• Ausgabe 11/1979

    Ausgabe 11/1979

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Jugoslawien

    „Es wird schlimm ohne Tito“

    Um Jugoslawiens großen Alten, um Marschall Tito, weht die kalte Luft der Einsamkeit. Der Kreis derer, die ein halbes Leben lang seine Gefährten waren, ist klein geworden.

    Von Eduard Neumaier

  • Iran: Die Unruhen halten weiter an

    Unter den Schüssen „revolutionärer Hinrichtungskommandos“ sind zu Wochenanfang elf weitere Vertreter des Schah-Regimes ums Leben gekommen.

    Von Ulrich Völklein

  • Indochinakrieg

    Wenn China den Sieg verspielt

    Als Saigon im Jahre 1975 den Kommunisten in die Hände fiel, bemerkte Henry Kissinger zu einem chinesischen Funktionär: „Wir sind in Vietnam besiegt worden, Sie werden jetzt die Konsequenzen zu tragen haben.

    Von Ross Terrill

  • Neuwahlen?

    Zu Wochenbeginn hatte der italienische Staatspräsident Sandro Pertini noch einmal die Vertreter der Parteien gehört, um einen Ausweg aus der seit 34 Tagen andauernden Regierungskrise zu finden.

  • Die Stellung der Bundesrepublik

    Zweifel an den Deutschen?

    Bismarck hätte nie in den Begriffen von Ost und West gedacht, von denen heute stets die Rede ist. Für ihn gab es vier europäische Großmächte, mit denen er rechnen mußte, aber die Himmelsrichtungen spielten keine Rolle“, meinte ein Historiker und machte mit dieser Bemerkung deutlich, wie artifiziell die ideologisierte Welt ist, in der wir seit dem Zweiten Weltkrieg leben.

  • Krieg um Uganda

    „Ich, der Bezwinger des britischen Empire“

    Die Ungander waren immer pünktlich, Jahrelang landeten auf dem englischen Flughafen Stansted Transportmaschinen der Uganda Airlines – zweimal in der Woche und immer wieder mit der gleichen Ladung: Kaffeebohnen.

    Von Josef Joffe

  • Spannungen wurden vermieden

    Von Dieter Piel ZEIT: Herr Farthmann, vor dem Karlsruher Richterspruch zur Mitbestimmung haben Sie die Gefahr innenpolitischer Konflikte für den Fall beschworen, daß das Bundesverfassungsgericht am geltenden Mitbestimmungsrecht rütteln würde.

    Von Dieter Piei

  • Eine sehr gewagte Prognose

    Die große Mehrheit aller Parteien, die im Bundestag dem Mitbestimmungsgesetz zustimmten und ihm damit eine breite politische Legitimation verlieh, ist durch die Verfassungsrichter bestätigt worden.

    Von Kurt Biedenkopf

  • BONNER BÜHNE

    Politik vollmundig genossen

    Nun rollt das „Err“ aufs neue, zum Beispiel, wenn Willy Brandt von den „Bürrgerrinnen und Bürrgerrn“ spricht. Bonn hat einen vertrauten Klang wieder im Ohr.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Großbritannien

    Callaghan sitzt in der Falle

    Das letzte Ergebnis flimmerte um 17.45 Uhr über die britischen Fernsehschirme: Im schottischen Hochland hatten 33 Prozent der Wahlberechtigten mit Ja, 31 Prozent mit Nein gestimmt, 36 Prozent waren der Wahlurne ferngeblieben.

    Von Rolf Seelmann-Eggebreeht

  • Worte der Woche

    „Der Präsident ist der Überzeugung, es dürfe nicht zugelassen werden, daß die Aussichten auf Frieden, die noch im September vorigen Jahres so glänzend erschienen, immer mehr dahin- und vielleicht ganz entschwinden.

  • Jemen: Noch wird gekämpft

    Trotz einer zwischen den streitenden Parteien vereinbarten Waffenruhe halten die Kämpfe zwischen der westlich orientierten Republik Jemen (Nordjemen) und der marxistischen Volksrepublik Jemen (Südjemen) an.

  • Der tote Rebell

    Denn Barzani, der als 76jähriger Greis letzte Woche in einem Washingtoner Krankenhaus an Lungenkrebs gestorben ist, war der streitbare Führer eines streitbaren Volkes, der Kurden.

    Von D. St.

  • Chirac gegen Giscard

    Szenen einer französischen Vernunftehe?

    Um die Mittagszeit des 28. Februar sitzen im Flughafen von Pointe-à-Pitre auf der Antilleninsel Guadeloupe zwei Männer’ und diskutieren mit freundlicher Miene.

    Von Klaus-Peter Schmid

  • Gerüchte auf dem Balkan

    Ernste Lage?

    Es ist ungewöhnlich, die Absage eines politischen Besuches mit dem „Ernst der Lage“ zu begründen. Der Belgrader Verteidigungsminister Ljubicic ließ sich so in den Niederlanden entschuldigen.

