• Ausgabe 07/1980

    Ausgabe 07/1980

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Zu Fuß auf dem Eselsweg

    Mitten durch den Spessart verläuft eine alte Handelsstraße – der Eselsweg. Von Schlüchtern im oberen Kinzigtal zieht er sich in südlicher Richtung bis hin nach Miltenberg am Main-, an Schlössern, hellgrünen Wäldern und beschaulichen Städtchen vorbei.

  • Deutsch-deutsche Politik

    Scheu vor Schaden

    Erst die Archive werden einmal preisgeben, was sich in den letzten Januartagen zwischen den beiden deutschen Staaten abgespielt hat.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • BONNER BÜHNE

    „Kampftruppe“ ohne Namen

    Die Demoskopie hat mancherlei Veränderungen in der Stimmungslage seit der Invasion von Afghanistan registriert, allerdings haben sich die Werte für die wichtigen Politiker und die Parteien so gut wie überhaupt nicht verschoben.

  • Truppenabbau in Mitteleuropa – Gespräche in Wien

    Die Ost-West-Fassade ist noch heil

    Leichter Frost und kalter Wind aus dem Osten zogen über die Wiener Hofburg, als sich im Redouten-Saal die Rüstungsexperten der beiden Bündnisse wieder zusammengesetzt haben – dort, wo im sonnigen Juni 1979 Präsident Carter den überraschten Leonid Breschnjew umarmt und geküßt hatte.

  • Worte der Woche

    „Viele jener 104 Länder, die in der UNO den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan verurteilt haben, werden an der Moskauer Olympiade teilnehmen.

    Von Ajatollah Chomem

  • Im Schlepptau Moskaus

    Nur zwischen den Zeilen des SED-Blattes Neues Deutschland wurde in der vergangenen Woche erkennbar, daß das geplante Arbeitstreffen von Bundeskanzler Schmidt und SED-Generalsekretär Honecker auf Grund einer dringlichen Anregung der DDR verschoben worden ist.

    Von Joachim Nawrodd

  • USA: Carter-Doktrin geht ins Geld

    Präsident Carter hat beim Kongreß die Ermächtigung beantragt, in dem am 1. Oktober beginnenden Finanzjahr 1981 inflationsbereinigt 5,4 Prozent mehr für Verteidigungsausgaben als 1980 ausgeben zu dürfen, nämlich 158 Milliarden Dollar.

  • Zeitspiegel

    Rührig ist der Verlag des Neuen Vorwärts, des SPD-Parteiblatts, auch bei der touristischen Betreuung seiner Leser. Zwecks sozialdemokratischer Weitläufigkeit veranstaltet seine „Abt.

  • Iran: Schicksal der Geiseln ist noch immer ungewiß

    Nach einer Veröffentlichung des früheren Chefredakteurs der ägyptischen Tageszeitung Al Ahram, Mohammed Heikal, in der britischen Sunday Times soll US-Präsident Jimmy Carter mit einer Reihe von Zusicherungen an die iranische Führungsspitze den Boden für eine Freilassung der Geiseln bereitet haben.

  • Deutsch-französische Konsultationen

    Gipfel-Glück aus dem Entspannungstief

    Die Inszenierung im großen Festsaal des Elyséepalastes ließ Besonderes ahnen. Während Staatspräsident Giscard d’Estaing und Bundeskanzler Schmidt normalerweise die deutsch-französischen Konsultationen mit einem kurzen Stehkonvent und mehr oder weniger selbstverständlichen Erklärungen abschließen, hatte man diesmal einen Empire-Tisch ins Scheinwerferlicht der Fernsehkameras gerückt.

    Von Klaus-Peter Scfamid

  • Italiens Dauerkrise

    „Er hat nicht einmal Kraft zum Sturz“

    Macht? In den dunklen, stets ein wenig fragend blickenden Augen Francesco Cossigas blitzt so etwas wie Schalk auf, aber er sagt es sehr ernst und mit dem dozierenden Ton des Professors für Verfassungsrecht: „Ich halte die Gleichsetzung von Politik und Macht für verfehlt.

    Von Hansjakob Stehle

  • Vietnam: Politisches Beben

    Bei der größten Regierungsumbildung seit dem Bestehen der Volksrepublik Vietnam sind in der vergangenen Woche die drei letzten Mitkämpfer Ho Tschi Minhs aus dem Kabinett ausgeschieden.

