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Ausgabe 07/1979

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Deng Xiaoping begeistert Amerika
Kürlauf ohne Kotau
Amerika ist endlich wieder einmal mit sich selbst zufrieden. Der Mann, der das zuwege gebracht hat, bekommt zwar kaum die Füße auf den Boden, wenn er bei Tische sitzt, doch er ist ein mächtiger Mann – wie schon vor seinem Besuch bekannt war, und er ist ein äußerst kluger, tüchtiger und sehr beherrschten Mann – wie die Zeitungen des Landes jetzt nach seinem Besuch in hohen Tönen des Lobes schreiben.
Von Aufnahme
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Zahlen hinter dem Parteienstreit
Rechnereien mit Raketen
Seit einem Viertel Jahrhundert hat die Sowjetunion Westeuropa als Wertstück Amerikas in Übersee zur Geisel genommen – sowjetische Streitkräfte und Nuklearwaffen bedrohen die westeuropäischen Länder, unabhängig von der Wirkung der sowjetischen Rüstung auf Nordamerika.
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Astrid Prolls Auslieferung
Zurück ohne Zwang
Am Dienstag dieser Woche hat das Londoner Stadtgericht die Auslieferung von Astrid Proll an die Bundesrepublik für zulässig erklärt.
Von H. Seh.
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Algerien
Rückhalt durch die Armee
Der Präsident ist tot, es lebe der Präsident. Seit dem 7. Februar hat Algerien einen neuen Staatschef: Oberst Benjedid Chadli, nicht ganz 50 Jahre alt, bisher dienstältester und ranghöchster Offizier der Armee.
Von Klaus-Peter Schmid
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Referendum in Rhodesien
Mehrheit für schwarze Macht
Ein scheinbar neuer Ian Smith hat sich in den letzten Wochen seinen weißen Landsleuten präsentiert. Fast leidenschaftlich wirbt der sonst so leidenschaftslose rhodesische Premier für etwas, was er im Grunde seines Herzens eigentlich verwünscht: die Herrschaft der schwarzen Mehrheit.
Von Gabriele Venzky
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Baskische Separatisten
Einig gegen den Terror
Gut gemacht“, lobte die spanische Zeitschrift Cambio 16, und das Blatt Informaciones frohlockte: „Endlich hat die Stunde für die ETA in Frankreich geschlagen.
Von Volker M»uersbergei
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Wolf gang Ebert
Die Nachfolge
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DDR-Geheimdienst
Ein großer Fischzug
Der Geheimdienst-Oberleutnant Werner Stiller aus dem Ostberliner Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ist ein Mann mit eisernen Nerven.
Von Hans Schueler
- Wirtschaft
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Unsachliche Kritik
Herb: Ob man eine Diskrepanz zwischen Forderung und Abschluß sieht, das kommt auf die Perspektive an. Es ist nicht zu bestreiten, daß die Arbeitszeitverkürzung, die zweifelsfrei erreicht wurde, nicht für alle gilt, sondern einen – wenn auch geringen Teil – der Belegschaft nicht erfaßt.
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MANAGER UND MÄRKTE
Das Bundeskartellamt in Berlin hat gegen drei Großverlage von Programmzeitschriften Geldbußen von insgesamt 26,6 Millionen Mark verhängt.
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Horten
Vermieten statt verkaufen
Helmut Stubbe, Sprecher des Vorstandes des Edeka-Verbandes, gab Anfang Dezember letzten Jahres die künftige Marschroute für seine Einzelhandelsgruppe aus: Für die Behauptung und Stärkung der Marktposition der Edeka sei die „Förderung der Verkaufsflächenentwicklung“ besonders wichtig.
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Firmen und Fakten
Die Gesellschaft soll in eine GmbH umgewandelt werden. Zuletzt hatte die einstmals von dem Schweizer Duttweiler ins Leben gerufene und immer ein Sorgenkind gebliebene Raffinerie noch drei freie Aktionäre.
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Eine Ölkrise droht erst im Herbst
Noch kann der Bedarf auch nach dem Ausfall der Iran-Lieferungen gedeckt werden
Von Heinz-Günter Kemmer
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Bundespost
Die Bremser auf dem gelben Wagen
Die Fronten sind klar: Die Deutsche Bundespost gilt im Ministerium und bei ihren „Hoflieferanten“ als „neuen technischen Lösungen gegenüber stets aufgeschlossen“ (Post-Staatssekretär Dietrich Elias); wo jedoch der breit sprudelnde Geldquell des größten Investors der Bundesrepublik nicht fließt, ist das Urteil vernichtend: „Die technischen Planungen orientieren sich nicht nur an Marktgegebenheiten, sondern an zentralistischen, einheitstechnischen Lösungen, bürokratischen Zwängen und Absicherungen und auch an deutlich erkennbaren Eigeninteressen“, meint Nixdorf-Vorstandsmitglied Helmut Rausch, und Wilhelm Hübner vom Verband der Postbenutzer argwöhnt: „Die Post blockt neue Entwicklungen immer so lange ab, wie es nur eben geht.
