.
Von H. Seh.
- Reisen
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Sommersprossen
Harz-Hexen-Hetze: Mit Hexentanz und Höllenspuk wird am 30. April um Mitternacht auf der Felsenbühne des Hübichstein oberhalb von Bad Grund der Winter aus dem Harz gehetzt und der Sommer hergebeten.
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Die Gemäldegalerie Berlin
Europas Glanz dank Preußens Sparsinn
Erst erfreuen, dann belehren“, haben Schinkel und Rauch ihrem Lieblingskind, der Berliner Gemäldegalerie, ins Stammbuch geschrieben.
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Tod in der Ferienwohnung
Ein defekter Gasbadeofen in der Ferienwohnung auf Ibiza ließ 1975 für eine Familie den Urlaub in einer Katastrophe enden: Vater und Sohn starben.
Von Klaus Viedebantt
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Radelnd nach Rothenburg
Die siebentägige Radtour von Würzburg über Rothenburg nach München (Prospekt: „Oft führt die Radspur durch das Gras frischer Wiesengründe“) ist nur eine von sieben originellen „Reisen per Rad“, die der Spezialveranstalter Rotalis (8011 Zorneding) anbietet.
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Klangvolle Offerten
Frohe Töne für Musikerzieher, musizierende Jugendliche und Familien: Ihnen bietet sich eine Vielzahl von Musikfreizeiten zu meist geringen Kosten.
Von Marietta Fröhlich
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Nürnberg feiert „seinen“ Kaiser
Der sechshundertste Todestag von Kaiser Karl IV. feiert Nürnberg in diesem Jahr mit einer großen, vom Bayerischen Nationalmuseum zusammengestellten Ausstellung.
Von Aufnahme: Dz
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Tips und Trips für Deutschland, Italien und Griechenland
Vorgesehen sind Tageswanderungen bis zu 15 Kilometer ins Naturschutzgebiet. Der Preis von 80 bis 90 Mark deckt auch die Unterkunft (mit Frühstück) im „Ernst-Klug-Haus“ in Gladbach.
- DIE ZEIT
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Gabriele Wohmann Schreibstoff
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Ben Witter: NEBBICH
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Naive Malerfreuden
Zwei in Sammlerkreisen bekannte „Naive“ hat die Touristik Union International (TUI) als Lehrmeister für sechs Malereikurse in Dubrovnik verpflichtet: Paula Strazicic hat schon Ausstellungen in den USA, London und Frankfurt in ihrem Katalog; Gustav Grimm, mit mehreren Ausstellungen in Deutschland bekannt geworden, arbeitet mit einer Vielfalt unterschiedlicher Techniken.
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Zeitlupe 20
...und rosa für die Mädchen
Ihr 25jähriges Jubiläum kann die Gleichberechtigung dieses Jahr wohl kaum begehen, denn die Gleichstellung von Mann und Frau existiert nur schwarz auf weiß.
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Jeder ein kleiner Caruso
Sonnabend. Osterien-Abend: Dorf, Kleinstadt oder Großstadtrand. In der Woche ist hier nicht mehr viel los. Es gibt Fernsehen.
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Der überforderte Staat
Soweit bekannt, hat hierzulande zuerst der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Heinz Kuhn das Wort von der „Unregierbarkeit“ des Staates gebraucht.
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Richard Hey: „Engelmacher & Co“
Ein Kriminalroman, über dessen paradoxe Struktur sich lange nachdenken läßt – ein Roman mit einer absurd anmutenden Haupthandlung (in Berlin operiert ein auf Abtreibung spezialisiertes Einsatzkommando, das die Patientinnen in einem Kleinbus verarztet) und mit einer Fülle sehr realer Episoden: Häuser werden besetzt, Profite mit abbruchreifen Villen betrieben, Waffengeschäfte durchgeführt, Mietfragen geregelt und Verträge geschlossen.
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Hans Apels erster Streich
Von Hans Apel, dem ehemaligen Finanz- und neuen Verteidigungsminister, war schon vor seinem Einzug auf die Bonner Hardthöhe vor acht Wochen bekannt, daß er schnell denkt.
