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Ausgabe 17/1979

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Chomeinis Regime in der Krise
Ursprünglich sollte der Entwurf einer Verfassung für die neue islamische Republik in den nächsten Tagen vorgelegt werden. Wegen interner Probleme des Chomeini-Regimes wird der Verfassungsentwurf jedoch noch einige Zeit – die Regierung spricht von etwa zwei Monaten – auf sich warten lassen; die Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung werden entsprechend verzögert.
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Gerd Bucerius zu Fragen der Zeit
Die Obsessionen des Herbert Wehner
Der Bundespräsident ist in Schutz zu nehmen vor den neuesten Interpretationskunststücken von Herbert Wehner. Der hat sich an einer Rede des Bundespräsidenten geübt; nicht einer beliebigen Rede, sondern der Rede zum 17.
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Wolfgang Ebert
Wo ist bitte links?
Neulich wollte ich wieder einmal alle meine linken Freunde zu einer Party einladen, um mit ihnen über aktuelle Probleme der sozialistischen Internationale zu plaudern.
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Pressepolitik in der DDR
Das Osterei aus Ost-Berlin
Die neuen Bestimmungen sind vor allem gegen die westdeutschen Korrespondenten gerichtet
Von Marlies Menge
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BONNER BÜHNE
Kontrastprogramme
Der FDP-Vorsitzende Genscher wird am nächsten Wochenende von seinem Erholungsurlaub auf den Kanalinseln zurückkehren – rechtzeitig zum Endspurt im schleswig-holsteinischen Wahlkampf; er wird als Redner auf einer Kundgebung am 26.
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Worte der Woche
„Die Vollendung der Einigung des deutschen Volkes und Deutschlands ist nur denkbar in einem solchen zwischen den Verteidigungsbündnissen zustande kommenden vereinigten Europa.
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Uganda jagt Idi Amin
Um den vorrückenden Truppen der Tansanier und Exil-Ugander zu entgehen, war Idi Amin mit seinen letzten Getreuen nach Jinja, der 70 Kilometer von Kampala entfernten, zweitgrößten Stadt von Uganda ausgewichen.
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Raketenrüstung
Vom Kreml übervorteilt?
Washington erwartet den Abschluß eines zweiten Abkommens mit der Sowjetunion über die Begrenzung der strategischen Rüstung (Salt II).
Von Lothar Ruehl
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Am Ende der Ära Breschnjew
Vor zwei Jahren schalteten die sowjetischen Behörden dem Schriftsteller und Regimekritiker Wladimir Woinowitsch das Telephon ab.
Von Christian Schmidt-Häuer
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Zeitspiegel
Der Klub der Alten im Kreml bleibt exklusiv. Der Polit-Benjamin Jakow Rjabow, 1976 mit nur 48 Jahren zum ZK-Sekretär ernannt, galt damals als Symbolfigur für den beginnenden Generationswechsel.
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Sie photographieren für Pullach, sie legen Karteien an, sie geben unbeschränkt Auskunft: Grenzschützer gefährden die Demokratie...
Verfassungsbruch per Amtshilfe
Die jüngste Offenbarung fragwürdiger Praktiken bei der Zusammenarbeit zwischen dem Bundesgrenzschutz und den Geheimdiensten könnte beinahe Freude erregen.
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„Viva el compañero“
Santo Domingo besitzt seit einigen Monaten einen internationalen Flughafen, Aeropuerto de las Americas, gebaut mit Blick auf die erhofften Touristenströme aus Europa.
Von Horst Bieber
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Karl Klasen
Der Steuermann
Man fragt sich, warum der Bundesbankpräsident Karl Klasen eigentlich pensioniert worden ist. Im Grunde war es ganz witzlos: Seine Freunde sehen ihn auch jetzt nie.
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...Innenminister Baum will den Wildwuchs der Überwachungsbehörden beschneiden: „Wir wollen keinen gläsernen Menschen“
Schutz vor den Staatsschützern
An den Grenzen des Rechtsstaats Bundesrepublik wachen Verfassungsschutz und Nachrichtendienste. Jetzt ist bekanntgeworden, daß der Bundesgrenzschutz auf Ersuchen des Pullacher Bundesnachrichtendienstes (BND) Pässe mit Visastempeln von Reisenden in Länder des Warschauer Pakts Photographien – der jüngste in einer ganzen Reihe von Amtshilfe-Skandalen.
Von Gunter Hof mann
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Südscheswigscher Wählerverband
Der „Königsmacher“ von Kiel?
