• Ausgabe 20/1979

    Ausgabe 20/1979

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Minister-Rücktritt

    Da steckt mehr dahinter

    Diether Deneke, nordrhein-westfälischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, ist am Donnerstag voriger Woche zurückgetreten.

    Von Horst Bieber

  • Gerd Bucerius zu Fragen der Zeit

    Herold war nicht das Karnickel

    Das Bundesinnenministerium hat Horst Herold, den Präsidenten des Bundeskriminalamtes, unnütz ins Gerede gebracht: Es lancierte einen kritischen Bericht über Herolds Tätigkeit in die Öffentlichkeit.

  • Wolf gang Ebert

    Eine Prise Salt

    Präsident Carter wird es nicht leicht haben, dem Senat Salt II schmackhaft zu machen – aber tut sich Breschnjew mit seinen „Falken“ viel leichter? Neulich stürmten Verteidigungsminister Ustinow und Vizearmeechef Petrow mit den Worten: „Es ist dringend!“ in Breschnjews Büro.

  • Die Union in Bonn

    „Das Orchester ist nicht eingestimmt“

    Die Union, so scheint es, braucht den politischen Gegner nicht mehr. Sie hält sich selber unter Dampf – eine Art perpetuum mobile, das mit immer neuen Versionen immer alter Vorschläge, wie denn ihre beste Formation beschaffen sein sollte, die notwendige Energie erzeugt, um sich rastlos auf der Stelle zu bewegen.

    Von Rolf Zundei

  • Worte der Woche

    „Wenn die Union überzeugen will, muß sie versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen, was die Beziehungen zu konkurrierenden Parteien angeht, und sie muß sich auch wieder für Kommunisten diskussionsfähig machen.

  • Zeitspiegel

    Die geheimnisumwitterte deutsche Billig-Raketenfirma Otrag, die bislang in Zaire tätig war, scheint neue Gönner gefunden zu haben.

  • Gespräch mit dem ägyptischen Präsidenten

    „Der Friede wird sein“

    Als Präsident Sadat vorige Woche in Safaga, einer Stadt von 20 000 Einwohnern am Roten Meer, die Rede zum 1. Mai hielt, stand in der Egyptian Gazette: „Seit der Pharao Seti I.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Das Revier will sich Luft machen

    Das erste Grün verdeckt die Wunden, die industrieller Raubbau der Landschaft geschlagen hat. Selbst der grobe Staub aus Hochöfen und Kraftwerken kann die frischen Farben nicht dämpfen.

    Von Dieter Buhl

  • Neuer Kardinalstaatssekretär

    Seelsorger auf politischem Parkett

    Wäre es nach dem Wunschdenken mancher, vor allem nichtrömischer Auguren gegangen, hätte kaum ein anderer Prälat der römischen Kurie unter dem neuen Pontifex aus Polen so um seine Zukunft zittern müssen wie Erzbischof Agostino Casaroli.

    Von Hansjakob Stehle

  • Beispiel 1:

    Heroin-Datei

    Die Register des BKA und der Länder verzeichnen 44 000 Heroin-Süchtige. 25 bis 30 000 davon werden qualvoll sterben. Die Sucht breitet sich aus.

  • Wirtschaft
  • Post-Service

    Erinnerungen eines Kunden

    Punkt zehn Uhr. Der Kunde betritt die weiträumige Schalterhalle eines Postamtes im Zentrum einer deutschen Großstadt. Er will mal rasch Geld ins Ausland überweisen.

  • Wer zahlt für den GAU?

    ßenordmingerv gibt, die auch von Betreibern nd der Versieherungswinschaft nicht aufgebracht werden k

  • Börsen-Report

    Immer mehr Zinskummer

    Die Rentenkurse befinden sich immer noch „im freien Fall“. Die jüngste Bundesanleihe mit ihren zwei Tranchen hat daran nichts geändert, im Gegenteil die Situation noch verschlechtert, obwohl ihre Konditionen als marktgerecht gelten können.

  • Wer jetzt noch keine Arbeit hat...

    Was war das nun eigentlich: eine stolze Erfolgsmeldung oder nur die Nachricht von einem Etappensieg? Als die Bundesanstalt für Arbeit vergangene Woche den Rückgang der gemeldeten Arbeitslosen auf 875 500 im Monat April verkündete, sahen darin viele den Beweis, daß es auf dem Arbeitsmarkt jetzt endgültig aufwärtsgeht.