Von Hans Schueler
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Bayernwerbung
Daß der Fremdenverkehr, besonders der Service für ersehnte Besucher, oft seltsame Sprachblüten treibt, ist nichts Neues. Schon seit Jahren hört und liest man im Dschungel von Borneo, auf der Patbong Road in Bangkok und auf der Aussichtsplattform des Empire State Building knollig verbogene, deutsche Sprachstücke.
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Lieber zu Fuß und mit Kassette
Nun schauen Sie sich genau die Heiligen Drei Könige an und achten Sie vor allem auf die Geschenke in ihren Händen“, sagt der junge Mann mit dem hellblonden Schnäuzer und dem Mikrophon in der Hand.
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Grund zur Aufregung
Es gibt Schriftsteller, bei denen sich Rückschlüsse von den Büchern auf ihr Privatleben verbieten; sie wären nichts als Klatsch und Tratsch.
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Von ZEIT-Mitarbeitern
Rolf Vollmann: „Winter-Wanderschaft“. Solange es hell war, bin ich durch Gegenden und Städte gewandert; wenn es dunkel wurde, habe ich aufgeschrieben, was ich gesehen hatte–in Sorrent, Neapel, Pisa, Rapallo, Genua, Nizza, Turin: Versuche, das winterliche Italien zu entdecken, Versuche, herauszubekommen, was Nietzsche zehn Winter lang in diesem Italien gesucht und vielleicht gefunden hat.
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Worte der Woche
„Wenn der Staat einigen seiner Bürger, wie Hanns-Martin Schleyer, das Opfer des Lebens zumutet, so darf er auch den Anwälten Leibesvisitationen oder auch nur das Einnähen eines Kunststoffreißverschlusses zumuten.
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„Noch eine Nation oder ein Hurenhaus?“
Bilder ans einem verlorenen Land: Vor dem nächsten Bürgerkrieg / Von Andreas Kohlschütter
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Abfahrt mit Blick zur Südsee
Wenn in den Alpen die ersten Krokusse auf den Skipisten sprießen, werden auf der südlichen Hälfte der Erdkugel die Lifte für die neue Saison frisch geölt.
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Halbe Demokratie
Am 30. März findet in der Militärdiktatur Ghanas eine Volksabstimmung statt. Dabei geht es um die Frage, ob das Land Union Government wünscht oder nicht.
Von Ralf Dahrendorf
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Ohrfeigen für Ausländer
Nach dem Chiasso-Skandal bringt nun auch die Notenbank den Finanzplatz Schweiz in Mißkredit
Von Alexander Mavr
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Warten auf das große Beben
Seismologen versuchen herauszufinden, wo und wann das nächste schwere Beben die kalifornische Metropole Los Angeles trifft
Von Günter Haaf
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Handel mit dem Sklavenhandel
Das Fernsehen gilt gemeinhin nicht gerade als Förderer des Tourismus, zumindest stöhnen die Reiseveranstalter alle vier Jahre so, wenn es wieder einmal gilt, einen Fußballweltmeister telegen zu küren.
Von Axel Thomas
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Zeitspiegel
Dr. Robert Strobel hat am 25. März seinen 80. Geburtstag gefeiert. Von 1947 bis zum November 1968 hat er für DIE ZEIT aus Bonn berichtet, glänzend informiert und wohl formuliert.
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Tanz zwischen den Welten
Unablässiger sowjetischer Druck zwingt Jugoslawien zu Wohlverhalten gegen den Westen
Von Aufnahme: dpa
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Aus Nostalgie geschneidert
Nur die Marine, und das im Osten wie im Westen, läßt in ihrer Kleidung noch ein – Klassensystem erkennen. In allen Armeen (mitsamt der Luftwaffe) marschieren Mannschaften und Offiziere nicht nur im gleichen Schritt und Tritt, sondern auch im gleichen Schnitt.
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Bierseidel und Marika Rökk
Der Buchhandel, im Streit mit Kaffeeröstern gestählt, muß womöglich einem neuen Gegner entgegenblicken, diesmal einem staatlichen Mitbewerber um die Gunst der Leser: Auch die Deutsche Bundesbahn will künftig Bücher feilbieten.