    Von U. V,

  • Vor den Wahlen in Rhodesien

    Der Wettlauf der Front-Führer

    Zwei Wochen früher als geplant ist für Mittwoch dieser Woche der Ministerrat der „Organisation für Afrikanische Einheit“ (OAU) zu einer Sitzung nach Addis Abeba einberufen worden.

    Von Gabriele Venzky

  • Wirtschaft
  • Zulieferer

    Markentreue

    Die Nachricht klingt kurios: Mitarbeiter, Besucher und Zulieferer des staatlichen britischen Autokonzerns British Leyland sollen an den Werkstoren abgewiesen werden, wenn sie mit einem Fahrzeug aus nicht-britischer Produktion Einlaß begehren.

  • MANAGER UND MÄRKTE

    Fusion MBB/VFW blockiert Muß Fichtel & Sachs-Chef gehen? Streit um Anzeigenblatt-Verleger

  • BONNER KULISSE

    Der staatliche Dirigismus in der Bonner Forschungspolitik, die zunehmend sich verzettelnde Zuschußpolitik von Forschungsminister Volker Hauff, wird von der Bonner CDU/CSU immer massiver beklagt, und das zu Recht.

  • Innocenti

    Das Wunder von Mailand

    Die italienische Leyland-Produktion wird liquidiert: Diesen Beschluß faßte der staatliche englische Autokonzern Leyland auf einer außerordentlichen Hauptversammlung seiner Tochtergesellschaft Leyland Innocenti SpA in Mailand.

  • Der Zug zum Zug

    Es ist, als dringe in düstere Kellergewölbe mit einem Male ein heller Lichtstrahl. Nach vielen Jahren ununterbrochener Mißerfolge können die Betreiber des öffentlichen Verkehrs plötzlich Angenehmes mitteilen: Der Verlust der Bundesbahn lag im gerade zu Ende gegangenen Jahr 1979 um rund ein Viertel unter dem Defizit von 1978 – 3,5 statt 4,6 Milliarden Mark; die öffentlichen Verkehrsbetriebe der Städte und Landkreise haben, anders als in vielen Jahren zuvor, auf einmal wieder mehr Personen befördert.

    Von Dieter Piel

  • IG Chemie

    Das böse Wort vom Ausmauscheln

    Die dunklen Wolken des letzten Unwetters sind noch nicht verschwunden, da ziehen neue herauf. Die IG Chemie, mit 658 000 Mitgliedern drittgrößte Organisation im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), hat wieder einmal interne Probleme.

  • Unser Energieverbrauch muß gesenkt werden. Die meisten Vorschläge dazu konzentrieren sich auf das Auto – obwohl hier der Spielraum am geringsten ist

    Auf Gedeih und Verderb

    Wenn Energiesparen gefordert wird, endet die Diskussion meist beim Auto, Sparsamer sollten sie wenigstens sein, unsere fahrbaren Untersätze.

    Von Richard Gaul

  • Frostschutz

    Kampf um den Kühler

    Horst Rommelmann, Geschäftsführer der Brenntag Mineralöl GmbH & Co in Mülheim an der Ruhr, staunte nicht schlecht: In einem Agros-Großmarkt fand er das von seiner Gesellschaft vertriebene Frostschutzmittel „Silver Star“.

    Von Hans-Hagen Bremer

  • Länderrisiken

    Ohne Aufsicht

    Je höher die Ölpreise klettern, um so gefährdeter sind Kredite an ölimportierende Entwicklungsländer. Damit dieses Risiko begrenzt werde, möchten Bundesregierung und Bundesbank die – international tätigen Banken gern verpflichten, dem Berliner Aufsichtsamt die gesamten Risiken der Mütter und Töchter offenzulegen.

  • Gespräche am Bankschalter

    Siemens bleibt eine Zwangssparkasse

    Auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz vor Übernahme des Aufsichtsratsvorsitzes ließ Bernhard Plettner, noch bis zum 28. Januar 1981 Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, keinen Zweifel daran, daß an der bisher betriebenen Gewinnthesaurierungspolitik festgehalten werden soll.

    Von Ihr Securius

  • Österreich

    Straßenbau mit fremdem Geld

    Die Finanznöte im eigenen Land werden den erst seit wenigen Monaten amtierenden österreichischen Bautenminister Karl Sekanina demnächst nach Brüssel treiben.

