Die Nachricht klingt kurios: Mitarbeiter, Besucher und Zulieferer des staatlichen britischen Autokonzerns British Leyland sollen an den Werkstoren abgewiesen werden, wenn sie mit einem Fahrzeug aus nicht-britischer Produktion Einlaß begehren.

Überheblichkeit der deutschen Konkurrenz ist jedoch fehl am Platze. Auch hierzulande hat es Ähnliches schon gegeben. Bei Daimler-Benz sollen Lieferanten, die als Transportmittel ein „Fremdfabrikat“ benutzten, darauf hingewiesen worden sein, daß ein Daimler-Werk wohl doch besser auch mit einem Daimler-Lkw beliefert werden sollte. Andere Lastwagenhersteller versuchen bereits, das Vorbild des Marktführers zu kopieren: Auch sie fordern von Lieferanten den Einsatz des eigenen Produkts.

Hoffentlich macht das nicht Schule: Auf Markentreue bedacht könnte etwa der Schuhhersteller Salamander Lieferungen zu Fuß verlangen.

dg