Von Axel Thomas
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Forum oder Schauprozeß?
Beide Seiten wollen Gelassenheit beweisen: Sowohl das Russell-Tribunal, das in dieser Woche in einem Frankfurter Vorort der Frage nachgehen will, ob in der Bundesrepublik zunehmende „Repression“ herrscht, als auch alle, die in dem Tribunal eine mehr oder minder unerträgliche Diffamierung sehen.
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Der entfremdete Staat
Zu den gängigen Behauptungen in politischen Diskussionen der Gegenwart gehört die, in der Bundesrepublik Deutschland herrsche Staatsverdrossenheit.
Von Dietrich Schwarzkopf
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Management bei Siemens
Der Aufstieg von Plettner II.
Bei Osram fiel erstmals Glanz auf seine Karriere. Nun soll sie noch strahlender werden. Vom 1. April an wird der altgediente Siemens-Mann Helmut Plettner (52), jüngerer Bruder des Vorstandsvorsitzenden Bernhard Plettner (63), seine Arbeitskraft zwischen zwei Milliarden-Unternehmen teilen.
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Vom Westen nur verteufelt
Der Bewohner eines Landes, das in den Brennpunkt der Weltpolitik gerückt ist, macht sonderbare Erfahrungen. Er hört gleichsam auf, Mensch zu sein.
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J.M-M.: Das Heine-Zitat
Im Figaro, der Pariser Tageszeitung, hat Jean d’Ormesson Verse in deutscher Sprache zitiert. Sie stehen schön in halbfetten Lettern an prominenter Stelle.
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Blick für das Machbare
Der Architekt der sozialen Marktwirtschaft, Alfred Müller-Armack, ist gestorben. Seine Schüler, die ihn während des Krieges im Hörsaal erlebten, hätten sich damals nicht vorstellen können, daß dieser Mann des strengen wissenschaftlichen Denkens einmal einen Ausflug in die praktische Politik machen würde.
Von R. H.
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Vom König vergoldete Fluten
Wolfgang Boller beschreibt eine fast noch wirklich bäuerliche Ferienlandschaft
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Kritik in Kürze
„Das offenbare Geheimnis“, von Jean-Henri Fabre. Der umstrittene Verhaltensforscher Fabre (1823–1915) war ein selbstbewußter Querkopf, der den damaligen Wissenschaftsbetrieb verdammte und im Alleingang die wundersame Welt der meist geflügelten Gliedertiere untersuchte, Schmetterlinge, Mistkäfer oder die männchenmordende Gottesanbeterin.
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Auf den Flügeln der Fortüne
Zunächst einmal ist der fixe Flieger über sein Ziel hinausgeschossen: Der israelische Re-– gierungschef Menachem Begin erlebte gerade in Washington im Ringen mit Jimmy Carter seine „schwersten Tage“, da schnellte Ezer Weizman mit Raketengeschwindigkeit aus seiner Deckung hervor.
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Helmut Heißenbüttels Zeitschriftenschau (5):
Auf der Suche nach dem verlorenen Maßstab
Nichts gegen das „Kunstwerk“! Einer Zeitschrift, die sich so lange unter so eifriger Leitung gehalten hat, muß ein Bedürfnis entsprechen.
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Rallye
Till hat mir gerade eröffnet, daß mein Tank leer ist. Fabian setzt kurz später mit rechthaberischer Amtsmiene ein vorsorgliches Geschwindigkeitsbegrenzungsschild auf, das mich auf 50 km/Std.
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Dokument aus der DDR
,,Vielleicht ändert sich noch mal was“
Die Konflikte vieler Menschen in Ostberlin und der DDR ergeben sich aus der politischen und ideologischen Beeinflussung von oben.
Von Nico Hübner
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Kanzler und DGB
Der Honigmond geht zu Ende
Die Wirtschaftskrise hinterläßt ihre Spuren im Verhältnis von SPD und Gewerkschaften
Von Gunter Hof mann
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Von allen Winden durchweht
Ausgestoßene, Verfolgte, Abenteurer: die Männer, die vor mehr als tausend Jahren die sturmgepeitschten Inseln zwischen Schottland und Island in Besitz nahmen, waren gefährliche Gesellen.
