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Ausgabe 16/1978

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Der Präsident und das Gewissen
Auch die Großen sind fehlbar, sogar der Bundespräsident: Walter Scheel am 5. April in einer Rede vor Bundeswehrkommandeuren: Wenn ein Staat seinen Bürgern das Recht zugesteht, den Kriegsdienst aus Gewissensgründen zu verweigern, dann könne „jedermann, auch wenn ihn sein Gewissen überhaupt nicht drückt“, dies trotzdem einfach behaupten und sich dadurch der Kriegsdienstpflicht entziehen.
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„Wir kämpfen weiter...“
Salah Khalef, alias Abu Iyad, ist neben Yassir Arafat die Nummer zwei in der „Palästinensischen Befreiungsorganisation“ (PLO) und deren Kerntruppe, der Fatah.
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Königswinter“-Konferenz in Oxford
Kein Mut zu Visionen
Europawetter: bewölkt, weitere Aussichten ungewiß – unter diesem Motto stand in diesem Jahr die deutsch-englische Königswinter-Konferenz.
Von Dieter Buhl
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Wacht am Litani
In Alma el-Schaab, an einer strategischen Straßenkreuzung knapp zehn Kilometer nördlich der libanesischen Grenze, demonstrieren maronitische Milizionäre und israelische Soldaten militärische Eintracht.
Von Josef Joffe
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Wo bleiben Maihofers Gesetze?
Die Koalition zwischen Unlust und Umkehr – Liberale Skrupel setzen sich durch
Von Gunter Hof man»
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Spanien
Lenins Jünger gegen Carrillo
Wir sind das Land von Don Quichote, ein Land, in dem Stolz und Ehre noch gelten.“ Mit diesem Satz hatte Spaniens KP-Chef Santiago Carrillo vor zwölf Monaten jene Angriffe pariert, die in Moskau gegen ihn erhoben wurden.
Von Volker Mauersberger
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Keine Ruhe für Soares
Ende Januar, als in Lissabon die neue Koalitionsregierung aus Sozialisten und bürgerlichem Zentrum vorgestellt wurde, hatte Regierungschef Mario Soares halb bittend, halb fordernd erklärt: „Weil aber die Regierung jetzt die Mehrheit vertritt, ist es für die Minderheit absolut notwendig, sich als Minderheit zu betrachten und uns regieren zu lassen, ohne uns zu behindern.
- Wirtschaft
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Dirigismus am Krankenbett
Der mit Abstand dickste Brocken im Etat der gesetzlichen Krankenversicherungen sind die Ausgaben für Krankenhauspflege. Weit über zwanzig Milliarden Mark müssen die Kassen inzwischen pro Jahr an die Kliniken überweisen.
Von Michael Jungblut
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Wer auf Steinen sitzt
Rund 3000 Meter über dem Meeresspiegel, inmitten einer öden Steinwüste, beschwor Leabu Jonathan, Premierminister des südafrikanischen Königreiches Lesotho, jüngst seine Ahnen, ihm und seinem Volk zu helfen.
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Sturm auf die Bastille?
Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine Sensation. Bei der jüngsten Regierungsbildung wagte es der alte und neue Premierminister Raimond Barre, die Zitadelle des französischen Zentralismus und damit ein Bollwerk der politischen Macht zu zerschlagen: Er teilte das Wirtschafts- und Finanzministerium in zwei getrennte Ressorts auf.
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Manager und Märkte
Hans Friderichs, Mitglied des Vorstands und designierter Vorstandssprecher der Dresdner Bank, wird sein Zehner-Paket an Aufsichtsratssitzen schneller beisammen haben, als manche Beobachter anfangs glaubten.
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Bonner Kulisse
Wolfgang Schmidt (Niederselters), als Nachrücker für den verstorbenen SPD-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Schwabe seit drei Monaten wieder Mitglied des Bundestags (er war es schon von 1969 bis 1976), sorgte mit seiner Forderung, Bonn solle die Staatssubventionen für die Berlin-Flüge ausländischer Fluggesellschaften streichen, für Schlagzeilen.
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Die Angst im Nacken
Noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik ist feiner Tarif runde so oft, so frühzeitig und so leichtfertig von Streik und Aussperrung gesprochen worden wie diesmal – von Arbeitgebern ebenso wie von Gewerkschaften.
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Kursbarometer
In den USA Geld verloren
Die Leidenszeit der in den USA investierenden deutschen Fonds hielt auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres an. Während die meisten Aktien- und Rentenfonds für diese Zeit respektable Gewinnsteigerungen aufzuweisen hatten, verharrten die Fonds mit ausschließlich oder vorwiegend US-Aktien im Portefeuille in den roten Zahlen.