Von Richard Gaul
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Streit um die Agrarpreise
Bauern lehnen immer alles ab
ZEIT: Herr Gundelach, die EG-Kommission hat mit ihrem Vorschlag, die landwirtschaftlichen Garantiepreise einzufrieren, nicht überall Beifall gefunden.
Von Hans Hagen Bremer
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Österreich
Fehlschlag schon programmiert
Rechtzeitig vor der Parlamentswahl am 6. Mai stellte Österreichs Finanzminister Hannes Androsch seine 130köpfige Steuerreform-Kommission vor.
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Die Versorger versorgen sich
Die Energiepolitiker der Bundesrepublik haben seit je zwei Seelen in ihrer Brust. Wettbewerb und Sicherung der Energieversorgung schließen einander nicht gerade aus, aber sie können zuweilen ganz schön kollidieren.
Von Joachim Nawrocki
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Aufgeschoben – und auch aufgehoben?
Die deutsch-französischen Pläne für das Europäische Währungssystem drohen zu scheitern
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Gespräche am Bankschalter
Der große Durst ist gelöscht
Der Index für Brauerei-Aktien war im vergangenen Jahr rückläufig. Eine Wende deutet sich auch jetzt noch nicht an. Banken empfehlen Brauerei-Aktien allenfalls zur „Depotbeimischung“ – und dies weniger wegen des Getränkegeschäfts, sondern vielmehr wegen des oftmals vorhandenen wertvollen Grundbesitzes.
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Börsen-Report
Sparen bringt mehr
Auch in dieser Woche zeigten sich am Rentenmarkt noch keine Lichtblicke. Den Gesundbetern hat es die Sprache verschlagen. Nur unwillig nehmen sie zur Kenntnis, daß ihre Prognosen vom stabilen Zinsniveau falsch waren.
Von K. W.
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ZEITRAFFER
Liegt das Heil des deutschen Außenhandels bei den Staatshandelsländern in Osteuropa und Asien? Die jetzt vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichten Daten signalisieren zumindest deren zunehmende Bedeutung: Die deutschen Ostexporte erhöhten sich gegenüber 1977 um 5,6 Prozent, die Importe aus den Staatshandelsländern um 10,2 Prozent, und der Warenumsatz insgesamt erreichte einen Wert von 30,2 Milliarden Mark.
- Wissen
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Reaktorsicherheit
Rückzieher vom Rasmussen-Report
Es war die monumentalste Studie, die je zum Thema Reaktorsicherheit angefertigt wurde. In 18 Bänden hatte eine amerikanische Expertenkommission unter Leitung von Norman C.
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Wehret den „Rowdys“
Wenn an den Haustüren oder in den Wohnungen sowjetischer Bürgerrechtler Undefinierte und undefinierbare Gestalten auftauchen, sozusagen der personifizierte „Volkszorn“ – wie jetzt bei Andrej Sacharow geschehen –, ist Angst angebracht, Sorge, mindestens Bangigkeit.
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Unnötiger Tod in der Wiege
Die hohe Säuglingssterblichkeit in der Bundesrepublik: kein „statistischer Zauber“
Von Gero von Boehm
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Reden ist besser als rüsten
Zwischen Helmut Schmidt und Herbert Wehner ist ein offener Konflikt um die künftige Sicherheitspolitik entbrannt – ein aufregendes innenpolitisches Schauspiel mit tiefer außenpolitischer Bedeutung.
Von Kurt Becker
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Mattscheibe
Matt sind die Scheiben – hell die Köpfchen, die – fast – immer dahinterstecken; man weiß es ja: Unsere Fernsehgewaltigen sind die intellektuelle Elite der Nation, das Feuerwerk ihrer glanzvollen Einfälle und Produktionen blendet uns täglich von 16 bis 24 Uhr.
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Tod für Bhutto?
Nach Afghanistan und Iran nun Pakistan? Gerät ganz Zentralasien auf die schiefe aBhn? Die Chinesen sprechen bereits von einem riesigen Vakuum, in dem sich die Sowjets nur zu gern festsetzen möchten.