Von Peter Schröder
- Gesellschaft
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Vom Tauschen
Sie alle wollen nichts von dem, was mit ihnen geschieht. Aber ihre Gegenwehr ist schwach. Weil sie sich, wenn überhaupt, gegen das Falsche wehren, nicht aber gegen ihre falschen Wünsche.
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Film in Blau und Rot: Godards „Verachtung“
Einen „einfachen Film über komplizierte Sachen“ nannte Jean-Luc Godard damals, 1963, seinen sechsten langen Film: Szenen einer Ehe zwischen Brigitte Bardot und Michel Piccoli, dazu Bilder vom Zustand des Kinos, sehr frei nach Alberto Moravias Roman „Il Disprezzo“, den Godard nicht sehr liebte.
Von Hans C. Blumenberg
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Ein Mitläufer
Arnolt Bronnen, ein deutscher Schriftsteller aus Österreich, einst Rechtsradikaler, dann Kommunist, wird wieder zur Kenntnis genommen
Von Hans Mayer
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Bad Segeberg in Galiläa
Die Österreicher, behaupten vergleichskundige Kenner, hätten in der Karwoche noch mehr als die Deutschen gelitten: Am „Messias“, dem alpenländischen Beitrag zur Oster-Erbauung gemessen, sei der in der Bundesrepublik zur Darbietung gebrachte „Jesus von Nazareth“ ein wahres Meisterwerk.
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Zum Beispiel in Oldenburg
1834 bekam dort der residierende Großherzog Paul Friedrich August sein eigenes Hoftheater. 861 Plätze hat das Haus, aber auf rund 200 Stühlen kleben rote Nummern: „Kiek mal ums Eck“ heißen diese Sitze – man muß aufstehen und sich nach vorn beugen, um etwas zu sehen.
Von Heinz Josef Herbort
- Kultur
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Zeitmosaik
Es bleibt die Frage, warum das Thema Wahnsinn die gegenwärtige Literatur so stark beschäftigt. Mit aller Vorsicht...: Die Literatur hat seismopraphischen Charakter; sie ahnt individuelles und kollektives Unheil voraus, das sich im Wahnsinn ankündigt: „Das Ansteigen des Wahnsinns, seine stumme Invasion zeigt, daß die Welt ihrer letzten Katastrophe nahe ist.
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Leben, Freiheit, Dichtung
Um der Sache der Befreiung und des schönen Menschenlebens willen“, wie er schrieb und handelte, gründete der Publizist Gustav Landauer 1908 einen „Sozialistischen Bund“.
Von Harry Pross
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Zum Blamagen-Abbau
Man darf doch wohl erwarten, daß ein Hamburger (geborener Hamburger oder Wahlhamburger, gleichviel) die Museen seiner eigenen Stadt kennt? Nun, ich stelle bei mir selbst fest: Ich kenne, obwohl ich seit vielen Jahren in Hamburg ansässig bin, keineswegs alle seine Museen.
Von Rene Drommert
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Trinkgeld für den Postillon
Vor 150 Jahren, als das Reisen noch nicht so organisiert und noch etwas gefährlicher war als heute, als man teils noch mit der Postkutsche und teils schon mit der Eisenbahn fuhr, als bei den gebildeten Leuten die Vergnügungsreise in Mode kam – da hörte der reiselustige Buchhändler Karl Baedeker in Koblenz seine Stunde schlagen und erfand sozusagen sich selbst: den Baedeker.
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In der Geisterbahn
Dies Berlin, wie es selber ohne Boden zu sein scheint, stößt von jedem ab. Die vielen Häuser, wie über Nacht aufgeschossen: so plötzlich, meint man, können sie auch wieder verschwinden.
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Kanalisiert
Interessante Fragen im Vorwort eines Buches sind ein guter Start in die Lektüre. Schlecht ist freilich, wenn sich der Leser mühsam durch die Kapitel hindurcharbeiten muß, um die Antworten zu finden.