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Empfindliche Stelle: Die Exportabhängigkeit
Die Bundesrepublik gehört zu den Ländern, die mit de-Weltwirtschaft besonders eng verflochten sind. Während 1950 der Anteil des Exports am Bruttosozialprodukt bei elf Prozent lag, geht heute mehr als ein Viertel der Waren und Dienstleistungen nach draußen.
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„...dürfen wir nicht einmal zucken!“
Die Kürzung der Großbanken-Dividenden um jeweils 0,50 Mark ist auf Kritik gestoßen. Angesichts der zweifellos guten Erträge wäre die Beibehaltung der bisherigen Bardividenden ohne weiteres möglich gewesen.
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Sachs bleibt bei Sachs
Nur wenig Chancen hat der britische Konzern Guest, Keen & Nettlefolds Ltd. (GKN), doch noch eine Dreiviertelmehrheit an der Sachs AG zu erwerben.
Von Joachim Nawrocki
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Flucht in den Plan
Die Stahlbosse der westlichen Welt können vom Leben der Genossen Manager im Ostblock nur träumen: Dort, arbeiten die Stahlwerke auf Hochtouren, die Produktion steigt jährlich, Absatz- und Beschäftigungssorgen gibt es nicht.
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Börsen-Report
Rendite allein ist nicht genug
Die ersten repräsentativen Ergebnisse über die Auswirkungen der Körperschaftsteuerreform liegen vor: Bei 100 Gesellschaften, die entweder bereits ihre Dividende nach dem neuen Gesetz gezahlt beziehungsweise angekündigt haben, ergab sich eine durchschnittliche Renditeverbesserung um rund 40 Prozent.
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Verkauft sich selbst am besten
Österreichs Bundeskanzler hat wieder einmal ganz groß in Wirtschaft gemacht. Nachdem er zu Jahresbeginn aus Moskau mit leeren Händen zurückkam, präsentierte Bruno Kreisky jetzt nach der Rückkehr aus der DDR seinen staunenden Landsleuten eine lange Liste wirtschaftlicher Erfolge.
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Firmen und Fakten
Die bisher bekannten Gewinnzahlen der Aktiengesellschaften lassen die angekündigten Dir videndenkürzungen gerechtfertigt erscheinen; dennoch werden zumindest die deutschen Aktionäre bei Berücksichtigung der Steuergutschrift mehr als 1976 an ihren Papieren verdienen.
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Was tun mit einer Milliarde?
Hieße er Karl Müller und gälte sein Interesse der Firma Franke & Co – die Öffentlichkeit bliebe ungerührt. Da er aber Friedrich Karl Flick heißt und da seine Zuneigung dem Unternehmen des Hans Gerling gilt, ist das Echo breit und laut.
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Sicherheit und Chance
Kapfer: Angeregt wurde er von der Hoffmann-Gruppe, weil die Firma der Meinung war, daß unser Tarifgebaren in der Bundesrepublik nicht ganz richtig wäre.
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Kein Platz für Manager
Vor kurzem hat Wolfgang Vogt, CDU-Bundestagsabgeordneter und Bürgermeister der rheinischen Stadt Düren endlich gefunden, wonach er anderthalb Jahre vergeblich suchte: einen Manager für das kommunale Krankenhaus seiner Heimatstadt.
Von Wolf gang Hoffmann
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Nachfolger ohne Nachfolger
In die Trauer über den Unfalltod des Vorsitzenden der Geschäftsführung des Münchner Luft- und Raumfahrtkonzerns Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) mischt sich Ratlosigkeit: Weder im Unternehmen selbst noch von außen bietet sich ein Nachfolger für den 49jährigen Helmut Langfelder an, der erst zu Beginn des Jahres als Nachfolger Ludwig Bölkows an die Spitze des MBB-Managements getreten war.
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Der Herr von Dior ist schlecht angezogen
Immer wenn die Frage nach dem reichsten Mann in Frankreich auftaucht, fällt auch sein Name: Marcel Boussac, 89 Jahre alt, Herr über Textilfabriken, Spinnereien, Modehäuser, Zeitungen, Pferderennställe, Immobilien aller Art.
Von Klaus-Peter Sdimid
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Buch der Woche
Der Verfasser, Jahrgang 1949, ist Betriebswirt. Er will die Öffentlichkeitsarbeit aus dem Getto der Schlagworte herausholen.