  • Gespräche am Bankschalter

    Die Durststrecke für AEG-Aktionäre wird länger

    AEG-Telefunken schließt das Geschäftsjahr 1978 mit einem Verlust von 295 Millionen Mark ab, der Konzern sogar mit 347 Millionen.

  • BONNER KULISSE

    Die Beamten des Auswärtigen Amtes in Bonn und die des deutschen Generalkonsulats in Johannesburg (Südafrika) haben sich für den Schutz der deutschen Staatsbürger im benachbarten Rhodesien etwas besonderes ausgedacht: Papierfähnchen in den bundesdeutschen Nationalfarben.

  • Im fernen New York wurden steuerliche Hoffnungen geweckt, im nahen Bonn wurden sie zu Grabe getragen

    Der Präsident und der Minister

    Nachdem der englische Lord, das kleine Mädchen aus dem Londoner Eastend geehelicht hatte, führte er es durch sein Schloß. Vor einem Riesengemälde erklärt er ihr: „Dies ist mein Ururgroßvater.

    Von Rudolf Herlt

  • Energiepolitik

    Schlechte Verbindung

    Anfang Mai haben die Chefs der deutschen Autofirmen Bundeswirtschaftsminister Lambsdorff versprechen, den Verbrauch der von ihnen hergestellten Personenwagen in den nächsten sechs Jahren um zehn bis zwölf Prozent zu senken.

  • Viele Worte – wenig Neues

    Forschungsminister Volker Hauff gehört sicherlich zu den fleißigsten Rednern des Bonner Kabinetts. Zu den Themen, über die er sich besonders gern und häufig äußert, gehören die Mikroelektronik und die Auswirkung dieser Technologie auf Wirtschaft und Gesellschaft.

    Von Michael Jungblut

  • Unctad V

    Parsifal in Manila

    Weltbank-Präsident Robert S. McNamara ist ein glühender Anwalt der Armen. Seit Jahren redet er den politischen Führern der Industriestaaten ins Gewissen, mehr für die Entwicklung der Länder auf der südlichen Erdhälfte zu tun.

    Von R- H.

  • Bremer Strukturprobleme

    Ein Loch ist im Säckel

    Wenn die Addition wirtschaftlicher und finanzieller Schwierigkeiten Beweis für das Versagen der regierenden Politiker wäre, hätte Bremens CDU gute Chancen, die absolute Mehrheit der SPD bei den Landtagswahlen im Oktober zu brechen.

    Von Peter Christ

  • Paradies für Unternehmer

    Für Unternehmer ist die Wüste ein Paradies. „In Saudi-Arabien herrschtKapitalismus in reinster Form. Es gibt keine Staatlichen Eingriffe“, versichert Fouad Al-Farsi, ein hoher Beamter des Informationsministeriums in Riad.

    Von Michael Jungblut

  • Wer muß für den Schaden in Harrisburg zahlen?

    Teures Atom-Mausoleum

    Dem technischen Fiasko der zwei Atomkraftwerke auf der „Drei Meilen Insel" in der Nähe von Harrisburg folgt nun ein finanzielles Desaster.

  • Entwicklungshilfe

    Nicht mit Geld allein...

    Die Schreckensherrschaft des Idi Amin ist zu Ende. Uganda steht vor den Trümmern einer Diktatur, die Tausenden von Bürgern das Leben gekostet und seine Wirtschaft völlig ruiniert hat.

    Von Dieter Weissbarth

  • Die Größten und die Besten

    Pünktlich wie die Zugvögel eintreffen, kommt alljährlich im Frühjahr aus den USA die Liste der größten amerikanischen Industrieunternehmen, deren Spitzengruppe – Automobil-, Öl- und Elektrofirmen – die größten Unternehmen der Welt überhaupt bildet.

    Von Heinz Michaels

  • Wissen
  • Frühlings-Erwachen

    Alpenblühen: Wann Edelweiß und Enzian blühen, verrät dem GebiTgslaien der jetzt TOTHegende „Oberstdorfer Blüten Kalender". In der Broschüre werden über fünfzig verschiedene Alpenbbmen des südlichen Oberallgäas beschrieben.