Karl Otto Meyer, der Vertreter der Dänen, könnte den neuen Regierungschef küren
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DOKUMENTE ZUR ZEIT
„Schutz vor Belästigungen“
Die DDR gibt allen ausländischen Journalisten breiteste Möglichkeiten, ihrem beruflichen Auftrag nachzukommen und mit ihrer Berichterstattung, so wie es in der Schlußakte von Helsinki heißt, „zur Stärkung des Friedens und der Verständigung zwischen den Völkern und zur geistigen Bereicherung der menschlichen Persönlichkeit beizutragen“.
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Libysche Weltpolitik
Die Drahtzieher von Tripolis
Bis zur Flucht des Diktators sollen 800 bis 2000 libysche Soldaten an Amins Seite gekämpft haben. „Sie waren jung, arrogant und undiszipliniert“, berichtete ein Flüchtling, der sich nach Nairobi durchschlagen konnte.
Von Josef Joffe
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Rhodesien und Namibia
Wahlen unter Waffen
Unter anderen Umständen wäre die nachösterliche Woche als ein historischer Einschnitt in die Annalen Rhodesiens eingegangen.
- Wirtschaft
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Forderungen der Dritten Welt
In der kommenden Woche will die Bundesregierung in Schloß Gymnich ihre Marschroute für die 5. UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) festlegen, die vom 7.
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Eurogeldmärkte
Berlin statt Luxemburg?
Die Phantasie seriöser Bankiers trieb die schönsten Blüten. Ihre Gedanken kreisten um eine neue Rolle von Berlin – die ehemalige Reichshauptstadt als neuer, internationaler Bankplatz, als Zentrum der Eurogeldmärkte.
Von Rudolf Herlt ,
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Immobilien
Briten warfen das Handtuch
Als in den Jahren 1972 und 1973 englische Immobilienunternehmen und Pensionsfonds daran gingen, Teile der Hamburger Innenstadt systematisch aufzukaufen, zahlten sie Preise, von denen die Grundeigentümer bisher nur geträumt hatten.
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MANAGER UND MÄRKTE
Just in der größten Erfolgsphase der Airbus Industrie – vor Ostern wurden innerhalb von acht Tagen 55 Flugzeuge verkauft – hat das Unternehmen Management-Probleme.
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Zeitliches aus Großbritannien
Gentlemen unter sich
Kleine Ursache – große Wirkung – das ist ein häufiges Kennzeichen der Arbeitsunruhen in britischen Betrieben. Weil an ihrem neuen Teeraum im Rover-Werk bei Birmingham keine Tür angebracht war, verließen 167 Arbeiter das Montageband.
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Die Sparförderung aushungern
ZEIT: Herr Minister, für einen raschen Abbau der Staatsverschuldung plädierten nicht mehr nur die Opposition und die Freien Demokraten, sondern mit einemmal auch Ihre SPD-Bundestagsfraktion.
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Entwicklungshilfe
Viel Geld, wenig Hilfe
Am Geld liegt es nicht, wenn es den Ländern der Dritten Welt gegen Ende dieses Jahrzehnts kaum viel besser geht als zu Beginn.
Von Aufnahme: Gerhard Ludwig
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Börsen-Report
Warten auf Ausländer
Offiziell wird die geringe Geschäftstätigkeit in den deutschen Börsensälen noch immer mit den Nachklängen des Osterfestes entschuldigt.
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Naher Osten
Der Friede wird teuer
Als die Ägypter am Tag nach Unterzeichnung des Friedensabkommens aufwachten, konnten sie den Zeitungen entnehmen, daß sie alle davon profitieren sollen, daß das Land am Nil nun einen Teil seiner drückenden Rüstungslasten los wird: Am Morgen des 27.
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BONNER KULISSE
Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen versucht der bayerische Ministerpräsident, Franz Josef Strauß, eine vermeintlich schon ungefährdete Politik der Bundesregierung im Bundesrat doch noch zu Fall zu bringen und zum zweiten Mal droht er damit auf die Nase zu fallen.
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Wie reagieren unsere Nachbarländer auf das Unglück von Harrisburg? In Frankreich gibt es nur wenig Proteste gegen Kernkrafwerke. Warum?
Keine Angst vor dem Atom
Den 19. Dezember 1978 werden die Franzosen so schnell nicht vergessen. Schon heute sprechen sie vom „schwarzen Dienstag“. Eine Bezeichnung, die wörtlich zu verstehen ist; denn an jenem kalten Wintermorgen gingen genau um 8 Uhr 27 im ganzen Land die Lichter aus.