  • Lehrstück über die Verfassung

    Kein Zweifel, das Mitbestimmungs-Urteil ist eine Sache für Auguren. Man darf raten. Präsident Ernst Benda und seine Kollegen haben alle Erwartungen enttäuscht, sie würden Verbindliches nicht nur über die Gegenwart, sondern auch über die Zukunft der Mitbestimmung sagen.

    Von Hans Schueler

  • Wetterleuchten um den Friedenshelden

    In dieser Stunde waren Lob und Zuspruch nahezu einhellig. Kritiker wie Verteidiger der Amtsführung Carters priesen den Präsidenten für seinen Entschluß, zur Rettung des israelischägyptischen Friedens selber nach Ägypten und Israel zu fliegen.

    Von Ulrich Schiller

  • Wolfgang Ebert

    Strafe muß sein

    Die Chinesen sind anscheinend geneigt, die Strafe, die sie über das ehemalige sozialistische Brudervolk in Vietnam verhängt haben – eine Art „Denk-Zettel“ – zur Bewährung auszusetzen.

  • CDU-Kongreß „Lebenswerte Zukunft“

    Rütteln an alten Glaubenssätzen

    Die Parteien entdecken allmählich wieder die Zukunft. Lange Zeit zeigte sich die SPD von den Folgen des Versuchs verschreckt, Lebensqualität zu definieren; der Orientierungsrahmen ’85 schlummert seit seiner Verabschiedung.

    Von Gunter Hof mann

  • Zeitspiegel

    Der belgische EG-Kommissar Etienne Davignon hat Aussicht, eines Tages Nachfolger des Nato-Generalsekretärs Luns zu werden. Mehrere Regierungen der Allianz würden seine Kandidatur unterstützen.

  • Wahlen in Spanien

    Kein Grund zum Jubeln

    Gewonnen haben sie (fast) alle, verloren hat nur Spanien: Die Wahlen zum Unterhaus und Senat am vergangenen Donnerstag brachten nicht die nötige und erhoffte Mehrheit für eine der beiden politischen Richtungen, die seit Beginn der kontrollierten Liberalisierung den Ton angeben.

    Von Horst Bieber

  • Wirtschaft
  • Energie-Agentur

    Ausflüchte

    Die Rechnung sieht einfach aus. In den zwanzig wichtigsten Industrieländern (mit Ausnahme Frankreichs) wird 1979 die Nachfrage nach Öl das Angebot um rund fünf Prozent übersteigen.

  • Europäische Gemeinschaft

    Trugschluß

    Als die französische Regierung Ende Dezember in letzter Minute den count-down für das Europäische Währungssystem wegen des sogenannten Währungsausgleichs im EG-Agrarhandel unterbrach, hatte sie wohl nicht geglaubt, daß sie die Geister, die sie da rief, einmal nicht mehr loswerden würde.

  • MANAGER UND MÄRKTE

    Die Dresdner Bank hat Geschmack bewiesen, als der Vorstand (Sprecher: Hans Friderichs) am Etoile in Paris ein Gebäude erwarb, das für Repräsentationszwecke der Mutter und ihrer Töchter geeignet ist.

  • Gong zur zweiten Runde

    Nach dem Mitbestimmungsurteil: Der Kleinkrieg der Tarifparteien um Satzungen und konzertierte Aktion geht weiter

    Von Erika Martens

  • BONNER KULISSE

    Forschungsminister Volker Hauff, der wiederholt die Bedeutung des Dialogs mit dem Bürger gerade in Sachen Kernenergie herausstellt, machte keine gute Figur, als der niedersächsische Landtagsabgeordnete Kurt-Dieter Grill, CDU, ihn zu einem Gespräch über das geplante Entsorgungszentrum in Gorleben einlud.

  • Schluß mit den Verlusten

    v. Bennigsen: Die Vereinbarung mit BP bringt uns bei unseren Bemühungen um die Sanierung des Mineralölbereichs einen großen Schritt weiter.

  • Bundesgartenschau

    Bittere Bonner Blüten

    Bonns Oberbürgermeister Hans Daniels sah sich schon blumengeschmückt in der Stadtchronik verewigt, als er vor etwa einem Jahr wegweisende Worte über die Bundesgartenschau 1979 sprach: „Die Blumen-Olympiade soll keine technische Monsterschau werden.

  • Das Spiel mit dem Ölhahn

    Von Heinz-Günter Kommer Der neuen Energiekrise, die der Weitgehende Ausfall der iranischen Öllieferungen ausgelöst hat, stehen die Industrienationen ähnlich hilflos gegenüber wie dem Ölschock von 1973.

  • Schweiz

    Umweg übers Ausland

    Fliegen auch Sie mit einer PC 10 der Swissair direkt nach Kalifornien“, tönt es in bestem Schwyzerdütsch aus dem Radio einer Aargauer Hausfrau, während sie das Mittagessen zubereitet.

  • Firmen und Fakten

    Diesen Aufsichtsratsbeschluß bezeichnete der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Jürgen Westphal als einen Schritt in die falsche Richtung.

  • Der Bock als Gärtner

    Die Betrachtung des Staates als einer Art Reparaturwerkstatt, die immer wieder eingreifen muß, um die von privaten Wirtschaftern begangenen Fehler wiedergutzumachen, findet sich erstmals bei Keynes.