  • Spinner, Gaukler und Gurus haben leichtes Spiel: Am Aberglauben wird no di immer viel Geld verdient

    Der dressierte Homo sapiens

    Wie die meisten Menschen, die die Wissenschaft ernst nehmen, liebt Hoimar von Ditfurth leidenschaftlich die Wahrheit. Darum irritiert es den bärtigen Professor arg, daß es im späten zwanzigsten Jahrhundert immer noch Leute gibt, die an Sterndeuterei, extraterrestrischen Besuch, Bermuda-Dreieck, Psi und anderen Hokuspokus glauben.

  • Ein neues Stück Entspannung

    Zum Wochenbeginn erklang aus Washington abermals jene Frohbotschaft, die sich schon allzu oft als Fehlanzeige entpuppt hat: Nach sieben Jahren und knapp 300 Verhandlungsrunden haben sich Amerikaner und Sowjets anscheinend über ein zweites Salt-Abkommen geeinigt.

  • Erforscht und erfunden

    Ist der Rätselstern SS433 ein „Schwarzes Loch“? Das wohl bizarrste kosmische Objekt seit der Entdeckung der (immer noch nicht befriedigend erklärten) „quasistellaren Radioquellen“ – der Quasare – vor 16 Jahren beflügelt seit kurzem die Phantasie der Astronomen und Astrophysiker: Der Stern mit der Registriernummer SS433, am Rande der Milchstraße in etwa 10 000 Lichtjahren Entfernung zu Hause, scheint gleichzeitig mit unglaublich hoher Geschwindigkeit – rund einem Sechstel der Lichtgeschwindigkeit – von der Erde weg und auf die Erde zuzurasen.

  • Kanzlers Kernfrage: Wieviel Kernkraft?

    Helmut Schmidt hat sich in fünfjähriger Kanzleramtszeit am meisten auf seine eigene Urteilskraft und seinen starken Willen verlassen.

    Von Kurt Becker

  • Umwelt

    Falter auf dem Opferstein

    Von der Frühgeschichte bis zur Christianisierung opferten die Menschen in unseren Breiten den Kräften, denen sie ihre Existenz ausgeliefert sahen.

  • Angstgeschrei

    Eine Zahl, die Schrecken einflößen könnte: Die Anhängerschaft der militanten Rechten in der Bundesrepublik hat sich seit 1976 verdoppelt.

  • Tot oder lebenslang

    Vier Ereignisse, im Zeitraum von kaum mehr als einer Woche geschehen, haben das öffentliche Interesse erneut auf den Terrorismus gelenkt.

    Von Hans Schueier

  • Reisen
  • Die deutschen Kur- und Heilbäder (13): Bad Wiessee

    Kurhaus in den Sternen

    Das Kurhaus von Bad Wiessee bleibt in den Sternen. Dabei standen noch im vorigen Jahr die Chancen gar nicht so schlecht, daß das Bad am Tegernsee mit der stärksten Jod-Schwefel-Therme Deutschlands nach mehr als zwanzig Jahren des Planens und Sparens schließlich doch zu einem richtigen Kurhaus käme.

    Von Wolfgang Boiler

  • FÄHRVERBINDUNGEN IM MITTELMEER

    Überfahrten vorplanen

    Die überwiegende Zahl der deutschen Urlauber fährt mit dem eigenen Auto in die Ferien, meist um Kosten zu sparen, aber auch, um möglichst wenig Vorbereitungen treffen zu müssen.

    Von Hella Leißner

  • Melancholie en miniature

    An Wochenenden, wenn der Wetterbericht meldet: „Nebel im Hochrheintal, Sichtweite dreißig Meter, Schwarzwaldhöhenlagen in Sonne“, spannen die Basler, die Lörracher, Freiburger und Waldshuter ihr Auto an und fahren auf ihren Sonnenbalkon hinauf, auf die Aussichtsterrassen des Hotzenwaldes.

  • Von ZEIT-Mitarbeitern

    Veftier Klose: „Hitler urtd sein Staat" Der Autor, Geschichts- und Deutschlehrer, schrieb die Erstauflage dieses Jugendbuchs 1959, nachdem es im Zusammenhang mit damals vieldiskütieftert Krawallen von „Halbstarken" auth zu.

  • Mit der „Ferrocarrill“ zum Kupfer-Canyon

    Señor Jiminez drängten „Los, los, steigen Sie ein, der Zug fährt gleich ab.“ Der Zug fuhr nicht gleich ab. In zwanzig Minuten vielleicht oder in dreißig, vielleicht auch erst in einer Stunde.

