New Yorker Notizbuch

Als Kunststudentin weigerte, sie sich, anders als im Kleid für ihre Bildhauerklasse Modell zu sitzen. Zehn Jahre später posierte sie im nassen Badeanzug für Millionen Betrachter.

Dazwischen liegt Hollywood: eine Rekordkarriere als Photomodell, bescheidene Versuche als Filmstar, eine Ehe und der Beginn einer Fernsehserie, „Drei Engel für Charlie“.

Die Frau mit dem, selbst für amerikanisch: Zungen unaussprechlichen Namen Farrah Fawcett-Majors und der Mähne einer Löwin ist – wie das Klischee es will – im Grunde ihres Herzens die gleiche geblieben. Dies jedenfalls meint sie, und wer ihre Biographie liest oder hört, was sie einem Interviewer antwortet, ist geneigt, es zu glauben.

„Ich war nie ein Rebell als Kind“, sagt Farrah Fawcett-Majors. „Ich habe auf meine Eltern gehört, meiner Mutter beim Geschirrspülen geholfen und war in der Schule fleißig.“

Heute rümpft sie die Nase über die „Libbers“, wie Feministinnen hier verächtlich genannt werden, und erzählt gern und oft, wie sehr sie sich bemüht, ihrem Mann zu gefallen.

„Ich wurde immer von meiner Familie beschützt, und ich fühlte mich wohl dabei. Es bewahrte mich davor, zu früh zuviel zu lernen.“