  • Schah-Vermögen

    Schweigen ist Geld

    Auch gegenüber Chomeini wahrt die Schweiz das Bankgeheimnis / Von Alexander Mayr

    Von Alexander Mayr

  • AEG-Kurs wieder auf Talfahrt

    Seit Jahresbeginn hat die Aktie von AEG/Telefunken mehr als 21 Prozent ihres Wertes eingebüßt, Erstmals seit langer Zeit blieb der Kurs unter 60 Mark, Sein Verfall drückt deutliche Zweifel an dem von Walter Cipa, dem Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens, proklamierten Ziel aus, für das Geschäftsjahr 1980 die Dividendenzahlungen aufnehmen zu können.

    Von Ihr Securlvs

  • West-Berlin

    Zuversicht

    Nur ein Drittel der Unternehmer sieht die Lage ihrer Unternehmen als schwierig an, davon jeder zweite noch als „schwierig, aber tragbar“, also manageabel.

  • Börsen-Report

    Lichtblick am Rentenmarkt

    Der bei der Anleihe der Lastenausgleichsbank nun endlich vollzogene Übergang zum siebenprozentigen Nominalzins hat den Kursverfall am Rentenmarkt vorerst gestoppt.

  • Großbritannien

    Von Helmut Schmidt enttäuscht

    Für Großbritannien, sagt Landwirtschaftsminister John Silkin, „ist dies das Jahr des großen Wandels“. Silkin, einer der prinzipiellen Gegner der Mitgliedschaft Englands in der Europäischen Gemeinschaft im Kabinett Gallaghan, ist ängstlich darauf bedacht, daß sich niemand über die Ernsthaftigkeit seiner Absichten Illusion macht.

    Von Wilfried Kratz

  • Heinzelmann oder Killer?

    L|angsam, sehr langsam sogar, weil die tech-nischen Hintergründe so schwer zu verstehen und die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen noch gar nicht abzusehen sind, kommt in der Bundesrepublik die Diskussion über die Folgen des Vormarschs der Mikroelektronik in Gang.

  • Bußgang nach dem Exzeß

    Überraschender könnte die Antwort kaum sein: „Wir sind mit der Senkung der Reallöhne einverstanden, weil wir wissen, wie die wirtschaftliche Lage unseres Landes ist.

    Von Michael jungblut

  • ZEITRAFFER

    Die Investitionen in die deutsche Wirtschaft – Gradmesser für die Hoffnungen der Unternehmer – sind seit 1976 um 5,5 Prozent pro Jahr gewachsen, errechnete das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln.

  • Wissen
  • Sprung ins Wasser

    Wir sind in diesen Tagen Zeugen eines einmaligen Vorgangs in der jüngsten Geschichte: Der Führer einer Weltmacht, Präsident Jimmy Carter, setzt sein ganzes Prestige ein, um seine Vermittlerrolle im Nahost-Konflikt zu krönen und dem israelisch-arabischen Friedensvertrag zum Abschluß zu verhelfen.

    Von Dietrich Strothmann

  • Weltuntergang als Notlösung?

    Strategische Debatten sind bei uns stets in Gefahr gewesen, sich in Emotionen zu verlieren, in Klischees steckenzubleiben oder in Trugschlüsse zu münden.

    Von Theo Sommer

  • Quitt in Indochina

    Nach einem berühmten Wort Mao Tse-tungs kann der Krieg nur durch den Krieg abgeschafft werden. Ob seine Nachfolger durch ihre als „Strafaktion“ und „Gegenangriff“ verbrämte Aggression gegen das machthungrige Vietnam ein Zeitalter blühenden Friedens für Indochina eingeleitet haben, steht noch dahin.

  • Freundliche Töne

    Wochenlang kamen aus Iran nur Hiobsbotschaften: Einstellung des Ölexports, Stillegung großer Baustellen, Sperrung der Grenzen für Importgüter, verzögerte und schließlich gar keine Zahlungen mehr.

  • Walter Scheel steckt auf

    Die Entscheidung im Streit um das Amt des Bundespräsidenten ist gefallen. Karl Carstens ist am Montag von der Union nominiert worden, Walter Scheel hat die Bitte der Koalitionsfraktionen, ein zweites Mal zu kandidieren, am Dienstag abgelehnt.

  • DIE ZEIT
  • Für Spieler

    Spiegel-Reflexe

    Die Ravensburger haben immer wieder Legespiele herausgebracht. Es ist eine über Jahre hin sorgsam gepflegte Tradition des Hauses.

  • Frankreich

    Der edle Blauadrige

    Einem vergeßlichen Schäfer verdankt die Gemeinde der Feinschmecker einen vielgepriesenen Gaumengenuß. Er wollte seine Schafskäse-Vesper frisch halten, legte sie in ein Felsloch und vergaß sie dort, berichtet die Legende.

  • Hoffnung hier, Argwohn dort - ein Präsident für alle?

