Bringt die Ölverteuerung die Eisenbahn aus den roten Zahlen?

Von Dieter Piel Der Zug zum Zug

Es ist, als dringe in düstere Kellergewölbe mit einem Male ein heller Lichtstrahl. Nach vielen Jahren ununterbrochener Mißerfolge können die Betreiber des öffentlichen Verkehrs plötzlich Angenehmes mitteilen: Der Verlust der Bundesbahn lag im gerade zu Ende gegangenen Jahr 1979 um rund ein Viertel unter dem Defizit von 1978 – 3,5 statt 4,6 Milliarden Mark; die öffentlichen Verkehrsbetriebe der Städte und Landkreise haben, anders als in vielen Jahren zuvor, auf einmal wieder mehr Personen befördert.

Die Kellerkinder, denen nun soviel neue Beachtung zuteil wird, ringen noch nach den rechten Worten, mit denen sie den wirtschaftlichen Aufschwung ihrer maroden Branche beschreiben sollen.

Bundesbahn-Chef Wolfgang Vaerst benutzt Vokabeln wie „Tendenzwende“ und „Stimmungsumschwung“.

Günter Girnau vom Verband öffentlicher Verkehrsbetriebe erkennt, ganz ähnlich, eine „Trendwende“ zugunsten der öffentlichen Verkehrssysteme und zu Lasten des teuer gewordenen Individualverkehrs im Auto.

Der Schuldenberg schrumpft