Von Klaus-Peter Schmid
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Frage der Konditionen
Ehrenberg: Ich halte diesen Vorschlag schon deshalb für gut, weil ich selbst ihn bereits vor fünf Jahren, als wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, gemacht habe, Und es wundert mich eigentlich, daß die öffentliche Resonanz jetzt wieder so ist wie damals.
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Protektionisten abgeschlagen
Es ist ein zufälliges Zusammentreffen, aber vielleicht gerade deswegen besonders symbolträchtig: Die Eröffnung der diesjährigen Messe in Hannover, der größten Industrieschau der Welt, fällt zusammen mit dem Ende einer anderen internationalen Mammutveranstaltung, der „Tokio-Runde“.
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Reifenindustrie
Der Kunde – ein Depp
Die Werbebotschaft klingt banal: Die Continental Gummi-Werke garantieren, daß ihre Reifen „in Sicherheit und Fertigungsgenauigkeit den hohen Anforderungen der Automobilhersteller entsprechen“.
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Euromarkt – das unbekannte Wesen
Im Eurogeldmarkt werden Guthaben kurzfristig ausgeliehen, die auf Dollar, Mark oder Schweizer Franken lauten. Mindestens einer der an einem Euro-Kreditgeschäft teilnehmenden Partner ist im Hinblick auf die gehandelte Währung Devisenausländer.
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Westwährung im Osten
Dann wäre die Hölle los...
Regeln, wie sie auch „in anderen sozialistischen Staaten gelten“, hat die DDR-Führung den Millionen Bürgern oktroyiert, für die der Besitz der D-Mark so etwas wie ein Billett in die kleine Freiheit, den Intershop, war.
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Kür mit vielen Patzern
Joachim Zahn, Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG, wurde am 24. Januar 1914 geboren. Insoweit kam es auch für den Aufsichtsrat des Stuttgarter Automobilkonzerns nicht überraschend, als Zahn im Januar dieses Jahres mit einem Massenaufgebot an Wirtschafts- und Polit-Prominenz die Vollendung seines 65.
Von Richard Gaul
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Vereinigte Staaten
Ein Mann der flotten Sprüche
Amerikas Lohn- und Preiswächter Alfred E. Kahn kämpft gegen Windmühlenflügel
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Gespräche am Bankschalter
Notenbanken sichern den Goldpreis ab
Viele Banken empfehlen ihrer Kundschaft, einen Teil ihrer Ersparnisse in Gold anzulegen. Dies nicht zuletzt mit dem Argument einer sich beschleunigenden Geldentwertung.
Von Ihr Securius
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Firmen und Fakten
Ursache für diese Bewertung sind die anhaltenden Diskussionen über eine angebliche „Prospekthaftung“, die gegenüber jenen Banken geltend gemacht werden soll, die den Börseneinführungsprospekt für die aus der letzten Kapitalerhöhung stammenden jungen Aktien unterzeichnet haben.
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Zu Rolf Stödters 70. Geburtstag
Ein Jurist als Kaufmann
Otto Erich von Hartleben beginnt eine seiner possierlichen Geschichten so: „Er war ein Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.
Von Gerd Buceriti»
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Ein Monat EWS
Die Letzten sind die Ersten
Dem fliegenden Start des Europäischen Währungssystems (EWS) Mitte März fehlte jede historische Dimension. Unterstützt von einem relativ starken Dollar (1,90 Mark nach Ostern, das entspricht einer Mark-Abwertung seit Oktober 1978 um rund zehn Prozent) und Überschüssen in der Leistungsbilanz von Frankreich und Italien, stellte es gleich im ersten Monat seines Daseins alle Lehrbuchweisheiten auf den Kopf.
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Ob Valium und Librium in der Bundesrepublik billiger werden, ist nach mehr als vier Jahren Streit noch ungewiß
Eine Berliner Posse
Das Kartellverfahren gegen die Firma Hoffmann-La Roche, mit dem eine Senkung der Preise für die Beruhigungsmittel Valium und Librium erreicht werden soll, ist zum Schlüsselfall für die Mißbrauchsaufsicht über marktbeherrschende Unternehmen geworden.
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Schweiz
Rückkehr eines Spekulanten
Helvetiens Finanzwelt war baß erstaunt. Die Rückkehr von Werner K. Rey kam völlig unerwartet. Zwei Jahre nach seinem Übernahmecoup beim traditionsreichen Schweizer Sclruhkonzern Bally hat der 35jährige Financier wieder zugeschlagen und die Metallwerke Selve AG in seinen Besitz gebracht.