    Karl Carstens ist dem Amt des Bundespräsidenten sehr nahe gekommen – in doppeltem Sinne: Die Unionsfraktion in der Bundesversammlung hat ihn in einer Probeabstimmung fast einstimmig als ihren Kandidaten gekürt; also wird er auch gewählt werden.

    Von Rolf Zundei

  • Fußball-Fernsehgericht

    Die Minuspunkte, die dem deutschen Profifußball zur Zeit im Strafraum der Sportjustiz verabreicht werden, könnten durchaus ausreichen, die gesamte Bundesliga in eine völlig neue Gefahrenzone zu bringen.

  • Ski-Spitzen

    Preistief: Die Zufahrtswege nach Bad Sachs? im Harz sind zwar inzwischen aufgetaut, aber im dazugehörigen Ski-Areal Ravensberg kann man sich über Schneemangel nicht beklagen.

  • Psycho-Nachhilfe für Alkoholsünder

    Seit 1951 hatte Hans Reinart den Führerschein, er war noch nie in einen Unfall verwickelt. Dennoch ist der fünfzigjährige Maschinenbauingenieur seine Lizenz vorerst los.

  • Der Schweizer Erzähler befreit sich zur Gegenwart

    Auf dem Weg zu uns

    Von Dieter Bachmann Auf dem Weg von Zürich ins Tessin legt das Ehepaar in Thusis einen Halt ein. Er ist 52, Architekt, sie 12 Jahre jünger und Kunsthistorikerin; im Restaurant in Thusis treffen sie zufällig seine Nichte, die vom Tod des Stiefvaters erzählt.

    Von Dieter Bachmann

  • Maisbier für Pacha Mama

    Der Titicacasee ist bis heute Mittelpunkt heidnischer Bräuche, Mythen und Legenden

  • Fernosttourismus

    Reise in die Morgenstille

    Irgendwo, irgendwann auf der Polroute zwischen Himmel und Erde, Paris und Anchorage spürt der Passagier im Bauch der DC 10 der „Korean Airlines“ plötzlich einen Anflug polarer Kaltluft in seinem Rücken: Es überfällt ihn der Gedanke, daß dies ja eine Maschine desselben Typs, derselben Gesellschaft, derselben Flugnummer ist wie jene, die hier im vergangenen Jahr vom rechten Weg abkam und bei Murmansk von russischen Jägern unsanft zu einer außerfahrplanmäßigen Landung gezwungen wurde.

  • Butler und Köchin inklusive

    Dank der exklusiven Angebote einiger Reiseveranstalter können sich Urlauber jetzt den Traum von einer Villa am Meer, eigenem Tennisplatz, Butler und Köchin erfüllen.

  • FERNANDO KRAHN: VOGEL-WELT-GESCHICHTEN (VII)

    Es wundert mich eigentlich“, sagte der Vogel in seinem üblichen trockenen Ton, bei dem man nie sicher sein konnte, ob er nicht Spott verberge, „daß Sie sich so viel Zeit genommen haben, mit mir zu diskutieren.

  • Für Ostern ausgebrütet

    Falscher Hase: In Heiligenhafen ist der „Seehase“, lat. Cyclopterus lumpus, der den „deutschen Kaviar“ produziert und also auch mit Eiern zu tun hat, kurzerhand zum Osterhasen ernannt worden.

  • Kunstkalender

    Man darf perplex sein, seine Unkenntnis zugeben, denn hier handelt es sich um die deutsche Premiere eines neuen Mediums im Kunstbereich, dem, so prognostizieren die Veranstalter, die Zukunft gehören wird: der Holographie.

  • Bayern / Lallinger Winkel

    Für Sonntagsmaler

    Die Sonne leuchtet ins stille Tal, als hätte der kauzige Bäckermeister Michael Schreiner nicht bloß einen Spiegel in den Wald am Panhollinger Berg gehängt, sondern den ganzen Winkel mit Brennspiegeln umstellt.

  • Die Qual der Wahl

    Keine Präsidentenwahl, bei der nicht politisches Kalkül kräftig im Spiele gewesen wäre, und kaum eine, vor der es nicht heftige Auseinandersetzungen gegeben hätte.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Texte zur politischen Justiz

    Zu leicht gemacht

    macht sich’s damit zu leicht. Es ist zeitgeschichtlich gemeint, enthält aber zu einem guten Teil recht subjektive Schilderungen aus Haft und Verfolgung, etwa von drei Dichtern, Ernst Toller, Luise Rinser, Peter Paul Zahl.

    Von Richard Sdimid

  • Krebsforschung

    Ende der Ohnmacht

    Die amerikanischen Experten trafen sich am 23. Februar im kleinen Kreise mit deutschen Wissenschaftlern in Freiburg. Bei diesem Gespräch ging es um Vorarbeiten zur Verstärkung und besseren Abstimmung der Krebsforschung und -behandlung in der Bundesrepublik.