    Von Erika Martcns

  • Warnstreiks

    Gelassenheit

    Die armen Richter. Nun müssen sie wieder ran und darüber urteilen, ob denn die „Warnstreiks“, „spontanen Streiks“, „wilden Streiks“ – diese Vokabeln stehen zur Auswahl – in der baden-württembergischen Metallindustrie verboten werden müssen.

  • Protektionismus in der EG

    Hase und Igel in Brüssel

    Wie „Alice im Wunderland“, die immer schneller lief und sich doch nur auf der gleichen Stelle bewegte, kommen sich de Brüsseler Eurokraten vor: Kaum ist es gelangen, in schwierigen und langwierigen Verhandlungen eine neue EG-Richtlinie zur Beseitigung von Handelsbarrieren im gemeinsamen Markt zu erlassen, haben Regierungen und Verwaltungen der Mitgliedstaaten sich schon wieder etwas Neues einfallen lassen, was den freien Warenverkehr erschwert.

  • Neuer Markt Umwelt

    Leben von Luft, Lärm und Wasser

    In der Öffentlichkeit sind sie kaum bekannt. In Fachkreisen freilich werden ihr Rat ebenso wie ihre Tat hoch geschätzt. Fast jede Firma, bei der es schmutzt, staubt, lärmt oder gar übel riecht, braucht sie – die Saubermänner der deutschen Industrie.

  • Lohnverhandlungen: Blick über die Grenzen

    Alle reden vom Öl – auch die Tarifpartner. Die enormen Ölpreissteigerungen der letzten Monate spielen eine Hauptrolle beim diesjährigen Gerangel um höhere Löhne und Gehälter – in der Bundesrepublik ebenso wie in unseren Nachbarländern.

    Von Erika Härtens

  • Die Gewerkschaften wollen die Ausbildungspolitik von Bundesminister Jürgen Schmude nicht länger hinnehmen

    Eine Lehre für Lehrherren

    Die drohende Katastrophe in der Berufsausbildung scheint abgewendet zu sein. Weil die Unternehmen in den vergangenen Jahren viele neue Lehrstellen geschaffen haben, konnten die geburtenstarken Jahrgänge von Schulabgängern hinlänglich mit Ausbildungsplätzen versorgt werden.

    Von Wolf gang Gehrmann

  • Speditionen

    Wenn Brummi mit der Bahn fährt

    Lange vor Energiekrise und Ölpreisschock setzte die internationale Spedition Georg Dietrich in Offenburg im Schwarzwald bereits auf die Bahn als Verkehrsmittel.

  • Börsen-Report

    Vorreiter der Trendwende

    Seit Jahresbeginn ist der Commerzbank-Index um knapp zwei Prozent gestiegen. Innerhalb weniger Börsentage sind die im Januar eingetretenen Kursverluste wieder ausgeglichen worden.

  • ZEITRAFFER

    Von Konjunkturpessimismus keine Spur – zu diesem Ergebnis kam der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) nach einer Umfrage unter 14 000 deutschen Unternehmen.

  • Wir brauchen Zeit

    Fiala: Die Energiekrise ’73 hat uns natürlich überrascht wie alle anderen auch. Die Vorgänge im Nahen Osten waren damals genauso wenig vorhersehbar wie heute.

  • Wissen
  • Ein Debakel

    Wer hoch oben eine Lawine losgetreten hat, muß nicht unbedingt schuld sein an der Katastrophe im Tal. Dies ist aber auch der einzige Trost, der dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Gerhard Stoltenberg bleibt: Er konnte nicht ahnen, daß sein niedersächsischer Kollege Ernst Albrecht aus der Kündigung des Staatsvertrages über den Norddeutschen Rundfunk ein medienpolitisches Debakel machen würde.

  • Kanzler, Kandidat und Krise

    Die Wahlkampfstrategen teilen das Los der Wirtschaftspropheten: Ihr Kalkül ist unsicher geworden. Seit dem Einmarsch der Sowjets in Afghanistan und noch mehr seit den danach folgenden außenpolitischen Turbulenzen stimmen die bisherigen Überlegungen nicht mehr.

    Von Rolf Zundei

  • Lew Kopelew unter Druck

    Nach Sacharow ist nun offenbar Lew Kopelew dran: Der russische Schriftsteller, der neun Jahre in Stalins Lagern zugebracht hat, ehe er 1956 rehabilitiert wurde, ist in einer Moskauer Zeitung scharf angegriffen worden.