Von Gesine Froese
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Die Lust am Reisen
„Mit Wanderstab, Wettermantel und Ränzchen zogen junge Leute in die Welt, um ihr Glück zu Sachen ... beherzt und ein fröhlich Lied auf den Lippen.
Von G. F.
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Kunstkalender
Ist ein heutiger Maler, der nur ein Sujet kennt, eines, das als passé gilt – die Landschaft – ein Anachronist? Die Retrospektive, die das Haus am Waldsee dem Berliner Maler Bernd Koberling bereitet hat, beweist das Gegenteil.
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Archäologie des Wissens
Vielleicht wurde der Name des Professors am „Collège de France“, Michel Foucault, in jüngster Zeit auch denen geläufig, die sich nur am Rande für Philosophie interessieren: Er gehört zu den zahlreichen französischen Intellektuellen, die gegen die Auslieferung des Anwalts Klaus Croissant eintraten und bestrebt waren, aus diesem Fall eine neue Affäre Dreyfus zu machen.
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Reise-Bibliographie
Klaus Gallas. Sizilien. Insel zwischen Morgenland und Abendland. Sikaner/Sikuler, Karthager/Phönizier, Griechen, Römer, Araber, Normannen und Staufer.
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Fritz J. Raddatz:
Lokalpatriot der deutschen Kultur
Das kann so leicht kein anderer: Reden aus 30 Jahren vorlegen, ohne etwas verändern zu müssen. Rhetorisches zu verschiedensten Anlässen und Daten ist versammelt in dem Band von Hans Mayer: Nach Jahr und Tag, wobei die Daten bereits Lebensabschnitte sind: Schweiz, US-Zone, sowjetische Zone, DDR, Bundesrepublik.
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Sardinien auf Hochglanz
Verschlossen nach außen, moslemisch geprägt, wirken viele der Häuser in Dorgali; sie sind von glatten Außenmauern gezeichnet, kennen keine Balkons, Terrassen und Mauervorsprünge, Allein die Stützbögen über die Gassen hinweg gliedert die Architektur.
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Wiener Durcheinander
Wohl noch nie ist einer nach Wien gereist, um sich dort mit zeitgenössischer Kunst vertraut zu machen. Und wo dieses – in fünf Sammlungen – bisher möglich war, hat man sich über einen zu starken Andrang auch des einheimischen Publikums nicht gerade beklagen müssen.
Von Kristian Sotriffer
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Länder und Straßen
Der sechste von zehn Bänden des „Modernen Länderlexikons“ ist jetzt erschienen (Karolinen bis Mauretanien), Anfang nächsten Jahres soll die Reihe komplett sein.
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Pocket-Deutschland
Im vergangenen Jahr hat die zur Mair-Gruppe gehörende Hallwag Verlagsgesellschaft eine neuartige kartographische Idee an der Schweiz erprobt: einen Taschenatlas.
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Gemalte Künstlerpost
Der Titel des Buches von Gerhard Wietek: „Gemalte Künstlerpost – Karten und Briefe deutscher Künstler aus dem 20. Jahrhundert“ (Verlag Karl Thiemig, München; 224 S.
Von Rene Drommert
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Aus dem Totenbett ins zweite Leben
„Der Atem – Eine Entscheidung Der dritte Band von Thomas Bernhards Jugenderinnerungen
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Beispiel Braunlage
Da liegen sie nun glücklich wieder vor, friedlich nebeneinander auf meinem Schreibtisch: Knallrot der eine (Michelin, Deutschland 1978), knallblau der andere (Varta-Führer 1978/79), etwa gleich dick, etwa gleich teuer, um die dreißig Mark, preiswert für die Fülle der Informationen, gar nicht zu machen für diesen Preis, wenn die Auto-Zubehör-Industrie nicht um der „Public Relations“ willen Zuschüsse zahlte.
Von Rudolf Walter Leonhardt
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Buhlen um die Autofahrer
Für das Handschuhfach sind sie allesamt nicht geeignet, die nun in Neuauflagen erschienenen Atlanten und „Pfadfinderbücher“ für den Autofahrer.