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Kraftprobe im Iran
Die Hängepartie im Iran dauert an. Der Schah hat das Land verlassen, der unbeugsame Chomeini ist aus dem Exil zurückgekehrt, aber die Ungewißheit, ist geblieben.
Von Theo Sommer
- Reisen
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Ski-Spitzen
Trickolore: Drei Disziplinen haben die Trick-Ski-Läufer bei ihrer Weltcup-Veranstaltung am 17. und 18. Februar in Hindelang/Oberallgäu zu bewältigen.
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Ostseebäder
An Kranken nicht gesund geworden
Gutachter: „Überkapazitäten und Folgelasten lassen sich nachträglich nicht abbauen“
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Zwei Stadtrundfahrten durch New York
Beiderseits der 110. Straße
Mein Nachbar blickte mißvergnügt aus dem Busfenster auf frisch gestrichene Häuser, gekehrte Straßen, gehegtes Grün: „Das ist doch nicht das richtige Harlem.
Von Aufnahme: Frank Müller-May
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Investitionen an der deutschen Ostseeküste: Vom „Haus des Gastes“ bis zum Hallenbad
Bedarf gedeckt?
Ein neues Gutachten hat der Fremdenverkehrsverband (FW) Schleswig-Holstein beim „Studienkreis für Tourismus“ in Auftrag gegeben.
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„Die Ohnmacht bleibt“
„Natürlich ist im Laufe der Jahre die Kurtaxe für manche Fremdenverkehrsgemeinden zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden.
- DIE ZEIT
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IBM
Balance-Akt
Seit über einem Jahr erwartet, ist sie nun endlich angekündigt worden, die neue Computer-Serie des Marktgiganten IBM. Sie soll die überaus erfolgreiche „Familie“ 370 bis Mitte der achtziger Jahre ablösen.
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Zeitliches aus Bayern
Die Alten weinen
Dieser Sinnspruch steht auf einer der 40 bis 50 Fahnen der Bayernpartei. „Handgestrickt auf Brokat“, wie der Vorsitzende der Partei, Rudolf Drasch, betont.
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Luftbilder
Schön und zum Erschrecken
So schön und so harmlos, wie es den Anschein hat, ist dieses immerzu neugierig machende, mit seinen Luftbildern sehr verführerische, auch sorgfältig gemachte Erdkundebuch wahrhaftig nicht.
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Aus dem Dschungel, in den Dschungel
Ein Schwarzfahrer sucht Identität
Richard Wright ging es noch nicht darum, eine Parole wie „black is beautiful“ zu vertreten, so, als hielte er es eigentlich sogar für besser, schwarz zu sein.
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BONNER KULISSE
Bankiers mögen sie nicht – Gerüchte und Spekulationen über sich und ihre Banken. Als im November vergangenen Jahres erstmals über die Nachfolge von Bundesbankpräsident Otmar Emminger spekuliert wurde, ließ das den als Favoriten genannten Wilfried Guth von der Deutschen Bank zwar noch kalt.
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Urlaub im Mittelgebirge
Harzer Rodler
Flacher Sportwagen, knalliger Skidreß, schickes Mädchen zur Seite – eigentlich paßt er besser nach St. Moritz. Aus München kommt er und läßt im Gespräch alpine Pistenpraxis durchblicken.
Von Ulrich Schmidt
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Die Türkei steht vor dem Bankrott
Der Türkei geht es elend. Wer sich in diesem grauen anatolischen Winter auf den Straßen und Plätzen Ankaras umsieht, mit türkischen Politikern und Intellektuellen spricht und in Istanbul die Industriellen trifft, der braucht nicht noch die Worte der großen Vier von Guadeloupe, um überzeugt zu sein: Hilfe tut not.
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Die Schwierigkeiten der Kernkraftbranche rücken die öffentliche Forschungsförderung ins Zwielicht
Auch Fehlschläge haben ihren Sinn
Milliarden hat der Staat in die Entwicklung der Kernindustrie gesteckt, mit Milliarden auch die Forschung in der Luft- und Raumfahrt, der Verkehrswirtschaft und der Elektronik-Branche gefördert.
Von Wolf gang Hoffmann
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Träume von Schiffen und Frauen
Auf dem Lande Wehmut, an Bord nur noch Wut
Wortlos, glaube ich, würde Johannes Schenk, könnte er es, am liebsten erzählen. Von der See, die ihn gepackt hat, von der Seefahrt, die er satt hat.