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Healey, ein Mordskerl
Schatzkanzler Denis Healey präsentierte sich der Nation als eine Art konservativer neokeynesianischer Moneatrist – in seiner Budgetrede aus dem Unterhaus.
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Gefecht mit Platzpatronen
Bei den Gewerkschaften herrscht, wie der Bremer SPD-Bundestagsabgeordnete Claus Grobecker herausgefunden haben will, „große Unruhe“: allgemein über die Haltung der Bundesregierung zum umstrittenen Thema der Aussperrung und ganz besonders darüber, daß, nach den Worten des Regierungssprechers, auch Bundeskanzler Helmut Schmidt die „Abwehraussperrung“ von Arbeitnehmern „prinzipiell“ für rechtens halte.
Von Dieter Piel
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Blick voraus im Zorn
Ich konnte durchs Dach gehen, wenn ich daran denke“, sagte Eugen Loderer, Vorsitzender der IG Metall, mit zornigem Blick zurück auf die Versuche, in Spitzengesprächen zwischen der Metallgewerkschaft und dem Bundesverband der Metallindustriellen „Gesamtmetall“ die Einigung im Tarifkonflikt 1978 zu erleichtern.
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Zeitraffer
Die baden-württembergische „Fünf“ macht – zumindest in der Metallindustrie – Schule, der Absicherungsvertrag, der dort ebenfalls erstritten wurde, allerdings nicht.
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Arbeitslosigkeit, Mieten, Sozialversicherung: Ein Gespräch zwischen Kurt Biedenkopf, Norbert Blüm und Gerd Bucerius über Fragen der Zeit
Wenn Wohltat zur Plage wird
Falsch konstruierte Gesetze richten sich oft gegen die, denen sie helfen sollen
Von Aufnahme: Südd. Verlag
- Wissen
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Gesucht: Auswege aus der Sackgasse
Es gibt Phasen im Leben der Staaten, da verknäueln sich die Fäden der Politik zu unentwirrbaren Knoten. Das Handeln der Mächte verkommt zum Prozedurgerangel; jede wirkliche Bewegung erstarrt, keiner hat die Kraft zum Ausbruch und Durchbruch ins Freie.
Von Theo Sommer
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Abschied vom Mao-Look
Jeder nimmt die Farbe seiner Umgebung an, sagt ein chinesisches Sprichwort. Und so war denn Pekings Außenhandelsminister Li Tschiang bei der Besichtigung des Airbusses von seinen Gastgebern Strauß und Karry kaum zu unterscheiden: ein Maoist in Schlips und Kragen.
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Rheingold für alle
In den letzten Jahren hat Europa nur von wirtschaftlichen Aktionen gelebt. Das politische Schwungrad, das allein die Gemeinschaft weiterbringen kann, stand still.
Von Rudolf Herlt
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Nicht willkommen
Das Schicksal der Tschechen und Slowaken heißt seit jeher: erdulden, sich fügen, ihre Träume und Überzeugungen dem Zwang der jeweiligen Vormacht opfern.
- Reisen
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Kurchinesisches Lexikon
Balneologie: Wörtlich Behandlung mit Bädern. Doch versteht man darunter all das, was auf den Kurgast am Badeort zukommt, also auch Trinkkuren, Packungen, Massagen, Inhalation nen, sogar Diätbehandlungen und Bewegungstherapie.
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Das irdische Paradies der Hölle
Sie muß leise hinter mir hergeschwommen sein. Plötzlich spürte ich schlanke Kühle, die sich im badewannenwarmen Wasser anschmiegte.
Von Aufnahme: R. M.
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Was soll die Aufregung?
Als das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) vor der Jahrhundertwende Rechte und Pflichten für Käufer und Verkäufer fixierte, war der moderne Massentourismus mit seinen vorfabrizierten Pauschalreisen noch fern.
Von Wolfgang Hoffmann
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Kneipen und Opern
Berlins Fremdenverkehrsfachleute waren erstaunt, als sie das Ergebnis einer Umfrage unter ihren Gästen studierten: Deutschlands größte Stadt hat zwei Arten von Touristen, die jüngeren und die älteren.
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Opas Kneipp-Kur 78
Wenn Sie so weiterarbeiten“, sagte mein Arzt, „werden Ihre Kraftreserven bald erschöpft sein. Ich rate Ihnen dringend, wieder eine Vorbeugungskur zu beantragen.
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Lesen und Reisen
Boris ist der Beste
Das Himalaya-Bergland Nepal, das Dach der Welt, ist wie kein anderes Land Ziel von Menschen, die, des westlichen Material-Lebens überdrüssig, etwas anderes, höheres oder tieferes suchen: sei es im Naturerlebnis auf den höchsten Bergen dieser Erde, sei es in der Vertiefung und Meditation inmitten dieser buddhistischen und hinduistischen Tempelwelt, sei es schlicht mit Haschisch und Hippies.