  • Der Pariser Schwur

    Die gemeinsame Pariser Erklärung von Schmidt und Giscard zur Afghanistan-Krise besitzt einen europäischen Seltenheitswert. Die beiden Staatsmänner haben zum ersten Male während eines großen internationalen Konflikts in einheitlicher Gedankenführung das europäische Interesse definiert und proklamiert.

    Von Kurt Becker

  • Reisen
  • Wandern

    Zu Fuß auf dem Eselsweg

    Mitten durch den Spessart verläuft eine alte Handelsstraße — der Eselsweg.

    Von Christiane Schenk

  • Lesen und Reisen

    Waldlehrpfad in der Tasche

    Wandern ist „in“, nicht nur in den Slogans der österreichischen Fremdenverkehrswerbung. Kurdirektoren registrieren erfreut die Renaissance auf ihren Pfaden, entsprechend spezialisierte Unternehmen berichten von wachsenden Buchungsziffern.

    Von Rainer Köthe

  • April im Winter

    Ein schwäbisches Studenten-Paar hält es im Winter mit den Zugvögeln, und den deutschen Kaisern: Es zieht geradewegs nach Süden.

    Von Ulrich Schmidt

  • DIE ZEIT
  • Chemie

    Superschwere Bürokratie

    Zehn Jahre hat er getobt, der Streit der beiden Forschergruppen um die Erstentdeckung und damit um die Namensgebung des künstlichen chemischen Elements mit der Ordnungszahl 104.

    Von Rainer Käthe

  • „Wir wollen keine totale Abhängigkeit“

    Macht man sich einmal klar, daß sich der Tourismus in diesen Ländern als einer der am meisten subventionierten Wirtschaftszweige erweist, muß man sich doch wohl fragen, ob die am stärksten benachteiligten Bevölkerungsschichten, die in den Ländern der Dritten Welt die Steuern aufbringen, nicht im Begriff sind, die Ferien von privilegierten Angehörigen der europäischen und nordamerikanischen Bevölkerungsschicht zu subventionieren .

  • Ski-Spitzen

    Karneval alternativ: Bis einschließlich März bietet Lossburg im Schwarzwald Faschingsflüchtlingen Asyl zu günstigen Preisen.

  • Klüngel mit Format

    Die Antwort ist kurz und umfassend: Es ist alles auf einmal. Aber nachdem nun am 1. Februar durch die Wahl Gerhard Botts, des derzeitigen, aber seit kurzer Zeit faktisch entmachteten Generaldirektors der Kölner Museen, zum Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg, eine Entscheidung gefallen ist, die für die Beteiligten doch ein „Ende gut, alles gut“ bedeuten muß, kann man den entbehrlichsten Teil der Kölner Multi-Media-Darbietung vergessen und die Situation bilanzieren.

    Von Petra Kipphoff

  • Kino: Der amerikanische Filmemacher Jon Jost in Berlin

    Ein kleiner Godard

    Jon Jost ist ein unabhängiger Filmemacher. Unabhängige Filmemacher gibt es nicht. Von Geld war dabei noch nicht einmal die Rede.

    Von Norbert Jochum

  • Der „Einkehrschwung“ kann böse enden

    Wenn Skifans in wahnwitzigen Schwüngen über die Hänge kurven oder in wagemutiger Schußfahrt zu Tal stieben, diagnostizieren Experten den „Pistenrausch“.

  • Mitfahrer gesucht, um Benzin zu sparen

    Reden und rauchen verboten!

    Es scheint weniger eine Frage des Benzinpreises zu sein als der Überwindung, sich auf zwischenmenschliche Beziehungen im Auto einzulassen.

    Von Viola Roggenkamp

  • Ungarn 1956

    Es war eine Tragödie

    Diese Erinnerungen – gibt es keine gedruckte ungarische Fassung? – haben im Vergleich mit anderen Zeugnissen, mit Dokumenten, mit historischen Darstellungen ihre eigene Note und Bedeutung.

    Von Francs Bondy

  • „Keine Kritik an Helmut Schmidt“

    Henry Kissinger auf Fragen von Theo Sommer Auszüge aus einer Podiumsdiskussion in Davos

  • Warnung vor Sektenfängern

    Zu den – auch in der ZEIT immer wieder kritisch unter die Lupe genommenen Sekten gehört die Scientology-Church. Sie gehört zu den „Pseudo-Religionsgemeinschaften“, die labile Jugendliche in ihren Bann ziehen.