Von W. Martin Lüdke
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Worte der Woche
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Vor dem Gesetz verstummt: Wiener Sängerknaben
„Das hat es, Kriegswirren ausgenommen, in der 480jährigen Geschichte der Burgkapelle noch nicht gegeben.“ So kommentierte der österreichische Kurier die Absage der traditionellen fünf weihnachtlichen Meßfeiern mit den Wiener Sängerknaben im vergangenen Jahr.
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Nordrhein-Westfalen
Abschied von Mutter Courage
Beinamen hatte sie viele – „Mutter Courage des Ruhrgebiets“ oder „Fürstin von Oberhausen“ –, aber keiner dieser mit Spott wie Respekt durchsetzten Titel traf es ganz: Luise Albertz, dienstälteste Oberbürgermeisterin der Bundesrepublik, vorige Woche im Alter von 77 Jahren gestorben, verkörperte einen ganz speziellen Typus sozialdemokratischer Politiker – nämlich jenen, der Politik noch als Berufung, nicht nur als Beruf, und die Partei als Bekenntnis, nicht allein als Sprungbrett zu rascher Karriere betrachtete.
Von H. B,
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Zeitspiegel
Seit dem Ausfall der iranischen Ölexporte (etwa sechs Millionen Faß am Tag) hat Saudi-Arabien die eigene Förderung um zusätzliche drei Millionen Faß pro Tag angehoben, um die iranischen Produktionsverluste auszugleichen.
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Helmut Schelsky:
Vier Gefahren
I. Die Zentralisten der großunternehmerischen Konzentration, der behördlichen Planungsbürokratien, die Anhänger von „Gesamt“-Institutionen wie Gesamtschulen und -Hochschulen, von Großverbänden und Großgewerkschaften ziehen natürlich an einem Strang: an der Vermehrung der individuellen Unselbständigkeit der Menschen, an der Verstärkung seiner Abhängigkeit als organisatorisch und sozial Betreuter, an der sogenannten „Rationalisierung“ seiner Arbeit durch technische oder didaktische Normierung und an der Verschulung seines beruflichen Alltags.
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Ein neuer US-Report über das Rauchen zieht aus 30 000 wissenschaftlichen Arbeiten eine erschreckende Bilanz
Nur zwei Päckchen am Tag...
Wir beschweren uns – zu Recht natürlich – über stinkende und gesundheitsschädliche Abgase aus den Fabrikschloten und Autoauspuffen“, wetterte US-Gesundheitsminister Joseph Califano, „doch die gefährlichste und am weitesten verbreitete aller Umweltverpestungen, an der gemessen die Vergiftung unserer Atemluft durch Industrie und Verkehr geradezu lächerlich belanglos ist, lassen wir zu.
Von Thomas v. Randow
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Tarif politik
Propaganda
Es war vorauszusehen, daß die Ruhe an der Tariffront nicht lange halten würde. Kaum war die Tinte unter dem Tarifvertrag getrocknet, der die Verlängerung des Urlaubs für alle Metallarbeiter auf sechs Wochen festlegt, da meldete sich der IG-Metall-Vorsitzende Loderer zu Wort.
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Risse im Fundament
Eine der beliebtesten Touristenattraktionen Norddeutschlands, der Leuchtturm „Roter Sand“ vor Bremerhaven, ist in Gefahr. Seit festgestellt wurde, daß der 24 Meter hohe Betonsockel des 1881 erbauten Turmes voller tiefer Risse ist, schwankt das Bremerhavener Schiffahrtsamt zwischen Sanierung (Kosten etwa 2 Millionen Mark) und Abriß (Kosten etwa 1,5 Millionen Mark).
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Dienstrecht
Unheilbar
Bundesverkehrsminister Kurt Gscheidle hat sich mal wieder über das seit vielen Jahren kritisierte Dienstrecht der Bundesbahn geäußert – wohlabgewogen, wie es seine Art ist.
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Kritik in Kürze
„Das letzte Lokal – Neue Satiren“, von Helmut Qualtinger. Die Ankündigung „Neue Satiren“ darf man sehr wörtlich nehmen: der Austronaut Qualtinger betrachtet Österreich samt „Old Vienna“ diesmal quasi völlig verfremdet mit den Augen eines Marsmenschen.
Von Hanns-Hermann Kcrsten
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Osthandel
Salamanders gesamtdeutscher Schuh
Die Kornwestheimer Firma hat in der DDR ebenso viele „Marktanteile“ wie hierzulande
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Recht im Alltag
Wenn der Unfallgegner flüchtet
Einem Familienvater, der mit dem Auto nach Büroschluß seinen Farbfernseher aus der Reparaturwerkstatt abgeholt hatte, kam in einer Kurve plötzlich auf der Mitte der Fahrbahn mit hoher Geschwindigkeit ein Sportwagen entgegen.
