Eine Reihe von bedeutsamen Rechtsänderungen ist am 1. Juli in Kraft getreten. Berufstätige und arbeitslose Mütter, deren gesetzliche Mutterschutzfrist am 30. Juni oder später abläuft, also bei Geburten vom 5. Mai an oder bei Früh- und Mehrlingsgeburten vom 6. April an, können einen um vier Monate verlängerten Mutterschaftsurlaub in Anspruch nehmen. Nach der Geburt erhalten. Mütter acht Wochen lang die Leistungen der Krankenkassen, danach wird ihnen ein steuerfreier Lohnausfall bis zu 750 Mark monatlich aus Bundesmitteln gezahlt.

Familien mit zwei und mehr Kindern erhalten seit dem 1. Juli ein höheres Kindergeld. Nachdem bereits vom 1. Januar an das Kindergeld für das dritte und jedes weitere Kind um 50 auf 200 Mark monatlich angehoben wurde, erhöht sich jetzt das Kindergeld für das zweite Kind von 80 auf 100 Mark. Der Satz für das erste Kind bleibt bei 50 Mark.

Für alle Verbraucher gleichermaßen gelten vom 1. Juli an neue Mehrwertsteuersätze: Der Normalsteuersatz erhöhte sich von 12 auf 13 Prozent, der ermäßigte Satz von 6 auf 6,5 Prozent. Ob die rein rechnerische Verteuerung der Lebenshaltungskosten um 0,7 bis 0,8 Prozent tatsächlich eintritt, liegt auch in der Hand der Verbraucher, die mit Preisvergleichen „unangemessen“ verteuerte Produkte herausfinden können.

Woher der kräftigste Inflationspush kommt, teilte soeben die EG-Kommission mit. Seit Jahresbeginn bis Ende Mai haben sich allein die Verbraucherpreise für Mineralölprodukte um 22 Prozent erhöht. gf