Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit denen die Gewerkschaften ihr Ziel erreichen können. Grundsätzlich wird bei Tarifverhandlungen eine prozentuale Anhebung des sogenannten Ecklohnes für Facharbeiter vereinbart; in der Metallindustrie von Nordrhein-Westfalen ist das die Lohngruppe 7. Nach einem Lohngruppenschlüssel erhalten die unteren Lohngruppen – ungelernte oder angelernte Arbeiterinnen und Arbeiter – einen festen Prozentsatz des Ecklohns.

Die Gewerkschaften können nun beispielsweise eine Streichung oder Anhebung der unteren Lohngruppen fordern. 1968 erhielt die Lohngruppe beispielsweise 75 Prozent des Facharbeiterlohns, seit 1976 sind es 82 Prozent.

Durch „Mindestbeträge“ können die unteren Lohngruppen prozentual stärker angehoben werden als der Ecklohn.

Schließlich können „Sockelbeträge“ vereinbart werden. Dann erhalten alle Beschäftigten erst einen gleichen Betrag zu Ihrem alten Lohn und dann eine prozentuale Erhöhung. Auch In diesem Fall erhalten die unteren Lohngruppen mehr.