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Reformmodell der CDU
Im Schutzmantel der Selbstgewißheit
Für Überraschungen ist die Union immer gut, zumal in dem labilen Zustand, in den sie sich selber versetzt hat. Noch am letzten Wochenende hatten die Zeichen auf Sturm gestanden, wann immer von der Fraktionsreform die Rede war, mit der Helmut Kohl sich selbst und seine Parlamentsmannschaft wieder auf Vordermann bringen will.
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Stellvertreter-Sorgen in der SPD
Der Vierte läßt die Troika allein
So ist das oft gewesen. Koschnick hat meistens gekonnt. Er hat Aufträge erledigt, die einfach einer übernehmen mußte an der Parteispitze der SPD und die zuviel waren für den Vorsitzenden oder seinen Geschäftsführer.
Von Gunter Hof mann
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CHINA-TOURISMUS
Taiwan ohne Sorgen
Der diplomatischen Verknüpfung der Volksrepublik China mit dem Westen ging eine Öffnung des Landes voraus: Immer mehr Besuchergruppen werden seither die begehrten Einreisevisa erteilt, eine zunehmende Zahl von Reiseveranstaltern offeriert Touren hinter den Bambusvorhang.
Von Klaus Viedebantt
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STAATSGELDERN GARANTIERT
Irlands Garantie ohne Nachahmer
Ein Ei ist nicht nur ein Hühnerprodukt. Wenn es auf irischen Tischen deutschen Touristen serviert wird, ist es zugleich ein Stück „Produktgarantie“ der Irischen Fremdenverkehrszentrale.
Von Barbara Lehnig
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Schleswig-Holstein
Kieler Pfennigfuchser
Eines muß man Karl Eduard Claussen lassen, er hat Mut zur Unpopularität. Karl Eduard Claussen ist Schleswig-Holsteins Sozialminister und, wie seine christdemokratischen Parteifreunde, gewiß lebhaft daran interessiert, die kommende Landtagswahl für die Stoltenberg-Mannschaft und sich zu gewinnen.
Von Viola Roggenkamp
- Gesellschaft
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Beispiel: Sandvig, Bornholm
Stammer wollte nicht länger Seeräuber sein, angesichts dieser wundersamen Insel. Der kampflustige Wikinger wurde auf Nordbornholms Land seßhaft und brav und baute sich ein Haus zwischen Klippen und Sand.
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Beantwortung der Frage:
Was ist Aufklärung?
In seiner Streitschrift „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ (1784) formulierte Immanuel Kant einige gültige Voraussetzungen der funktionierenden, modernen Dienstleistungsgesellschaft – den Verzicht auf eigene politische Entscheidungen.
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Italien: Kompromiß statt Konfrontation
Mit der Ruhe und dem risikobewußten Eifer eines Wundarztes versucht Giulio Andreotti seit Mitte dieser Woche die scheinbar tödlich verletzte Partnerschaft von Christdemokraten und Kommunisten Italiens wiederzubeleben.
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Diener machen lohnt sich immer
Dienstleistung – das ist der Name für den sogenannten „tertiären Sektor“ der Volkswirtschaft: Handel, Verkehr, Kredit- und Versicherungswesen, Wohnungsvermietung, Staat, private Haushalte.
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Kunstkalender
Als „Bildarchitekturen“, als „bildnerische Planspiele“, als „Bildpläne“ hat man die kühlen Kompositionen von Paul Uwe Dreyer bezeichnet und damit recht genau die Affinität zur Architektur umrissen, die Dreyers Sonderposition auf dem Feld der konkreten Kunst ausmacht.
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FDP fordert europäisches Bürgerrecht
Den Bundestagsabgeordneten Martin Bangemann will die FDP als Spitzenkandidaten für die Direktwahlen zum Europaparlament ins Rennen schicken.
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Beispiel: Scharbeutz, Holstein
Wir sind seit 1970 ein anerkanntes Heilbad und seit über 150 Jahren ein gutes Familienbad. Darauf legen wir besonderen Wert.
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Fernseh-Kritik
Kostümierte Nachrichten
So eine Sendeanstalt, das ist schon ein eigenartiges Wesen – ein Phänomen, das es in einer auf Spezialistenarbeit eingeschworenen Gesellschaft sonst nicht mehr gibt.