  • Dichter des Verlusts – Eine neue, nicht ganz so neue Ausgabe der Werke von Stendhal (Henri Beyle)

    Poesie und Utopie oder Herz unterm Mikroskop

    Über die Lust an alten Texten, zum Beispiel Stendhal – „Rot und Schwarz“ und „Die Kartause von Parma“

  • Marken mit Geschichte

    Auftrag von Goethe

    Zahlen gelten im Markenzeichenrecht als nicht schützenswert. Sie haben keine Unterscheidungskraft und sagen – im Gegensatz zur Wort- und Bildmarke – nichts aus über Hersteller oder Produkt.

    Von Gunhild Fresse

  • Konzentration

    „Raubritter“ in die Flucht geschlagen

    Wie verscheucht man einen „Raubritter“, ohne sich in die Arme eines „edlen Ritters“ flüchten zu müssen? Harold McGraw, der Chef des amerikanischen Verlagshauses McGraw-Hill (Business Week) hat dieses als kaum möglich geltende Kunststück offensichtlich zustandegebracht.

    Von Jes Ran

  • Hilfe für Kinder und Lehrer

    Wenn Eltern in die Schule gehen

    Ein ungewohntes Bild bietet sich in der ersten Klasse der Westerschule in Hamburg-Finkenwerder: 25 Kinder sitzen in Vierergruppen an ihren Tischen, haben aufgeschlagene Rechenbücher vor der Nase und in jeder Runde einen Erwachsenen unter sich.

  • BEHINDERTE

    Ein Schiff, dessen Einrichtung speziell auf die Bedürfnisse von Behinderten zugeschnitten ist, gibt es jetzt in Holland. Von Maastricht aus können Tagesausflüge nach Lüttich, Fahrten auf der Maas und allgemeine Rundfahrten unternommen werden.

  • Recht im Alltag

    Rundfunk verklagt

    Über das Fernsehprogramm hat sich jeder schon mal geärgert. Den einen langweilen die vielen Quiz- und Unterhaltungssendungen, dem anderen hängen die Politikmagazine zum Hals heraus; der eine wünscht sich jeden Abend einen harten Krimi, der andere würde Kriminalfilme am liebsten ganz aus dem Programm streichen; einige möchten mehr und lehrreichere Sendungen für Kinder, andere halten das Fernsehen für ein Verbrechen an der kindlichen Seele und möchten es eigentlich ganz verbieten.

  • ZEITLUPE 20

    Die Schrecken am Ort nacherleben

    Wer geglaubt hat, daß die Vergangenheit nach dreißig Jahren nun endlich bewältigt sei, muß durch die Reaktion auf Holocaust „enttäuscht“ worden sein.

  • Flugzeugtechnik

    Neue Beine für Jets

    Gelassen liest so mancher „Vielflieger“ seine Zeitung auch dann noch, wenn der komfortable Jet plötzlich, nach dem Aufsetzen auf die Landebahn, wie von Riesenfäusten geschüttelt wird.

  • Agrarmarkt

    Orangen aus dem Fluß

    An der Mésima lagern die Zigeuner. Sie lauern mit großen Netzen nur ein paar tausend Meter nördlich der Stelle, an der Europas größtes Mahnmal für wirtschaftliche Fehlplanung steht – die verödete Infrastruktur für das in Kalabrien projektierte, aber nicht mehr realisierbare staatliche italienische Stahlwerk Gioa Tauro.

    Von Aufnahme: Af

  • Die jüdische Sportbewegung im „Dritten Reich“

    „Max Schmeling schlägt Hitler k.o.“

    Das Kontrastprogramm war teilweise schon verwirklicht: „Wir wollen wieder ein Muskel-Judentum schaffen.“ Diese Devise wurde beim zweiten zionistischen Weltkongreß 1898 in Basel verkündet.

  • Lohnrunde

    Nicht mehr um das letzte Zehntel kämpfen

    ZEIT: Herr Janßen, Vertrauensleute in der Stahlindustrie fordern, Hans Janßen und andere Spitzenfunktionäre der IG Metall müssen weg, weil das Streikziel nicht erreicht wurde.

  • Jugendaustausch

    „Es ist für uns sehr interessant“

    Sowjetische Studenten zu Gast in der Bundesrepublik: Höflich und zurückhaltend

  • Alles unter einem Dach

    Die erste Begegnung ist sensationell. Da fliegt man eineinhalb Stunden lang und sieht nichts als tiefblauen Himmel und dichte flockige Wolkenwatte, hat bereits die triste Vorahnung, daß es „da unten“ im Süden kaum weniger trostlos verhangen sein werde als im bundesrepublikanischen Norden – und graut sich.

  • Unser Land ist elternfeindlich

    Sie sind die größte Gruppe mit gemeinsamen Interessen und gleichem Status in der Republik, das hat aber unsere Politiker bis heute nicht daran gehindert, sie in unserer Gesellschaft am meisten zu benachteiligen: die rund 38 Millionen Eltern, die gemeinsam oder allein etwa fünfzehneinhalb Millionen Kinder unter 18 Jahren aufziehen.

  • Zoologie: Warum Hirsche das Geweih abwerfen

    Zeichen der Schwäche

    irsche legen sich nicht immer wieder ein neues Geweih zu, nur um eventuell eines Tages besondere Aufmerksamkeit in der Trophäensammlung ihres Jägers zu erwecken.