Von Wolfram Runkel
- DIE ZEIT
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Bücher sind Bomben
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Hier Schliemann, dort die Hippies
Kreta: das sind drei wilde Gebirge, die mit jeweils mehreren Zweitausendern auf einem Areal von 260 Kilometern in der Ost-West-Ausdehnung und 16 bis maximal 60 Kilometern in der Nord-Süd-Ausdehnung eigentlich kaum Platz haben.
Von ' reta
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Können Vitamine den Krebs bremsen?
Wer sich wirklich informiert wähnt“, so berichtete ein Ärztemagazin seiner Leserschaft amüsiert, der „trägt jetzt E statt C“.
Von Peter Jennrich
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Ein Arbeitsraum eindrucksvoll wie eine Kathedrale
Treibhaus plastischer Ideen
Das Centre Georges Pompidou in Paris hat jetzt einen Nachbarn, eine Art Riesenspielzeug. An der linken Schmalseite der Plaza gewahrt man, neben den Entlüftern groß wie Schiffssirenen, eine Doppelbaracke mit Sheddächernund Oberlicht.
Von Günter Metken
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Sucht nach Superlativen
Mit halben Sachen gibt sich Ferdinand Marcos nicht zufrieden. Superlative sind für ihn gerade gut genug. Sein juristisches Staatsexamen absolvierte er vor vierzig Jahren mit einmalig grandiosen, Noten, die ihm bisher niemand nachmachen konnte.
Von Gabriele Vcnzky
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Verschweißte Blutgefäße
Ein neues Laser-Skalpell, das sich besonders für Hauttransplantationen bei Patienten mit schweren Verbrennungen eignet, haben Forscher der Universität Seattle im US-Bundesstaat Washington vorgestellt.
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Für Spieler
Hase und Igel
Das Paradoxon des eleatischen Philosophen Zeno sollte beweisen, daß alle Bewegung nur scheinbar sei. Zeno behauptete, ein Gegenstand, der sich langsam bewege, könne von einem sich schneller bewegenden nie eingeholt werden, wenn jener auch nur einen kleinen Vorsprung habe: Er demonstrierte das an dem Wettlauf zwischen Achilles und einer Schildkröte.
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„...hat es uns Spaß gemacht“
Eine quälende Fröhlichkeit auf der Anklagebank – Wird aus Moabit doch noch ein Stammheim Von Hans Schueler
Von Bundesverteidigungsminibter
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Barbara v. Ihering:
Humor am Schalter
Die erste Begegnung mit dem neuen Bankangestellten war ein Schock: Von den Worten „Danke“ und „Bitte“ machte er mehr Gebrauch als die meisten seiner Kollegen; er hatte Ermunterungen parat, übte sich in Geduld – kurz, war ein Ausbund an Höflichkeit.
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Botschafter als Museumsführer
Das besondere Verhältnis der Diplomaten zur Kultur – New York und Brüssel: Die harten Knochenmühlen
Von Nina Grunenberg
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Kunstkalender
Als die Multiplikation von Kunstmessen überall zu einer Messemüdigkeit führte, haben die West-Berliner Kunsthändler als erste das Handtuch geworfen.
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Worte der Woche
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Neuer Blick auf Bilder, die wir erst zu sehen lernen
Ein Philosoph, der in Bildern dachte
Die Geschichte der Magritte Rezeption ist noch nicht geschrieben. Länger als wohl irgendein anderer der Großen unseres Jahrhunderts ist Magritte von den Autoritäten ignoriert worden.
Von Wieland Schmied
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Es gibt eine neue Sprache, die heißt Baum
Fritz Schwegler und seine Publikationen – Moritafeln, Effeschiaden, Rataten, Jubelrollen, Pheine und Kästen der Einfälle
Von Georg Jappe
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Waffen bringen uns näher
Der Waffenhandel ist ein äußerst menschenfreundliches Gewerbe, mit leichtem Hang zum Idealismus und zur Weltverbesserung. In der Tat – im privaten Leben pflegen selbst gute und sanfte Menschen zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, Waffenhändler dagegen bemühen sich, solche diskriminierenden Unterschiede nicht zu machen.
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Ein Lehrstück der Verworrenheit
Die Iden des März wurden der Atlantischen Allianz zur Stunde der Wahrheit: Beim Angeln an einem einsamen Wochenende entschloß sich Jimmy Carter, die beiderseits des Atlantik leidenschaftlich, aber verworren umstrittene „Neutronenwaffe“ nicht zu bauen.