    Von Mkhael Schweizer

  • Mein Taschenbuch

    Ein Meisterwerk der Redigierungskunst: Die berühmte „Realencyclopädie der klassischen Altertumswisse

  • DIE ZEIT
  • Neue Kommune

    Mit der kommunalen Gebietsreform wurde rigoros – vielerorts ohne Rücksicht auf gewachsene Bindungen – dem Grundsatz gehuldigt, durch größer“! Gemeinden, d.

  • Der Innenminister im Kreuzfeuer

    Baum ist kein blinder Wüterich

    Ein bißchen zeitgemäßer und modischer als seine Vorgänger hat Gerhart Baum sich in der Ministeretage eingerichtet; man ahnt persönlichen Stil, aber es weht auch ein Hauch von Knoll International im elften Stockwerk des Hauses.

  • Wer schläft, spart Strom

    Am 28.

  • Was heißt Kreisumlage?

    Da kleinere Gemeinden weder finanziell noch personell alle ihnen zugewiesenen Aufgaben erfüllen können, sind sie in einem Kreis zusammengeschlossen, der als übergeordnete Behörde solche Funktionen wahrnimmt: Gesundheit, Kataster, Vermessung, Veterinäraufsicht, berufsbildendes Schulwesen und anderes mehr.

  • BONNER BÜHNE

    „Besser als erwartet?“

    Zum 30. Geburtstag vergewissert sich die Republik ihrer Bürger. Zum Beispiel das Bundespresseamt, das anläßlich des 23. Mai, an dem vor drei Jahrzehnten das Grundgesetz verkündet wurde, hat erheben lassen, wie zufrieden die Bevölkerung denn mit der demokratischen Grundordnung ist.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Doch kein Hans im Glück

    Sein Vorgänger im Bürgermeisteramt, Klaus Schütz, hatte diese Doppelfunktion, und er hat sich nicht zuletzt daran Belastung Stobbe wollte diese zusätzliche Belastung nicht.

    Von Joachim Ndwrocki

  • Atom-Debatte

    Disput mit dem Holzhammer

    Der Saal ist zu klein. Die Enge stimmt die etwa 60 Zuhörer gereizt, und die Luft wird nach zwei Stunden unerträglich stickig.

    Von Horst Bieber

  • Ehrenhalber

    Sie hatte ein Amt, das es dem Bachstaben nach gar nicht gab, aber sie hat es fünf Jahre lang, von 1969 bis 1974 (and inoffiziell noch viel länger), so ausgeübt, daß ihr Mann sie seinen „Staatssekretär ehrenhalber“ nannte: Hilda Heinemann.

    Von Manfred Sack

  • Inventur in der Villa Hammerschmidt

    Walter Scheels Schreckenskammer

    Walter Scheel wird, läßt man die Unwägbarkeiten der Politik einmal beiseite, nur noch bis zum J. Juli Präsident der Bundesrepublik Deutschland sein.

  • J.M-M.: Die Ideen edler Sparsamkeit

    Ob der Herr Wirtschaftsminister das Recht dazu hat?

  • Beispiel 2:

    Post aus Paris

    Vor einiger Zeit gab es Gerüchte, bei einem Grenzübertritt würden alle jungen Männer zwischen 18 und 35 notiert und beim BKA registriert.

  • Grohnde-Prozeß

    Unterhose für 8 Mark 50

    Sechsundzwanzig Monate nach den heftigen Auseinandersetzungen um den Kernkraftwerk-Bau bei Grohnde will das Land Niedersachsen seinen Schaden ersetzt haben.

  • Städteschwund

    Im kommunalen Bereich sind rund 1,3 Millionen Menschen beschäftigt, darunter 130 000 Beamte. Sie organisieren über zwei Drittel aller staatlichen Investionen, den größten Teil in Auftragsverwaltung für Bund und Länder.

  • Ministerpräsident a. D.

    Einsam auf der Solitude

    Das Schlößchen Solitude ließ sich der württembergische Herzog Carl Eugen in den Bergwäldern hoch über Stuttgart bauen, um geradewegs nach Ludwigsburg, seiner barocken Residenz, blicken zu können.

