Die staatlich geleiteten Paradores sind die Musterkinder der spanischen Hotellerie. Diese Hotels der gehobenen Klasse liegen meist in liebevoll renovierten Palästen, in Klöstern oder Burgen, sie sind sorgfältig und wertvoll möbliert und versprechen aufmerksamen Ferienservice. In den zwanziger Jahren wurde das erste Haus dieser komfortablen Art eingerichtet, heute gilt der Name „Parador“ als Markenzeichen für eine Hotelkette mit verläßlichem Komfort und gepflegter Gastronomie. Dennoch haben die Paradores kaum etwas gemein mit dem, was man sich landläufig unter spanischen Hotelkästen vorstellt. Über achtzig gibt es heute, verstreut über ganz Spanien, aber immer just an den schönsten Stellen, häufig auch an entlegenen, dort, wo Spanien nicht nur Touristenrummelland ist. In Avila gibt es ein Parador oder in Arcos, in Granada oder in Guadalajara. Und noch ein Vorteil: Für das, was geboten wird, sind sie preiswert (etwa 80 Mark fürs Doppelzimmer). Ihr Nachteil: Sie sind beliebt. Deswegen ist in der Hochsaison nur nach mehrmonatiger Voranmeldung Quartier zu finden und dieses ist auch noch auf 10 Tage limitiert. Anders jetzt im Winter. Da sind selbst die bekanntesten nicht ausgebucht, dafür aber ruhiger und vielleicht noch eine Spur nobler. Eine Liste der Paradores verschickt das Spanische Verkehrsamt, Bethmannstraße 50–54, 6000 Frankfurt.