Von Klaus Viedebantt
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Kreta im Detail
„Die drei Weisen von Kritsá“ hat der jetzt erschienene Schroeder-Reiseführer für Kreta dieses Photo betitelt. Der jüngste Band dieser türkisfarbenen Reiseführer-Reihe wurde von Marie-Luise Schmidt di Simoni geschrieben, er zeichnet sich wie die anderen Bände des Verlags durch eine Vielzahl nützlicher Detailinformationen aus.
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Eingedeutschte Blaue
In Frankreich gibt es sie fast solange wie hierzulande die roten Bände Baedekers: Die renommierten „Blauen Führer“ aus dem Verlagshaus Hachette.
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Hans Mayer:
Deutschland und die politische Humanität
Hundertfünfzig Jahre ist es her, seit Kants Schriften zur Förderung der Humanität, mitsamt dem „Traktat zum ewigen Frieden“, deutschen Lesern zugänglich gemacht wurden.
Von Aufnahme: dpa
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Als Kadlatz erwachte
Was es nicht gibt: Sich hinsetzen und ein gutes Buch über den Nationalsozialismus lesen. „Genuß“, in der Sprache der Nazis, „fällt flach“.
Von Gottfried Spoela
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Gut Nacht, Deutschland
Kurt Tucholskys „Qu-Tagebücher“ (Qu-Tagebuch für die „kugelrunde Nuna“, „Quatsche-Tagebuch gefierth für Nuuna“) aus dem schwedischen Exil an eine befreundete Ärztin in der Schweiz gerichtet, beginnen am 13.
Von Erich Fried
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Die neue Schallplatte
Walter Mossmann: „Neue Flugblattlieder“. Zorn treibt diesen Liedermacher – und Angst. Zum Beispiel vor den Sevesos, auch einem Kernkraft-Seveso.
Von Heinz Josef Herbort
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Filmtips
„Harry and Tonto“ von Paul Mazursky, den Diane Jacobs in ihrem Buch „Hollywood Renaissance“ zu den fünf wichtigsten amerikanischen Regisseuren der Gegenwart rechnet.
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„Kein Massaker“
Daß die Großfürstin Anastasia die Ermordung ihrer Familie überlebt habe und „Anna Anderson“ in Wahrheit die jüngste Zarentochter sei, ist so oft behauptet wie bestritten worden.
Von Harald Stef f ahn
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Erziehung zum Mut
Mut zur Erziehung“ heißt die neue Parole konservativer Kulturkämpfer. Eine Aufforderung, die unterstellt, Eltern, Lehrer und Politiker hätten bisher vor der Erziehung gekniffen, seien zu feige gewesen.
Von Claus Voland
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Unüberwindliche Nähe
Eine Frau geht auf einen Mann zu, will ihn umarmen. Der Mann, erschrocken über die entschlossene Geste, wendet sich um. Aus der Berührung wird ein Zusammenstoß: mit dem Ellbogen stößt der Mann die Frau vor den Kopf.
Von Benjamin Henrichs
- Länderspiegel
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Angst vor Ärger
In der zeitungsarmen Zeit haben die Rundfunkanstalten nicht geleistet, was doch zweifellos ihre publizistische Aufgabe (Wenn nicht ihre öffentlich-rechtliche Pflicht) gewesen wäre: Durch Programmveränderungen oder durch zusätzliche Programme, vor allem in den Morgenstunden, das Defizit an Informationen und Meinungen, jedenfalls einigermaßen auszugleichen.
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Zeitliches aus Niedersachsen
Würfelklau
Das ist bedenklich, zugleich aber eine herkulische Leistung: Zwei Ratsherren haben einen Würfel gestohlen. Keinen mit 21 Augen, vielmehr einen Eisenklotz in der abgezirkeltgeometrischen Form.
Von Joachim Holtz
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Grausame Versuche an Kranken
Der wissenschaftliche Ehrgeiz eines Chefarztes beschäftigt jetzt den Gemeinderat
Von Ronald Granz
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Beethoven zum Leberkäs'
Auf dem Klavier steht malerisch eine Gipsbüste Beethovens, und während die in München „Bedienung“ genannte Kellnerin Schweinebraten serviert, erklingt ein Flötenkonzert von Mozart.