  • SKIRENNEN

    Spektakel um nichts?

    Die meisten Wintersportplätze scheuten bisher weder Mühe noch Kosten, um Schauplatz großer skisportlicher Wettkämpfe zu werden.

  • Das Krankenhaus als Kunstakademie? Ausbeutung schizophrener Menschen für den Markt? Kunst aus Manie oder Depression

    Mit Pille und Pinsel

    Leo Navratil: „Johann Häuser“ und „Gespräche mit Schizophrenen“ / Von Ernst Klee

  • Auf der Sklaveninsel: Ein Fußtritt für die Fremden

    Es begann so harmlos. Wir, ein paar Dutzend Finnen und Deutsche, fahren mit einem motorisierten Rettungsboot des komfortablen Kreuzfahrtenschiffs „Finnstar“ von Dakar hinüber zur Insel Gorée, deren Name, heißt es, nur eine Abkürzung ist und eigentlich „Goldene Reede“ lautet.

  • Nur noch fünftausend Tiger in Freiheit

    Oft leben sie von Fröschen

    Beinahe dreißig Jahre habe ich Tiger gezüchtet, habe sie alle regelmäßig gesehen. Aber nur ein Tiger war darunter, der mich, wenn ich herankam, stets nach Tigerart begrüßte, indem er die Luft zwischen den geschlossenen Oberlippen hinausstieß.

  • Kritik in Kürze

    „Kunst und Kultur im deutschen Faschismus“, herausgegeben von Ralf Schnell. Das Buch, sorgfältig gearbeitet, mit einer Ausnahme, dem verschwätzten Text „Zum Problem der Sprachkritik“, setzt frei, daß Hitlers Kunst- und Kulturprogramme in keiner Weise derart vom Himmel gefallen sind, wie es eine sich restaurierende Bundesrepublik gewollt hat.

    Von Christa Rotzoll

  • J.M-M.: Schade!

    Der Pariser Kurier, die zweisprachige deutsche Zeitung, die alle vierzehn Tage erscheint, hat das Zweite Deutsche Fernsehen kritisiert, und man muß diese Kritik hervorheben, weil sie von Leuten kommt, die etwas von der Sache verstehen.

  • Liegt in Mittelamerika der größte Ölschatz der Erde?

    Schwarzes Meer unter Yucatan

    Für die spanischen Eroberer, die Conquistadores, war es ein uninteressantes, ungesundes Niemandsland, das sie auf dem Weg zu den Schätzen des Aztekenreiches links liegen ließen.

  • Gesellschaft
  • Mönch Heyme und Strichmännchen Hamlet

    Theater: Hansgünther Heyme und Wolf Vostell inszenieren Shakespeare am Kölner Schauspielhaus

    Von Helmut Schädel

  • Holocaust und die Folgen: Heinrich Böll, Dieter Forte, Fritz J. Raddatz melden Zustimmung und vehementen Widerspruch an

    Politkitsch? Geschichtshilfe? Tränenseligkeit?

    Lodemann: Sie haben mit einigen anderen namhaften Autoren den Fernsehanstalten gesagt, daß sie Holocaust möglichst bald im Ersten Programm wiederholen sollten.

  • Theater: Erich Wonders „Rosebud“

    Death Destruction & Düsseldorf

    Das Theater kann wie eine Höhle sein oder ein Bunker; ein dunkler, fensterloser Raum, abgeschirmt von Licht und Lärm, von den Ereignissen draußen; eine geheimnisvolldüstere Gegenwelt, in der die Theaterleute, Höhlenmenschen, sich mit rätselhaften Zeichen verständigen, nach einer Zeitrechnung leben, die außerhalb der Höhle längst außer Kraft gesetzt ist.

  • Fernseh-Kritik

    Frommes Potpourri

    in symptomatischer Fall. Da gibt es, Irgendwo im tiefen Land, wo die Menschen ein rollendes „R“ sprechen, einen bescheidenen Ort.

  • Fernseh-Vorschau

    Shakespeares Gedächtnis

    Auf „Shakespeares Eiland“ endete (und strandete) damals, im Winter 1976, der Berliner Schaubühne erste Expedition zu Shakespeare: „Shakespeares Memory“, der zweiteilige, insgesamt achtstündige Versuch, mit „Bildern und Texten aus der Welt Shakespeares“ das Theater und die Wissenschaft vom Theater miteinander zu versöhnen, mündete in ein ziemlich schreckliches Potpourri bekannter und beliebter Shakespeare-Szenen.

  • Kultur
  • Zeitmosaik

    Arr, di Arr, di Arrckitucktnjarr, di sünd tautal pfarrucktn. Pauhn onz euburoll Quaduren, vo se gurrnücht henngehuren. Vn demn Hurrz büsz ze denn Ullpn snd di Häusur steitz di sullpn.

  • Theodor Fontane:

    Der Stechlin

    Es Ist ein Bild seiner täglichen Arbeit: Der alte Herr hat zu schreiben aufgehört, sieht zu seiner Frau hinüber, die, in unwirscher Konzentration, seine Manuskripte ins reine überträgt.