Von Alexander Mayr
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Besser unter der Erde
Bonner Studie: Unterirdische Anlagen teurer aber sicherer / Von Wolf gang Hoff mann
Von Wolf gang Hoff mann
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BUCH DER WOCHE
Daß auch „Umwelt“ ein knappes Gut ist, mit dem man ökonomisch umgehen muß, ist erst seit wenigen Jahren in das Bewußtsein der Öffentlichkeit gerückt worden.
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Übernahmekampf
Angriff als Verteidigung
Für die F. W. Woolworth Company könnte das hundertste Jahr auch das letzte als unabhängiges Unternehmen sein. Wenn sich nämlich die Pläne der Brascan Ltd.
Von Jes Ran
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Über 700 000 unverkaufte Farbfernsehgeräte liegen auf Halde. Die deutschen Hersteller machen Kurzarbeit
Mit neuen Kisten aus der Krise?
Der frühere Grundig-Vertriebschef Josef Stoffels sprach immer vom „Bayern-München-Effekt“, wenn er die besondere Situation seines Unternehmens in der Branche verdeutlichen wollte: Jede Schwäche, die sich der Marktführer leistet, jeder Ärger, den er sich mit seinen Verkaufspraktiken einhandelt, jeder Mißerfolg, und sei er auch noch so klein, wird von der Konkurrenz ebenso wie vom „Partner“, dem Handel, weidlich ausgeschlachtet und aufgebauscht.
Von Hermann Bößenecker
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Dreimal Babcock
Mit dem Reaktorunfall von Harrisburg im US-Staat Pennsylvania ist ein Firmenname ins Gerede gekommen, den es nicht nur in den USA gibt: Babcock & Wilcox.
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ZEITRAFFER
Nach den „fünf Weisen“, die in ihrem Wirtschaftsgutachten eine Inflationsrate von 3,5 Prozent für 1979 voraussagen, zerbrechen sich auch andere Beobachter der deutschen Wirtschaftsszene die Köpfe über dieses Thema.
- Wissen
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Weiter wohnen wie gewohnt?
Anregungen für Mieter, Architekten und Bauherren aus einer „Werkbund“ -Ausstellung
Von Manfred Sack
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Heiße Suppe
Was viele eingebrockt haben, sollte nicht einer allein mit Schaden und Schmerzen auslöffeln müssen, mag Ernst Albrecht denken.
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Die Gesellschaft der harten Herzen
Minderheiten haben es in Deutschland nie leicht gehabt. Das Mildeste, was ihnen blüht, ist unsere Gleichgültigkeit: daß wir sie ignorieren.
Von Katharina Zimmer
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Sie mauern wieder
Das Ostberliner SED-Regime ist mit seiner rigorosen Einschränkung der Arbeitsmöglichkeiten für westliche Pressekorrespondenten in die Eiszeit des vorigen Jahrzehnts zurückgefallen.
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Idi Amin – ab mit Schaden
Nach acht Jahren unrühmlicher Herrschaft über Uganda ist Idi Amin gestürzt worden: ein grotesker, grausamer, blutbesudelter Diktator.
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Unheilige Ordnung
Die Briten haben wieder einmal die Nerven behalten. Obwohl den Politikern nach dem Sturz der Regierung Callaghan nur fünf Wochen bis zur Wahl am 3.
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Zur Brust genommen
Alle haben Babys gern, klar doch, und alle wollen nur ihr Bestes. Die Lebensmittelindustrie zum Beispiel vertritt mit Freuden Mutters Brust, wenn diese, aus welchen Gründen auch immer, versiegt.
Von Günter Haaf
- Reisen
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Zu Fuß durch den Grand Canyon
Unter uns schlängelt sich der Colorado River im Morgenlicht. Es ist sieben Uhr und das kleine Sportflugzeug surrt über das Kaibab-Plateau des Grand Canyon.
Von Günter Müller
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Der Garten Eden im Kratergrund
Pelikanschwärme tauchten in die bizarren Abendwolken am Horizont, schwarze Punkte, aufgereiht wie Perlenketten, die sich irgendwo zwischen Gelb und Gold im Nichts verloren.
Von Sibylle Zehle
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Frühlingsspitzen
Straußenfarm: Pro Zentimeter eine Mark kostet der Kursus, mit dem man in Sankt Englmar die Kunst des Bauernstraußbindens studieren kann; vierzig Zentimeter hoch ist das dekorative Bündel nach Abschluß der vierstündigen Lektion.