Von Lothar Ruehl
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Viel Krach ist bloße Mache
In der Bonner Außenpolitik herrscht mehr Gemeinsamkeit, als die Redeschlachten zwischen Opposition und Koalition vermuten lassen
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Zeitspiegel
Rechtzeitig zum Besuch des tschechoslowakischen Staats- und Parteichefs Husák in Bonn wurde ein Brief aus Prag herausgeschmuggelt, worin die deutschen Sozialdemokraten und Gewerkschaften zur Hilfe für einen Genossen aufgerufen werden.
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Das Rätsel Löwen-Mensch
Die ägyptische Sphinx war für Hegel „das Symbol gleichsam des Symbolischen selber“ – er betrachtete das Mischwesen mit dem Haupt eines Menschen und dem Leib eines Löwen als Paradefall einer Kunst, die Bedeutungen, über die sie sich nicht im klaren war, in Symbolen verrätselte.
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Ölkatastrophe - Bilanz der schwarzen Tide
Vier Wochen nach dem Tankerunglück: Die Vitalität der Natur behebt die größten Schäden
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Gefahr für Deutschland?
Fritz Reuter, Präsident der Wasser- und Schiffahrtsdirektion Kiel, bekennt resigniert: „Ein optimaler Schutz gegen Ölverschmutzung ist weltweit nicht in Sicht.
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Zeitlupe 20
Erfolgserlebnis für Lehrer
Wir denken, daß die Lehrer die Schüler gewiß nicht gleich behandeln. Wenn ein Lehrer einen Schüler nicht mag, passiert es manchmal, daß dieser Schüler für seine Arbeiten schlechtere Noten bekommt als andere Schüler.
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Kritik in Kürze
„...trotzdem Ja zum Leben sagen“, von Viktor E. Frankl. Das Buchenwaldlied wurde berühmt durch die Forderung „... trotzdem Ja zum Leben sagen“.
Von Werner Hornung
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Wolfgang Ebert
Die Carterbombe
„Das ist es ja gerade – sie macht überhaupt keinen Unterschied zwischen Freund und Feind, ja manchmal platzt die Bombe sogar mitten in Washington.
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Mönchs-Kutte und Jakobiner-Mütze
In den kleinen, klaren Augen über dem gepflegten Castro-Bart irrlichtert nichts Unheimliches. Allenfalls Verachtung läßt sich erkennen: Renato Curcio, Gründer und leitender Kopf der „Roten Brigaden“, blickt durch die dicken Eisengitter, die im Gerichtssaal in Turin die Anklagebank wie einen Raubtierkäfig umgeben, mit der hochmütigen Gelassenheit eines Menschen, der sich selbst als Heilsbringer und Scharfrichter einer verrotteten Welt empfindet.
Von Hansjakob Stehle
- Gesellschaft
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...wir haben kein Klavier
ZDF, Sonntag, 9.
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Weiblicher Piratenakt
Höfisches Ritual und Chiffre des Unbekannten, gekoppelt an ein erotisches Versprechen, das ist für einen Filmtitel schon ein Programm, das in Hollywood zum Beispiel (von 1920 bis 1965) viermal verfilmt wurde.
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Theater: Rudolph inszeniert Gerlind Reinshagens „Marilyn Monroe“ in Berlin
Manche mögen’s lau
Am Anfang gehen gleich drei Theatervorhänge in die Höhe, einer bunter als der andere. Langsam trudelt ein blauer Luftballon vom Bühnenhimmel auf den Boden.
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Schwerwiegender Verdacht
Der Präsident des Bundeskriminalamtes, Dr. Horst Herold, und die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag befürchten, daß verurteilte oder tatverdächtige Terroristen nach ihrer Haftentlassung untertauchen, um neue Gewalttaten vorzubereiten.
Von Ulrich Völklein
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Chirac voll im Abseits
Offensichtlich hat es Gaullistenführer Jacques Chirac nicht verwinden können, daß der gerade einen Monat alte Wahlsieg der Regierungsparteien vor allem als Erfolg von Staatspräsident Giscard d’Estaing gewertet wurde.
Von Klaus-Peter Scbmid
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Counter contra TUI
Entweder offeriert ein Reisebüro dem Kunden Angebote aus der TUI-Produktion (Reisen von Scharnow, Touropa, Transeuropa, Dr. Tigges, Hummel, Airtours und Twentours) oder die Konkurrenzprogramme aus den Häusern Neckermann und ITS (Hertie/Kaufhof).