    Von Der Stechlin

  • Als Jüdin in Berlin

    Den unbesungenen Helden

    vorlegt. Es ist der ganz normale Alltag eines Kindes aus einer typisch deutschen Mittelstandsfamilie, in welche die Hitler-Ära einbricht.

    Von Aufnahme: Südd. Verlag

  • Rassismus

    Ein rechtes Gruselkabinett

    Im Jahr 1871 gelang es der neugegründeten Deutschen Anthropologischen Gesellschaft, die verfügbaren Statistiken aller Schädelformen in Deutschland zu speichern; ein Jahr später fügte sie Angaben über Haar- und Augenfarbe hinzu.

    Von Hermann Glaser

  • Demokratischer Sozialismus

    Ohne Osteuropäer

    Ein Vergleich bietet sich an zwischen drei Sammelbänden über die geistigen und politischen Probleme der Sozialdemokratie – zwischen Richard Löwenthal „Sozialismus und aktive Demokratie.

    Von Francis Bondy

  • Vor-Faschismus

    Ehe Hitler kam

    Sie nannten sich in Abgrenzung von Apologeten des Wilhelmischen Deutschland „Jungkonservative“, „Stimme der Jungen“, „Front der Jungen“ – doch sie waren jugendliche Greise und wandten sich energisch gegen alles Moderne: gegen die moderne Industriegesellschaft ebenso wie gegen liberal-demokratischen Parlamentarismus.

    Von Gottfried Nledhart

  • Ausstellung George Segal in San Franzisko

    Tableaux in Gips geronnen

    An der Wand hängt ein abstrakt expressionistisches Bild, große Gestik in Grauweiß bis Schwarz. Davor steht eine Skulptur, Gips rauh über Maschendraht gespachtelt, eine männliche Figur mit untergeschlagenen Armen, mehr Prototyp als Individuum.

    Von Petra Kipphoff

  • Von ZEIT-Mitarbeitern

    Sybil Gräfin Schönfeldt: „Sonderappell – 1945: Ein Mädchen berichtet“. Der Anlaß war ein ZEIT-Artikel, der vor vier Jahren erschienen ist: „1945 war das Jahr der Frau“.

  • Neo-Nazismus

    Der noch fruchtbare Schoß

    Die deutsche Unsicherheit bei der Einschätzung rechtsextremistischer Gruppierungen zeigte sich in den Wochen nach dem „Holocaust“-Schock deutlicher als sonst: Angesichts umfangreicher Waffenfunde bei neonazistischen „Wehrsport-Gruppen“ war Nordrhein-Westfalens Polizei „überrascht“; die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wies darauf hin, daß die Gefahr von rechts „unterschätzt“ werde.

  • Weniger wäre mehr

    Eine Frauensaga

    Das ist erst die eine Geschichte: Mira „war als Kind sehr selbständig“. Was ihr jedoch schnell abgewöhnt wurde: durch Liebesentzug, strenge Reden und ein langes Seil, an das man sie band, um ihren Freiheitsdrang auf einen überschaubaren Radius zu beschränken.

    Von Manuela Reichart

  • „Botschafter der neuen israelischen Musik“: das Tel-Aviv-Streichquartett

    Von etwas bewegt werden

    Sie spielen zusammen seit über fünfundvierzig Jahren. Sie balgten am Strand und in den Straßen von Tel Aviv, wo sie gebaren wurden und aufgewachsen sind, sie verloren einander nicht aus den Augen, als sie aufs Konservatorium kamen, behielten auch Kontakt, als sie zur Akademie und Universität wechselten, und selbst als Studenten der New Yorker Juilliard School konnten sie sich wenigstens ab und zu verständigen.

    Von Heinz Josef Herbort

  • Neues aus der bayerischen Kulturlandschaft

    Mir san die mehreren!

    Allen, die ihm glauben wollten, übermittelte Oberbürgermeister Erich Kiesl im Münchner Stadtanzeiger die beruhigende Nachricht: „Ein Kulturkampf hat nicht stattgefunden.

    Von Helmut Schneider

  • Ein Studienrat schwadroniert

    Die Maus im Mann

    Das Ende war zwar offengeblieben, aber nicht unbestimmt, es lag in der Konsequenz der Geschichte vom „Schleiftrog““ (ZEIT 27.

    Von W. Martin Lüdke

  • Kunst ist eine sozialpolitische Notwendigkeit, kein Minoritätenprogramm

    Museum als wunderbare Waffe

    Das „gesunde Volksempfinden“ probt wieder einmal den Aufstand. Die unheilige Allianz potentieller Bilderstürmer reicht von „Quick“ auf der einen, bis zu den Vulgärmarxisten auf der anderen Seite des politischen Spektrums.

    Von Karl Ruhrberg

  • „Preußenfreundlich“

    In meiner am 2. 3. 1979 in der ZEIT abgedruckten Rezension „Kein Wunder / Warum Friedrich siegte“ über die Bücher von Johannes Kunisch und Hans Bleckwenn steht ein sinnentstellender Satzfehler.