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Schwarzer Januar für die Labour-Partei
Die Streikwelle im öffentlichen Dienst und Gesundheitswesen, die Großbritannien seit mehr als sechs Wochen von einer Krise in die andere stürzt, hat jetzt auch die regierende Labour-Partei in ein Popularitätstief gerissen.
Von Ulrich Völklein
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Jetzt einig
Unter dem politischen Druck der DDR spaltete sich 1969 die gesamtdeutsch organisierte Evangelische Kirche Deutschlands (EKD).
Von N. B.
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Die unheimlich bediente Gesellschaft
Womit hier gehandelt wird, verrät der Dienstleistungsjargon unserer Zeit. Experten und Manager lieben es, von Erziehungsprodukten, Gesundheitskonsumenten und von einer Rechtsindustrie zu sprechen: Leidenschaften und Gefühle weichen statistischen Ereignissen.
Von John Mcknight
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DOKUMENTE ZUR ZEIT
,,Die Kirche muß neue Wege suchen“
Zu den Arbeitern der Industriestadt Monterry am 1. Februar: „Ich fühle mich bei euch als Freund, Bruder und Arbeitskamerad .
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Theater: Wie der Senator Tarnowski doch noch einen Intendanten für Hamburgs Schauspielhaus fand
Vom Huhn und vom Korn
Erste Vorbemerkung: Dieser Kommentar wird geschrieben am Montag, letzte Korrektur ist am Dienstagmorgen. Sehr groß ist meine Zuversicht, daß er noch halbwegs stimmt, wenn er erscheint, nicht.
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Fernseh-Vorschau
Konsum oder Kinder?
Daß Kinderkriegen schon lange nicht mehr die „natürlichste Sache der Welt“ ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen, denn seit geraumer Zeit schon klagen Politiker, Wissenschaftler, Journalisten über den schwindenden deutschen Nachwuchs, die Ursachenforschung und -spekulation läuft auf Hochtouren.
Von Margrit Gerste
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BONNER BÜHNE
Figaro hier, Figaro dort
Gelindes Aufatmen in verschiedenen außenpolitischen Amtsstuben: Walter Scheel wird nicht nach China reisen. Zwar hätte sich der Bundespräsident gern auf den Weg gemacht, zwar wäre er in Peking hochwillkommen gewesen –, aber zu der langen Reihe der vom Regierungslager wie der Opposition unternommenen China-Wallfahrten nun noch ein Staatsbesuch, das hätte doch einige Probleme für die Bonner Balance zwischen Moskau und Peking geschaffen.
- Kultur
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Zeitmosaik
Wie der Faschismus als Gesamterscheinung individuelle und kollektive Verdrängungen entbunden (und zugleich kanalisiert) hatte, so ist es offenbar dieser Serie gelungen, die individuelle und kollektive Nachkriegsverdrängung des Faschismus bei der Mehrzahl der Bundesdeutschen aufzubrechen.
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Nationalsozialismus
Wer war mitschuldig?
Der Film „Holocaust“ hat erneut die Fragen aufgeworfen: Wie konnte das geschehen? Wieso haben die Deutschen überhaupt Demokratie und Gewaltenteilung und andere die Menschenwürde schützenden Rechtsinstitutionen weggeworfen und alle Macht unwiderruflich auf die Führung einer Einheitspartei konzentriert? Das historische Material ist in umfassenden Darstellungen – allen voran der H.
Von Martin Kriele
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Ausstellung in Paris
Bilder für die Post
So darf die Ausstellung (bis 5. März) im Pariser „Musée des Arts et Traditions populaires“ im Bois de Boulogne mit einer breiten Aufmerksamkeit rechnen, um so mehr, als hier versucht wird, das Massenmedium Bildpostkarte in allen seinen Aspekten zu erfassen und als Objekt der Volkskunst zu definieren.
Von Sigrit Metken
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Schuldlos schuldig?
Ernest Hemingway mopste mit neun Jahren in einem Schwimmbad Armbanduhren, um mit allen vieren an einem Handgelenk protzend herumzulaufen; auch außerhalb der Schule gab er Anlaß zu Klagen: Er zerstörte Zäune, bewarf Erwachsene mit faulem Obst, zertrümmerte mit Steinen Fensterscheiben und prügelte sich auffallend mit anderen Kindern.