  • Wolf gang Ebert

    Dear Uncle Sam

    Mache dir bitte keine Sorgen. Ich bin dir treu und werde dich nie im Stich lassen. Und wenn alle anderen untreu würden – auf mich kannst du bauen! Denk doch nur an die Nibelungentreue.

  • Zeitmosaik

    ALTES CLOSETT naturbelassen, mit einem Pack Zeitungen, IM STIL DER NEUEN KUNSTRICHTUNG vorzugsweise an staatliche oder städtische Institutionen, aber auch an Kunstkenner, auf Grund einer privaten Stiftung zum halben Preis von DM 85 000,–, zu verkaufen.

  • Deutschlandpolitik

    Abschied von Bonn

    Johann Baptist Gradl wird nicht mehr in den Bundestag zurückkehren. Natürlich, 75 Jahre sind ein hohes Alter und mehr als zwei Jahrzehnte im Parlament eine lange Zeit.

  • Katalog für den Sommer (3)

    Insgesamt 224 europäische Ferienorte umfaßt jetzt das Bahn- und Reisebüros programm des Deutschen Reisebüros (DER). Wer will, kann allerdings auch aufs Schiff umsteigen – Novität ist eine Mini-Kreuzfahrt auf dem Rhein.

  • Mit US-Wissenschaftlern auf Abenteuerurlaub

    Die Reiseveranstalter sind offen: Der Trip kann „langweilig und ermüdend“ sein, oder gar „schlicht in harte Arbeit“ ausarten – aber auch, „eines der lohnendsten, bereicherndsten und aufregendsten persönlichen Erlebnisse“ werden.

    Von Günter Haaf

  • Ein neues Öl wächst in der Wüste

    Jojoba: Hoffnung für Landwirte in Trockengebieten – und für Freunde der Pottwale

  • Kuba

    Fidel Castro in Nöten

    Mehr als vier Wochen hatte der maximo lider geschwiegen und mit dieser Demonstration schon seine Auffassung bekundet. Fidel Castros erste Stellungnahme, übermittelt in einer Botschaft an die UN-Konferenz für wirtschaftliche Entwicklung in Neu-Delhi, ließ dann an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: „Die Vorgänge in Afghanistan haben an dramatischer Bedeutung zugenommen, die jeden beunruhigt, der auf der Grundlage, daß ein jedes Volk das Recht auf Souveränität, Integrität und Unabhängigkeit besitzt, den Frieden wünscht.

    Von Horst Bieber

  • Bildungspolitik

    Weniger wert in Nordrhein – Westfalen

    Als „Opfer“ des bundesdeutschen Bildungsföderalismus versteht sich Dorle Fink. Die ehemalige Heimleiterin zog im November vergangenen Jahres von Hamburg nach Bochum, weil ihr Verlobter an der Ruhruniversität Bochum einen Studienplatz im Fach Medizin gefunden hatte.

    Von Rosemtry Calltmnn

  • Konfrontation am Khyber-Paß

    Noch ist Pakistan unschlüssig: Wie soll es sich gegenüber den Sowjets verhalten?

  • Pontifikalamt für den Libertin

    Aussöhnung mit Polen – schon um die Wende der fünfziger Jahre sah darin Klaus von Bismarck, Intendant des WDR, eine seiner dringlichsten kulturpolitischen Aufgaben.

  • Die Paradores: Nobel wie spanische Granden

    Die staatlich geleiteten Paradores sind die Musterkinder der spanischen Hotellerie. Diese Hotels der gehobenen Klasse liegen meist in liebevoll renovierten Palästen, in Klöstern oder Burgen, sie sind sorgfältig und wertvoll möbliert und versprechen aufmerksamen Ferienservice.

  • Das durchschnittliche Wirtschaftswachstum ist von Jahrzehnt zu Jahrzehnt schwächer geworden: Aber ist die herkömmliche Wachstumsrechnung heute noch sinnvoll?

    Unerwünschtes Doping

    Wieviel Wachstum wollen wir? Wieviel Wachstum können wir erreichen? Wieviel Wachstum haben wir in Wirklichkeit? Es gehört keine prophetische Gabe zu der Vorhersage, daß die Debatte darüber, ob die Marktwirtschaft überhaupt in der Lage ist, die als notwendig angesehenen Wachstumsraten zu garantieren, bald mit Vehemenz losgehen wird.

    Von Michael Jungblut

  • Gesellschaft
  • Urlauber in der Dritten Welt

    Vielleicht haben Sie selbst einmal dazu gehört, gute Erfahrungen gemacht oder schlechte, sich als Helfer gefühlt oder als Ausbeuter.