    Von Jörg Bisdboff

  • Ein deutscher demokratischer Denunziant: Harry Thürk

    Rote Kolportage

    Wer wollte das nicht lesen: „Ein Buch, das kommen mußte. Ein Buch, das gebraucht wird. Ein Buch, auf der Höhe unserer Zeit, voll Spannung und Dynamik, ein Buch, das verstehen hilft und klüger macht.

    Von Hans C. Blumenberg

  • Hilfe für die Dritte Welt

    Es begann mit Milchpulver

    Die Jahre nach dem Kriege – die Jahre 45–48, sie haben heute schon fast so etwas wie einen Glorienschein. „Mensch, was haben wir da auf die Beine gestellt“, verklärt sich die Erinnerung derjenigen, die überlebt haben.

  • Zeitliches aus Bayern

    Käse für den Pfarrer

    Der Vertreter Karlheinz Mandel aus der schwäbischen Gemeinde Hoch- wang ist zwar im Alltagsleben mit chemischen Produkten beschäftigt; über Nacht aber mauserte er sich zum Spezialisten für Roggen und mittelalterliche Maßeinheiten.

    Von Rolf Henkel

  • Blutige Spur

    Die Stärke dieser auf Befehl von Schiitenführer Chomeini aus den bisherigen Volksmilizen hervorgegangen nen Truppe ist ebenso unbekannt wie ihre Organisationsform.

  • Firmen und Fakten

    Vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen ist die Eröffnung des Konkursverfahrens beantragt worden, weil die einseitige Geschäftspolitik der Bank zu einer Überschuldung geführt hat.

  • Musik: Reggae auf Tournee

    Der Rhythmus ist alles

    Es war schon ziemlich spät, als Claude Massop, der Leiter einer Friedensbewegung im Slumviertel Trenchtown von Kingston, Jamaika, bei der Autofahrt nach Hause von der Polizei angehalten wurde.

  • Emile Zola:

    Germinal

    Seine Gegner, die „Pächter der erhabnen Gedanken“, etablierte Kritiker und Berufsästheten, im Verbund mit Kapitaleignern und Bergwerkspächtern, warfen Zola vor, „in Schmutz und Abschaum“ zu wühlen, sein Stil sei „eintönig, trocken und unpersönlich“ und – das Schlimmste – er stelle „die Kunst in den Dienst der Propaganda“.

  • Südostasien: Die Lage bleibt ernst

    Die vietnamesisch-chinesischen Friedensgespräche haben die Spannungen in Südostasien nicht abgebaut Der chinesische Vizepremier Deng erklärte im Gegenteil, China behalte sich eine „weitere Lektion vor.

    Von Ulrich Völklein

  • Einzelhandel

    Ein Hauch von Harrod’s

    Deuss, Vorstandsmitglied der Essener Karstadt AG, weiß wovon er spricht. Seit nunmehr drei Jahren nämlich hinkt sein Unternehmen ebenso wie die Warenhaus-Konkurrenten hinter der Umsatzentwicklung des Einzelhandels her.

  • Kein Wunder an der Wien

    Mit kaum verhohlenem Stolz vermerkten die österreichischen Zeitungen, daß das Wahlergebnis vom vergangenen Sonntag in der Nachbarschaft des Landes als eine politische Rekordleistung vermeldet wird.

  • Österreich

    Frieren, weil Öl zu billig ist

    Kurz vor den Parlamentswahlen am vergangenen Sonntag drohten in Österreich die Preisdämme erstmals zu bersten. Das sorgfältig ausgeklügelte System der amtlich verordneten Preise bei Benzin und Heizöl geriet immer mehr unter den Druck des Marktes.

  • Kein Geld, keine Macht

    Die Gemeindefinanzen sind ein ewig frischer Zankapfel zwischen den Kommunen auf der einen, Bund und Ländern auf der anderen Seite, Die einen wollen mehr haben, die anderen nicht mehr geben.

  • Gleichheit?

    Rassentrennung und Rassendiskriminierung sollen künftig in der südafrikanischen Arbeitswelt keinen Platz mehr haben. Dies ist die Quintessenz des Berichts einer Kommission, deren Empfehlungen von der Regierung in Pretoria „im Grundsatz“ angenommen worden sind.