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Gleichberechtigung in der Kommunalpolitik
Ein Sieg für die Frauen
Die bisher auf Münchens Politszene weithin unbekannte Ärztin Dr. Ingeborg Keyser hat seit dem 5. März ihren Spitznamen weg! „Häufel-Kaiserin“ heißt sie, was nur versteht, wer das bayerische Kommunalwahlsystem kennt.
- Lebensart
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Mit dem Rücken zur Wand
Schriftsetzer wird man bald nicht mehr sein, und es auch nicht mehr lernen. Das alles war seit vielen Jahren vorauszusehen.
Von Norbert Denkel
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Vermeidbare Öl-Pest
Es stinkt in Portsall. Hier und in vielen anderen kleinen Fischereihäfen an der lieblichen bretonischen Küste hat der penetrante Gestank nach Petroleum das sonst eher anheimelnde Aroma aus Fisch- und Teergeruch verdrängt.
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Der alles durcheinander bringt
Teufel und Dämonen tauchen in fast allen Natur- und Kulturreligionen auf. Es ist der Versuch, die Gefährdung des Menschen bildhaft zu fassen.
Von Ernst Klee
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Dicke Perser – „echt“ wertlos
Unübersichtlich wie ein morgenländischer Basar präsentiert sich das Angebot echter Teppiche dem Laien. Die Vielzahl der Herkunfsbezeichnungen und – damit verbunden – die Qualitätsunterschiede machen einen Vergleich nahezu unmöglich.
Von Walter Claßen und Kathrin Voss
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Der aggressive Troß zieht ein
Schauplatz Bahnhof. Man weiß, wie das ist, wenn die Züge kommen oder gehen. Wiedersehensfreude und Abschiedsschmerz halten sich die Waage.
Von Harald Pieper
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Abtreibung in Amerika
Die Gegner marschieren wieder
Amerikas Feministinnen sind noch einmal, mit dem Schrecken davongekommen. In der vergangenen Woche berichtete die Fernsehgesellschaft NBC, daß eine private Stiftung, die wichtige genetische Beratungs- und Behandlungsprogramme finanziert, den Frauen ihre Unterstützung entziehen wolle.
Von Barbara v. Jhering
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Planwirtschaft in der DDR
„Wir produzieren keinen Überfluß“
Auf dem mühsamen Weg durch die Bürokratie bleiben Verbraucherwünsche oft auf der Strecke
Von Marlies Menge
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Sport und Politik
Kissingers Kick
Es war von vornherein klar, daß man sich um Henry Kissingers Zukunft keine großen Sorgen zu machen brauchte. Die größten Buchverlage der Welt waren hinter den Memoiren des vormaligen amerikanischen Außenministers her und ließen sich mit Vorschüssen in Millionenhöhe nicht lumpen.
- unzugeordnet
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Vermögen
Wie reich sind die Franzosen?
Wenn es ums Geld geht, verstehen auch die Franzosen keinen Spaß. Schon Kardinal Mazarin, der große Staatsmann des 17, Jahrhunderts, hatte die Einsicht verkündet: „Ohne Geld ist der Mensch ein Tier.
Von Klaus-Peter Scbmid
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Deutschlandlied – dritte oder/und erste Strophe?
Natürliches Verhältnis
In der viktorianischen Zeit gab es in der britischen Armee einen Oberst, der durch außergewöhnliche Musikalität auffiel: Er könne zwei Musikstücke unterscheiden, das eine war „God save the Queen“.
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Mit beiden Beinen fest im Beton
Es sieht nicht so aus, als werde sich Anwar el-Sadat den Friedensnobelpreis 1978 mit Menachem Begin teilen müssen. Auch deutet nichts darauf hin, daß der Tag schon bald kommt, von dem Begin vorige Woche im Washingtoner Presseklub sprach – der Tag, an dem die Führer Israels und Ägyptens in den Ferien ihre Enkelkinder austauschen.
Von Theo Sommer