  • Professor gut, Studenten dumm

    Sehr geehrter Herr Professor Glaser, als ich Ihren Artikel durchgelesen hatte, manche Sätze mußte ich irritiert ein zweites Mal lesen, so zum Beispiel „Wissen sie (s.

  • Fernseh-Kritik

    Behutsame Annäherung

    Soweit also kann’s einer bringen, der sich mit behutsamer Annäherung bescheidet, statt, nach vertrauten Mustern, in unbekümmertem Zugriff sein Interview mit der Dame von drüben zu absolvieren: „Guten Tag, verehrte Christa Wolf, da wär’n wir denn also.

  • Theater: Schnitzler in Wien

    Lemuren im Domino

    Gegenüber der Wiener Oper, im großösterreichischen Verkehrsbüro, weht an einem Mast vor den Buchungsschaltern mit den Tickets in alle Welt die österreichische Fahne.

    Von Helmut Schädel

  • Urlauber in der Dritten Welt:

    Edle Helfer oder üble Ausbeuter?

    Etwa 300 000 Touristen kommen jedes Jahr allein aus Deutschland in Entwicklungsländer

  • Tourismus zwischen Schaden und Nutzen

  • Die neue Schallplatte

    „Friendship“. Diese Gruppe von sechs Musikern um den Gitarristen Lee Ritenour geht jedem Jazzglaubensstreit aus dem Wege: Sie will Spaß am Musizieren haben und Spaß machen, und so verarbeitet sie alles, was ihr brauchbar erscheint.

  • Theater: Uraufführung in Bochum – „Lieber Georg“ von Thomas Brasch

    Poetischer Paarlauf – mit Patzern

    Die Bühne – eine Eisbahn. Die Schauspieler fahren Schlittschuh. Wenn das aus der DDR „beurlaubte“ Regisseurs-Duo Manfred Karge/Matthias Langhoff auf der Trainerbank sitzt, wird hart gearbeitet: Über einen auf die Bühne gekippten Doppelzentner Kartoffeln mußte 1978 die Mannschaft des Deutschen Schauspielhauses Hamburg im „Prinzen von Homburg“ stolpern.

    Von Franz Schaler

  • Filmtips

    „Alles in Handarbeit“ von Jerry Lewis ist ein Film voller Unsicherheit und Mißtrauen, sein erster Film seit acht Jahren, seit dem nie veröffentlichten „The Day the Clown Cried“.

  • Fernseh-Vorschau

    Amerikanische Musterknabe

    Es bleibt also zu hoffen, daß das Fernsehen vermag, was das deutsche Kino offenbar nicht mehr leisten kann: die Rehabilitierung eines verkannten Filmkünstlers.

  • Karriere
  • Hoffen auf die Facharbeiter-Lücke

    Sie wollen keine Reporter mehr sehen. Die 28 Mädchen, die seit September 1978 bei Conti-Gummi in Hannover im Rahmen eines bundesweiten Modellversuches in den Berufen Betriebsschlosser, Dreher, Stahlformenbauer, Meß- und Regelmechaniker, Universalfräser und Chemiefacharbeiter ausgebildet werden, schrieben einen Brief, an die Firmenleitung.

    Von Jürgen Krause

  • Kultur
  • Ein krimineller Krimi

    Krimis zählen selten zur hohen Literatur, aber sie werden massenhaft gelesen. Was sie an Meinung verbreiten, kann also nicht einfach ignoriert werden, schon gar nicht, wenn sie Euthanasiepropaganda enthalten.

    Von Ernst Klee

  • „...daß wir leben“

    Die arabische Gesellschaft ist eine Männergesellschaft. Die Frau, die es wagt, sich gegen die traditionellen arabisch-islamischen Sitten und Beschränkungen aufzulehnen, entscheidet sich für die Außenseiterposition.

  • Illustrierte Enzyklopädie der abendländischen Kultur

    Altertum – in Wort und Bild

    An enzyklopädischen Darstellungen des Altertums herrscht nicht gerade Mangel. Die beiden umfangreichsten wurden hier schon vorgestellt, der „Kleine Pauly“ (DIE ZEIT 28.