  • Gespenstisches Verfahren

    „Stoppt die Faschisten!“

    Ältere Zeitgenossen fühlten sich durch die Plakate an die NSDAP erinnert: „Ewig büßen für Hitler?“ Unter dieser Frage warb für eine Großveranstaltung jene Deutsche Volksunion (DVU), deren Vorsitzender Gerhard Frey, Herausgeber der Nationalzeitung als Rechtsextremist ausgewiesen ist.

  • In Großbritannien ist die Kernenergie auch nach dem Unglück in Harrisburg kaum umstritten Die Öffentlichkeit wird ehrlich informiert

    Der Reaktor läßt die Briten kalt

    Harrisburg hat die Briten kaum erregt. Als es im Atomreaktor auf Three Mile Island in Pennsylvania brenzlig wurde, erschienen zwar auch in Großbritannien kritische und besorgte Berichte.

  • Theater: Minks inszeniert Schillers „Kabale und Liebe" in Berlin

    Aktion Saubere Bühne

    Wenn es wahr ist, daß man aus einer Katastrophe mehr lernen kann als aus einem mittleren Mißerfolg,

    Von Benjamin Henrichs

  • Die neue Schallplatte

    The Band: „Anthology“. Über den Sinn solcher Zusammenstellungen von Glanzlichtern aus der musikalischen Entwicklung einer Gruppe wird man immer endlos streiten können.

  • Sophia grüßte nur flüchtig

    Cannes? Da können Sie ja schön in der Sonne liegen“, sagt neidvoll die Dame zwei Türen weiter, als sie die Fahrkarten in den Süden bestellt.

  • Filmtips

    „Affentraum“ von Marco Ferrari. Ein Film über das Ende des römischen Reiches und den Untergang von New York. Lafayette (Gérard Depardieu), der ziellos durch die Straßen eines schmutzigen, sterbenden Metropolis streunt und gelegentlich für eine feministische Theatergruppe (deren Mitglieder ihn vergewaltigen) arbeitet, findet unter dem Kadaver King Kongs am Hudson River ein Schimpansen-Baby.

  • Wachwechsel in Großbritannien: Die Warnung vor dem großen Bruder brachte die Konservativen an die Macht

    Mit dem heiligen Franz nach Downig Street 10

    Die Amtszeit des letzten konservativen Premierministers Edward Heath endete mit der Drei-Tage-Woche in der britischen Industrie.

  • Taxi-Geschäft

    Griff nach dem Stern

    Einige hundert Taxifahrer werden sich am 12. Mai in der Frankfurter Daimler-Benz-Niederlassung über ein vom Hausherren spendiertes kaltes Büfett hermachen.

    Von Michael Sagurna

  • Blamage und Ruin

    Der Bürgermeister (oder in Großstädten der Oberbürgermeister) ist politischer Repräsentant, bestimmt von der Mehrheitsfraktion; er tritt, nur als Spitzenkandidat seiner Partei bei den Kommunalwahlen auf, wird also nicht gesondert gewählt.

  • Gesellschaft
  • Neuauflage der Kontroverse über die Thesen „Mut zur Erziehung

    Mehr Mut zur Redlichkeit

    Mut zur Erziehung“ – fordern seit Anfang letzten Jahres einige konservative Politiker und Professoren. Ihre neun Thesen (siehe ZEIT Nr.

    Von Claus Voland

  • Zum 80. Geburtstag des Verlegers Eduard Reifferscheid

    Ein gewichtiger Mann

    Mein Verleger will zu seinem 80. Geburtstag nicht öffentlich gefeiert, abgebildet oder sonstwie in die Zeilen gerückt werden; doch da der Respekt des Autors vor Verleger wünschen Grenzen kennt, soll ihm Ehrung zugemutet werden.

  • Nachtrag zur „Geschickte der Deutschen“

    Diwald - leicht retuschiert

    Als die ersten Kritiken zu Hellmut Diwalds Geschichte der Deutschen“ von Georg Wolff und Golo Mann im Spiegel und von mir in der 2ElT (Nr.

  • Erinnerungen ans der Emigration

    Vom Sturz in die Barbarei

    Eine russisch-deutsche Emigrantin, die Rudi Dutschke und Daniel Cohn-Bendit zum Tee lädt, mit Herbert Marcuse korrespondiert und Historikern Interviews gewährt, eine temperamentvolle Zeugin bewegter europäischer Vergangenheit, hat vor zwei Jahren auf englisch ihre Erinnerungen an die Sturm-und-Drang-Jahre der Kommunistischen Partei Deutschlands niedergeschrieben.