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Amerika via Amtrak
Die US-Eisenbahnen sind mit ihrem Familienpaß eine attraktive Alternative zum Flugzeug geworden
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Über die Kuppen der Rhön ins Bocksbeutel-Revier
Theobaldshof, ein kleines Dörfchen unweit Tann, liegt morgens um elf vergessen und verschlafen da. Die Nähe der Grenze ist deutlich zu spüren.
- Auto
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ZEIT-Autotest
Im Frühstau zu Berge
Die wieder ZEIT-Fahren“, beschlossen unsere Autotest-Teams, konfrontiert mit den Erkenntnissen des (ansonsten für das Auswärtige Amt tätigen) Kybernetikers Edmund F.
Von Klaus Viedebantt
- DIE ZEIT
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Freizeit-Sport
Spiel ohne Grenzen
Am Trimmwesen soll die Nation genesen. Fitneßapostel und die Leitfigur „Trimmy“, inzwischen fast uneingeschränkt anerkannter Reparateur von Zivilisationsschäden, bestätigt sich auch im neunten Jahr der großen Aktion des Deutschen Sportbundes (DSB) wieder als ein Wegbereiter der Volksgesundheit.
Von Harald Pieper
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Vor 21 Jahren wurde die EG gegründet. In wenigen Wochen wählen wir ein Europäisches Parlament. Doch „Europäische Unternehmen“ gibt es bisher kaum. Eines davon steht vor der Scheidung.
Zehn Jahre und zerrüttet
Am Anfang war der Glaube, der Glaube an Europa, und die Überzeugung, daß die Flugzeugindustrie der Alten Welt sich gegen die übermächtige Konkurrenz aus der Neuen Welt nur behaupten kann, wenn sie sich zu grenzüberschreitenden europäischen Unternehmen zusammenschließt.
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INFORMATION • HINTERGRUND
Billige Tickets sind oft teurer
Immer mehr Reisende sind nicht mehr bereit, die regulären Preise für Flugtickets der als renommiert geltenden IATA-Fluggesellschaften zu bezahlen.
Von Jürgen Gröning
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Mineralien
Schätze in den Bergen
wohl etwas schwierig und teuer finden. Das Buch wendet sich an den Mineralienfreund, der sein Hobby mit wissenschaftlichem Ernst betreibt – ohne Mineraloge zu sein – und sich speziell mit den Alpen beschäftigt, dem wohl größten und artenreichsten Fundgebiet in Europa.
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Sehfehler bei Säuglingen
Nur ein leichter Silberblick
Wenn Mütter, Väter oder Großmütter sich über die Fortschritte ihrer Sprößlinge unterhalten, dann reden sie merkwürdigerweise so gut wie nie über das Sehenkönnen.
Von Reinhard Kaden
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Für Spieler
Spiel mit Schlumpf
Die Schlümpfe, das wird wohl kaum jemand bestreiten, sind so ziemlich die dümmlichsten Figuren aus der Presse kunststoffverarbeitender Spritzmaschinen.
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Erforscht und erfunden
Das dubiose Antikrebsmittel Laetril, ein Kernextrakt aus Pfirsichen, Aprikosen und Bittermandeln, ist – „auf welchem Wege auch immer“ – hierzulande auf dem Markt, wie die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft vor einem Jahr lakonisch konstatierte.
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Theater in Stuttgart: über Christof Nels Inszenierung von Genets „Balkon“ und über Peter Sattmanns „Open End“
Die Papierblumen des Bösen
Der einzige Schrecken bei der Wiederbegegnung mit Genet: daß jeglicher Schrecken ausblieb. Genets Stücke, so scheint es, sind kein Ärgernis mehr – ein Gegenstand der Furcht weniger als einer der Ehrfurcht.
Von Benjamin Henrichs
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Urlaub mit eigenem Pferd
Die Zahl der Reitsportler, die ihr eigenes Pferd satteln, ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Bauernhöfe und Reitställe haben sich darauf eingestellt und bieten zusehends mehr Unterkunftsmöglichkeiten für Mensch und Tier.
Von Alle Wassersportarten
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New Look 1980
Pelze in allen Farben
Der New-Look für 1980 zeigte sich zuerst in Mailand während der Alta-Moda-Pronta, den Schauen zahlreicher Firmen, die hochwertige italienische Konfektion herstellen.
Von Marietta Riederer
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ZEITLUPE 20
Wenn es dauernd Streit gibt...
Man sollte aus dem Elternhaus ausziehen, wenn man in der Familie als schwarzes Schaf betrachtet wird, die Eltern auf einem herumtrampeln und man nicht als Persönlichkeit anerkannt wird.