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Zwischenruf: die Polizei holen?
Ein in Studentenstreik, wie er im Herbst letzten Jahres an der Hamburger Universität stattfand, ist rechtswidrig. Das entschied das Hamburgische Oberverwaltungsgericht in einem Prozeß, der von einem Studenten angestrengt worden war, weil er sich durch den Vorlesungsboykott in seiner Freiheit des Studiums behindert fühlte.
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Das doppelte Zypern
Wenn er sich an das Jahr 1973 erinnert, sind bei Ricos P. Iassonides, Leiter der Fremdenverkehrszentrale Zypern in Deutschland, die Tagesprobleme vergessen: „Damals kamen fast 27 000 deutsche Touristen, und 1974 wären es mit Sicherheit mehr als 30 000 geworden.
Von Werner Dageför
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Segelscheine – wo und wie?
Die Segelschulen haben Hochkonjunktur. Im vergangenen Jahr haben an den vom Deutschen Segler-Verband (DSV) anerkannten 100 Segelschulen im In- und Ausland nahezu 45 000 Fans Segel- und amtliche Sportboot-Führerscheine erworben.
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Scheel: „Gewissen nicht nachprüfbar“
Während der 22. Kommandeurtagung der Bundeswehr in Saarbrücken sprach Bundespräsident Walter Scheel vor mehr als 300 kommandierenden Offizieren.
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Gescheitert
Wenige Wochen nach der Niederlage der somalischen Truppen in der äthiopischen Provinz Ogaden scheiterte am vergangenen Sonntag ein Putsch rebellierender Offiziere gegen den somalischen Präsidenten Siad Barre.
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Babysorgen im Bundestag
Die Koalitionsparteien waren sich sicher, zur Zurückweisung des Bundesrats-Einspruchs die notwendige „Kanzlermehrheit“ (249 Stimmen) zusammen zu haben.
Von Carl-Christian Kaiser
- Kultur
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Paläste für die Tauben von Tinos
Sie nicht so trotzig wie die Torri, die neunzig Wachtürme an den Küsten von Korsika, und sie werfen sich nicht so sinnlos an die Brust wie die Hunderte von Bismarcktürmen, mit denen Deutschland sich hat spicken lassen, aber sie beherrschen mehr und mehr die Landschaft: die dreizehnhundert „Taubentürme in Tinos“.
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Zeitmosaik
Eigentlich ein schöner Gedanke: der Bundeskanzler, als schierer Pragmatiker, als „Macher“ verschrieen, möchte ein Fest feiern mit ein paar Spinnern, mit den Theaterleuten.
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Mehr Freiheit weniger Angst
Der Protokollband mit dem den Aufbruch poetisch signalisierenden Titel „Guten Morgen du Schöne“ (urspiünglicher Tenor eines leidenschaftlichen Zigeunerliedes über die Liebe!), verführt vor allem Leserinnen zu sich selber; zum selbstbewußten Blick auf die eigenen Leistungen und Bedürfnisse Denn nicht die dumpfmachende Zurückgeworfenheit in ungehörte Klagelieder ist hier dokumentiert.
Von Karin Huffzky
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Die Feder spitzer als der Pinsel
Wo lassen Sie arbeiten?“ fragte einst der so elegante wie spitzzüngige Schauspieler Aribert Wäscher Bertolt Brecht, als er ihn das erste Mal in der inzwischen berühmt gewordenen grauhärenen Kluft sah; so unangebracht war der Spott nicht, bekanntlich waren Brechts Arbeiterkittel maßgeschneidert und die grauen Kuli-Hemden aus Seide.
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Nur ein Pyrrhussieg
Der Kampf um die Emanzipation der Juden in Deutschland ist Problem- und konfliktreich gewesen. Schlagartig hat sich die rechtliche, politische, gesellschaftliche und kulturelle Gleichstellung der Juden im 19.
Von Julius H. Saoeps
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Ergründung der „inneren Natur“ des Menschen
Die Anerkennung eines Außenseiters
Der achtzigjährige Soziologe Norbert Elias erhielt 1977 den ersten, von der Stadt Frankfurt am Main gestifteten Theodor-W.-Adorno-Preis.
Von W. Martin Liidke
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Frankfurt in Bologna
Es fängt an wie ein Klassentreffen: In Hamburg begrüßten sich die ersten auf dem Flughafen, in Köln steigen die nächsten zu, in Mailand warten abermals Bekannte auf dem Bahnhof, und im Zug nach Bologna ist ein ganzes Abteil gefüllt.