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Noch Ballett oder schon Schauspiel oder ganz etwas Neues? Ein Probenbericht über Pina Bauschs erstaunliches, rätselhaftes und sehr erfolgreiches Wuppertaler Tanztheater
Wenn das weiße Pferd langsam über die Bühne geht
Die Proben sind in der „Lichtburg", einem umgebauten Kino; geräumiger Saal mit altmodischen Lampen,
Von Renate Klett
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Der „europäische Film“: ein Triumph für Hollywood
Sterben in Supermans Umarmung
Unter den vielen Gespenstern, die im Jahr der allseits propagierten Wahl in Europa umgehen, wirkt eins, zumindest auf den ersten Blick, besonders unscheinbar: Den europäischen Film soll es endlich geben, Schluß mit der nationalen Schrebergärtnerei, her mit dem gemeinsamen Kino-Markt von Sizilien bis Schleswig-Holstein.
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Architektur: Utrecht eröffnet ein neues Konzerthaus
Mittelpunkt der Stadt: Musik
Man bewundert es doch immer wieder: wie die Holländer es offensichtlich verstehen, ihren Bauherrn etwas mehr Kultur und Courage abzuverlangen, als es sonst üblich ist; wie sie sich an Experimente getrauen und dabei selbst den Staat dazu bringen, auch „verrückte“ Wagnisse zu finanzieren; wie sie selbstbewußt und geschickt auf, den in Deutschland so beliebten Oberflächen-Komfort teurer Fassaden und Ausstattungen verzichten und dafür die Unbefangenheit der Benutzer einhandeln.
Von Manfred Sack
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James Joyce
Ulysses
Ein Schriftsteller“, so hat Joyce einmal zu Djuna Barnes gesagt, „sollte niemals über das Außergewöhnliche schreiben. Das ist recht für einen Journalisten.
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Die neue Schallplatte
Alexander von Zemlinsky: „Zweites Streichquartett op. 15.“ Wien um die Jahrhundertwende – das war musikalisch die Zeit Gustav Mahlers.
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In Chile werden brutal Menschen zerstört
Kein Recht auf Begräbnis
Die Wirklichkeit pflegt grausamer und genauer zu sein als die Wörterbücher. Wenn man irgendein Wörterbuch befragt, um den Sinn, des Wortes „verschwinden“ zu klären, wird man immer feststellen, daß für die Beispiele Gegenstände herangezogen werden: Es verschwinden die Handschuhe der Gräfin, es verschwindet die Sonne am Horizont, plötzlich verschwand das Gespenst.
Von Ariel Dorf man
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Akademiker fordern Sonderprogramme für arbeitslose Akademiker
Ungedeckte Kosten
Akademiker dachten über die Arbeitslosigkeit von Akademikern nach. Das Ergebnis waren umfangreiche Studien und zahlreiche Thesen.
Von Claus Voland
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Filmtips
„Der Tod des Fischers Marc Leblanc“ von Christian Rischert ist der Versuch, eine Antwort zu finden auf die Frage: Warum begeht ein Mann mit 33 Jahren, auf dem Höhepunkt seines Lebens, Selbstmord? Was daraus entstand, ist ein sehr persönliches Dokument, eine Sympathieerklärung auch für die Normandie, wo Marc lebte, und ihre Menschen.
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Selbstprüf ungen
Was es heißt, ein Jude zu sein
Kein Volk ist schwieriger zu begreifen als die Juden“, hat Elias Canetti in seinem fundamentalen, ebenso berühmten wie ungelesenen Buch „Masse und Macht“ schon vor zwanzig Jahren geschrieben.
Von Horst Krüger
- Länderspiegel
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Schleswig-Holstein
Schwierigkeiten des hohen Herrn auf dem Lande
Auf den Kanzler kommt es an. Das weiß jeder, von Guadeloupe bis Tetenbüll. Der Kanzler kommt auch an, nicht nur bei den Leuten, sondern auch bei jedem Wetter.
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Bayern
„Was denn, schon wieder Oetker?“
Demnächst“, frozzeln die Nachbarn, „kommen die Busse. Dann werden Würstchenbuden aufgestellt, einer verkauft Faßbier, ein anderer Ansichtskarten mit Sondermarken.
Von Rolf Henkel
- Lebensart
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Keß, vergnügt und sexy
Italiens Haute Couture präsentiert sich superfeminin: mit aggressivem Chic und sanftem Charme. Die Silhouette ist profiliert, die Schultern sind verbreitert, die Taille wirkt schmal und wird mit Gürteln oder Schärpen deutlich betont.
Von Marietta Riederer
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J.M-M.: Das Wandern
Es war Wilhelm Müller, der die „Schöne Müllerin“ gedichtet hat. Und hier ist auch auf den Komponisten dieses Zyklus zu verweisen, auf Schubert.