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Sechs Jahre nach dem Vulkanausbruch auf Heimaey
Die Lava ist noch warm
Nothing is dangerous in Iceland“ – „nichts ist gefährlich in Island“, mit diesen aufmunternden Worten hatten uns zwei Isländer ermutigt, das nördliche Eiland auf eigene Faust zu durchforsten.
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Gefahren der Kernenergie
„Friedhöfe der Erde“
Zhores Medwedjews Bericht über die Atommüll-Katastrophe 1957 im Ural – ein nuklearer Horror-Trip
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Schöner wohnen in „Klein Shanghai“
Auch nach sechzig Jahren Sowjetstaat ist es den Moskauer Planern noch nicht gelungen, den für den Kollektivismus voll geeigneten Menschen zu züchten – wie beispielsweise der Widerstand gegen die „städtischen Siedlungen“ auf dem Land zeigt.
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Die neue Schallplatte
„Ostern auf dem Berg Athos“. Sie gelten als scheu bis menschen- und zivilisationsfeindlich – sie wollen nicht von uniformierten Gaffern und ungläubigen Sensationshaschern, von Touristen also gestört werden.
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Rummel um Rundflüge und Rüttelpisten
Hamburg erwartet zu der Internationalen Verkehrsausstellung (IVA) vom 8. Juni bis zum 1. Juli eine halbe bis eine Million zusätzliche Gäste.
- Gesellschaft
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Münchner Festival-Posse
Wurm drin
Noch eine Münchner Kultur-Posse. Da ließen sich also der Freistaat Bayern und die reklamesüchtigen Funktionäre seiner Hauptstadt ein glitzerndes Millionending einfallen und tauften es „Münchner Internationale Filmwochen“: Cannes an der Isar, mindestens, mit der eigens eingebogenen Geraldine Chaplin als Geburtshelferin.
Von Hans C. Blumenberg
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Fernseh-Kritik
Dokumentation von Scheinbeweisen
Mindestens dreitausend Jahre sind die Forderungen des Dekalogs alt: die Gebote, die, auf Befehl Jahwes von Mose oder – wie in einem anderen Text überliefert wird – durch Jahwe selber in steinerne Tafeln gemeißelt, die Basis für den Sinai-Bund ergaben.
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Fernseh-Vor schau
Fast spannend
Wellershoff, wohin man sieht: erst mal „Die Schattengrenze“ im ZDF, am 3. Mai schon wieder „Glücksucher“ als Wiederholung bei der ARD, im Juni dann der Zweiteiler „Phantasten“, auch im Ersten Programm.
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Den Iren geht es immer besser
Bilanz nach sechs Jahren: Der Beitritt Irlands zur Europäischen Gemeinschaft brachte dem Land große Vorteile
Von Dennis Kennedy
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Theater: An-Skis „Dybuk“
1 Schnaps 1 Psalm
Es ist gutgegangen – weil der in Deutschland lebende Regisseur falsche Reaktionen bedacht, Sentimentalität vermieden und die „jüdische Legende“ konsequent als das inszeniert hat, was sie ist, als ein Schauspiel.
Von Rolf Michaelis
- Karriere
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Mit der Waage leben
Der zweite Renntag des Jahres auf der Pferderennbahn in Köln ist ein Mittwoch; einer von diesen kalten, grau-verhangenen, regnerischen Tagen, wie es sie im März reichlich gab.
- Kultur
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Zeitmosaik
(Feuilletonistentreff im Jagdzimmer. Dezentes Stirn mengemurmel. Schreibblöcke auf dem Tisch, Kellner, Bier und ein Glas Tee hereinbringend.
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Antiromantischer Romantiker
Die oft gemachte oder gehörte, freilich wohl immer überspitzte Feststellung, diese oder jene wenigen Zeilen hätten genügt, um ihren Schöpfer unsterblich zu machen, könnte für das Werk Leopardis geprägt sein.
Von Wolf gang Hildesheüuer
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Stücke ohne Text
Das Wort Tableau meint beides: die „bildschön“ arrangierte Szene auf der Bühne, irgendwo auf der Grenze zwischen gefrorenem Theater und lebendem Bild; und das „lebendige Bild“, das einen Moment angehaltenen Lebens darstellt, eine Szene, der sehr spürbar eine andere vorangegangen ist und der wieder eine andere folgen wird.