  • Antimemoiren aus der DDR

    Abendlicht

    In meinem siebenten Lebensjahr verreiste ich mit meiner Mutter, es war das einzige Mal, daß ich mit ihr allein verreiste, ich hatte eines Tages einen unbestimmten Schmerz verspürt und begann zu hinken, der Hausarzt sprach von der Möglichkeit einer Hüfttuberkulose, es sei nur ein Verdacht, aber er riet zum Sanatorium des Professors Weidner in Loschwitz bei Dresden.

    Von Stephan Hermlin

  • Der Film der Zukunft: Weder Hollywood-Perfektion noch grauer Fernsehstandard

    Kino ist Reisen, Reisen ist Kino

    Das Kino, von allen Formen der Kunst die jüngste, ist 85 Jahre alt. Nach menschlichen Maßstäben hat es sein Sterbealter erreicht, nach denen der anderen Kunstarten nicht einmal seine Flegeljahre.

  • Filmtips

    „Teufelskreis Alpha“ von Brian de Palma, der sich in seinen letzten Filmen („Schwestern des Bösen“, „Schwarzer Engel“, „Carrie“) auf parapsychologische Thriller spezialisiert hat.

    Von Hans C. Blumenberg

  • Die neue Schallplatte

    Thomas Augustin Arne: „Acht Ouvertüren“. Er war Kapellmeister in Covent Garden und komponierte außer 30 Opern auch das „Rule Britannia“, war Doktor der Universität Oxford und Ehemann einer der gefeierten Primadonnen der damaligen Oper.

  • Ohne Laser, Rauch und Glitzereffekte: die Rock-Gruppe „Dire Straits“

    Plötzlich die große Karriere

    Noch lassen sie nicht alles mit sich machen, und die leise Tapferkeit, mit der sie sich gegen sklaventreiberische Vermarktung wehren, ihre musikalische wie menschliche Identität nicht aufgeben wollen, ist zu bewundern.

    Von Werner Burkhardt

  • Jean-Baptiste Simeon Chardin zum 200. Todestag

    Im Namen der Dinge

    Jean Simeon Chardin hat noch nie eine Gesamtausstellung gehabt. Der Stilleben- und Genrekünstler, der Dekorateur und Pastellporträtist ist immer nur mit Teilen seines Schaffens gewürdigt worden.

    Von Günter Metken

  • Die afrokubanischen Religionen in Miami

    Hubert Fichte zahlt zu den eigenwilligsten und schwierigsten Schriftstellern der deutschen Gegenwartsliteratur. Von seinem 1968 erschienenen Roman „Die Palette“ an löst sein Werk Dispute aus, Ablehnung wie Bewunderung.

  • Länderspiegel
  • Saarland

    Die Welt ist weggegeben

    Es war die 300. Ministerratssitzung dieser Legislaturperiode, und daß es laut Tagesordnung die „300. ordentliche Sitzung“ war, merkte man dann auch an jenem denkwürdigen Dialog, in dem der eine Lehrer dem anderen Lehrer eine schlechte Note erteilte.

    Von Heinz Mitdrkh

  • Radio Bremen

    Alle warten auf ein Machtwort

    Der SPD-Entwurf für ein neues Rundfunkgesetz für Radio Bremen hatte dessen Chefredakteur Gert ‚ von Paczenskyauf die Palme gebracht.

    Von Hansrjeachim Kiniel

  • Dreikönigsreliquien

    Hat die Legende doch recht?

    Was selbst unerschütterliche „Königstreue“ in Köln kaum zu hoffen wagten, ist so gut wie gewiß: Die im Dom gehüteten Reliquien der Heiligen Drei Könige sind vermutlich sehr viel älter und damit „echter“, als bis jetzt angenommen wurde.

  • Schleswig-Holstein vor der Landtagswahl

    Nicht gut zu sprechen auf die Männer

    Zwei Frauen nahm SPD-Spitzenkandidat Klaus Matthiesen in seine Regierungsmannschaft, und sollte er nach dem 29. April Schleswig-Holsteins neuer Ministerpräsident sein, werden zu seinem Kabinett die Bundestagsabgeordnete Heide Simonis und Cornelie Sonntag, NDR-Redakteurin, gehören.

    Von Viola Roggenkamp

  • Zahnärzte

    Werbespots auf Krankenschein

    Werbespots im Fernsehen, Handzettel mit politischen Kampfansagen in Wartezimmern, Parteipropaganda für Patienten ... in den letzten Jahren kümmerte sich die Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein (KZV) nicht nur um kranke Zähne, sondern auch um das politische Wohlbefinden der Patienten.

  • „Überflüssig wie ein Kropf“

    Wenn Bauer Franz Kraft mit dem Trecker über seinen Hof rollt, hört er manchmal Düsengeheul aus dem alten Motor dringen. Er riecht Kerosingestank und fühlt hinter seinem Rücken den Luftzug startender Flugzeuge.

  • unzugeordnet
  • Zu Land, zu Wasser, in der Luft

    Viele Wege führen nach Rom – ein Satz, dessen große Bekanntheit nicht zuletzt daher rührt, daß er so ziemlich auf alles Anwendung findet.

    Von Michael Sagurna