Von Sybil Gräfin Schönfeldt
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Franz Fühmann:
Toleranz – ein deutsches Fremdwort
Sie erwarten einige Worte; es werden wirklich nicht viele sein. Diese Tugend entspringt, wie so oft, einer Not, diesmal einer topologischen.
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Romantik aus Plastik
Er stellt sich zur Schau, schamlos und narzistisch. Er swingt voll geballter Kraft und zugleich herausfordernd lässig über das gläserne, neon-erleuchtete Parkett, die Bewunderung der Mädchen und seiner Freunde steigert seine fiebrige Eleganz, er walzt und balzt: die androgyne Anmut unmittelbarer physischer Selbstdarstellung.
Von Wolf Donner
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Joseph Beuys als Hamlet: Etwas ist faul im Staate
John F. Kennedy hatte es besser: Seine Lieblingslektüre waren die 007-Romane von Ian Fleming, und eine ganze Nation hielt ihn für kunstsinnig; Jackie Kennedy trug die aus den Hollywood-Filmen der 40er Jahre so beliebten ellenbogenlangen Handschuhe und schulterfreien Abendkleider, und eine ganze Nation hielt sie für elegant.
Von Fritz I. Raddatz
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In Paris notiert
unter dem „Théâtre d’Orsay“, das Jean Louis Barrault vor einigen Jahren in der leeren Halle des pompösen Bahnhof „d’Orsay“ am Quai Anatole France konstruieren ließ.
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Wirklich neue Töne
Noch immer, auch hundert Jahre nach der Geburt des am 15. April 1878 in Herisau geborenen Schriftstellers Robert Walser, gilt, was Joseph Viktor Widmann, Redaktor am „Sonntagsblatt des Bund“, am 8.
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Die Avantgarde ist alter geworden An nichts gewöhnen wir uns leichter als an das Skandalen Vielschichtigkeit hat sich und uns erschöpft
Das gekürzte Nichts
Die meisten Besucher verpaßten, obwohl sie dabei waren, die Uraufführung. Scheinbar. Und das kam so: Für die erste öffentliche Realisation der „Variations, VIII“ von John Cage hatten Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehm, Widmungsträger des Stücks und unerschütterliche Apologeten des Komponisten, lediglich einen Teil der Partitur – genauer müßte man sagen: der Graphik – ausgewählt, die linke Hälfte des oberen Drittels.
Von Heinz Josef Herbort
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Das große Werk eines noch immer als Kleinmeister verkannten Dichters
Musik aus den unteren Regionen
Ich bin vollständig gesund und zugleich sehr ernstlich oder erheblich krank... Meine Krankheit ist eine Kopfkrankheit, die schwer zu definieren ist.
Von Peter Hamm
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Die neue Schallplatte
Peter Handke: „Wunschloses Unglück.“ Handkes Erzählung vom Leben und Sterben seiner Mutter, „Wunschloses Unglück“ (1973), ist das bekannteste Buch des 1942 geborenen österreichischen Schriftstellers und wird auch von Leuten gelesen, die Handkes Romane und Dramen sonst als „versponnen“ oder „zu ästhetisch“ empfinden.
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Als wäre es gestern
Carl Jacob Burckhardts „Memorabilien“: Blick auf eine weite menschliche Landschaft
Von Marion Gräfin Dönhoff
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Filmtips
„Der Schimmelreiter“ von Alfred Weidenmann. Das zentrale Interesse bei den derzeitigen Wiederbelebungsversuchen am bundesdeutschen Filmschaffen gilt nun einmal leider der Literatur und dort den populären Schulbuch-Klassikern.
- Länderspiegel
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Im Amt tolerant
Wie die Offenbacher Ausländerbehörde durch allzu: freies Ermessen ins Zwielicht geriet
Von Jutta Elfner
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Nach 100 Tagen
Die beiden abendlichen Informations-Neuerungen im deutschen Fernsehen, Tagesthemen und heute-journal sind just hundert Tage alt.
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Warte, warte nur ein Weilchen
Rund 10 300 Mark monatlich verdient ein verheirateter württembergischer Landesminister mit zwei Kindern, und rund 5150 Mark sind ihm bereits nach vierjähriger Amtszeit als Pension monatlich sicher.
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Mordversuch mit N.
Der Ulmer Oberstudienrat Siegfried R. verkörpert eine traurige Berühmtheit: zum erstenmal in der deutschen Kriminalgeschichte verwendete er bei einem Mordversuch eine organische Substanz, die bisher nur Wissenschaftler als gefährliches Umweltgift kannten.