  • Theater: Beckett-Uraufführung in Hamburg

    Katastrophe mit Clowns

    Gute alte Bekannte: der Blinde und der Lahme. Wir kennen sie aus Bibel und Märchen, aus Legende und Lehrspiel. Zwei Komplementärkrüppel, die sich zusammentun, um durchs Leben zu kommen.

    Von Rolf Michaelis

  • Fernseh-Vorschau

    Aus einem deutschen Leben

    S ommer 1914. Draußen ziehen singend Soldafen vorbei. In der Villa von Professor ;ChiridIer, einem Abgeordneten der Zentrums Partei, hat man die Fensterläden geschlossen; alle Vorhänge zugezogen.

  • Fernseh-Kritik

    Kenntnis, Takt und Sympathie

    Das Musterbeispiel eines sachlich-kritischen Berichts: Während Prinz Charles genau das tat, was er auf Tausenden von Photographien zu tun pflegt (Soldaten, die im Glied stehen, huldvoller Anrede zu würdigen, mit Kindern leutselig zu plaudern und Eingeborenentanzen zu applaudieren), fügte das Wort hinzu, was auf den Photos nicht zu sehen ist: Der Junge, der da im Internat so lustig herumrollt, Laßt den Sport; der brave Mann mit den makellosen Manieren ist linkisch und nervös; der gehorsame Diener eines minuziösen Protokolls kann witzig, selbstironisch und komödiantisch sein.

    Von Günter Grass

  • Vor drei Jahren putschten Offiziere in Argentinien. Isabelita Perón hinterließ einen Trümmerhaufen, der noch nicht beseitigt ist

    Weltmeister in Fußball und Inflation

    Brütende Sommerhitze lastet über dem Fußballstadion von Córdoba. Die älteste Universitätsstadt Argentiniens hat die Sportstätte am Rande des Häusermeeres zur Besichtigung freigegeben: Als „Denkmal nationaler Größe“ sozusagen.

  • In den Städten der Bundesrepublik wird die Politik abgeschafft Technokraten drohen, die Herrschaft zu übernehmen

    Wie das Rathaus zerstört wird

    Morgens um halb sechs klingelt das Telephon: „Ihr verdammter Müllwagen hat mich geweckt, und deswegen sollen Sie auch nicht mehr schlafen“, brüllt der empörte Bürger – ohne seinen Namen zu nennen, versteht sich.

  • Kultur
  • Revolution mit der Bibel

    Der kenianische Schriftsteller Ngugi wa Thiong’o, 1938 in Limuru/Kenia geboren, gehört zu den herausragenden Figuren der afrikanischen Literatur.

    Von Mit Ngugi wa Thiong'o sprach Peter Laudan &gt

  • Zeitmosaik

    , . Im Sinne des demokratischen Rundum Services haben wir noch optimales Angebot. Die Majorität, die deutsche Schlager bevorzugt, wird bestens bedient.

  • Ein Kontinent lernt sprechen

    Es ist eine Binsenweisheit: eine Wissenschaft von einer Literatur gelten nur insoweit, als sie im universitären Lehrsystem vertreten sind.

    Von Jänos Riesz

  • Kunstkalender

    In der altdeutschen Graphik, einem traditionellen Hauptgebiet von Gerda Bassenge, dominiert Dürer mit einem recht unterschiedlichen Angebot: „Das große Glück“, Schätzpreis 20 000 Mark, hält die Spitzenposition, gefolgt von „Ritter und Landsknecht“ in einem vorzüglichen frühen Druck für 12 000 Mark, dagegen ist der wundervolle Kupferstich vom „Verlorenen Sohn bei den Schweinen“, eine Doublette des Blattes der Bremer Kunsthalle, mit 1200 Mark bemerkenswert niedrig angesetzt.

  • Schwarzafrikanische Literatur seit den sechziger Jahren

    Die Unabhängigkeit der wichtigsten schwarzafrikanischen Staaten brachte einige Manuskripte aus den S

  • Mit seinem ersten Hörspiel errang Reinhard Lettau den renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden

    Die Fetischisierung des Neuen

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß es in der Geschichte dieses Preises, den ich schon als Schüler bewundert habe, jemals einen so erstaunten und zugleich glücklichen Preisträger gegeben hat wie mich.