  • Ein Schatz in der Wüste

    Große Worte bieten sich an: Die Propheten besangen den Sinai, durch den einmal das Volk der Juden gezogen war („Kehrt zurück zu den Tagen der Wüste“); die Dichter feierten die Einsamkeit in dieser Einöde („Hat der Himmel sich auf dich gesenkt, oder bist du zu ihm aufgestiegen?“); die Archäologen und die Armeegeneräle haben immer wieder mit ihm zu tun gehabt.

  • Kunstkalender

    Ein Werkaspekt nur, der aber doch eine geschlossene Übersicht möglich gemacht hat: Gotthard Graubners „Arbeiten auf Papier“.

  • Dada-Philosoph aus Böhmen

    Dem Kosmos einen Tritt

    In Janouchs Aufzeichnungen seiner Gespräche mit Kafka bedauert dieser, kein Kritiker zu sein. „Ich kann mich nicht rasch in etwas verwandeln, dann zu mir zurückkehren und die Entfernung genau abmessen.

    Von Peter Mosiei

  • Daphniis und Chloé

    Er ist jung, gerade fünfzehn geworden. Sie ist noch zwei Jahre jünger. Beide treffen sich bei der Arbeit. Sie sind Nachbarskinder, sie kennen sich schon.

  • Ausstellung aus China in Berlin: „Lu Xun – Zeitgenosse“

    Sieg über die Dummheit

    Der Titel des Holzschnittes ist signalhaft: „Protest“, die Schwarz-Weiß-Manier der Darstellung eher rührend: Aufrecht, entschlossen, würdig steht da eine Delegation der chinesischen Liga für Bürgerrechte, im weißen Gewand dabei Lu Xun (Lu Hsün), der berühmteste chinesische Schriftsteller dieses Jahrhunderts – davor, in gekrümmter Haltung, der deutsche Konsul in Schanghai, nein, die Karikatur eines Konsuls, in der (vermutlich zitternden) Hand das ihm überreichte Schreiben, mit dem sich die Liga über die Verfolgung von Schriftstellern, Künstlern und Wissenschaftlern in Deutschland beschwert, wenige Wochen nach der Bücherverbrennung von 1933.

    Von Karl-Heinz Janßen

  • Beherrscht, weltoffen, fair

    Lehren und lernen

    Er ist die große Lehrerfigur unter den deutschen Denkern dieser Zeit. Viele können sich auf ihn berufen, vielen hat er auf den Weg geholfen.

  • Verteidigung der Sprossen

    Warten Sie nur ab, hatte neulich ein Konservator gedroht, was uns das bald kosten wird. Allmählich sei es nämlich so weit, daß so ziemlich der ganze Barock auf einmal brüchig werde.

  • Kritik in Kürze

    „Am Weißen Sonntag trugen die Mädchen schwarze Lackschuhe“, von Monikalisa Stern. Mit dem schönen Titel sind bereits Personen und Zeit dieses „Heimatfilmbuchs mit ethnographischen und monumentalen Einschiebungen“ genannt.

    Von Hans-Hermann Kersten

  • Ausstellung in Karlsruhe: „Widerstand statt Anpassung

    Wer ist ein echter Antifaschist?

    Der Künstler seine Kainsmale präsentierend: Judenpaß und gelben Stern. Ausweiskontrolle vor sich selbst. Ein harter Blick voller Fragen, Anklage, Ungewißheit.

  • Kriegsbücher kommen wieder

    Übles Lied vom Tod

    An der Wende der dreißiger Jahre hofften die Deutschen – nach den Erfolgen des „Blitzkrieges“ gegen Polen – auf baldigen Frieden.

  • Länderspiegel
  • Listig verbrämter Diäten-Nachschlag für Drei-Tage-Parlamentarier

    Mit leichter Hand und seltener Eintracht

    Wer sich in Schleswig-Holstein über die Diäten der Landtagsabgeordneten aufregt – außer den Parlamentariern tut dies von Flensburg bis Lübeck zur Zeit jeder kritische Steuerzahler – dem wird gern dies entgegengehalten: Der Lübecker „Karstadt“-Direktor soll mehr verdienen als Bundeskanzler Helmut Schmidt.

    Von Viola Roggenkamp

  • "Eines Tages muß auch wieder verhandelt werden"

    Wir stehen heute in einer Phase der Spannung und der Verwirrung.

  • Fernsehpfarrer Jörg Zink zeigt Flagge für die Grünen

    Auf daß die Welt und die Menschen nicht veröden

    Wer grün wählt, wird schwarz ernten.“ – Diese besorgte Prognose des baden-württembergischen FDP-Vorsitzenden Jürgen Morlok schreckt im südlichen Musterländle immer weniger Wähler.