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Bildreporter Löschenkohls Beute
Sein ganzes Leben, liest man, „hatte er sich mit aller Kraft gegen sein Schicksal gewehrt, nun schritt er als letzter der dreißig Delinquenten zur Guillotine“: Friedrich Freiherr von der Trenck, Soldat Friedrichs des Großen, heimlicher Geliebter der Prinzessin Amalie, Vetter Trencks, des Panduren und Preußengegners, verhaftet, geflohen, rehabilitiert, auf Robespierres Veranlassung in Paris verhaftet und 1794, achtundsechzig Jahre alt, geköpft – wenn das kein Zeitungsthema gewesen wäre! Es war eins; es wurde sofort in Kupfer gestochen und an die Wiener Zeitung gegeben von einem frühen journalistischen Talent, aus dessen Bildberichten Reingard Witzmann nun einen großen Bilderband gemacht hat: „Hieronymus Löschenkohl – Bildreporter zwischen Barock und Biedermeier“ (Edition Tusch, Wien, 1978; 126 S.
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Arthur Schopenhauer
Das unermüdlich taktlose Genie
Es gibt beinahe nichts, was man aus einem Dante, Shakespeare, Goethe oder Marx nicht herauslesen könnte. Mühsames und für den Laien weniger empfehlenswertes Studium von Sekundärliteratur, von Büchern über Bücher also, kann lehren, daß große Geister vielfältig interpretierbar sind.
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Kunstkalender
„Ich bin ein Vogel, der im Anfang zu hoch aufflog“, notiert der 33jährige schwedische Künstler Ernst Josephson 1884 in einem Brief an einen Freund, „dann kamen kleine Vögel und rupften meine Federn aus, und nun blutet der Rumpf.
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Kunstpolitik und Presselenkung im Dritten Reich
Die Macht und die Trostlosigkeit
Die bürgerlich-nationale Intelligenz, die an Stelle einer ja nur in Ansätzen vorhandenen Partei-Elite die überregionalen Zeitungen des Dritten Reiches bediente und zu großen Teilen auch verwaltete, rühmte sich nach den Ereignissen, es sei ihr gelungen, zumindest den Kulturteil ihrer Blätter von Elementen faschistischer Ideologie weitgehend freizuhalten.
Von Wolf Jcbst Siedler
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Die Umwege der Autorin Luce d’Eramo
Zwischen Faschismus und Widerstand
Es war ungewöhnlich leicht zu fliehen.“ Mit diesem Satz beginnt eine autobiographische Erzählung, die Alberto Moravia – der unermüdliche Entdecker neuer Autoren – 1956 in seinen Nuovi Argomenti veröffentlichte.
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Von ZEIT-Mitarbeitern
Aischylos: „Die Orestie: Agamemnon, Die Choephoren, Die Eumeniden“, eine freie Übertragung von Walter Jens. Ziel dieser freien Übertragung ist es, die Orestie als Regiebuch und nicht als Lesedrama, als Theaterstück und nicht als museales Bildungsgut vorzustellen: Darum das Herausheben szenischer Elemente – Fackeln und Teppiche, Türen und Laken als „Mitspieler“ –, darum die Betonung des Konkreten – der aischyleische Vers macht auch das nicht Zeigbare präsent: Mord, Trinkgelage, Kinderfraß und Liebesakt, darum der Versuch, die Dialektik von Tragischem und Komischem, also das überaus Moderne der Orestie herauszuarbeiten: Wieviel Witz, wieviel kecke Umgangssprachlichkeit herrscht da mitten im schauerlichen Spiel, wenn Orests Amme von Windeln und Säuglingsgeschrei spricht, wenn ein Gott alte Frauen betrunken macht, oder der Wächter auf dem Dach sein Liedchen pfeift, damit ihn die Müdigkeit nicht übermannt.
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Masken hinter der Maske
Kino: „Renaldo und Clara“ von und mit Bob Dylan, ein autobiographisches Vexierbild des Sängers und Poeten
Von Rainer Gansera
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Was wir alle verdrängen
Liebe im Krankenstuhl
Sollen, können körperbehinderte Menschen heiraten? Neue Aufgaben für Medizin und Sexualpädagogik
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Kritik in Kürze
„Wüste kehr wieder – El Had“, Roman von Karl Heinz Jakobs. In einem abgelegenen Dorf in der Sahel-Zone arbeiten DDR-Bürger als „Entwicklungshelfer“.
Von Manuela Rekhart
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Geist und Muskeln
Eine leere Bühne, lediglich mit einem dünnen Teppich, einer Stadtmauer aus Pappmaché und einem einsamen Tisch ausgestattet. Plötzlich anschwellender Schlagrhythmus und eine Farbenexplosion.