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Der Konsequenzenkatalog ist stur
Zuweilen ein feucht-fröhlicher Umtrunk, eine Weiberaffäre, kesse Knackis, die von tumben Psychologen in therapeutische Watte gepackt werden – das sind die Vorstellungen, mit denen eine sozial therapeutische Anstalt in Verruf gerät.
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Für Spieler
Ei des Fischers
Was ist Spiel? Spiel ist der Spiegel aller Bereiche des Lebens. Spiel ist Leben... Solchermaßen durch sonntagmorgendliche Überlegungen aufgeforstet, ließ ich mich durch den trommelnden Regen nicht mehr erschüttern.
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Eiskunstlauf-Europameisterschaften
Paarlauf ohne Harmonie
Man mochte es kaum glauben; aber „ganze elf Zentimeter“, so wußte der Fernsehreporter zu berichten, sei die kleine Marina Tscherkassowa im letzten Jahr gewachsen.
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Olympische Spielchen
Der olympische Kalamitätenkalender kennt offensichtlich keinen Ultimo. Wieder einmal ist dahingestellt, ob die Olympischen Sommerspiele von 1984 tatsächlich, wie vorgesehen, im kalifornischen Los Angeles stattfinden werden.
Von Aloys Behler
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Kevin Keegans Kämpfe
Fußballartisten zum Ausleihen
Keiner kämpft wie Kevin Keegan. Ein Satz, der für ihn jetzt auch außerhalb des Spielfeldes seine Gültigkeit besitzt, „Use me or sell me“ – mit diesem einfachen Spruch hatte mir der augenblickliche Superstar des Fußballs vor knapp vier Monaten erklärt, welche Alternative er seinem Gesprächspartner, Manager Günter Netzer vom HSV, deutlich gemacht habe.
Von Jürgen Werner
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Zeitlupe 20
Blödelblatt oder Schülerforum?
Schülerzeitungen sollten die Meinung der Schülerschaft hart und offen vertreten, eventuelle Mißstände klar und deutlich aufzeigen, aber auch bei anstehenden Problemen konstruktive Lösungsvorschläge einbringen, bei scharfen Kontroversen zwischen Lehrer- und Schülerschaft sogar versuchen zu vermitteln.
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Die Portionen wurden immer kleiner, die Saucen immer dünner – die „Neue Küche“ entartete zum kulinarischen Mißverständnis. Damit soll es nun ein Ende haben: Die Nouvelle Cuisine ist tot Bei Tisch darf man wieder genießen.
Es lebe die neue Deftigkeit!
Folgenschwere Revolten haben oft banale Anlässe. Die Maden in der Bordverpflegung des Panzerkreuzers Potemkin waren sicherlich nicht ungewöhnlich in der zaristischen Marinegastronomie.
Von Wolfram Siebeck
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FERNANDO KRAHN: VOGEL-WELT-GESCHICHTEN (III)
Neulich stand vor meiner Voliere ein junger Mann mit Brille“, erzählte der Vogel. „Der sagte zu seinem Weibchen: „Dieser Vogel sieht wie ein Philosoph aus‘ und lachte.
- unzugeordnet
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„Warum die Deutschen sich nicht vermehren wollen“ hieß das zweiteilige Dossier über deutsche Bevölkerungspolitik von Joachim Nawrocki. Zwei Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes nahmen an seiner Analyse Anstoß. Ihre Frage: Liegt uns mehr am Wohl unserer Kinder oder mehr an ihrer Zahl?
Babys - der Rente wegen?
Es muß Verwirrung und Betroffenheit auslösen, wenn in einer nach ihrem Selbstverständnis liberalen und dem Menschenbild der Aufklärung verpflichteten Zeitung wie der ZEIT mit erschreckender Einseitigkeit ein Thema aufgegriffen wird, in dessen Verzeichnungen und Verdrehungen sich Nationalkonservative nun schon seit geraumer Zeit überbieten.
Von Wolf-Rainer Leenen und Albrecht Müller
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Antwort auf Müller/Leenen
Kalte Arme und ein dürrer Busen
Das ist schon eine merkwürdige Methode, in der Einleitung des Aufsatzes von Müller/Leenen, den vermeintlichen Gegner erst einmal mit dem Holzhammer fertig zu machen, um davon abzulenken, daß die Thesen des angegriffenen Autors weniger in der Analyse als in den Schlußfolgerungen von denen der Verfasser abweichen.
Von Joachim Nawrocki