  • Steuerhinterziehung und Wahlkampf spenden

    Warum wurde Beamter T. in die Wüste geschickt?

    Hans Horst Thorspecken, Oberregierungsrat in der baden-württembergischen Finanzverwaltung, sagt über sich selbst: „In den angesprochenen Verfahren erfüllte ich die mir obliegenden Aufgaben in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht stets pflichtgemäß.

  • Lebensart
  • Er war’s

    Der Mann, der als junger Gardeleutnant so vielen Frauen gefiel, weil er so gut aussah und betont elegant war, dann aber schon früh zum Trinker wurde und im Alter von 42 Jahren starb, war der russische Komponist Modest P.

  • Ist die behördliche Anrede „Herr / Frau/Fräulein“ diskriminierend?

    Die Frau will Dame sein

    Gerda Rechenberg, 59 Jahre alt und Leiterin der Stadtbücherei von Bad Harzburg, klagt gegen ihren Arbeitgeber. Seit zehn Jahren stößt sie sich an der Anrede „Herr/Frau/Fräulein“.

  • J.M-M.:

    Polyglott im Kurhotel

    Im Kurhotel, wo das Meerwasser in ein großes Schwimmbecken geleitet und gemeinhin selbst im harten Winter auf 28 Grad erwärmt wird, war eine kleine Panne passiert: Das Thermometer zeigte 22 Grad und keinen Strich darüber.

  • Gabriel Laub

    Von Menschen und Material

    Eigentlich heißt der terminus technicus „das menschliche Material“, es kommt mir jedoch nicht sehr menschlich vor, Menschen als „Material“ zu bezeichnen.

  • Gerechtfertigte Ungleichheit

    Jede Gesellschaft steht vor einer schwierigen Aufgabe; sie; muß ihren Mitgliedern einen sozialen Ort, einen Status zuweisen.

  • Recht im Alltag

    Kostenvoranschlag bezahlen?

    Unter dem Druck ständig steigender Ölpreise, unter dem Einfluß täglicher Energiespar-Appelle und der Verlockung von Subventionsangeboten des Staates denken derzeit viele Haus- und Wohnungseigentümer darüber nach, ob ein kostspieliger, aber energiesparender Umbau lohnend sein könnte.

  • Gesundheit

    Warum unsere Ärzte mehr laufen sollten

    Seit Jahrzehnten gibt es einen Verband der kraftfahrenden Ärzte; seit reichlich einem Jahr gibt es den Deutschen Verband langlaufender Ärzte.

  • Die Brisanz in der Fußnote

    Gründlich und – gewissenhaft haben dievierzehn Mitgliedern der Enquete-Kommission die Wirklichkeit jener Frauen erforscht, die schwanger sind, aber aus einer „schweren sozialen Notlage? (wie der Gesetzgeber die vielfältigen Konfliktsituationen zusammenfaßt) das Kind nicht bekommen wollen.

    Von Margrit Gerste

  • Das Gesetz macht Helfer hilflos

    Schwarigerschaftsabbruch ist ein häßliches Geschäft.

  • Ben Witter

    Nebbich

  • Lehrjahre hinter Klostermauern

    Die ersten Jahre der Kindheit nannte er später eine „Wonnezeit voll holder Träume, reich behängt mit Bilderbüchern, Christbäumen, Mutterliebe, Osterwochen und Ostereiern, mit Blumen und Vögeln, Armeen aus Blei und Papier.

  • Zeitlese

    Was den Menschen schon lange recht ist, sollte den Tieren endlich billig sein, sagte sich Jacob Simonovic, ein seit sieben Jahren in der Bundesrepublik lebender Tschechoslowake.

  • Wo Kaiser und Kaiserinnen ruhen

    „Aber gnä’ Frau, zum Flanieren auf der Kärntner Straße muß man Locken haben. Es schaut herzig aus. Und wenn Sie gar in die Gruft wollen .

    Von Esther Knorr-Anders

  • Vor 30 Jahren in der ZEIT:

    Das Schönste am Rundfunk

    Sie haben mir aus der Seele gesprochen: „Wenn das Programm des Nordwestdeutschen Rundfunks auch nur halb so interessant wäre wie seine Skandale, dann könnten die Hörer zufrieden sein.

  • Von Medaillen spricht man nicht

    Die Winterspiele von Lake Placid im Schatten der Diskussion um den Moskau-Boykott