Von Uli Franz
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Theaterkrieg Theaterfest
Wenn bei den Olympischen Spielen die Friedenstauben zum Himmel fliegen, wenn die Jugend der Welt im Gleichschritt ins Olympiastadion einmarschiert, wenn ein hochbezahlter Profi öffentlich den Eid ablegt, ein Amateur zu sein, dann ist diesem erhebenden Spektakel immer ein weniger erbauliches vorangegangen, mit Skandalen und Intrigen, Boykott-Androhungen, schmutzigen politischen Geschäften – ist die kosmopolitische Utopie der Spiele schon am Eröffnungstag von der nationalistischen (und provinziellen) Realität gründlich lädiert worden.
Von Benjamin Henrichs
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Filmtips
„Albert – warum?“ von Josef Rödl ist für unglaublich wenig Geld (rund 30 000 Mark) in der Gegend von Regensburg entstanden, im Heimatdorf des Münchner Filmstudenten.
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Ernest Hemingway
Der alte Mann und das Meer
Man müßte lange suchen in der Weltliteratur, um auf eine Erzählung zu stoßen, die beides zugleich ist; völlig realistisch und völlig parabelhaft.
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Ausstellungen in München: „Thema Skulptur“
Schichten in die Tiefe
In München hat neuerdings alles, was mit Kunst zu tun hat, irgendwie auch etwas mit Politik zu tun. Und so ist die diesjährige Gemeinschaftsausstellung der Galerien der Maximilianstraße einmal die übliche Leistungsschau und gleichzeitig eine Demonstration, die den hohen Stellenwert privater Kunstinitiativen im Rahmen der Münchner Kunstszene unterstreicht.
- Länderspiegel
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Zeitliches aus Hannover
660 000 Watt
Endlich der Kickdown. Der beleibte Boß greift ein Mikro, spannt sich, blickt kurz rundum auf seine Investitionen, ein Doppeltwen, umhüllt von einem weiten, goldbetreßten Mantel.
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Köln
Der große Iwan ist nur Statist
Der große Iwan D. Herstatt (1,94 Meter) stand zu Lebzeiten seines Bankhauses gern im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Noch wenige Monate, bevor seine Kölner Privatbank im Juni 1974 mit dem lautesten Krach der Nachkriegsgeschichte zusammenbrach, hatte er zu seinem 60.
Von Michael Wesener
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Die politischen Parteien stecken tief in den roten Zahlen. Teure Bürokratien und immer aufwendigere Wahlkämpfe reißen große Löcher in die Parteikassen. Aus staatspolitischen Gründen ist eine gezielte Begrenzung der Wahlausgaben nötig.
Hochfahrend auf dem Schuldenberg
Herbert Wehner hat kürzlich einen Satz geprägt, dessen politische Brisanz seine Vermutungen über den defensiven Charakter der sowjetischen Rüstung weit übetrifft.
Von Rolf Zundel
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Lübeck
Lübscher Terrorismus - hautnah
Die Nachricht, seine Behörde sei besetzt worden, traf Lübecks Sozialsenator wie aus heiterem Himmel. Er hatte davon gar nichts bemerkt.
- Lebensart
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J.M-M.: Deutsche Titel
Es gibt jetzt eine deutsche Monatszeitschrift politischer Natur. Sie heißt: Avanti! Gegenwärtig wird auch eine große Kunstzeitschrift vorbereitet, die, von fachkundigen Geistern getragen, sich an ein weites deutsches Publikum wenden will.
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Feldpostbriefe – nach 38 Jahren wiedergelesen
Ein Dokument der Zeitgeschichte: Landser schrieben an ein unbekanntes Mädchen
Von Gerhard Seehase
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Mitbestimmung – sportlich
Der brave Profi spielt und schweigt
Von rechts und links bezog der Deutsche Fußballbund (DFB) saftige Ohrfeigen. Abgeordnete der SPD, FDP, CDU und CSU fanden sich – Fußball macht’s möglich – in gemeinsamem Zorn und formulierten eine scharfe Rüge an die Verbandsgewaltigen.
Von Aloys Dehler
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Gottfried Müllers kleine Pimpfe
Das fünfte Gebot der Bibel „Du sollst nicht töten“ verbietet es der 24jährigen Diplompädagogin Gudrun Arning, Fleisch zu essen.
Von Nikolaus Brender
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Minderheiten
Sie wollen sich nicht tarnen
Natürlich sei die Entdeckung, homosexuell zu sein, für ihn ein großer Schock gewesen – „ich habe das dann ja auch lange Zeit verdrängt, von mir weggeschoben“.
Von Raimund Hoghe