Von Helmut Groß
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Kein Platz an der Sonne
Isoliert und diskriminiert leben sie hinter nicht nur sprachlichen Barrieren
Von Ruth Herrmann
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Pressefreiheit
Rauswurf rechtswidrig
Urteils- und Richterschelte gilt in Juristenkreisen immer noch als unfein. Im Buxtehuder Amtsgericht beim Richter Wilhelm Engelken war sie sogar verboten.
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Ganze Männer
Münchens umstrittene „Schwarze Sheriffs“ erhielten auch Lektionen in Sprengstoff-Kunde
Von Peter Gilihof er
- Lebensart
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Tagelöhner in Kalabrien
Sturm auf das verlassene Land
Aus Protest gegen die Großgrundbesitzer besetzen Arbeitslose das brachliegende Terrain
Von Evelyn Bohne
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Profit aus einer 0:1-Niederlage
Die Zutaten waren erfreulich: ein ausverkauftes Stadion, viel Stimmung vorher und zwei Nationalmannschaften, die mit piekfeinen Visitenkarten aufwarten konnten.
Von Gerhard Seehase
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J.M-M.: Fußball intern
Obwohl Paul Breitner nach Ansicht mancher Fachleute das Geld nicht wert ist, das seine Auslösung von Eintracht Braunschweig kostet (1,74 Millionen Mark + MWSt), hat er im Spiel gegen Hertha BSC Berlin das Ausgleichstor geschossen.
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Mit einem unbeschreiblichen saugenden Laut...
In Lübars, dem letzten echten, relativ unveränderten Bauerndorf innerhalb der Stadtgrenzen Berlins, haben wir nicht Eisberge, sondern Scheißberge.
Von Paul Moor
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Stars ohne Selbstvertrauen
Im Spiel 1963 gegen Brasilien in Hamburg hatte ich dasselbe Gefühl: Man spielte wie gegen eine Gummiwand, deren Elastizität nicht zu durchbrechen ist.
Von Jürgen Wernei
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Nur raus aus diesem Irrenhaus
Arzt für psychisch Kranke: Das Protokoll eines Arbeitstages in einer geschlossenen Anstalt
- Leserbriefe
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Diskussion über Atomkraftwerke – Carl Friedrich von Weizsäckers Appell
Wer wird sich noch mit Skrupeln plagen
Die wissenschaftlich-technische Welt besteht nicht nur aus technisch hochentwickelten Nationen, sondern auch aus solchen, in denen nicht einmal Stahlwerke von ganz konventioneller Technologie sinnvoll betrieben werden können.
Von Robert Jungk, Salzburg
- unzugeordnet
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Grün vor Ort
Nun haben sie ihn doch nicht gewagt, den Sprung in die große Politik. Vorerst, so beschloß der Bundesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz, wird es keine zentrale Anweisung geben, bundesweit „grüne Listen“ aufzustellen.
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Mit 75 Mark sind Sie dabei
Kosmetikerin – ein „handwerkähnliches Gewerbe“, für das es ein klares Berufsbild noch nicht gibt
Von Erika Martens
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Afrikaner mit afrikanischen Herzen
Kreuz des Südens Schwarzer Brand
In der Republik Südafrika stand das Jahr 1975 im Zeichen der Säkularfeier der Burensprache: afrikaans, die von rund fünf Millionen gesprochen wird. Am 14.
Von Hans Ester
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Bittere Medizin
Einem kranken Gemeinwesen als bittere Arznei Kommunisten zu verordnen, das mag Mitteleuropäern absurd erscheinen – doch in Italien fehlt es nicht an Medizinmännern, die sich von solcher Roßkur etwas versprechen.
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Falsche Freunde
Die Kubaner, Moskaus Janitscharen in Afrika, scheinen sich jetzt tatsächlich anzuschicken, für den Kreml auch noch Eritrea zu erobern.
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Neun bauen eine Festung
Seit es Gipfeltreffen der europäischen Staats- und Regierungschefs gibt, achtet der französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing peinlich darauf, daß er beim Eröffnungslunch als letzter erscheint.
Von Rudolf Herlt
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Heinar Kipphardt und das Problem der Selbsterhaltung
Der Wahnsinn in der Wirklichkeit
Wenn die Menschen, wie Pascal meinte, tatsächlich so verrückt sind, daß nicht verrückt sein nur hieße, verrückt sein nach einer anderen Art von Verrücktheit, dann bestätigt dies Dostojewskijs Aussage, daß man sich seinen eigenen gesunden Menschenverstand nicht dadurch beweisen kann, daß man seinen Nachbarn einsperrt.
Von W. Martin Lüdke