  • Nibelungen im Mohrenland

    Auf dem Hinflug nach Dakar sitze ich neben einem Maschinenbauschlosser. Als Angestellter einer bundesdeutschen Werft leitet er bei Auslan dsprojekten die Montagearbeiten von Alotoren auf Flußfähren. Vor wenigen Tagen war er noch in TurkuFinnland.

  • Dialog Afrika

    Literatur-Programm und Entwicklungshilfe für afrikanische Autoren – und europäische Leser „Dialog Afrika“ heißt eine mehr ab nur literarische Initiative der beiden Verlage Walter (Olten/Freiburg) und Peter Hammer (Wuppertal), mit der in den nächsten beiden Jahren 16 wichtige Werke der afrikanischen Literatur im deutschen Sprachgebiet vorgestellt werden sollen.

  • Nochzuentdecken:DieLiteratur Afrikas

    Expeditionen unter der Leselampe

    Ein heißer Sommer steht uns bevor, vielleicht nicht meteorologisch, aber literarisch: Afrika, in Deutschland. Die weißen Flecken auf der literarischen Landkarte, die auf dem schwarzen Kontinent besonders groß sind, sollen verkleinert werden.

  • Lebensart
  • Kleopatra: Von Augustus als Sexbombe verleugnet

    Als der Zarin und dem König die Zähne ausfielen...

    Das Wichtigste an dem Wahlsieg der britischen Konservativen scheint — wenn man nach den. Meldungen in.

    Von Gerhard Prause

  • Astrophysik

    „Fort, verdammter Fleck! fort, sag ich“

    Lady Macbeth spricht diese Worte, schlafwandelnd, während sie versucht, einen imaginären Blutfleck von ihrer Hand abzureiben – einen Fleck, der ihre Mitschuld an dem Mord an Duncan, dem König von Schottland, symbolisiert, Mathematiker und Astrophysiker, so scheint es, versuchen einen Fleck loszuwerden, der möglicherweise eine Schöpfung ihrer eigenen Phantasie ist – das „Schwarze Loch“.

  • Fußball-Nationalelf

    Ein Sieg ist noch kein Wunder

    Heute sind erstklassige Mannschaften körperlich in der Lage, mit allen Spielern anzugreifen und zu verteidigen“ – Franz Beckenbauer hatte mir damit auf meine Frage geantwortet, was sich beim Fußballspiel in den letzten fünf Jahren verändert habe.

    Von Jürgen Werner

  • Ein Fest für Kenner

    Auf dem Antiquitätenmarkt der Plaza Dorrego, sonntags in Buenos Aires, liegen Glück und Tragik, Verschwendung und Verzicht, so eng beieinander wie die Jugendstil Kuriositäten und ArtDeco Raritäten auf den Tischen der Händler.

  • Superstar Björn Borg

    Zum Tennis geboren

    Dem amerikanischen Tennisprofi Arthur Ashe geht der Anblick seines schwedischen Freundes Björn Borg jedesmal zu Herzen. „Wenn ich Björn so daherkommen sehe“, sagte er, „in seinen verschlissenen Jeans und Boots, in seiner alten Jacke, die Hände tief in den Taschen vergraben, dann fühle ich mich immer versucht, loszurennen und ihm einen Teller Suppe zu holen.

    Von Aloys Behler

  • ZEITLUPE 20

    Knigges Lehren wirken heute noch weiter

    Menschliches Zusammenleben wird nicht durch Regeln möglich, sondern durch Kommunikation.

  • Hanns-Hermann Kersten

    Sturm im Wasserkopf

    Intelligenz — so ziemlich das Dümmste, was einem passieren kann.

  • BEI LANGSTRECKENFLÜGEN: TIPS ZUR ZEIT-ANPASSUNG

    Die „Innere Uhr“ schaltet nicht ab

    Jeder Mensch ist an bestimmte Zeiten beim Aufstehen, Essen und Schlafen gewöhnt „Innere Uhren“ laufen im Gleichtakt mit der Tageszeit.

  • Ärzte-Schwemme

    Warum ich Medizin studiere

    Inis hatte, anderen Menschen zu helfen, weil mich das Fach interessierte, und weil ich in diesemBeruf die Möglichkeit sah, praktisches Arbeiten, mit theoretischem Wissen zu verknüpfen.